Nierenkrebs

Annual Meeting of American Society of Clinical Oncology (ASCO 2011)

Therapiesequenz beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC): Sunitinib und Temsirolimus weiterhin Standards in der Erstlinie

 

Berlin (26. August 2011) – „Beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) stehen uns aktuell sechs zielgerichtete Medikamente zur Verfügung, die von nationalen und internationalen Fachgesellschaften in zwei Behandlungslinien empfohlen werden1“, sagte Professor Dr. Jürgen Gschwend* (München) auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology Deutschland2. Durch das breite Therapiespektrum hat sich die Prognose der Patienten erheblich verbessert. Zugleich steht damit im Praxisalltag die Frage nach der richtigen Therapiesequenz im Vordergrund. Ein zentrales Entscheidungskriterium, vor allem bei Behandlungsbeginn, sei die Wirksamkeit eines Präparats, ergänzte Professor Dr. Manuela Schmidinger* (Wien).

 

Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom

Studiendaten bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Bevacizumab plus niedrig dosiertem Interferon

Köln (17. Juni 2011) – Prospektiv erhobene Daten belegen den Nutzen einer Therapie mit Bevacizumab (Avastin®) und niedrig dosiertem Interferon alpha-2a (IFN) beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC)1. Die im Rahmen des ASCO 2011 vorgestellte Interimsanalyse der Phase-II-Studie BEVLiN zeigt, dass sich durch eine Reduktion der IFN-Dosis bei vergleichbarem klinischen Nutzen ein deutlicher Gewinn an Verträglichkeit erzielen lässt. Im Cross-Trial-Vergleich mit einer vergleichbaren Patientensubgruppe der AVOREN-Zulassungsstudiefiel die Rate an IFN-bedingten Nebenwirkungen Grad ≥ 3 unter der reduzierten IFN-Dosis deutlich geringer aus. Die Patienten im BEVLiN-Kollektiv erreichten ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 14,8 Monaten. Das PFS in der historischen Kontrollgruppe betrug 10,5 Monate. Die Daten bestätigen damit die Ergebnisse einer früheren retrospektiven Subgruppenanalyse der AVOREN-Studie, die bereits auf einen Verträglichkeitsgewinn durch eine IFN-Dosisreduktion bei Erhalt der Wirksamkeit der Bevacizumab/IFN-Therapie hingewiesen hatte2, 3.

Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC)

Therapiemanagement beim mRCC: Potenziale von Sunitinib und Temsirolimus voll ausschöpfen

 

Hannover (2. Mai 2011) – Auf Basis überzeugender Phase-III-Zulassungsdaten sind die zielgerichteten Medikamente Sunitinib (Sutent®) und Temsirolimus (Torisel®) mittlerweile als Referenzstandards in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) etabliert.1,2,3,4 Dabei hat sich im klinischen Alltag gezeigt, dass ein patientenorientiertes Therapiemanagement wichtig ist, um das therapeutische Potenzial der beiden Medikamente voll ausschöpfen zu können. „Denn wenn eine Substanz beim mRCC Wirksamkeit zeigt, ist es therapeutisch angezeigt, die Patienten so lange wie möglich unter dieser Therapie zu halten. Und mit Hilfe eines ganzheitlichen und proaktiven Therapiemanagements kann die Behandlungsdauer unter zielgerichteten Therapien in vielen Fällen entscheidend verlängert werden“, erläuterte Professor Markus Kuczyk (Hannover) auf einem Fachjournalisten-Workshop von Pfizer Oncology. 5 Untermauert wird dieser Zusammenhang zwischen Behandlungsdauer, Therapiemanagement und -erfolg beim mRCC durch eine Reihe von Studien zu Sunitinib. Hier zeigte sich, dass sich eine längere Gabe des Medikaments positiv auf das Ansprechen auswirkte.3,6,7,8,9 Vor diesem Hintergrund lohne es sich, die Therapie sorgfältig zu begleiten, ergänzten Dr. Viktor Grünwald und Privatdozent Dr. Axel Merseburger (beide Hannover). Die drei wesentlichen Säulen eines erfolgreichen Therapiemanagements beim mRCC seien eine möglichst lange Behandlungsdauer, adäquate Dosierung und ein proaktives Nebenwirkungsmanagement.

 

 

Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC)

Neue ASSIST-Internetseite unterstützt Ärzte und Patienten bei der mRCC-Therapie mit Sunitinib

 

Berlin (26. April 2011) – Mit der Internetseite www.rcc-assist.eu/de können behandelnde Ärzte ihre Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) während der Therapie mit Sunitinib (Sutent®) noch besser unterstützen. Die Website von Pfizer Oncology bietet Sunitinib-Patienten rund um die Uhr Hilfestellung bei Fragen, die beim Arztbesuch vergessen wurden oder sich erst im Laufe der Therapie stellen.

