Brustkrebs

TAILORx: Erstmals hinreichend lange Beobachtungsdauer für Nutzenbewertung

Biomarker-Tests bei Brustkrebs: Neue Studiendaten deuten auf Vorteil für bestimmte Patientinnen hin

Köln (6. September 2018) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat erneut den Nutzen untersucht, den bestimmte Brustkrebs-Patientinnen von Biomarker-Tests zur Entscheidung für oder gegen eine adjuvante systemische Chemotherapie haben. Dabei handelt es sich um Frauen mit primärem Hormonrezeptor-positivem, HER2/neu-negativem Mammakarzinom und 0 bis 3 befallenen Lymphknoten.

Perjeta plus Herceptin beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom

Optimierte Therapie durch doppelte Antikörper-Blockade

Berlin (17. November 2017) - Die Entwicklung von Herceptin® (Trastuzumab) hat die Heilungschancen beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom entscheidend erhöht. Dennoch gibt es Patientinnen, die trotz erfolgreicher Therapie mit Herceptin einen Rückfall erleiden, sodass nach wie vor Bedarf an weiteren Therapieoptimierungen besteht. Die Hinzunahme von Perjeta®▼ (Pertuzumab) zu Herceptin kann das bereits hohe therapeutische Niveau noch einmal signifikant verbessern. Das zeigten zunächst die Erkenntnisse aus der Neoadjuvanz, die zur Zulassung der doppelten Antikörper-Blockade in diesem Setting führten.1,2 Nun belegen die ersten Resultate der APHINITY-Studie, dass das Perjeta-Regime auch in der Adjuvanz überlegen ist: So reduzierte die zusätzliche Behandlung mit Perjeta das Rezidivrisiko gegenüber der alleinigen Therapie mit Herceptin plus Chemotherapie in der Phase-III-Studie signifikant um 19 % (HR: 0,81; p = 0,045).3 Im Rahmen eines Symposiums von Roche auf dem Herbstkongress der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) wurden die aktuellen Erkenntnisse zu Perjeta bei der Behandlung von Frauen mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom diskutiert.

Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms

Verbesserungen auf hohem therapeutischem Niveau sind möglich

Stuttgart (29. September 2017) - Zielgerichtete Therapien bieten Frauen mit HER2-positivem Mammakarzinom heute die Chance auf ein signifikant verlängertes Überleben sowie ‒ im frühen Krankheitsstadium ‒ sogar auf Heilung. Doch trotz des hohen therapeutischen Niveaus gibt es weiterhin einen Bedarf an Therapieoptimierungen. Erste Resultate der Studie APHINITY zeigen nun, dass die zusätzliche adjuvante Behandlung mit Perjeta®▼ (Pertuzumab) das Rezidivrisiko gegenüber der alleinigen Therapie mit Herceptin® (Trastuzumab) plus Chemotherapie signifikant um 19 % reduziert.1 Derzeit kann das Perjeta-Regime beim frühen Mammakarzinom bereits als neoadjuvante Therapie eingesetzt werden.2 Zudem ist die doppelte Antikörper-Blockade in Kombination mit Docetaxel mit einem Überlebensvorteil von + 15,7 Monaten etablierter First-Line-Standard im metastasierten Setting.3 Therapie der Wahl für die Second-Line ist Kadcyla®▼ (Trastuzumab Emtansin) mit einem signifikanten Überlebensvorteil von + 5,8 Monaten gegenüber Capecitabin/Lapatinib.4 Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Stuttgart erörterten Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Heidelberg, und Prof. Dr. Rudolf Weide, Koblenz, die Bedeutung der aktuellen Studiendaten und berichteten von ihren Erfahrungen aus der klinischen Praxis.

