Onkologie_aktuell

Vemurafenib (Zelboraf®)

Weiterentwicklung in der Therapie des BRAF-positiven fortgeschrittenen Melanoms

 

Hamburg (26. August 2015) - Vemurafenib (Zelboraf®) gilt als Meilenstein in der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem BRAFV600-Mutation-positivem Melanom. Doch zusätzliche Therapiestrategien sind nötig, um die Prognose bei dieser schwerwiegenden Erkrankung weiter zu verbessern. Aktuelle Studiendaten zeigen, dass die Gabe des MEK-Inhibitors Cobimetinib zusätzlich zum BRAF-Inhibitor Vemurafenib das progressionsfreie Überleben gegenüber der Vemurafenib-Monotherapie um mehr als fünf Monate verlängert1. Die Daten unterstreichen die zukünftige Bedeutung der Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen Melanom, so das Fazit eines Pressegespräches der Roche Pharma AG in Hamburg.

Afatinib

Zusatznutzen bei bestimmten Mutationen bestätigt

 

  • Lungenkrebspatienten mit Mutation Del19 profitieren am stärksten

 

Köln (17. August 2015) - Seit September 2013 ist Afatinib (Handelsname Giotrif) zugelassen zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem bzw. metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit aktivierenden EGF-Rezeptor-Mutationen, die noch nicht mit einem EGF-Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitor (EGFR-TKI) behandelt wurden. Nach einer ersten frühen Nutzenbewertung im Februar 2014 hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun erneut überprüft, ob der Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Grund für die erneute Nutzenbewertung war eine Befristung des entsprechenden Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G- BA), die im Mai 2015 auslief.

Nintedanib* (Vargatef®) in Kombination mit Docetaxel erweitert die Therapieoptionen in der Zweitlinie für NSCLC-Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom

 

Großhansdorf (11. August 2015) – Nintedanib* (Vargatef®) in Kombination mit Docetaxel ist eine neue Option2 in der Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem, metastasiertem oder lokal rezidiviertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit Adenokarzinom-Histologie nach Erstlinien-Chemotherapie. Im Rahmen der Veranstaltung „Meet the Clinic“ in der LungenClinic Grosshansdorf erläuterten Experten, welche Herausforderungen sich in der Zweitlinientherapie des NSCLC stellen und welchen Stellenwert Nintedanib* in Kombination mit Docetaxel in dieser Situation hat.

Intravenöse Injektion von Radium-223. Photo: Bayer Vital GmbHKnochengezielte Radionuklidtherapie mit Radium-223 beim mCRPC

 

Neue Studiendaten vom ASCO Krebskongress 2015: Wirksamkeit und Sicherheit von Radium-223 in der klinischen Praxis bestätigt

 

                                    • Radium-223 zeigt hohe therapeutische Wirksamkeit auch in klinischer Routine
                                    • Patienten profitieren von Therapiebeginn bei niedriger Metastasenlast
                                    • Hinweise auf verlängertes Überleben durch parallele Behandlung mit Radium-223 und  Abirateron
                                    • Urologen/Onkologen und Nuklearmediziner behandeln interdisziplinär – von Diagnose und Indikationsstellung bis zur Kontrolle des Therapieerfolgs

 

Frankfurt am Main (9. Juni 2015) – Die knochengezielte Radionuklidtherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) ist heute fest mit Radium-223-dichlorid (Xofigo®) assoziiert. Der Alpha-Strahler bewirkt als erstes und einziges Radionuklid bei Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom und symptomatischen Knochen­metastasen ohne bekannte viszerale Metastasen einen signifikanten Überlebensvorteil.1,2

Umfrage und Stellungnahme zur ärztlichen Versorgung von Krebspatienten

Ärztlich assistierte Selbsttötung

 

Berlin (8. Juni 2015) – Vor dem Hintergrund des derzeit intensiv geführten Diskurses um die ärztlich assistierte Selbsttötung fordert die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. eine Versachlichung der Debatte. Um die für einen solchen Diskurs notwendigen Daten zu generieren, hat die DGHO eine Umfrage unter ihren Mitgliedern zu Aspekten der ärztlich assistierten Selbsttötung durchgeführt und jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse werden im 7. Band der Gesundheitspolitischen Schriftenreihe der DGHO "Ärztlich assistierte Selbsttötung. Umfrage zur ärztlichen Versorgung von Krebspatienten. Ethische Überlegungen und Stellungnahme.“ publiziert.

