Hautkrebs

Hautkrebs

Vorbeugung von Papillomvirus-induzierten Hauttumoren

München (20. Oktober 2015) - Humane Papillomviren sind nicht nur Verursacher des Gebärmutterhalskrebses, sondern auch an der Entstehung von gut- und bösartigen Hauttumoren beteiligt. Besonders betroffen davon sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, wie Patienten nach einer Organtransplantation. Eine Impfung gegen die Viren könnte das Hautkrebsrisiko der Betroffenen drastisch verringern. Die Arbeitsgruppe um Professor Dr. Frank Rösl am Deutschen Krebsforschungszentrum hat nun einen entsprechenden Impfstoff entwickelt und diesen erfolgreich in einem einzigartigen Tiermodell für Papillomviren im Rahmen einer präklinischen Studie getestet.

Cobimetinib und Vemurafenib

Prüfkombination überzeugt bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom

 

Bonn (16. Juni 2015) - Kombinationstherapien zählen zu den wirksamsten Strategien, um die Prognose von Krebspatienten weiter zu verbessern. Beim fortgeschrittenen BRAFV600-Melanom bestätigen dies erneut aktuelle Daten zur Kombination von Cobimetinib plus Vemurafenib (Zelboraf®), die erstmals auf der 51. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago/Illinois, USA, präsentiert wurden: So verlängerte die zusätzliche Behandlung mit Cobimetinib in der Phase-III-Studie coBRIM das mediane progressionsfreie Überleben gegenüber der Vemurafenib-Monotherapie signifikant um mehr als fünf Monate.1 Im Rahmen einer Pressekonferenz der Roche Pharma AG in Bonn stellte PD Dr. Bastian Schilling, Essen, die positiven Studienergebnisse zur Kombinationstherapie vor und erläuterte deren Stellenwert für die künftige Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Melanom.

Kombination aus Prüfmedikament Cobimetinib plus Zelboraf (Vemurafenib) von Roche zeigt signifikanten Nutzen für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom im Vergleich zu Zelboraf allein

  • Cobimetinib plus Zelboraf konnte das Risiko einer Verschlechterung der Krankheit um die Hälfte senken im Vergleich zu Zelboraf allein
  • Ergebnisse der Phase-III-Studie coBRIM werden heute am Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2014 im Rahmen des Presidential Symposium vorgestellt und im New England Journal of Medicine publiziert
  • Roche hat in der EU ein Zulassungsgesuch für die kombinierte Anwendung zur Behandlung von Patienten mit BRAF-V600-Mutation-positivem fortgeschrittenem Melanom eingereicht

Basel, Schweiz (29. September 2014) - Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) hat heute positive Daten aus der coBRIM-Phase-III-Studie bekannt gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten mit zuvor unbehandeltem BRAF-V600-Mutation-positivem fortgeschrittenem Melanom, die den MEK-Hemmer Cobimetinib plus Zelboraf (Vemurafenib) erhielten, signifikant länger lebten bis zum Fortschreiten der Krankheit oder Eintritt des Todes (progressionsfreies Überleben) im Vergleich zu einer Therapie mit Zelboraf allein.1

Fortgeschrittenes Melanom

Erste Phase-III-Daten bestätigen das Potenzial der Kombinationstherapie Cobimetinib/Vemurafenib

 

Grenzach-Wyhlen (1. September 2014) - Trotz aller Weiterentwicklungen in der Therapie des malignen Melanoms bleibt der fortgeschrittene schwarze Hautkrebs eine schwer zu behandelnde und bösartige Erkrankung, für die weitere Behandlungsmöglichkeiten notwendig sind. Die Therapie Cobimetinib in Kombination mit Vemurafenib (Zelboraf®) hat das Potenzial, die Prognose der Betroffenen entscheidend zu verbessern. Bei Patienten mit einem BRAFV600-Mutations-positiven und inoperablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Melanom führte die Kombinationstherapie nun zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben. Das belegen die ersten Ergebnisse der Phase-III-Studie coBRIM, die erstmals auf dem diesjährigen Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO, 26. - 30. September 2014) präsentiert werden. Damit gibt es berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass sich die Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessern werden.

Ipilimumab bei fortgeschrittenem Melanom

Zusatznutzen für nicht vorbehandelte Patienten nach wie vor nicht belegt

 

  • IQWiG bewertet in zwei Addenda Studiendaten zu weiterer Vergleichstherapie sowie aktualisierte Datenanalysen

Köln (5. Juni 2014) - Anfang 2014 hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den Zusatznutzen von Ipilimumab bei nicht vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem Melanom untersucht. Der Hersteller reklamierte für diese Patienten einen deutlichen Zugewinn an Überlebenszeit und damit einen Zusatznutzen gegenüber Dacarbazin, der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Der vom Hersteller angestellte indirekte Vergleich war allerdings zu unsicher, und der postulierte Effekt war zugunsten von Ipilimumab verzerrt. Daher war ein Zusatznutzen nicht belegt.

