Onkologie_aktuell

Neue Leitlinien der DGEM

Supportive Ernährungskonzepte in der Onkologie

 

Berlin (30. Juni 2014) - Viele Patienten mit einer Krebserkrankung leiden auch an einer Mangelernährung. Mehr als die Hälfte der Tumorpatienten weist schon vor Diagnose des Krebsleidens einen Gewichtsverlust auf, der häufig auf einer Mangelernährung beruht. Mangelernährung ist ein völlig unabhängiger Risikofaktor für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Sie mindert die Lebensqualität, verschlechtert die Prognose und reduziert die Therapietoleranz (Ansprechen auf Chemo- und Strahlentherapie).

 

Bayer erhält Zulassungsempfehlung für Regorafenib zur Behandlung von gastrointestinalen Stromatumoren in der EU

 

  • Endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission im dritten Quartal 2014 erwartet

Berlin (27. Juni 2014) - Bayer HealthCare hat vom europäischen Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP, Committee for Medicinal Products for Human Use) für das Onkologiepräparat Regorafenib (Stivarga®) die Empfehlung zur Zulassung in einer weiteren Indikation erhalten. Die Empfehlung bezieht sich auf die Behandlung von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenen, inoperablen oder metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), die vorher bereits erfolglos mit Imatinib und Sunitinib behandelt worden sind. Die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung wird für das dritte Quartal 2014 erwartet. Stivarga ist in der Europäischen Union bereits zur Behandlung von Patienten mit metastasierten kolorektalen Karzinomen (mCRC) zugelassen.

 

Fortschritte in der Onkologie. Forschung zum Wohle der Patienten.

 

Köln (11. Juni 2014) - Der Rückgang der Sterberate ist ein deutliches Zeichen für den Fortschritt in der Krebstherapie. Seit 1998 ist die Sterberate in Deutschland bei Frauen und noch mehr bei Männern zurückgegangen. Die 5-Jahres-Überlebensraten steigen in Europa bei verschiedenen Tumoren wie beispielsweise dem Mamma- und dem Kolonkarzinom stetig an.1 Durch zukünftige Innovationen besteht zudem berechtigte Hoffnung, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Professor Dr. Christof von Kalle, Sprecher des Direktoriums des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) und Leiter der Abteilung Translationale Onkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg, erläuterte die vergangene und aktuelle Entwicklung in der Krebstherapie kürzlich bei einem Pressegespräch der Roche Pharma AG in Köln.

Die Europäische Kommission erteilt die Zulassung für SYLVANT® (Siltuximab) zur Behandlung von Patienten mit der multizentrischen Castleman-Krankheit (MCD)

 

Beerse, Belgien (5. Juni 2014) - Janssen-Cilag International NV ("Janssen") gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die Verwendung von SYLVANT(R) (Siltuximab) zur Behandlung erwachsener Patienten, die an der multizentrischen Castleman-Krankheit (MCD) leiden und HIV-negativ und HHV-8-negativ sind, zugelassen hat.[1] SYLVANT ist ein monoklonaler Antikörper (eine spezialisierte Proteinart), der sich selektiv an ein Antigen im Körper, mit der Bezeichnung Interleukin-6 (IL-6), bindet. SYLVANT wird als intravenöse Infusion einmal alle drei Wochen verabreicht[2] und ist das erste Arzneimittel, das eine Zulassung zur Behandlung von MCD-Patienten in der EU erhält.

 

Neue Studie bestätigt Krebsrisiko

Selen und Vitamin E nur bei Mangelzuständen einnehmen

 

Bochum (30. April 2014) – Vitamine und Spurenelemente sind für den menschlichen Körper unerlässlich, doch eine Überversorgung kann der Gesundheit schaden und sogar das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen. Eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist nur bei Mangelzuständen sinnvoll und soll nur auf medizinischen Rat hin erfolgen, rät die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) anlässlich einer neu erschienenen Studie zu Selen und Vitamin E.

