Hautkrebs

Frühe Nutzenbewertung

Roche nimmt Stellung zum G-BA Beschluss für Vemurafenib

 

Grenzach-Wyhlen (7. September 2012) - Am 6.9.2012 wurde im Rahmen der frühen Nutzenbewertung der G-BA Beschluss für Vemurafenib (Handelsname Zelboraf®) veröffentlicht. "Wir freuen uns, dass der G-BA Beschluss den medizinischen Nutzen von Vemurafenib für diese schwerst erkrankten Patienten widerspiegelt", so Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG.

 

ASCO 2012: Zielgerichtete Therapie bei fortgeschrittenem Hautkrebs

Studien-Updates: Langzeitüberleben unter Vemurafenib und hohes Ansprechen auf Vismodegib

 

Frankfurt am Main (15. Juni 2012) - Auf dem diesjährigen Kongress der Amerikanischen Krebsgesellschaft (ASCO) in Chicago standen gleich zwei Medikamente gegen fortgeschrittenen Hautkrebs im Fokus: In der Indikation malignes Melanom wurden aktualisierte Daten zum Gesamtüberleben für den BRAF-Inhibitor Vemurafenib (Zelboraf®) präsentiert. Eine Studie mit dem Hedgehog-Signalweg-Inhibitor Vismodegib bestätigte dessen signifikanten klinischen Benefit für Patienten mit fortge­schrittenem Basalzellkarzinom (aBCC).  

 

Beträchtlicher Zusatznutzen von Ipilimumab bei fortgeschrittenem Melanom

Vorteile beim Gesamtüberleben, aber auch Nachteile in Form von Nebenwirkungen

Köln (2. Mai 2012) - Der humanisierte Antikörper Ipilimumab (Handelsname Yervoy®) ist seit August 2011 zugelassen zur Behandlung von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Melanom (schwarzer Hautkrebs), die bereits zuvor eine Behandlung erhalten haben. Fortgeschritten bedeutet hier, dass das Melanom nicht mehr operativ entfernt werden kann oder Metastasen gebildet hat. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft. Demnach stehen erhebliche Vorteile des Wirkstoffs in Bezug auf das Gesamtüberleben einem erheblichen Schadenspotential in Form von Nebenwirkungen gegenüber. In der Gesamtschau ergibt sich ein beträchtlicher Zusatznutzen von Ipilimumab.

Zulassung des Medikaments Vemurafenib

Hoffnung für Patienten mit fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs

 

Berlin (23. Februar 2012) - Der Roche Pharma AG ist in der Therapie des schwarzen Hautkrebs ein Durchbruch gelungen. Das Unternehmen entwickelte mit Vemurafenib (Zelboraf™) ein Medikament, das gezielt in die Abläufe der Krebszellen eingreift. Als Folge kann der Tumor nicht mehr wachsen und schrumpft. Alle Patienten, bei denen eine BRAF-V600-Mutation im Tumor nachgewiesen wird, können im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit von dem neuen Medikament profitieren.

 

PET-Scanner. Photo: WikipediaNutzen der PET bei malignem Melanom ist unklar

Belastbare Studien fehlen / IQWiG fordert methodisch hochwertige Vergleiche

 

Berlin (20. Juli 2011) - Der Stellenwert der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) für Patientinnen und Patienten mit malignem Melanom lässt sich mangels aussagekräftiger Studien derzeit nicht beurteilen. Zu diesem Ergebnis kommt der am 20. Juli 2011 veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Malignes Melanom

Vemurafenib verlängert das Gesamtüberleben von Patienten mit BRAF-Mutation

Köln (17. Juni 2011) - Der BRAF-Inhibitor Vemurafenib verlängert das Gesamtüberleben von Patienten mit nicht vorbehandeltem, metastasiertem Melanom und einer BRAF-V600-Mutation gegenüber einer Standard-Chemotherapie signifikant. [1, 2] Dies belegen Daten der Phase-III-Studie BRIM3, die jetzt auf dem amerikanischen Krebskongress vorgestellt wurden. Eine personalisierte Therapie des metastasierten Melanoms rückt damit in greifbare Nähe.

Im Verbund gegen den Hautkrebs

 

Würzburg (4. November 2008) - Jedes Jahr erkranken etwa 22.000 Menschen in Deutschland am schwarzen Hautkrebs; rund 3.000 sterben daran. Ärzte stehen dem Tumor häufig machtlos gegenüber. Ein Forschungsverbund soll nun neue Therapien entwickeln. Wenn der schwarze Hautkrebs nicht rechtzeitig erkannt wird, ist es oft schon zu spät: Das so genannte maligne Melanom bildet bereits zu einem frühen Zeitpunkt Tochtergeschwülste - Metastasen. Insbesondere für das metastasierte Melanom fehlen bislang effektive Behandlungsmöglichkeiten, da diese Metastasen oft unempfindlich gegenüber Chemo- oder Strahlentherapie sind. Zahlreiche Wissenschaftler aus ganz Deutschland wollen nun in einem nationalen Forschungsverbund neue Therapieverfahren gegen den schwarzen Hautkrebs entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe fördert diesen Verbund mit 2,8 Millionen Euro. Von Seiten der Universität Würzburg beteiligen sich zwei Arbeitsgruppen an dem Verbund mit Untersuchungen an relevanten präklinischen Modellen.

Weißer Hautkrebs: fast 100 Prozent Heilungserfolg durch Operation

Studie der Tübinger Hautklinik aktuell in Lancet Oncology veröffentlicht

 

 Abb.: Weisser Hautkrebs Photo: Universitäts-Hautklinik Tübingen
 Weisser Hautkrebs. Photo: Universitäts-Hautklinik Tübingen

 

Tübingen (21. Juli 2008) - Weißer Hautkrebs ist der häufigste Krebs beim Menschen: Auf 100.000 Einwohner in Deutschland bezogen treten Basalzell-Karzinom und Plattenenpithel-Karzinom jedes Jahr fast 200-mal neu auf. Ausgelöst wird der Krebs durch die Sonne. Starke UV-Strahlung wie in den Bergen, am Wasser oder einfach beim Cabriofahren ist ein hoher Risikofaktor.
Aktuell hat die Tübinger Universitäts-Hautklinik eine neue Studie zum weißen Hautkrebs in der Zeitschrift "Lancet Oncology" veröffentlicht. Gegenstand der Untersuchung war das sogenannte Plattenepithel-Karzinom der Haut, auch Spinaliom genannt. Es ist - neben dem Basalzellkarzinom oder Basaliom - der zweithäufigste weiße Hautkrebs. Das Spinaliom kann sich in die Lymphknoten und im Körper absiedeln (Metastasierung) und gilt daher als gefährlich. Erstmals gelang es der Tübinger Arbeitsgruppe um Prof. Helmut Breuninger das Risiko für eine Metastasierung abzuschätzen und eine schonende Therapie zu entwickeln. Der Dermatologe fasst die Ergebnisse seiner Studie zusammen: "Mit einer operativen Frühtherapie sind also praktisch 100 Prozent aller weißen Hautkrebse auf Dauer heilbar."