Lymphome

Lymphdrüsenkrebs:

Risiko ist abhängig von Vorerkrankungen und deren Behandlung

 

Heidelberg (19. März 2009) - Hepatitis B und C sowie das Pfeiffersche Drüsenfieber erhöhen das Risiko für Krebserkrankungen des Lymphsystems. Das bestätigte jetzt eine europaweite Studie unter der Leitung von Wissenschaftlern aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum. Auch die rheumatoide Arthritis galt bisher als Risikofaktor für Lymphdrüsenkrebs. Doch möglicherweise spielt bei dieser Erkrankung auch die medikamentöse Behandlung eine Rolle: Die Forscher fanden erste Hinweise darauf, dass nur diejenigen Arthritis-Patienten ein erhöhtes Lymphomrisiko tragen, die ihre Gelenkschmerzen mit dem Wirkstoff Paracetamol bekämpfen.

Antikörpertherapie mit Rituximab in der Lymphom-Therapie:

Überleben und Heilung möglich geworden

 

Berlin (22. Februar 2008) - Mit der Einführung der Anti-CD20-Antikörpertherapie mit Rituximab hat vor 10 Jahren ein grundlegender Wandel in der Therapie der Non-Hodgkin-Lymphome begonnen. Rituximab hat sich als Standard in der Lymphomtherapie etabliert.

Lymphknotenkrebs:

Ersatzkassen verbessern die Regelversorgung ihrer Lymphom-Patienten

 

Köln (23. Juni 2008) - Mit einer neuen IV-Vereinbarung wurde der seit September 2005 bestehende Vertrag zur Integrierten Versorgung von Patienten mit Hodgkin-Lymphom auf alle Formen des malignen Lymphoms ausgeweitet. Die international anerkannten Therapiekonzepte der deutschen Lymphom-Studiengruppen sind die Grundlage der bundesweiten Vereinbarung.

Die Ersatzkassen möchten die Versorgung von Patienten, bei denen ein malignes Lymphom (Lymphknotenkrebs) diagnostiziert wurde, optimal gestalten. Deshalb haben die Ersatzkassenverbände VdAK/AEV einen Vertrag mit den Studiengruppen des Kompetenznetzes Maligne Lymphome (KML), dem Berufsverband der niedergelassenen Hämato-Onkologen (BNHO) sowie der Arbeitsgemeinschaft der Hämatologen und Onkologen an Krankenhäusern (AdHOK) zur Integrierten Versorgung von Patienten mit malignen Lymphomen geschlossen. Ziel des am 1. Mai 2008 in Kraft getretenen Vertrages ist es, den Patienten eine qualitätsgesicherte und an ihren Bedürfnissen und Krankheitsbildern ausgerichtete Therapie zu ermöglichen.

Lymphomtherapie: News vom ASH 2007

Die ersten 10 Jahre MabThera®: Jetzt geht´s ums Überleben!

Frankfurt am Main (17. Januar 2008) - Der monoklonale Antikörper Rituximab (MabThera®) hat die Therapie der Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) revolutioniert. 10 Jahre nach seiner Erstzulassung ist MabThera® heute aus der Lymphomtherapie nicht mehr wegzudenken und inzwischen zur Standardtherapie bei der Behandlung aggressiver und follikulärer Lymphome geworden. Wo früher wenig Hoffnung für Patienten bestand, sind heute Überleben und Heilung etablierte Therapieziele in der Behandlung von Lymphompatienten. Der weltweit größte hämatologische Fachkongress der American Society of Hematology, der ASH, unterstrich einmal mehr die Ausnahme­stellung von MabThera®. Annähernd die Hälfte der dort eingereichten Präsentationen und Abstracts drehten sich um MabThera® und seinen Einsatz.

Welt-Lymphom-Tag 2006:

Deutsche Lymphomforschung ist weltweit führend

 

Bonn (15. September 2006) - Anlässlich des diesjährigen Welt‑Lymphom‑Tages stellen Vertreter aus den Bereichen Forschung und Politik im ehemaligen Bundestag in Bonn die Erfolge der im Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) zusammengeschlossenen deutschen Lymphom-Studiengruppen vor und diskutieren mit Vertretern von Selbsthilfe und Krankenkassen über zukünftige Entwicklungen. Im Fokus stehen dabei die Sicherung der Finanzierung von erfolgreichen und unverzichtbaren Strukturen, wie sie durch die BMBF‑Förderung des KML geschaffen wurden und der Erhalt des derzeit hohen Standards der Patientenversorgung.

Der bösartige Lymphknotenkrebs (malignes Lymphom) nimmt in westlichen Ländern zu ‑ in den USA nach Schätzungen um das Dreifache innerhalb der letzten 20 Jahre. Gleichzeitig hat es bei der Therapie dieser bösartigen Lymphknotenerkrankungen in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gegeben. Durch neue Kombinationstherapien aus Chemotherapie mit Antikörpern konnten die krankheitsfreie Zeit und das Überleben bei den meisten Lymphomen deutlich verlängert werden.

MabThera® (Rituximab) erhält EU-Zulassung zur Erhaltungstherapie beim follikulärem Lymphom

Ein entscheidender Durchbruch auf dem Weg zur angestrebten Heilung

 

Frankfurt am Main (25. Juli 2006) - Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat jetzt den Antikörper Rituximab (MabThera®) für die Erhaltungstherapie bei Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem, follikulären Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) zugelassen, die auf eine vorangehende Induktionstherapie, bestehend aus einer Chemotherapie mit oder ohne Rituximab, angesprochen haben. Erstmals wird durch die Rituximab-Erhaltungstherapie das Gesamtüberleben signifikant verlängert und das Risiko zu sterben nahezu halbiert.

 

Diese beeindruckenden Ergebnisse der Erhaltungstherapie wurden zuletzt auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) im letzten Dezember in zwei großen Studien unabhängig voneinander vorgestellt. Auf Grundlage der Ergebnisse der internationalen Phase III-Studie EORTC 20981 (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) erfolgte jetzt nur ein halbes Jahr später die europaweite Zulassung von Rituximab. „Die schnelle Zulassung der Erhaltungstherapie mit MabThera® spiegelt ihren enormen Nutzen für die Patienten wider. Gleichzeitig gibt ihr Einsatz neue Hoffnung, diese Krankheit langfristig kontrollieren zu können“, sagte Dr. Wolfgang Dietrich, Bereichsleiter Hämatologie/ Onkologie/Rheumatologie der Roche Pharma AG, Deutschland.