 

roche_logo.jpgMit der Indikationserweiterung ist der cobas HPV Test der einzige in den USA zugelassene Test, der anstelle des Pap-Abstrichs im Erstlinien-Screening bei Frauen ab 25 Jahren verwendet werden kann

Roche's HPV-Test erhält FDA-Zulassung für das primäre Erstlinien-Screening bei Gebärmutterhalskrebs

 

Basel, Schweiz (25. April 2014) - Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute bekannt, dass die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA dem cobas HPV (humanes Papillomavirus) Test die Zulassung zur Anwendung für das primäre Screening auf Gebärmutterhalskrebs bei Frauen ab 25 Jahren erteilt hat. Die Zulassung folgt auf die einstimmige Empfehlung des FDA-Beratungsausschusses für mikrobiologische Medizinprodukte vom 12. März 2014. Damit ist der cobas HPV-Test der erste und einzige HPV-Test, der in den USA als Erstlinien-Test für das primäre Screening zugelassen ist.

 

 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)RCTs berücksichtigen Aspekte des Lebensendes selten - Übergeordnete patientenrelevante Therapieziele fehlen oft

Palliation ist in Studien zu fortgeschrittenen Krebserkrankungen kaum Thema

 

Köln (22. April 2014) - Aspekte des Lebensendes, die entsprechende Terminologie und die Relevanz der Palliation bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen werden in Publikationen zu kontrolliert randomisierten Studien (RCT) häufig nicht berücksichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die jetzt in Form eines Arbeitspapiers veröffentlicht wurde.

 

roche_logo.jpgFortgeschrittenes Ovarialkarzinom

Aktuelle Studiendaten bestätigen hohe Wirksamkeit von Bevacizumab

 

Grenzach-Wyhlen (15. April 2014) - Für die First-line-Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms ab FIGO-Stadium IIIB hat sich die frühe und kontinuierliche Behandlung mit Bevacizumab (Avastin) in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel als Standard etabliert. Aktuelle Studiendaten belegen nun erneut die hohe Wirksamkeit des VEGF-Antikörpers in der First-line: Patientinnen mit tumorbedingtem Aszites leben signifikant länger, wenn sie mit dem Bevacizumab-Regime behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine zusätzliche Analyse der Zulassungsstudie GOG-0218, die Ende März 2014 auf der Jahrestagung der Society for Gynecologic Oncology (SGO) präsentiert wurde.1

 

Mistel. Photo: Helixor HeilmittelIntegrative Onkologie – Der Weg für einen aktiven Patienten Kampf gegen den Krebs

Wie die Mistel die körpereigene Abwehr stärkt und Lebensqualität verbessert

Berlin (5. April 2014) - Als Helga Maschke vor 20 Jahren die Diagnose Brustkrebs erhielt, war sie wie betäubt. „Ich erlitt einen körperlichen und seelischen Zusammenbruch“, erinnert sich die heute 71-Jährige. „Doch ich rappelte mich auf und begann zu kämpfen. Ganzheitliche und integrative medizinische Therapien sowie psychoonkologische Unterstützung haben mir dabei entscheidend geholfen.“ Und das erfolgreich. Den Krebs hat sie besiegt. 1997 gründete die Bürokauffrau den Förderverein für Krebsbetroffene, dem sie den Namen „Sonnenweg“ gab.

G-BA legt letzte Einzelheiten zu Gastrointestinal-Tumoren fest

 

Berlin (3. April 2014) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute den zur ambulanten spezialfachärztlichen Behandlung (ASV) noch ausstehenden Konkretisierungsbeschluss zu Gastrointestinal-Tumoren und anderen Tumoren der Bauchhöhle gefasst. Am 20. Februar 2014 hatte der G-BA beschlossen, spezifische Leistungen im Rahmen der onkologischen Behandlung, die nicht im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) zur Abrechnung ärztlicher Leistungen abgebildet sind – beispielsweise die Teilnahme an Tumorkonferenzen oder die interdisziplinäre Koordination des Behandlungspfads – in einen Appendix zur entsprechenden Regelung aufzunehmen und sich dabei an den bestehenden Gebührenordnungspositionen der Onkologie-Vereinbarung zu orientieren. Soweit erforderlich, sollten dabei auch ergänzende Mindestmengen für einzelne onkologische Behandlungen festgelegt werden.

 

First-Line-Therapie des fortgeschrittenen Nicht-Plattenepithel-NSCLC

Konsistente Datenlage bestätigt Bevacizumab als Therapiestandard

 

Grenzach-Wyhlen (28. März 2014) - Der Einsatz von Bevacizumab (Avastin®) als Induktionstherapie in der First-line und die Gabe des VEGF-Antikörpers bis zur Progression haben die Prognose beim fortgeschrittenen Nicht-Plattenepithel-NSCLC (nsNSCLC) in den letzten 10 bis 15 Jahren deutlich verbessert. Bevacizumab-basierte First-Line-Schemata ermöglichen heute mediane Überlebenszeiten von mehr als 18 Monaten, während das mediane Gesamtüberleben zur Jahrtausendwende noch weniger als ein Jahr betrug, betonte Professor Dr. Wolfgang Schütte, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, während einer Pressekonferenz im Rahmen des 55. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Bremen.

 

MSD und Endocyte geben die „Positive Opinion“ für VYNFINIT® (Vintafolid) und die begleitenden Diagnostika zur Bildgebung FOLCEPRI® (Etarfolatid) und NEOCEPRI® (i.v. Folsäure) für Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom bekannt

 

Haar (26. März 2014) - MSD gibt bekannt, dass das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der European Medicines Agency (EMA) am 21.03.2014 jeweils eine “Positive Opinion” für die Zulassung unter besonderen Bedingungen von VYNFINIT® (Vintafolid) und die zugehörigen Diagnostika zur Bildgebung FOLCEPRI® (Etarfolatid) und NEOCEPRI® (i.v. Folsäure) zur Behandlung von erwachsenen Patientinnen mit Folatrezeptor-positivem, Platin-resistentem Ovarialkarzinom in Kombination mit pegyliertem liposomalen Doxorubicin (PLD) abgegeben hat (1). Es handelt sich hierbei um Arzneimittel zur Behandlung von seltenen Leiden (Orphan Drugs).

 

Onkologie

Weltneuheit: Heilende Hitze präzise steuern

 

Ein in Frankfurt jüngst entwickeltes Verfahren gibt Patienten mit metastasierten Tumoren Hoffnung auf ein besseres Überleben. Computertomograph (CT) kann Hitzestrahl dreidimensional abbilden und ausrichten

 

Frankfurt am Main (17. März 2014) - Bei Lebermetastasen ist deren Entfernung mittels Hitze oftmals das Mittel der Wahl, um das Leben der Patienten zu verlängern. Ziel dabei ist die komplette Verkochung des Schadgewebes, weshalb eine hochpräzise Navigation der Intervention notwendig ist. Für das Verkochen selbst kommen zwei moderne Verfahren in Frage. Einerseits ist die Radiofrequenzablation eine örtliche Anwendung von hochfrequentem Strom - eben im Radiofrequenzbereich. Hierdurch werden hohe Temperaturen erzeugt, die Tumorzellen sehr effektiv zerstören, insbesondere bei primären und sekundären Lebertumoren. Eine weitere Methode ist die Mikrowellenablation. Die Mikrowellentechnik stimuliert Wassermoleküle, sodass durch deren kinetische Reibung thermische Energie erzeugt wird, die den Tumor verbrennt. Mikrowellen bieten gegenüber der Radiofrequenzablation einige Vorteile. So können höhere Temperaturen erreicht werden, bei einem gleichzeitig verminderten Risiko von Hautverbrennungen. Hinzu kommt eine schnellere Behandlungszeit. Beide Eingriffe sind minimalinvasiv, da die Energie durch äußerst kleine Einstichsonden appliziert wird.

