Darmkrebs

Darmkrebs

Trifluridin-Tipiracil-Kombination bei Darmkrebs: Zusatznutzen nur für manche Patienten
 

  • Geringer Zusatznutzen f ür Patienten mit KRAS-Wildtyp
  • Überlebensvorteile, aber beträchtliche Nebenwirkungen
  • Daten zur Lebensqualität fehlen

Köln (16. November 2016) - Die Fixkombination Trifluridin/Tipiracil (Handelsname Lonsurf) ist seit April 2016 zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs zugelassen. Die Wirkstoffe kommen für erwachsene Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Krebs des Dick- oder Enddarms infrage, bei denen die Erkrankung trotz Behandlung fortschreitet oder für die andere Therapien nicht infrage kommen.

Lonsurf_Packshot. Neueinführung von LONSURF® (Trifluridin/Tipiracil) zur Behandlung vorbehandelter Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom. Ab sofort steht in Deutschland mit dem oralen Zytostatikum LONSURF® (Trifluridin/Tipiracil) ein neues Präparat zur Behandlung von vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) zur Verfügung. LONSURF® ist indiziert für die Behandlung erwachsener Patienten mit mCRC, bei denen bisher verfügbare Therapieoptionen ausgeschöpft wurden, oder für Patienten, für die diese Behandlungen nicht in Frage kommen. Neueinführung von LONSURF® (Trifluridin/Tipiracil) zur Behandlung vorbehandelter Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom

München (14. September 2016) - Ab sofort steht in Deutschland mit dem oralen Zytostatikum LONSURF® (Trifluridin/Tipiracil) ein neues Präparat zur Behandlung von vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) zur Verfügung. LONSURF® ist indiziert für die Behandlung erwachsener Patienten mit mCRC, bei denen bisher verfügbare Therapieoptionen ausgeschöpft wurden, oder für Patienten, für die diese Behandlungen nicht in Frage kommen.

First-Line-Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms

Einfluss der primären Tumorlokalisation auf die Behandlung von RAS-Wildtyp-Patienten

Frankfurt am Main (27. Juli 2016) - Die primäre Tumorlokalisation kann ein entscheidender Faktor für die Therapiewahl beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) sein. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der Phase-III-Studie CALGB/SWOG-80405.1 Die Ergebnisse der retrospektiven Analyse zeigten, dass mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp und rechtsseitigem Primärtumor besonders von der Kombinationstherapie mit Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie profitieren.

G-BA

Darmkrebs-Screening wird auf neuem Testverfahren basieren

Berlin (21. April 2016) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin beschlossen, dass bei der Früherkennung von Darmkrebs zukünftig neue Testverfahren anzuwenden sind. Quantitative immunologische Tests zum Nachweis von nicht sichtbarem Blut im Stuhl (iFOBT) lösen den derzeit verwendeten Gujak-basierten Test (gFOBT) ab. Die beiden Testverfahren sind im Hinblick auf die gesetzlich vorgesehene Weiterentwicklung der Früherkennungsmaßnahmen zu einem organisierten Screening-Programm verglichen worden.

Marktrücknahme von Regorafenib

Politischer Streit auf dem Rücken der Krebspatienten

Berlin (19. April 2016) – BAYER hat das Krebsmedikament Regorafenib (Stivarga®) mit sofortiger Wirkung vom deutschen Markt genommen. Regorafenib war zugelassen zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs, nach Versagen anderer Medikamente. Hier wird ein Streit um Preise und Nutzenbewertung auf dem Rücken von Krebspatienten ausgetragen.

Hersteller legt keine besseren Daten vor

Regorafenib bei metastasiertem Darmkrebs: Weiterhin Anhaltspunkt für geringen Zusatznutzen

 

Köln (4. Januar 2016) - Regorafenib (Handelsname Stivarga) ist seit August 2013 für Erwachsene mit metastasiertem Darmkrebs zugelassen, bei denen die bisherigen Behandlungsalternativen nicht mehr wirken oder für die diese Alternativen nicht geeignet sind. Nach einer ersten frühen Nutzenbewertung im Januar 2014 hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun erneut überprüft, ob der Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Grund dafür war eine Befristung des entsprechenden Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die im Juli 2015 auslief.

Adipositas

Starke Gewichtszunahme im jungen Erwachsenenalter ist mit erhöhtem Darmkrebsrisiko verbunden

Potsdam-Rehbrücke (27. Mai 2015) - Wie eine wissenschaftliche Auswertung von 12 Beobachtungsstudien nun zeigt, ist bereits im jungen Erwachsenenalter, d. h. zwischen 18 und 25 Jahren, eine Gewichtszunahme von durchschnittlich 15,2 Kilogramm mit einem um 22 Prozent erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden. Männer sind dabei hinsichtlich einer Krebserkrankung des Dickdarms besonders gefährdet. Bezüglich des Enddarms waren keine geschlechtsspezifischen Unterschiede zu beobachten.

Vorteil beim Gesamtüberleben, aber Nachteil bei schweren Nebenwirkungen

Regorafenib: Anhaltspunkt für geringen Zusatznutzen

 

Köln (2. Januar 2014) - Regorafenib (Handelsname Stivarga) ist seit August 2013 für Erwachsene mit metastasiertem Darmkrebs zugelassen, bei denen die bisherigen Behandlungsalternativen nicht mehr wirken oder für die diese Alternativen nicht geeignet sind. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Demnach gibt es einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Regorafenib. Zwar haben die Patientinnen und Patienten einen Überlebensvorteil, allerdings treten bei ihnen auch bestimmte schwere Nebenwirkungen häufiger auf.