Molekulare Brustkrebstypisierung

Studie bestätigt Vorteile des in-vitro-diagnostischen Test-Kits MAMMATYPER® gegenüber Immunhistochemie (ICH)

Mainz (16. Juni 2016) - BioNTech Diagnostics GmbH, eine Tochtergesellschaft der BioNTech AG, gibt die Veröffentlichung von neuen Studiendaten bekannt, die wesentliche Vorteile des in vitrodiagnostischen Test-Kits MammaTyper®(CE/ IVD zertifiziert) gegenüber der derzeit in der Brustkrebstypisierung etablierten Nachweismethodenbelegen[1]. In der prospektiven-retrospektiven Studie erzielte MammaTyper® zukunftsweisende Ergebnisse durch eine präzisequantitativeBestimmung der Biomarker ERBB2 (HER2), ESR1 (ER), PGR (PR) sowie MKI67(Proliferationsmarker Ki-67). Besonders hervorzuheben ist, dass bei der Bestimmungvon MKI67/Ki-67 MammaTyper®der Immunhistochemie in Bezug auf die Prognose überlegen war. Damit zeigt die Studie, dass MammaTyper®eine Patientenstratifizierung gemäßSt.-Gallen-Kriterien sowie eine verlässliche Proliferationsmessung mittels MKI67gewährleistet.„Die positiven Studiendaten von MammaTyper® unterstreichen erneut unseren Anspruch, personalisierte Medizin für die Krebsbehandlung allgemein verfügbar zu machen“, ergänzte Dr. Sierk Pötting, Managing Director der BioNTech Diagnostics.

Logo_MammaTyperBiontech meldet positive Ergebnisse einer internationalen Reproduzierbarkeitsstudie mit Mammatyper® für die quantitative Bestimmung der Biomarker Her2, ER, PR und KI-67

  • Internationale Multicenter‑Studie in zehn Pathologien in USA, Kanada, Europa und Asien
  • MammaTyper® liefert höchst reproduzierbare quantitative Ergebnisse des mRNA Expressionsstatus der vier Biomarker HER2 (ERBB2), ER (ESR1), PR (PGR) und KI-67 (MKI67)

Mainz (15. Mai 2017) - BioNTech Diagnostics GmbH gibt die aktuelle Veröffentlichung der Ergebnisse einer internationalen prospektiven Multicenter‑Studie mit MammaTyper0 bekannt, die die hohe Reproduzierbarkeit des in vitro diagnostischen Tests belegen. MammaTyper weist die mRNA-Expression der von den St. Gallenleitlinien zur Brustkrebsdiagnostik empfohlenen Biomarker HER2 (ER882), ER (ESR1), PR (PGR) und des Proliferationsmarkers Ki-67 (MKI67) mit Hilfe der Reversen Transkription quantitativen real-time PCR (RT-qPCR) nach. In der nun publizierten Studie wurden die gleichen klinischen Brustkrebsgewebeproben in den zehn renommierten Pathologien von Prof. Varga (Zürich), Prof. Lebeau (Lübeck), Prof. Bu (Chengdu, China), Prof. Hartmann (Erlangen), Prof. Penault-Llorca (Clermont-Ferrand), Prof. Symmans (Houston, Texas), Prof. Teng (Hangzhou, China), Prof. von Wasielewski (Hannover), Prof. Bartlett (Ontario, Canada) und Prof. Viale (Mailand) mit MammaTyper® analysiert. Die Ergebnisse wurden anschließend auf ihre Reproduzierbarkeit sowohl zwischen den Instituten (inter-site) als auch innerhalb der Institute (intra-site) ausgewertet. Die Daten belegen, dass MammaTyper® ‑ unabhängig vom Ort, vom Zeitpunkt, von den verwendeten Geräten und von der ausführenden Person ‑ nahezu identische Ergebnisse liefert [1]. „Insbesondere bei der Bestimmung des Proliferationsmarkers Ki-67, der für die Unterscheidung der luminalen Brustkrebstypen und für die Prognose von entscheidender Bedeutung ist, zeigte MammaTyper0 eine viel präzisere Reproduzierbarkeit im Vergleich zu der Immunhistochemie", erklärte die Leiterin der Studie Prof. Dr. med. Zsuzsanna Varga, Universitätsspital Zürich. „Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass MammaTyper® das Potenzial besitzt, die derzeitigen Standards sowie die Qualität der Brustkrebsdiagnostik wesentlich zu erhöhen", bekräftigt Dr Sierk Pötting, CEO BioNTech Diagnostics GmbH.

Schwere Nebenwirkungen in Erstlinientherapie nach Menopause

Palbociclib bei fortgeschrittenem Brustkrebs:
Bei bestimmten Patientinnen überwiegen die Nachteile

Köln (1. März 2017) - Palbociclib (Handelsname Ibrance) ist seit November 2016 zur Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs zugelassen, für die keine Chemotherapie, Strahlentherapie oder eine weitere Operation infrage kommen. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht, ob dieser Wirkstoff Patientinnen Vorteile gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien bietet.