Deutscher Krebskongress 2014

Neues zur Therapie des metastasierten Melanoms

 

Prof. Dr. med. Axel Hauschild

 

Berlin (21. Februar 2014) - Das maligne Melanom der Haut zeigt unter den Hautkrebserkrankungen den aggressivsten Verlauf mit dem größten Metastasierungspotenzial. Über mehrere Jahrzehnte hat sich die Prognose für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom bezogen auf das progressionsfreie und Gesamtüberleben kaum verbessert. Dies hat sich in den letzten gut 2 Jahren durch die Einführung neuer zielgerichteter Therapien sowie Immuntherapien dramatisch geändert.

33-Monats-Update der BRIM-3-Studie

Signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem malignen Melanom

Grenzach-Wyhlen (29. Januar 2014) - Mit der Entwicklung und Zulassung des BRAF-Inhibitors Vemurafenib (Zelboraf®) konnte der jahrzehntelange Stillstand in der Therapie des fortgeschrittenen malignen Melanoms überwunden werden. Die Erfahrungen aus der täglichen Praxis und die Ergebnisse der Phase-III-Zulassungsstudie BRIM-3 dokumentieren den langfristigen therapeutischen Erfolg sowie die hohen Ansprechraten und die gute Verträglichkeit von Vemurafenib. Auf dem 10. internationalen Kongress der SMR (Society of Melanoma Research) in Philadelphia wurden jetzt Daten zum Gesamtüberleben mit einer 33-monatigen Nachbeobachtungszeit präsentiert [1].

Bei Sterblichkeit, Symptomatik und Lebensqualität keine Unterschiede feststellbar

Dabrafenib bei schwarzem Hautkrebs: Zusatznutzen ist nicht belegt

Köln (2. Januar 2014) - Dabrafenib (Handelsname Tafinlar) ist seit August 2013 zur Behandlung von fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.
Demnach ist ein Zusatznutzen von Dabrafenib nicht belegt: Was Sterblichkeit, Symptomatik, gesundheitsbezogene Lebensqualität und den Abbruch der Behandlung wegen unerwünschter Ereignisse betrifft, ist ein Vorteil aus dem Dossier nicht ableitbar. In Hinblick auf weitere Nebenwirkungen sind die Daten zu unsicher, um Aussagen treffen zu können.

Vielversprechende Therapieoption für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom

Dabrafenib in der EU zugelassen

München (27. September 2013) - Die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMA hat den von GlaxoSmithKline (GSK) entwickelten Wirkstoff Dabrafenib (Handelsname Tafinlar ® ) zur Monotherapie erwachsener Patienten mit BRAF-V600 Mutation-positivem, nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom zugelassen. 1 Mit Dabrafenib steht nun eine weitere vielversprechende Behandlungsoption für das Melanom mit BRAF-V600-Mutation zur Verfügung. 1, 2

Rote-Hand-Brief Zelboraf® (Vemurafenib)

Risiko für eine Progression maligner Erkrankungen und Arzneimittelausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)

 

Berlin (3. September 2013) - Vemurafenib ist ein oral verfügbarer, niedermolekularer Inhibitor der BRAF-Serin-Threonin-Kinase und ist zugelassen als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit BRAF-V600 Mutation-positivem nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom.

 

ErivedgeHedgehog-Signalweg-Inhibition

Positives CHMP-Votum für Vismodegib zur Behandlung des fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms – einer seltenen, aber schwerwiegenden Form von Hautkrebs

 

Grenzach-Wyhlen (6. Mai 2013) - Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittel-Agentur EMA (European Medicines Agency) hat sich am 26. April 2013 für die Zulassung des Hedgehog-Signalweg-Inhibitors Vismodegib (Erivedge®) zur Therapie des lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms (locally advanced BCC, laBCC) sowie des symptomatischen metastasierten Basalzellkarzinoms (mBCC) ausgesprochen. Die Empfehlung des CHMP gilt für erwachsene Patienten, bei denen eine Operation oder Strahlentherapie nicht geeignet ist. Mit Erivedge® wird für Patienten mit dieser aggressiven, entstellenden und potenziell lebensbedrohlichen Form des weißen Hautkrebs in Europa in Kürze erstmals eine Therapieoption zur Verfügung stehen [1, 2, 3].