Nierenzellkarzinom

First-Line-Therapie mit Bevacizumab plus Interferon alfa-2a erhält Lebensqualität und Therapieoptionen

 

Düsseldorf (1.Oktober 2010) - Anlässlich der 62. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf diskutierten Experten die Einflussfaktoren für die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (mRCC). Patienten mit klarzelligem mRCC und niedrigem bis mittlerem Motzer-Risikoscore können leitliniengerecht first-line mit Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Interferon alfa-2a (IFN) behandelt werden. Damit kann die maximale Anzahl an Therapieoptionen im weiteren Behandlungsverlauf erhalten werden. Für dieses Vorgehen spricht auch das gut kontrollierbare Nebenwirkungsprofil der Kombinationstherapie. Nebenwirkungen, wie Erbrechen, Übelkeit, Hand-Fuß-Syndrom, Stomatitis und Mukositis, die die Lebensqualität beeinträchtigen können, treten unter Bevacizumab/IFN besonders selten auf [1]. Vor allem Patienten mit Mangelernährung, kardiologischen Vorerkrankungen und Immobilität sollten daher nach Meinung der Experten präferiert mit Bevacizumab/IFN behandelt werden.

 

Pazopanib: Ausschuss der EMA befürwortet Zulassung

  • Neue Entwicklung für Patienten mit Nierenzellkarzinom
  • Pazopanib kann progressionsfreie Überlebenszeit mehr als verdoppeln

Berlin (25. Februar 2010) - Am 18. Februar 2010 erteilte das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) ein positives Votum für die Zulassung unter Auflagen für den oralen Multi-Target-Tyrosinkinase-Inhibitor Pazopanib. Pazopanib soll zur First-Line-Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms indiziert sein sowie für Patienten, die bereits eine Zytokintherapie erhalten hatten. Die Substanz hat sich in einer großen Phase-III-Studie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem und/oder metastasiertem Nierenzellkarzinom als erfolgreich erwiesen: Der vom Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) entwickelte Wirkstoff konnte die progressionsfreie Überlebenszeit mehr als verdoppeln im Vergleich zu Placebo.2,3

Nierenzellkarzinom bei Hochrisikopatienten

Gesamtüberleben bei Nierenzellkarzinom mit hohem Risiko

 

Dresden (17. September 2009) - Für Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko hat Temsirolimus einen signifikanten Überlebensvorteil von 49 Prozent gegenüber der bis-herigen Standardtherapie mit Interferon-alfa gezeigt. Die Patientengruppe, die von dem mTOR-Inhibitor profitiert, ist dabei wesentlich größer als bisher angenommen. Nach einer aktuellen Auswertung unter Berücksichtigung der Hudes-Kriterien aus der Zulassungs-Studie ARCC liegt der Anteil aller Nierenzellkarzinom-Patienten mit hohem Risiko derzeit bei etwa 39 Prozent.1 Über den konkreten Einsatz von Temsirolimus bei Hochrisiko-Patienten sprachen Experten beim gemeinsamen Satelliten-Symposium von Roche und Wyeth auf dem 61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Dresden.

Nierenzellkarzinom 2009

Therapiemanagement: Evidenz und persönliche Erfahrung

PD Dr. Bernhard Brehmer

 

Dresden (17. September 2009) - Zielgerichtete Medikamente wie Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) sind mittlerweile im Behandlungsalltag beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) etabliert; sie sind effektiv und generell gut verträglich. Für Sunitinib (Sutent®) ist im Rahmen einer kontrollierten Multicenterstudie bei Patienten mit mRCC ein mehr als verdoppeltes progressionsfreies Überleben (median 11 vs. 5 Monate, p<0,001) sowie eine etwa viermal höhere objektive Ansprechrate (47 % vs. 1%, p<0,001) im Vergleich zu Interferon-alpha (IFN-α) belegt. Das Gesamtüberleben lag im Sunitinib-Arm median bei 26,4 Monaten. (1)

Nierenzellkarzinom 2009

Offene Fragen und neue Therapieansätze

Dr. Michael Staehler

Dresden (17. September 2009) - Die umfassende und überzeugende Datenlage zu den Targeted Therapies beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) bestätigen deren aktuellen Status als Standardtherapien bei dieser Tumorentität. Im Fokus stehen nun die Verbesserung von Zweitlinien-Therapien sowie die Festlegung der optimalen Abfolge der Medikamente, um das Wirksamkeitspotenzial der zielgerichteten Substanzen optimal ausschöpfen zu können. Daneben stellt sich die Frage des Einsatzes der Substanzen in besonderen Behandlungssituationen und in Kombination mit anderen Therapieansätzen:

Nierenzellkarzinom 2009

Evidenzbasierte Therapie des Nierenzellkarzinoms

Prof. Dr. Stefan Siemer

Dresden (17. September 2009) - In diesem und letztem Jahr wurden auf dem Jahrestreffen der American Society for Clinical Oncology (ASCO) eine Reihe neuer Daten und Updates zur Erstlinien-Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) mit Sunitinib (Sutent®) vorgestellt:

Nierenzellkarzinom 2009

Herausforderungen in der Therapie des mRCC

 

Prof. Dr. Markus Kuczyk

 

Dresden (17. September 2009) - Durch Einführung der zielgerichteten Substanzen in die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) haben sich Behandlungsziel und Prognose für mRCC-Patienten erheblich verändert: weg von der alleinigen Palliation und hin zur Progressionsverzögerung mit Erhöhung der Langzeit-Lebenserwartung bei gleichzeitig verbesserter Lebensqualität: