Brustkrebs

Orale Chemotherapie mit Capecitabin (Xeloda®):

Auch in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms viel versprechende Ergebnisse

 

San Antonio, USA, (Dezember 2008) - In der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms hat sich Capecitabin als Referenztherapie etabliert. Die Wirksamkeit dieses oralen Chemotherapeutikums ist durch zahlreiche klinische Studien belegt. Neue Studiendaten in der aduvanten Situation zur Kombination einer Standardchemotherapie mit Capecitabin (FinXX-Studie) zeigen, dass die Hinzunahme des oralen Zytostatikums Patientinnen ein längeres krankheitsfreies Überleben ermöglicht. Eine erste Datenpräsentation anlässlich des San Antonio Breast Cancer Symposium veranschaulichte, dass Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium, die Capecitabin zusätzlich zur in nordeuropäischen genutzten Standardtherapie erhielten, ein 34 Prozent geringeres Risiko hatten, ein Rezidiv zu erleiden.

Gesenktes Brustkrebsrisiko:

Körperliche Aktivität nach den Wechseljahren zahlt sich aus

 

Heidelberg (14. Januar 2009) - Das Brustkrebsrisiko von Frauen, die nach den Wechseljahren regelmäßig körperlich aktiv sind, ist um etwa ein Drittel niedriger als das ihrer eher inaktiven Geschlechtsgenossinnen. Dies ergab eine Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Mehrere Studien deuteten bereits darauf hin, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Brustkrebsrisiko von Frauen senkt. Unbekannt war jedoch bislang, wie viel Sport die Frauen in welcher Lebensphase treiben müssen, um von dem Schutzeffekt zu profitieren. Außerdem war wenig erforscht, welche Art von Brusttumoren durch die körperliche Aktivität beeinflusst wird.

Studienergebnisse zum Mammographie-Screening vorgelegt

Brustkrebs-Früherkennung wird intensiv genutzt

 

Berlin (19. Dezember 2008) - Das Mammographie-Screening, eine Röntgenuntersuchung der Brust, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Brustkrebs bei möglichst vielen Frauen in einem frühen Stadium zu entdecken und damit die Heilungschancen zu steigern. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben im zweijährigen Rhythmus Anspruch auf diese Untersuchung. Die Women's Health Coalition (WHC) und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) haben in einer wissenschaftlich begleiteten Studie das Meinungsbild der Frauen zu diesem Früherkennungsangebot untersucht. "Zwei Drittel der eingeladenen Frauen haben bereits am Mammographie-Screening teilgenommen, und 90 Prozent von ihnen würden auch wieder daran teilnehmen. Das spricht für eine hohe Akzeptanz des neuen Angebotes", sagte Irmgard Naß-Griegoleit, Präsidentin der WHC, anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse.

Celecoxib in der Onkologie:

Die REACT-Studie beim Mammakarzinom ‑ Hintergründe und Hoffnungen

 

Von PD Dr. med. Sibylle Loibl, Frankfurt/Main

 

Berlin 9. Oktober 2008) - Entzündungsprozesse spielen sowohl bei der Entstehung als auch der Progression maligner Erkrankungen eine begünstigende Rolle. Cyclooxygenasen sind neben anderen Mediatoren der Entzündungsreaktion daran beteiligt und stellen wichtige Therapieansatzpunkte dar. Cyclooxygenasen (COX) sind zusammen mit der Phospholipase A2 für die Synthese von Prostaglandinen (PG) aus Phospholipiden verantwortlich. COX-2 wird im Gewebe von einer Vielzahl von Onkogenen und Wachstumsfaktoren induziert und führt so zur Prostaglandin-Synthese.

Rexrodt von Fircks Stiftung veröffentlicht erste Ergebnisse des Modellprojekts „gemeinsam gesund werden“

Familienorientierte Reha für Brustkrebs-Patientinnen und ihre Kinder

Gemeinsam gesund werden! So heißt das Motto der familienorientierten Rehamaßnahme für Brustkrebs-Patientinnen und ihre Angehörigen. Denn nicht nur die erkrankte Mutter, sondern auch deren Kinder und Partner leiden in dieser Zeit und brauchen besondere Unterstützung. Das Projekt integriert Kinder und Partner in die Rehabilitation und bietet gerade für die kleinen Angehörigen einen Raum, in dem sie die seelische Belastung der schweren Erkrankung innerhalb der Familie aufarbeiten können. © Rexrodt von Fircks StiftungRatingen (11. August 2008) - Etwa 300 an Brustkrebs erkrankte Mütter haben im Jahr 2007 zusammen mit ihren Kindern am Modellprojekt „gemeinsam gesund werden“ in der Klinik Ostseedeich in Grömitz teilgenommen. In diesem Projekt wird die „mitleidende“ Familie der erkrankten Mutter voll in die Rehabilitation integriert, um eine heilsame Kommunikation mit Kindern und dem Partner zu fördern. Ziel ist, die Selbstheilungskräfte der Frauen zu aktivieren und Kinder vor psychischen Spätschäden als Folge der ernsten Erkrankung in der Familie zu schützen. Ein Team der Philipps-Universität Marburg begleitet das Projekt und stellt jetzt schon die überraschend positiven Zwischenergebnisse vor. Über 90 Prozent der Mütter, Kinder und Partner gaben dem Projekt gute und sehr gute Noten und zeigten sich außerdem auch mit einzelnen Angeboten der Rehamaßnahme überaus zufrieden.