Gestern – Heute – Morgen

10 Jahre erfolgreiche Antikörper-Therapie mit Avastin

 

Berlin (22. Mai 2015) - Avastin® (Bevacizumab) hat die antiangiogene Therapie zu einem Grundpfeiler der heutigen Krebsbehandlung gemacht: Über 2 Millionen1 Patienten wurden bereits mit dem Angiogenese-Hemmer behandelt. 2005 war Avastin das erste antiangiogen wirksame Krebsmedikament, das für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Krebs zur Verfügung stand. Bevacizumab-haltige Therapieregime durchbrachen erstmals das bei alleiniger Chemotherapie bestehende Wirksamkeitsplateau. In Bezug auf das Gesamtüberleben (OS) und/oder progressionsfreie Überleben (PFS) konnte der monoklonale Antikörper die Prognose für Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen entscheidend verbessern.

Therapiechancen für Krebs sinken bei Mangelernährung

 

Köln (19. Mai 2015) - Krebs ist eine erschütternde Diagnose. Pro Jahr sterben über 200.000 Menschen in Deutschland an einer Tumorerkrankung. Was nur wenige wissen: Mangelernährung ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für den Erfolg der Behandlung – gerade bei betagten Patienten. Das Immunsystem wird geschwächt, eine Chemotherapie schlechter vertragen und vielleicht sogar abgebrochen. Schätzungen zufolge sterben bis zu 25 Prozent der Tumorpatienten nicht an ihrer Krebserkrankung, sondern an den Folgen der körperlichen Auszehrung. PD Dr. Rainer Wirth, Chefarzt am St.-Marien-Hospital Borken, erklärt die Gründe – und zeigt auf, was Ärzte und Ernährungsberater dagegen tun können.

Peniskarzinom

Neue Therapiemethoden erhalten Lebensqualität

 

Hamburg (5. Mai 2015) - Peniskarzinome sind in Deutschland selten, für die betroffenen Männer aber extrem belastend. Seit sich in den letzten Jahren eine möglichst organerhaltende operative Therapie durchgesetzt hat, bleiben den Patienten eine deutlich verbesserte Lebensqualität und sexuelle Zufriedenheit. Die weniger restriktive Operation erfordert aber, wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) betont, eine erheblich intensivere Nachsorge und damit mehr Eigenverantwortung und Therapietreue der Männer.

 

Krebs und Kinderwunsch – was ist zu berücksichtigen?

 

Berlin (4. Mai 2015) – Möchte ich eine Familie gründen oder noch weitere Kinder haben? Mit dieser Frage werden jüngere Krebspatienten häufig unmittelbar nach der Diagnose konfrontiert. Denn die Behandlung, die ihnen hilft, den Krebs zu besiegen, kann zugleich ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Auch wenn die Zeit drängt, ist es daher wichtig, sich bereits vor Therapiebeginn mit dem Thema zu beschäftigen.

Somatuline Autogel® 120 mg (Lanreotid) Injektionslösung ist ein Depot-Präparat zur Behandlung von gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) und das einzige Somatostatin-Analogon (SSA) in einer sofort anwendbaren Sicherheitsspritze zur einmal monatlichen, tief subkutanen Injektion. Photo: IPSEN PharmaDie Meilensteinstudie CLARINET® belegt Senkung des Risikos für Progression oder Tod um 53 Prozent sowie eine Antitumor-Wirksamkeit in fast allen untersuchten Subgruppen

Somatuline Autogel® 120 mg erhält Zulassung für die Antitumor-Therapie gastroenteropankreatischer neuroendokriner Tumoren

 

Frankfurt am Main (22. April 2015) – Die deutsche Tochtergesellschaft der Ipsen Pharma GmbH (Euronext: IPN; ADR: IPSEY) gab heute bekannt, dass im EU-Verfahren empfohlen wurde, für Somatuline Autogel® 120 mg (Lanreotid) (im Folgenden Somatuline®) eine neue Indikation zu bewilligen. Die Zulassung für das Vereinigte Königreich war am 27. Februar 2015 verkündet worden; für Deutschland wurde die neue Zulassung am 3. März 2015 durch die EU-Kommission und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bekannt gegeben.

