Brustkrebs

Roche-Medikament Perjeta verlängert das Leben von Patientinnen mit einer aggressiven Form von metastasierendem Brustkrebs um 15,7 Monate im Vergleich zu einer Behandlung mit Herceptin plus Chemotherapie

 

  • Abschliessende Daten der Phase-III-Studie CLEOPATRA zeigten, dass Patientinnen mit zuvor unbehandeltem HER2-positivem metastasierendem Brustkrebs, die Perjeta, Herceptin und eine Docetaxel-Chemotherapie erhielten, eine mediane Überlebenszeit von 56,5 Monate erreichten – gegenüber 40,8 Monaten mit Herceptin plus Chemotherapie1
  • Das mediane Gesamtüberleben von fast fünf Jahren ist die längste Zeitspanne, die bis heute bei Patientinnen mit dieser aggressiven Form von Brustkrebs beobachtet werden konnte1

 

Basel, Schweiz (28. September 2014) - Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute die definitiven Überlebensdaten der Phase-III-Studie CLEOPATRA bekannt. Diese zeigten, dass die Anwendung von Perjeta (Pertuzumab) zusätzlich zu Herceptin (Trastuzumab) und einer Docetaxel-Chemotherapie die Überlebenszeit (Gesamtüberleben) von Patientinnen mit zuvor unbehandeltem HER2-positivem metastasierendem Brustkrebs um 15,7 Monate verlängerte im Vergleich zu Herceptin plus Chemotherapie allein (medianes Gesamtüberleben: 56,5 vs. 40,8 Monate).1 In der Studie wurden keine neuen Sicherheitsbedenken beobachtet.1

Bei einigen Therapieaspekten sind aktuelle Leitlinien ausführlicher

Brustkrebs: DMP stimmt mit Leitlinien weitgehend überein

 

Köln (16. Juli 2014) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 16. Juli 2014 die Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Behandlung von Menschen mit Brustkrebs vorgelegt. Ziel des Berichts ist es, in aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für die geplante Überarbeitung des Disease-Management-Programms (DMP) von Bedeutung sein könnten. Demnach muss das DMP an keiner Stelle dringend überarbeitet werden. Allerdings identifizierte das IQWiG einige Aspekte, die ergänzt und spezifiziert werden könnten.

Brustkrebskongress erfolgreich beendet

Senologen sehen Fortschritte auf hohem Niveau

 

Berlin (27. Juni 2014) – Brustkrebs wird in Deutschland immer frühzeitiger diagnostiziert, die Therapie hat sich in den letzten Jahren weiter verfeinert und die Überlebenschancen liegen im internationalen Vergleich auf einem hohen Niveau. Die von über 2.500 Experten besuchte Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, die im Juni in Berlin stattfand, ist interdisziplinäres Forum etabliert. In über 450 Vorträgen diskutierte man die neuesten Erkenntnisse des Fachgebietes. Großen Raum nahm dabei auch die aktuelle Debatte um das Mammographie-Screening-Programm (MSP) ein, die mit vielen Fakten kenntnisreich geführt wurde. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) zieht am Ende ihres Jahreskongresses in Berlin eine positive Bilanz für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Brust und rechnet in den nächsten Jahren mit weiteren Verbesserungen.

 

GeparSixto

Wenn sich der Behandlungsstandard verbessern lässt ‑ was heißt das für den Arzt?

 

Claus Burgardt, RA

 

Berlin (20. Juni 2014) - Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist es, die zweckmäßige, notwendige und wirtschaftliche Krankenversorgung sicherzustellen. Anerkanntermaßen folgt aus dem Verfassungsrecht kein Anspruch der Versicherten auf einen bestimmten Zuschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung oder auf die Zurverfügungstellung bestimmter Gesundheitsleistungen (BVerfG, B. v. 26.02.2013, 1 BvR 2045/12). Daher ist der Gesetzgeber und von ihm ermächtigt die Selbstverwaltung der GKV in weitem Umfang befugt, das Leistungsniveau festzulegen und damit die Leistungsansprüche der Versicherten zu konkretisieren. Entscheidungsmaßstab für diese Konkretisierung in der GKV sind die Grundsätze der evidenzbasierten Medizin. Diese in der GKV ausschließlich studienorientierte Bewertung kann in Gegensatz zum individuellen Versorgungsbedürfnis des Patienten stehen. Für lebensbedrohliche oder regelmäßig tödliche Erkrankungen hat daher das Bundesverfassungsgericht darauf hingewiesen, dass es nicht den Grundrechten entspricht, eine Behandlungsmethode mit nicht ganz entfernt liegenden Erfolgsaussichten selbst dann auszuschließen, wenn keine allgemein anerkannte, medizinischem Standard entsprechende Behandlung mehr zur Verfügung steht (BVerfG, B. v. 06.12.2005, 1 BvR 347/98).

Neue Perspektiven für Frauen mit Brustkrebs

Perjeta und Kadcyla in der Behandlung des HER2-positiven Mammakarzinoms

 

Berlin (19. Juni 2014) - Die Überlebensperspektiven für Frauen mit metastasiertem HER2-positivem Mammakarzinom haben sich innerhalb des vergangenen Jahres entscheidend verbessert: Mit dem HER2-Dimerisierungs-Inhibitor Pertuzumab (Perjeta®) und dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat T-DM1 (Trastuzumab Emtansin; Kadcyla®) wurden 2013 gleich zwei neue HER2-gerichtete Therapien zugelassen, die das Überleben der Patientinnen signifikant verlängern – und dies bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.1, 2 Anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) erläuterten PD Dr. Marc Thill, Frankfurt am Main, und Dr. Ingo Schwaner, Berlin, im Rahmen eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG den Stellenwert von Pertuzumab und T-DM1 im klinischen Alltag sowie die konkreten Vorteile für die einzelne Patientin.

Halaven® (Eribulin) von Eisai erhält positive Stellungnahme des CHMP zur Anwendung bei fortgeschrittenem Brustkrebs nach nur einer vorangegangenen Chemotherapie

Von der neuen Indikation sollen tausende Frauen in Europa profitieren

 

Hatfield, Großbritannien (26. Mai 2014) – Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA gab heute eine positive Stellungnahme zur Anwendung von Halaven ® (Eribulin) bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs ab, bei denen nach Anwendung mindestens eines Chemotherapieschemas zur Behandlung der fortgeschrittenen Erkrankung eine weitere Progression eingetreten ist. Die adjuvant oder nach einer Metastasierung angewendeten Vortherapien sollten ein Anthrazyklin und ein Taxan enthalten haben, es sei denn, diese Behandlungen waren für die Patientin ungeeignet.

Evelyn Schiffner: „Ich hatte den Verdacht, dass ich nur selbst meine Therapie stricken kann“. „Vielleicht verdanke ich mein Leben einer sehr aufmerksamen Ärztin im Praktikum“, erinnert sich Evelyn Schiffner. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag im August 1995 wurde bei der damals 37-Jährigen eine Bauchspiegelung, eine sogenannte Laparoskopie, durchgeführt. „Die junge angehende Ärztin war mit dem Befund als einzige der einbezogenen Mediziner nicht zufrieden. Sie meinte, sie habe ‚so etwas‘ schon einmal gesehen.“ Und tatsächlich: Die Diagnose lautete: Pseudomyxoma peritonei, auch bekannt als Gallertkarzinom, ein Krebs, der auf dem Bauchfell sitzt und eine sogenannte Bauchwassersucht auslöst. Dabei füllt schleimiges Bauchwasser den gesamten Bauchraum. Diese Erkrankung tritt überaus selten auf. Die Statistik spricht von einem Fall bei 1,4 Millionen Menschen. Photo: Helixor HeilmittelEvelyn Schiffner:

„Ich hatte den Verdacht, dass ich nur selbst meine Therapie stricken kann“

 

Berlin (5. April 2014) - „Vielleicht verdanke ich mein Leben einer sehr aufmerksamen Ärztin im Praktikum“, erinnert sich Evelyn Schiffner. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag im August 1995 wurde bei der damals 37-Jährigen eine Bauchspiegelung, eine sogenannte Laparoskopie, durchgeführt. „Die junge angehende Ärztin war mit dem Befund als einzige der einbezogenen Mediziner nicht zufrieden. Sie meinte, sie habe ‚so etwas‘ schon einmal gesehen.“ Und tatsächlich: Die Diagnose lautete: Pseudomyxoma peritonei, auch bekannt als Gallertkarzinom, ein Krebs, der auf dem Bauchfell sitzt und eine sogenannte Bauchwassersucht auslöst. Dabei füllt schleimiges Bauchwasser den gesamten Bauchraum. Diese Erkrankung tritt überaus selten auf. Die Statistik spricht von einem Fall bei 1,4 Millionen Menschen.

Krebskongress 2014

Die duale vertikale Blockade (VDB) als neue Therapieoption in der Zweitlinientherapie des metastasierten Her2neu positiven Mammakarzinoms

 

Prof. Dr. med. Christian Jackisch

 

Berlin (21. Februar 2014) - Therapieentscheidungen des metastasierten Mammakarzinoms werden heute an Hand verschiedener prädiktiver und prognostischer Faktoren, in Abhängigkeit vom Leidensdruck und dem Therapiewunsch der individuellen Patientin, getroffen. Hierzu zählt neben den Hormonrezeptoren (Estrogen und Progesteron) in erster Linie der Her2neu Rezeptor, dessen Expressionsmuster immer häufiger auch an der Metastase bestimmt werden sollte.

Ergebnisse der Langzeitbeobachtung im Rahmen der TARGIT-Studie

Brustkrebspatientinnen profitieren von einmaliger Bestrahlung während der OP

Mannheim (20. Dezember 2013) - Eine gezielte einmalige Strahlenbehandlung direkt im Anschluss an die chirurgische Entfernung eines Tumors kann eine echte Alternative zum gängigen Verfahren bei der brusterhaltenden Krebstherapie sein, bei dem sich die betroffenen Frauen nach der Operation über Wochen täglich einer Bestrahlung der Brust unterziehen müssen. Das bestätigen die Daten der Langzeitbeobachtung von Patientinnen, die im Rahmen der internationalen TARGIT-Studie (TARGeted Intraoperative Radiation Therapy) behandelt worden sind.