Neo-adjuvante Brustkrebs-Therapie

Phase-III-Studie „Neo-ALTTO“ mit Tyverb® zur neo-adjuvanten Therapie von Brustkrebs gestartet

 

München (5. August 2008) - Am 12. Juni 2008 wurde das von GlaxoSmithKline (GSK) entwickelte Medikament Tyverb® (Wirkstoff Lapatinib) zur Behandlung bestimmter Formen von Brustkrebs auch in Europa zugelassen. In der klinischen Phase-III-Studie Neo-ALTTO (Neo-Adjuvant Lapatinib and/or Trastuzumab Treatment Optimisation) soll nun geprüft werden, ob Lapatinib auch im Frühstadium der Erkrankung, vor einer Operation, den Patientinnen einen Vorteil bieten könnte.

„Für die Betroffenen ist es von großer Bedeutung, dass Brustkrebs bereits so früh wie möglich wirksam und gezielt behandelt wird - mit der richtigen Kombination und Abfolge von Therapieformen“, sagt Professor Torsten Strohmeyer, Leiter Forschung und Medizin von GSK Deutschland. „Die Studie Neo-ALTTO hat bereits innerhalb eines Jahres nach der Zulassung von Tyverb® durch die FDA begonnen. Dies zeigt das Vertrauen, das die onkologische Gemeinschaft in Lapatinib setzt.“

Brustkrebs im Frühstadium:

PACT untersucht Therapietreue

Berlin (21. September 2006) - Wird heute Brustkrebs im Frühstadium entdeckt, bestehen gute Heilungschancen – vorausgesetzt, die Patientin bekommt das beste Medikament und nimmt es auch zuverlässig und regelmäßig ein. Welche Auswirkungen eine mangelnde Therapietreue in der adjuvanten Antihormontherapie hat und wie sie sich verbessern lässt, untersucht das PACT-Programm. Start ist der 21. September 2006.

Eine mehrjährige adjuvante Antihormontherapie wird heute standardmäßig nach der erfolgreichen Brustkrebsoperation bei Frauen nach den Wechseljahren durchgeführt. Die internationalen und nationalen Leitlinien empfehlen dabei für hormonsensible Tumoren den Einsatz eines Aromatasehemmers, mit dem am wirksamsten die Gefahr eines Rückfalls gesenkt werden kann. Er ist zudem besser verträglich als der alte Standard Tamoxifen, wie Professor Christian Jackisch vom Klinikum Offenbach auf einer Pressekonferenz der Firma AstraZeneca in Berlin berichtete. Allerdings erhalten derzeit noch immer viele Patientinnen den bisherigen Standard Tamoxifen. Jackisch plädierte dafür, von Anfang an einen Aromatasehemmer risikoadaptiert einzusetzen und somit den Betroffenen die größtmögliche Chance auf Heilung zu bieten.

Novartis Oncology - Post ASCO 2008

Große unabhängige Studie zeigt signifikante Anti-Tumor-Wirkung von Zometa® bei Frauen mit frühem Brustkrebs

 

  • Die Einnahme von Zometa zusätzlich zur postoperativen Hormontherapie führt zu einer signifikanten Risikoreduktion von Krebsrezidiven und -todesfällen um 36% im Vergleich zu einer alleinigen hormonellen Therapie1
  • Ergebnisse ermöglichen Ärzten eine Verbesserung des Therapiestandards für prämenopausale Frauen mit diagnostiziertem, hormonsensitivem, frühem Brustkrebs
  • Dies sind die ersten Daten eines umfangreichen klinischen Programms, das die direkte Anti-Tumor-Wirkung von Zometa bei Brust-, Lungen- und Prostatakrebs untersucht

 

Basel, Schweiz (31. Mai 2008) - Die neuen Daten, die heute präsentiert wurden, zeigen eine signifikante Anti-Tumor-Wirkung von Zometa (Zoledronsäure) für prämenopausale Frauen mit hormonsensitivem, frühem Brustkrebs. Die Studie ergab, dass die Einnahme von Zometa zusätzlich zur postoperativen Hormontherapie das Risiko von Krebsrezidiven oder -todesfällen um 36% im Vergleich zu einer alleinigen hormonellen Therapie signifikant reduziert.