Integrative Onkologie – Der Weg für einen aktiven Patienten. Kampf gegen den Krebs: Wie die Mistel die körpereigene Abwehr stärkt und Lebensqualität verbessert. Evelyn Schiffner bekam ihren Befund an ihrem Geburtstag 1995. „Gallertkarzinom! Ich fühlte mich traumatisiert“, erinnert sich die heute 56-Jährige. Diese aggressive Krebsart im Bauchraum tritt äußerst selten auf. „Die Ärzte gaben mir ein halbes Jahr.“ Doch auch die Lehrerin und Mutter nahm den Kampf auf – auch wenn sie sich mit ihrem Wunsch nach einer integrativen Behandlung bei ihren Ärzten erst einmal durchsetzen musste. Knapp 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Photo: HelixorIntegrative Onkologie – Der Weg für einen aktiven Patienten

Kampf gegen den Krebs: Wie die Mistel die körpereigene Abwehr stärkt und Lebensqualität verbessert

Hamburg (14. April 2015) - Evelyn Schiffner bekam ihren Befund an ihrem Geburtstag 1995. „Gallertkarzinom! Ich fühlte mich traumatisiert“, erinnert sich die heute 56-Jährige. Diese aggressive Krebsart im Bauchraum tritt äußerst selten auf. „Die Ärzte gaben mir ein halbes Jahr.“ Doch auch die Lehrerin und Mutter nahm den Kampf auf – auch wenn sie sich mit ihrem Wunsch nach einer integrativen Behandlung bei ihren Ärzten erst einmal durchsetzen musste. Knapp 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen.

Gliomtherapie mit Methadon

Bisher nur experimentell getestet – Wirkung beim Menschen unklar

 

Berlin (27. März 2015) - Die Behandlung von Gliomen mit dem Opioid Methadon ist eine experimentelle Therapie, die bislang nur im Tiermodell untersucht wurde. Öffentlich zugängliche oder systematisch erhobene Ergebnisse von einer Behandlung bei Patienten mit Gliomen mit dem Ziel einer Tumortherapie liegen nicht vor. Bis heute gibt es keinen Nachweis für die Wirksamkeit der Methadontherapie bei menschlichen Gliomen.

Frühes Mammakarzinom

Neues zur neoadjuvanten Chemotherapie, antiemetischen Supportivtherapie und zur Metastasenprophylaxe bei DTCs

München (12. Februar 2015) - Die Therapie des Mammakarzinoms entwickelt sich dank enormer Fortschritte in der molekularbiologischen Forschung und ihrer Übertragung in die klinische Praxis rasant. Doch auch im Bereich der klassischen Chemotherapie lassen sich noch deutliche Verbesserungen erreichen, wie die derzeitigen Ergebnisse der GeparSepto Studie zeigen. Neoadjuvantes wöchentliches nab-Paclitaxel (Abraxane®) gefolgt von Epirubicin/Cyclophosphamid (EC) erwies sich als signifikant wirksamer als konventionelles Paclitaxel gefolgt von EC. Bei der bei adjuvanten Chemotherapien beim Mammakarzinom unumgänglichen Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen ermöglichen moderne Antiemetika wie der lang wirksame 5-HT3-Rezeptorantagonist Palonosetron (Aloxi®) und detaillierte Leitlinien zur antiemetischen Prophylaxe wirksame Therapien und einen spürbaren Gewinn an Lebensqualität für die Patientinnen. Disseminierte Tumorzellen (DTCs) von Brustkrebspatientinnen, die mehrere Jahre nach der Primärtherapie eines Mammakarzinoms im Knochenmark persistieren können, gelten als unabhängiger prognostischer Faktor für das metastasenfreie und brustkrebsspezifische Überleben. Bei der Prophylaxe von Metastasen bei Patientinnen mit nachgewiesenen disseminierten Tumorzellen im Knochenmark spielen Bisphosphonate wie das orale Clodronat (Ostac®) eine wichtige Rolle.

