Leberkrebs

DGHO-Jahrestagung 2017

Neue Daten zum Einsatz von Lenvatinib als Erstlinientherapie* bei Patienten mit nicht-resezierbarem Leberzellkarzinom (unresectable hepatocellular carcinoma, uHCC)

Frankfurt/Main (2. Oktober 2017) – Große Aufmerksamkeit fand bei der diesjährigen DGHOJahrestagung in Stuttgart eine Präsentation der Daten zur internationalen, multizentrischen, offenen Phase-III-Studie REFLECT (n=954), in der Lenvatinib bei Patienten mit nichtresezierbarem Leberzellkarzinom als erste Systemtherapie im Hinblick auf das Gesamtüberleben (overall survival, OS) als primären Endpunkt dem aktuellen Versorgungsstandard Sorafenib nicht unterlegen war, wie Prof. Arndt Vogel (Hannover) auf einer Presseveranstaltung berichtete. Bei den sekundären Endpunkten progressionsfreies Überleben (progression-free survival, PFS), Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (time to progression, TTP) und objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) zeigte Lenvatinib darüber hinaus signifikante Verbesserungen gegenüber Sorafenib [1]. Die gezeigten Vorteile hinsichtlich der Wirksamkeit mit Lenvatinib gegenüber Sorafenib gingen nicht mit einer Verschlechterung der Lebensqualität einher [2].

Leberkrebs richtig erkennen und behandeln

Neue S3-Leitlinie zum hepatozellulären Karzinom

 

Hannover/Berlin (6. Juni 2013) – Etwa 7.500 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu am Leberzellkarzinom, Männer zwei- bis dreimal häufiger als Frauen. Die neue S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms“ soll jetzt die Behandlung und Betreuung der Patienten verbessern. Der praxisnahe Handlungsleitfaden basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) haben mehr als 100 Experten die Leitlinie erstellt. Die DGVS baut darauf, dass alle an der Behandlung von Menschen mit Leberkrebs Beteiligten die Leitlinie umfassend umsetzen.

 

Veröffentlichung im New England Journal of Medicine

Nexavar-Studie: Signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens bei Leberkrebs

 

Nexavar ist die erste zugelassene systemische Therapie für diese Erkrankung

 

Leverkusen (24. Juli 2008) – Das New England Journal of Medicine hat Ergebnisse einer Phase-III-Studie mit Nexavar® beim Leberzellkarzinom veröffentlicht. Diese zeigen, dass Nexavar (Wirkstoff: Sorafenib) das Gesamtsterblichkeitsrisiko bei Patienten mit inoperablem, primären Leberzellkarzinom im Vergleich zu Patienten, die Placebo erhielten, um 31 Prozent verringerte. Das entspricht einer 44-prozentigen Verlängerung der medianen Gesamtüberlebenszeit für Patienten, die Nexavar erhielten. Auf Basis dieser Daten wurde Nexavar in den USA und Europa Ende letzten Jahres für die Behandlung von Leberkrebs zugelassen. Das Produkt wird von der Bayer HealthCare AG und Onyx Pharmaceuticals, Inc. gemeinsam entwickelt.

Signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens

Multikinasehemmer Sorafenib – therapeutischer Fortschritt auch beim Leberzellkarzinom

 

Frankfurt (22. Juni 2007) – Schon beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom wurde für Sorafenib eine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit in einer der größten Phase III Studien in dieser Indikation belegt. Nun liegen die Daten einer ersten Phase III-Studie beim Leberzellkarzinom vor und dokumen-tieren ebenfalls eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens unter dem Multikinasehemmer. Dieser könnte damit rasch zur Standardtherapie beim Leberzellkarzinom werden, da effektive Behandlungsalternativen bei diesem Tumor bislang nicht existieren.

SHARP ‑ Ergebnisse der Phase‑III Zulassungsstudie mit Sorafenib beim Leberzellkarzinom

 

Von Prof. Dr. med. Tim Greten

 

Frankfurt am Main (22. Juni 2007) - Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die dritthäufigste Krebstodesursache in Deutschland, wobei die Mehrzahl der Patienten bereits innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnosestellung verstirbt. Eine Standardtherapie, die die Überlebenszeit der Patienten verlängert, ist bislang nicht bekannt. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass beim HCC die Raf‑Kinase überexprimiert und aktiviert ist, was eine klinische Wirksamkeit von Substanzen wie Sorafenib, das den RAF/MEK/ERKSignalweg hemmt, erwarten lässt.