Paradigmenwechsel in der Brustkrebstypisierung: MammaTyper®. Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 57.000 Frauen und weltweit mehr als eine Million neu mit Brustkrebs diagnostiziert.7,8 Um das individuelle Risiko einer Patientin einzustufen und Therapieerfolge bei dieser heterogenen Erkrankung zu erzielen, spielt die präzise Bestimmung der Biomarker ER, PR, HER2 und Ki-67 neben anderen klinisch-pathologischen Parametern wie Tumorgröße und Nodalstatus eine zentrale Rolle. Sie bilden die Grundlage für die Wahl einer individuell geeigneten Therapie. „Die etablierten semi-quantitativen Methoden zur Bestimmung dieser Biomarker unterliegen jedoch einer hohen Variabilität und werden in Fachkreisen häufig kontrovers diskutiert 9,10“, erklärte Prof. Dr. Michael Untch, Helios Kliniken Berlin, bei einer Veranstaltung von BioNTech Diagnostics.Paradigmenwechsel in der Brustkrebstypisierung

MammaTyper®

  • MammaTyper® (CE markiertes IVD) bestimmt quantitativ die mRNA-Expression der vier Biomarker ERBB2 (HER2), ESR1 (ER), PGR (PR) und MKI67 (Ki-67)1 mittels RT-qPCR.
  • MammaTyper® zeigt in mehreren Studien eine hohe Präzision und Reproduzierbarkeit sowie eine signifikante Überlegenheit im Vergleich zur Immunhistochemie (IHC) bei der Bestimmung des Proliferationsmarkers Ki-67 (MKI67).1-3
  • MammaTyper® hat das Potenzial, die etablierten Nachweismethoden zu ersetzen und prognostische Aussagen zum Krankheitsverlauf zu liefern.2,3

Frankfurt a. Main (26. Januar 2017) - Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 57.000 Frauen und weltweit mehr als eine Million neu mit Brustkrebs diagnostiziert.7,8 Um das individuelle Risiko einer Patientin einzustufen und Therapieerfolge bei dieser heterogenen Erkrankung zu erzielen, spielt die präzise Bestimmung der Biomarker ER, PR, HER2 und Ki-67 neben anderen klinisch-pathologischen Parametern wie Tumorgröße und Nodalstatus eine zentrale Rolle. Sie bilden die Grundlage für die Wahl einer individuell geeigneten Therapie. „Die etablierten semi-quantitativen Methoden zur Bestimmung dieser Biomarker unterliegen jedoch einer hohen Variabilität und werden in Fachkreisen häufig kontrovers diskutiert 9,10“, erklärte Prof. Dr. Michael Untch, Helios Kliniken Berlin, bei einer Veranstaltung von BioNTech Diagnostics.

SABCS 2016: Studienupdate TRYPHAENA

Aktuelle Daten untermauern Stellenwert von Perjeta + Herceptin beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom

Grenzach-Wyhlen/San Antonio (12. Dezember 2016) - Die Zulassung von Perjeta®▼ (Pertuzumab) für die neoadjuvante Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms hat die Prognose der Patientinnen entscheidend verbessert: In der zulassungsrelevanten NeoSphere-Studie wurde die Rate pathologischer Komplettremissionen in Brust und Axilla (pCR; ypT0/is ypN0) durch die Hinzunahme von Perjeta zu Herceptin® (Trastuzumab) und Chemotherapie nahezu verdoppelt.1 Auf dem diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden Langzeitdaten der Sicherheitsstudie TRYPHAENA präsentiert, die die bisherigen Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit von Perjeta beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom unterstützen.2

Neues vom amerikanischen Krebskongress 2016

Real-World-Daten verweisen auf Überlebensvorteil mit Bevacizumab beim HER2-negativen Mammakarzinom

Hamburg (22. Juni 2016) - Aktuelle französische Real-World-Daten zeigen einen Unterschied im medianen Gesamtüberleben (mOS) von fast 8 Monaten für die First-Line-Therapie aus Avastin® (Bevacizumab) in Kombination mit Paclitaxel gegenüber einer Paclitaxel-Monotherapie.1 Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 3.426 Patientinnen mit HER2-negativem metastasiertem Mamma-karzinom (mBC), die zwischen 01.01.2008 und 31.12.2013 an Krebszentren des französischen Klinikverbunds „Unicancer“ diagnostiziert und initial therapiert wurden. Die positiven Ergebnisse vom diesjährigen ASCO-Kongress (American Society of Clinical Oncology), die im Rahmen einer Pressekonferenz von Roche vorgestellt wurden, bestätigen die bereits durch zahlreiche randomisierten Studien belegte gute Wirksamkeit der Therapie mit Bevacizumab beim mBC.