Neuer automatisierter CINtecPLUS Test verbessert die Erkennung von Gebärmutterhalskrebsvorstufen

Roche bietet das umfassendste Portfolio für das Screening auf Gebärmutterhals-krebs durch neu lancierten Test

 

Basel (21. Februar 2014) - Roche gab heute die Markteinführung des vollautomatisierten CINtec PLUS* Zytologie-Tests zur Verbesserung der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebsvorstufen bekannt. Der CINtecPLUS Zytologie-Test hilft Frauen zu identifizieren, die hochgradige Vorstufen von Gebärmutter–halskrebs aufweisen und daher eine sofortige Kolposkopie benötigen.

 

Krebs: Auch die Seele leidet mit

Deutsche Krebshilfe und Deutsche Krebsgesellschaft fordern flächendeckende psychoonkologische Versorgung

 

Berlin (20. Februar 2014) – Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose Krebs. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet so sehr unter der Erkrankung, dass sie psychologische Hilfe benötigen. Doch bundesweit werden noch nicht alle Patienten adäquat und nach den gleichen Qualitätsstandards versorgt. „Die Deutsche Krebshilfe appelliert an die Gesundheitspolitik und die Kostenträger, sich dem Thema verstärkt zu widmen und die notwendigen Versorgungsstrukturen in den Krebszentren sowie deren adäquate Finanzierung sicherzustellen“, forderte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, heute auf einer Pressekonferenz auf dem Deutschen Krebskongress 2014 in Berlin.

 

Onkopti ‑ Onkologische Therapieprotokolle im Internet

Leitlinie leicht gemacht

Prof. Dr. med. Hartmut Link

Berlin (20. Februar 2014) - Die febrile Neutropenie (FN) nach Chemotherapie als erstes Zeichen einer lebensbedrohlichen Infektion ist definiert durch Fieber von 38,3 °C und höher oder 38,0 °C über 1h oder 2x innerhalb von 12 Stunden, bei neutrophilen Granulozyten unter 1.000/μl. Bei stationärer Aufnahme wegen FN liegt die Mortalität ohne Begleiterkrankungen bei 1,2 % und bei nachgewiesener Infektion bei 4,9 %. Mit einer oder zwei Komorbiditäten steigen diese Raten auf 6,7 / 14,7 % bzw. 12,9 / 28,9 % 2. Weitere Folgen der FN sind Reduktion von Chemotherapiedosis und Therapieverschiebung, wodurch die Mortalität durch die maligne Erkrankung ansteigen kann 3.

Auftakt des 31. Deutschen Krebskongresses

Intelligente Konzepte in der Onkologie – der Mensch im Mittelpunkt

 

Berlin (19. Februar 2014) - Wenn Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) und Mutation im IGHV-Gen eine Kombinationstherapie aus Chemotherapie und Antikörper erhalten, haben sie ein deutlich längeres krankheitsfreies Überleben sowie generell ein längeres Überleben als CLL-Patienten ohne mutiertem IGHV-Gen. Dieses Ergebnis einer neuen, bislang unveröffentlichten Studie zum krankheitsfreien Überleben bei CLL wurden heute auf der Auftaktpressekonferenz des 31. Deutschen Krebskongresses in Berlin vorgestellt. PD Dr. Barbara Eichhorst, Uniklinik Köln, sagt: „Patienten mit einer fortgeschrittenen chronisch lymphatischen Leukämie leben heute mehr als doppelt so lang als noch vor zehn Jahren. Das ist ein großer Erfolg, und wir arbeiten daran, dass diese Leukämie eines Tages heilbar oder zumindest ein Leben lang kontrollierbar ist. Unsere neue Studie ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg. Auf der Basis unserer Daten können wir nun bestimmten Patientengruppen sagen, dass sie gute Chancen haben, nach einer Standard-Chemoimmunotherapie für viele Jahre krankheitsfrei zu leben.“