Brustkrebs

Zulassungserweiterung für Lapatinib in Kombination mit Trastuzumab

 

  • Die duale Blockade mit Tyverb ® (Lapatinib) und Trastuzumab
  • Chemotherapie-freie Therapieoption für Patienten mit HER2-positivem, HR-negativem metastasierten Mammakarzinom
  • Lapatinib + Trastuzumab erhöhen medianes Gesamtüberleben um 8,3 Monate versus Lapatinib Monotherapie 1

 

München (5. Dezember 2013) - Am 14. August 2013 erteilte die Europäische Arzneimittelagentur EMA Tyverb ® (Lapatinib) die Zulassung für den Einsatz in Kombination mit Trastuzumab. Die Kombination ist zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Brustkrebs indiziert, deren Tumore HER2 (ErbB2) überexprimieren und Hormonrezeptor-(HR-)negativ mit metastasierter Erkrankung sind, die nach vorausgegangene(r/n) Trastuzumab-Therapie(n) in Kombination mit Chemotherapie progredient verläuft. 1

Roche Medikament Kadcyla in der EU für fortgeschrittenen HER2-positiven Brustkrebs zugelassen

  • Jedes Jahr wird bei über 70.000 Patientinnen in Europa fortgeschrittener Brustkrebs diagnostiziert. Rund ein Fünftel der Fälle sind HER2-positive Tumoren.
  • Fortgeschrittener Brustkrebs ist noch nicht heilbar, und obwohl sich die Aussichten in den letzten Jahren verbessert haben, werden weitere Medikamente benötigt, um neue Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, wenn die Erkrankung fortschreitet
  • In einer klinischen Studie überlebten Patientinnen mit HER2-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs, die mit Kadcyla behandelt wurden, fast sechs Monate länger als Patientinnen unter der Standardtherapie mit Lapatinib und Xeloda
  • Patienten erlitten zudem weniger der schweren Nebenwirkungen, die häufig mit der Chemotherapie einhergehen, da Kadcyla aufgrund seiner zielgerichteten Wirkungsweise direkt an den Krebszellen angreift, wodurch gesundes Gewebe weniger geschädigt wird.

Basel (20. November 2013) - Wie Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) heute bekannt gab, hat die Europäische Kommission die Zulassung für Kadcyla (Trastuzumab-Emtansine, T-DM1), das neueste zielgerichtete Medikament für HER2-positive Tumoren und das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat von Roche, für die Behandlung von Patientinnen mit vorbehandeltem HER2-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs erteilt.

Mythos Mistel: Die Mistel ist die Pflanze der Mythen und Legenden. Für Griechen, Kelten und Germanen war die Mistel, die wie magisch zwischen Himmel und Erde scheinbar in den Baumkronen schwebt, ein Zauberzweig mit großer mystischer Kraft. Dabei folgt die Mistel ganz eigenen Gesetzen, lässt ihre Früchte im Winter reifen, setzt die Schwerkraft außer Kraft, denn ihre Zweige wachsen in alle Richtungen, keimt nicht etwa im Dunklen unter der Erde, sondern bei Licht, mitten in einer Baumkrone und nährt sich zumindest teilweise von ihrem Wirt. Photo: Helixor Heilmittel

Heilpflanzen

Mythos Mistel

 

Rosenfeld (9. Oktober 2013) - Die Mistel ist die Pflanze der Mythen und Legenden. Für Griechen, Kelten und Germanen war die Mistel, die wie magisch zwischen Himmel und Erde scheinbar in den Baumkronen schwebt, ein Zauberzweig mit großer mystischer Kraft.

Dabei folgt die Mistel ganz eigenen Gesetzen, lässt ihre Früchte im Winter reifen, setzt die Schwerkraft außer Kraft, denn ihre Zweige wachsen in alle Richtungen, keimt nicht etwa im Dunklen unter der Erde, sondern bei Licht, mitten in einer Baumkrone und nährt sich zumindest teilweise von ihrem Wirt.

Brustkrebs

CHMP empfiehlt Zulassung von Trastuzumab Emtansin (T-DM1) für die Behandlung des metastasierten HER2-positiven Brustkrebs

Grenzach-Wyhlen (25. September 2013) - Der Ausschuss für Humanmedizin (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich für die Zulassung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Trastuzumab Emtansin (T-DM1) ausgesprochen. Die Empfehlung gilt für die Behandlung von Frauen mit HER2-positivem, metastasierten Brustkrebs, die zuvor mit Trastuzumab (Herceptin®, Roche) und einem Taxan behandelt wurden. Wie die Daten der Studie EMILIA belegen, verlängert T-DM1 das mediane Gesamtüberleben um fast ein halbes Jahr [1]. Gleichzeitig sorgt der innovative, zielgerichtete Wirkmechanismus für eine gute Verträglichkeit [1]. Die Zulassung für T-DM1 in der Europäischen Union wird zum Jahresende erwartet.