Spannende Daten zur BRAF-Hemmung beim Melanom und
Neues zur Therapie der CLL sowie vom ASH 2014

 

München (12. Februar 2015) - Das maligne Melanom macht mit 75% den größten Anteil an Hautkrebstodesfällen aus und betrifft häufig junge Patienten in einem Alter von 20 – 45 Jahren (1) Bei etwa der Hälfte dieser Patienten liegt eine so genannte BRAF-V600-Punktmutation vor, eine Mutation des Proto-Onkogens BRAF(2). Tumoren mit dieser Mutation können mit einem BRAF-Inhibitor wie Dabrafenib (Tafinlar®) effektiv behandelt werden. Interessante Daten hierzu präsentierte Prof. Carola Berking, München. In der Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) wird heute die Auswahl der Chemoimmuntherapien bzw. der chemotherapiefreien Optionen aufgrund der Fitness und des Alters der Patienten diskutiert.

Abb.: Dünndarmzotten von Patienten mit GHVD: Unter dem Mikroskop sind in den Zwischenräumen viele kleine rote Pünktchen zu sehen. Das sind Immunzellen, in denen das Interleukin-1-beta aktiviert ist. Photo: UniversitätsSpital ZürichTod nach Knochenmarkstransplantation

Forscher enthüllen Ursachen

 

München (11. Februar 2015) - Nach der Transplantation von Knochenmark tritt bei Blutkrebspatienten oft eine gefährliche Nebenwirkung auf: Die frischen Immunzellen des Spenders attackieren statt der Krebszellen gesunde Zellen in Haut, Leber oder Darm des Patienten. Auf das Konto dieses Angriffs geht ein Großteil aller Todesfälle nach der Stammzelltransplantation. Forscher um Professor Dr. Lars E. French am Universitäts-Spital Zürich und Professor Dr. Robert Zeiser am Albert-Ludwig Universität Freiburg haben nun die Ursachen entdeckt - sie liegen ausgerechnet in der routinemäßigen Vorbereitung der Patienten. Die Forschungsergebnisse zeigen auch neue Therapieoptionen, mit der viele Todesfälle verhindert werden könnten.

Erste Studienergebnisse beim ASH vorgestellt

CATCH-Studie bestätigt Wirksamkeit von Tinzaparin zur VTE-Rezidivprophylaxe bei Tumorpatienten

Neu-Isenburg (2. Februar 2015) - Im Rahmen des Kongresses der American Society of Hematolgy (ASH) im Dezember 2014 in San Francisco wurden erste Ergebnisse der CATCH Studie* vorgestellt. Untersucht wurde die Wirksamkeit des niedermolekularen Heparins Tinzaparin (innohep®) zur Vorbeugung rezidivierender venöser Thromboembolien bei Patienten mit aktiver Tumorerkrankung. Wie die Ergebnisse zeigen, reduzierte die Behandlung mit Tinzaparin das kumulative Risiko für ein VTE-Rezidiv, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.

Mykobakterien

Unbekannte Gefahr für Krebspatienten

 

Jena (21. Januar 2015) - Die meisten Bakterien, die uns täglich umgeben, machen dem gesunden Körper nichts aus. Erkrankt dieser kann sich das jedoch ändern. Das Immunsystem von Krebspatienten beispielsweise wird im Laufe der stark belastenden Therapie geschwächt. So sehr, dass selbst Bakterien aus dem Leitungswasser zur Gefahr werden können. Mit solcher Art Infektionen beschäftigt sich Beate Hermann von der Forschungsgruppe Infektionen in der Hämatologie/Onkologie. Für einen Vortrag darüber hat sie den Vortragspreis der Thüringer Gesellschaft für Innere Medizin erhalten.