FuseView auf drei Monitoren. Photo: EndoChoiceNeueste klinische Ergebnisse des Fuse-Endoskopie-System auf der UEG Week in Berlin vorgestellt

Verbesserte Bildgebung beeinflusst Nachsorgeintervalle beim kolorektalen Karzinom

Berlin (15. Oktober 2013) - Im Rahmen der UEG Week, die zum 21. Mal mit über 10.000 Teilnehmern in Berlin stattfand, wurden neue Auswertungen in Bezug auf das Fuse™ (Full Spektrum Endoskopie System) vorgestellt. Die Koloskopie gilt als Goldstandard für Früherkennung des kolorektalen Karzinoms und seiner Vorstufen wie z.B. Adenome und Polypen. Aufgrund der ungenügenden Visualisierung hinter Darmwandfalten und in Flexuren werden Adenome mittels herkömmlicher Koloskopieverfahren mit einer Rate von bis zu 31,4 Prozent übersehen.(1) Die innovative Kameratechnik des Fuse-Systems bietet dem Untersucher einen Blickwinkel von 330° und kann die Rate entdeckter Adenome um 71 Prozent steigern.(1) Wie eine aktuelle, internationale Studie zum Vergleich traditioneller Endoskope mit dem Fuse-System belegt, hat die durch Fuse erhöhte Genauigkeit der Untersuchung auch einen deutlichen Einfluss auf die Länge der empfohlenen Nachsorgeintervalle.(2)

Innovation in der Darmkrebs-Therapie

Multi-Kinase-Inhibitor Stivarga® (Regorafenib) erweitert Perspektiven für Patienten mit mCRC

 

  • Signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens
  • ESMO-Leitlinien 2012 empfehlen Regorafenib zur Behandlung von metastasiertem Kolorektalkarzinom nach bisheriger Standardtherapie

Berlin (23. September 2013) - Die Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms (metastatic colorectal cancer, mCRC) ist trotz der Kombination von Chemotherapien und zielgerichteten Substanzen und der damit verbundenen Verbesserung der Prognose für die mCRC-Patienten immer noch eine Herausforderung. Beim Versagen der bisherigen evidenzbasierten Standardtherapien bestand bisher ein Mangel an weiteren effektiven Therapieoptionen. Diese Therapielücke kann jetzt mit Stivarga® (Regorafenib) geschlossen werden. Das Bayer-Präparat ist der erste effektive Multi-Kinase-Inhibitor, der das Überleben von Patienten mit mCRC nach evidenzbasierten und zugelassenen Standardtherapien, unabhängig vom KRas-Mutationsstatus, signifikant verlängert. Die Zulassung von Stivarga im August 2013 ist ein wichtiger Meilenstein in der Darmkrebs-Therapie.

EU-Zulassung für Stivarga® (Regorafenib)

Behandlung von metastasierendem Kolorektalkarzinom

 

Berlin (30. August 2013) - Die Europäische Kommission hat Stivarga® (Regorafenib) Filmtabletten zur Behandlung von Erwachsenen mit metastasierendem Kolorektalkarzinom (mCRC) zugelassen. Die Zulassung bezieht sich auf Patienten, die bereits mit Standardmedikamenten behandelt wurden oder die für diese Therapien (Fluoropyrimidin-basierte Chemotherapie, Anti-VEGF-Therapie und Anti-EGFR-Therapie) nicht geeignet sind.

Nutzen für unter 55-Jährige ist unklar

Darmkrebs-Früherkennung bei familiärem Risiko

 

  • Geeignete Studien fehlen
  • Änderung des bisherigen Screenings sorgfältig abwägen

 

Köln (26. Juli 2013) - Ob Menschen, die jünger als 55 Jahre sind und in deren Familien bereits ein Mitglied an Darmkrebs erkrankt ist, von einer Früherkennungsuntersuchung profitieren können, ist unklar. Denn geeignete Studien liegen derzeit nicht vor. Zu diesem Ergebnis kommt der am 26.07.2013 veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Stivarga

Bayer erhält Zulassungsempfehlung für Regorafenib zur Behandlung von metastasiertem Darmkrebs in der EU

 

  • Ergebnisse zulassungsrelevanter Phase-III-Studie belegen längere Überlebenszeit von Patienten, die mit Stivarga behandelt wurden, nachdem ihre Erkrankung trotz vorheriger Behandlungen weiter fortgeschritten war

 

Berlin (28. Juni 2013) - Das European Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Zulassungsbehörde EMA hat die Zulassung des Bayer-Wirkstoffs Regorafenib zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom empfohlen. Die Empfehlung bezieht sich auf die Behandlung von Patienten, deren Krankheit trotz Behandlung mit den zugelassenen Standardmedikamenten weiter fortschreitet oder für die eine Behandlung mit zugelassenen Standardmedikamenten (Fluoropyrimidin- basierte Chemotherapie, Anti-VEGF-Therapie und Anti-EGFR-Therapie) nicht in Betracht kommt. Die Entscheidung der EU-Kommission über den Zulassungsantrag wird im 3. Quartal 2013 erwartet.