Meilenstein bei Studie zur Therapietreue

2.500ste Brustkrebs-Patientin in nationale Versorgungsstudie mit einem Aromatasehemmer aufgenommen

 

Bonn/Wedel (6. Juni 2008) - Die Zahl der Teilnehmerinnen an der PACT-Studie (Patient's Anastrozole Compliance to Therapy) zur Therapietreue von postmenopausalen Patientinnen mit frühem Brustkrebs, die für eine Antihormontherapie in Frage kommen, hat sich auf 2.500 erhöht. "Durch diese große Zahl von Teilnehmerinnen haben wir die Möglichkeit, erstmals auf wissenschaftlicher Basis die Frage zu beantworten, wo die Ursachen für einen Mangel an Compliance bei der adjuvanten Antihormontherapie mit einem Aromatasehemmer liegen und in welchem Ausmaß dies das Wiederauftreten von Brustkrebserkrankungen beeinflusst", so Prof. Dr. Rolf Kreienberg, ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsfrauenklinik und Leiter des von Brustkrebsexperten, Brustkrebs-Selbsthilfegruppen und AstraZeneca entwickelten Projekts.

Fortgesetzte Behandlung mit Herceptin hemmt die Krankheitsprogression bei Frauen mit aggressivem metastatischem Brustkrebs

Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs profitieren von fast drei zusätzlichen Monaten ohne Krankheitsfortschritt

Basel, Schweiz (30. Mai 2008, ots/PRNewswire) - Neue Ergebnisse, die während des jährlichen Treffens der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (American Society for Clinical Oncology Annual Meeting - ASCO) präsentiert wurden, belegen, dass Herceptin Frauen mit fortgeschrittenem (metastatischem) HER2-positiven Brustkrebs zu einem längeren Leben ohne Krebsprogression verhilft. Die abschliessende Analyse der randomisierten Phase-III-Studie GBG26 zeigte, dass Herceptin auch weiterhin bei den Frauen wirkte, die eine zusätzliche Behandlung benötigten, nachdem der Krebs während einer vorangegangenen Behandlung mit Herceptin fortgeschritten war.

National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project

Erste Patientin in weltweite Phase-III-Studie zu Bevacizumab und Trastuzumab bei Brustkrebs im Frühstadium aufgenommen

 

Paris (27. Mai 2008, ots/PRNewswire) - Kooperationsgruppen machen sich daran, die möglichen Nutzen von Therapien zur Brustkrebsbehandlung zu bestätigen. Eine neue internationale Studie bietet jetzt Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs die Möglichkeit zur Teilnahme. Bei der zulassungsrelevanten BETH (BEvacizumab and Trastuzumab Adjuvant Therapy in HER2-positive Breast Cancer (adjuvante Therapie mit Bevacizumab und Trastuzumab bei HER2-positivem Brustkrebs)) -Studie handelt es sich um eine klinische Studie der Phase III, die den Nutzen einer Kombination aus zwei monoklonalen Antikörpern, das antiangiogene Medikament Bevacizumab (Avastin(R)) und die gezielte Therapie ("targeted therapy") mit Trastuzumab (Herceptin(R)) zusammen mit Chemotherapie bei der Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium untersucht.

Femara® schützt wirksam vor Brustkrebsrezidiven,
auch wenn die Behandlung erst Jahre nach Abschluss einer Tamoxifen-Therapie einsetzt

 

  • Analyse der entblindeten MA-17-Studiendaten zeigt Vorteile einer Behandlungsauf­nahme mit Femara bis zu sieben Jahre nach Abschluss einer Tamoxifen-Therapie auf, wie eine aktuelle Publikation im Journal of Clinical Oncology belegt

  • Femara ist der einzige Aromatasehemmer, der Daten mit diesem Vorteil vorweist.

  • Im Rahmen der Analyse konnte das Rezidivrisiko unter Femara signifikant um 63% gesenkt werden, das Fernmetastasenrisiko signifikant um 61 %.
  •  Die Hälfte der Brustkrebsrezidive tritt fünf oder mehr Jahre nach Erstdiagnose auf.

28. Deutscher Krebskongress:

Mammakarzinom 2008: State of the Art in der endokrinen Therapie

 

Berlin (22. Februar 2008) ‑ Der initiale Einsatz von Anastrozol (Arimidex®) reduziert das Rezidivrisiko (TTR) postmenopausaler, hormonrezeptorpositiver Frauen signifikant und verlängert im Vergleich zu Tamoxifen das krankheitsfreie Überleben (DFS) (1). Dies hat die kürzlich im Rahmen des San Antonio Breast Cancer Symposiums vorgestellte 100‑MonatsAuswertung der ATAC‑Studie erneut bestätigt. Die aktuellen Studiendaten belegen zudem erstmals, dass die Upfront‑Therapie mit Arimidex einen langfristigen Nutzen hat, der weit über den Therapiezeitraum hinaus anhält. Der absolute Vorteil der Anastrozol‑Behandlung im Vergleich zu Tamoxifen steigt unter der Therapie nicht nur stetig an, sondern nimmt auch in den vier Jahren nach Therapieende weiter zu. Auch im Hinblick auf die Entwicklung von Fernmetastasen (TTDR) war Anastrozol nach einem medianen Follow‑up von 8,4 Jahren signifikant überlegen. Dies wird als besonders bedeutsam angesehen, da das Auftreten von Fernmetastasen häufig mit einer schlechten Prognose einhergeht, erläuterte Prof. Dr. Wolfgang Distler aus Dresden im Rahmen einer Pressekonferenz.