Retrospektive Auswertung klinischer Daten am Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, bestätigt erneut das große Potential von Eribulin bei der Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms:

2 Jahre überzeugende klinische Erfahrungen mit Halaven® (Eribulin) ab der 2. Linie beim fortgeschrittenen Mammakarzinom

Frankfurt am Main (30. Mai 2016) – Zum Einsatz von Halaven® (Eribulin) als Monochemotherapie des fortgeschrittenen Mammakarzinoms ab der zweiten Behandlungslinie liegen inzwischen weitreichende Erfahrungen aus dem klinischen Alltag vor. PD Dr. Ingolf Juhasz-Böss, Homburg, zog auf einer Pressekonferenz anlässlich des Senologiekongresses 2016 in Dresden eine sehr positive Bilanz. Zudem wurde der nicht Taxan-basierte Mikrotubuli-Inhibitor Eribulin am 2. Mai 2016 ebenfalls zur Behandlung erwachsener Patienten mit nicht resezierbarem Liposarkom, die wegen einer fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankung eine Vorbehandlung mit einer Anthrazyklin enthaltenden Therapie (sofern sie geeignet war) erhalten haben, zugelassen. Die Zulassungserweiterung basiert auf einem überzeugenden Überlebensvorteil von Eribulin beim fortgeschrittenen oder metastasierten Liposarkom, der zuvor auch beim fortgeschrittenen Mammakarzinom gezeigt werden konnte [1-4].

Metastasiertes HER2-negatives Mammakarzinom

Bevacizumab-Erhaltungstherapie bis Progression für maximale Wirksamkeit

Dresden (27. Mai 2016) - Die Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Paclitaxel ist ein bewährter Standard für die Behandlung von Frauen mit metastasiertem HER2-negativem Mammakarzinom (mBC). Studiendaten belegen die prognostische Bedeutung der zulassungskonformen Bevacizumab-Gabe über die Chemotherapie hinaus bis zur Progression.1-4 Wie PD Dr. Marc Thill im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) in Dresden erklärte, bietet die Therapie mit Bevacizumab eine hohe Wirksamkeit, die maximiert werden kann, wenn Bevacizumab bis zur Progression gegeben wird.

HER2-positives Mammakarzinom

Signifikante Verbesserung der Prognose durch zielgerichtete Therapien

Dresden (27. Mai 2016) - Zielgerichtete Substanzen spielen in der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms eine zentrale Rolle. Neben dem bewährten Antikörper Herceptin® (Trastuzumab) erweitern Perjeta®▼ (Pertuzumab) in Kombination mit Herceptin und Docetaxel sowie Kadcyla®▼ (Trastuzumab Emtansin) das Therapiespektrum in der metastasierten Situation. Beide Wirkstoffe verlängern das Überleben der betroffenen Frauen in der First- bzw. Second-Line signifikant.1,2 Im Rahmen der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) in Dresden berichteten Prof. Dr. Nadia Harbeck, München, und Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Heidelberg, über den Stellenwert der beiden HER2-gerichteten Therapien und ihre Erfahrungen aus der klinischen Praxis.

Logo Netzwerk Männer mit Brustkrebs.Neues Projekt

Medizinische und psychosoziale Bedürfnisse männlicher Brustkrebspatienten

Berlin (20. April 2016) - Die medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse von männlichen Brustkrebspatienten stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts, das unter dem Namen N-MALE im April 2016 startet. Das Vorhaben findet unter der Leitung der Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn statt; als weitere Partner nehmen das Netzwerk Männer mit Brustkrebs e. V., Forscher der Uniklinik Köln, das Brustzentrum des Klinikums der Universität München sowie der Bereich Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) teil.