Onkologie_aktuell

Rote-Hand-Brief zu Erbitux® (Cetuximab)

Bestimmung des RAS-Wildtyp-Status vor Beginn einer Behandlung

 

Berlin (6. Januar 2014) - Cetuximab ist ein chimärer monoklonaler IgG1-Antikörper, der spezifisch gegen den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (Epidermal Growth Factor Receptor – EGFR) gerichtet ist. Es ist indiziert zur Behandlung des metastasierenden, EGFR exprimierenden Kolorektalkarzinoms mit Wildtyp-K-RAS-Gen in Kombination mit einer Irinotecan-basierten Chemotherapie, als Erstlinienbehandlung in Kombination mit FOLFOX sowie als Monotherapie bei Patienten, bei denen die Therapie mit Oxaliplatin und Irinotecan versagt hat und die Irinotecan nicht vertragen. Darüber hinaus ist Cetuximab in bestimmten Situationen indiziert zur Behandlung von Patienten mit Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich.

RKI

Neue Daten zu Krebs in Deutschland

 

Berlin (16. Dezember 2013) - Im Jahr 2010 sind in Deutschland 252.400 Männer und 224.900 Frauen an Krebs erkrankt, das hat eine aktuelle Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut gezeigt. Am häufigsten sind bei Männern Prostatakrebs (65.830) und Lungenkrebs (35.040), Frauen sind am häufigsten von Tumoren der Brustdrüse (70.340) und des Darms (28.630) betroffen. Diese und viele weitere Ergebnisse enthält die gerade veröffentlichte 9. Ausgabe von „Krebs in Deutschland“. Die Broschüre wird gemeinsam vom Robert Koch-Institut und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) publiziert und erscheint alle zwei Jahre. Als ergänzendes Angebot des RKI ist ab sofort unter www.krebsdaten.de auch eine Datenbank mit individueller Abfragemöglichkeit verfügbar, die jährlich aktualisiert wird.

 

Sozialrechtliche Hilfen für Krebspatienten

Verloren im Paragraphen-Labyrinth?

 

Berlin (2. Dezember 2013) - Mit der Diagnose Krebs stehen Patienten häufig vor ganz praktischen Fragen: Was passiert mit meinem Job, wenn ich lange ausfalle? Ist meine Familie finanziell abgesichert? Welche Kosten kommen auf mich zu? Tatsächlich haben Krebspatienten Anspruch auf eine ganze Reihe von sozialrechtlichen Vergünstigungen. Wie Betroffene leichter durch den Paragraphen-Dschungel finden, erläutert das Internet­portal der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) in seinem aktuellen Monatsthema.

 

Krebskranke Kinder und Jugendliche profitieren von spezifischen Bewegungsprogrammen

Bewegungsprogramme für krebskranke Kinder zeigen positive Effekte

 

Köln (30. Oktober 2013) - Sind krebskranke Kinder und Jugendliche während der medizinischen Therapie oder in der Nachsorge einer Krebserkrankung in der Lage, an spezifischen Bewegungsprogrammen teilzunehmen? JA – sagen Dr. Freerk Baumann und Diplom-Sportwissenschaftlerin Julia Beulertz. Die beiden Wissenschaftler/innen vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abt. Molekulare und Zelluläre Sportmedizin) der Deutschen Sporthochschule Köln haben aktuelle wissenschaftliche Studien analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass sich spezifische Bewegungsprogramme positiv auf die Patientinnen und Patienten auswirken können, ohne den Gesundheitszustand oder den medizinischen Behandlungserfolg negativ zu beeinflussen.

 

Studie zur Patientenberatung bei Krebsfrüherkennung

Risiko Überbehandlung: Kaum ein Arzt informiert richtig

 

Berlin (24. Oktober 2013) - Viele Ärzte informieren ihre Patienten nicht über das Risiko der Überdiagnose und Überbehandlung bei der Krebsfrüherkennung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern am Harding Zentrum für Risikoforschung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die in der medizinischen Fachzeitschrift „JAMA Internal Medicine“ veröffentlicht wurde.

 

AMGEN_LogoOnkologische Biotechnologie

Krebstherapien mit Zukunft

Wien, Österreich (18. Oktober 2013) – Die Vielzahl onkologischer Erkrankungen stellt eine Herausforderung an die Entwicklung gezielter Therapien dar. Dank immenser Fortschritte in der Genetik und der Biotechnologie ist es heute möglich, Krankheiten in ihrem Pathomechanismus immer besser zu verstehen und personalisierte Therapiestrategien zu verfolgen. Im Rahmen des AMGEN MediaDialogs, der im Vorfeld des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) in Wien stattfand, berichteten führende Experten über neueste Entwicklungen und Forschungsergebnisse im Bereich der onkologischen Biotechnologie.

Integrative Onkologie heute: Klassische Onkologie, Misteltherapie und aktiver Patient. Knapp 500.000 Menschen erkranken bei uns in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Dabei muss die Diagnose Krebs heute kein Todesurteil mehr sein. Jedoch kann die Angst vor der Krankheit Menschen regelrecht lähmen. Deshalb wird es wichtig, dass - neben klassischen medizinischen Therapien - die Patienten wieder an die eigene innere Kraft glauben, um damit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nicht ganz einfach, denn Operation, Chemotherapie und Bestrahlungen haben oft reichlich Nebenwirkungen. Gut zwei Drittel aller Krebspatienten greifen deshalb inzwischen neben der klassischen Medizin zu ergänzenden Methoden, um ihr Immunsystem und den Organismus zu stärken. Die Misteltherapie nimmt dabei einen wichtigen Platz ein. Als ein Pfeiler der anthroposophischen Medizin versteht sie sich als komplementäre Therapie zu den onkologischen Standard-Therapien. Photo: Helixor HeilmittelIntegrative Onkologie heute

Klassische Onkologie, Misteltherapie und aktiver Patient

 

Rosenfeld (9. Oktober 2013) - Knapp 500.000 Menschen erkranken bei uns in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Dabei muss die Diagnose Krebs heute kein Todesurteil mehr sein.

Jedoch kann die Angst vor der Krankheit Menschen regelrecht lähmen. Deshalb wird es wichtig, dass - neben klassischen medizinischen Therapien - die Patienten wieder an die eigene innere Kraft glauben, um damit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nicht ganz einfach, denn Operation, Chemotherapie und Bestrahlungen haben oft reichlich Nebenwirkungen.

Gut zwei Drittel aller Krebspatienten greifen deshalb inzwischen neben der klassischen Medizin zu ergänzenden Methoden, um ihr Immunsystem und den Organismus zu stärken. Die Misteltherapie nimmt dabei einen wichtigen Platz ein. Als ein Pfeiler der anthroposophischen Medizin versteht sie sich als komplementäre Therapie zu den onkologischen Standard-Therapien.

La Roche-Posay: Pflege mit besonderer Mission - Onkologisches Projekt von La Roche-Posay kann die Lebensqualität von Tumorpatienten erhöhen. Quelle: La Roche-Posay, 30.09.2013 La Roche-Posay: Pflege mit besonderer Mission

Onkologisches Projekt von La Roche-Posay kann die Lebensqualität von Tumorpatienten erhöhen

 

Berlin (30. September 2013) – Eins der aktuellen wegweisenden Projekte, an dem La Roche-Posay zusammen mit hochkarätigen Protagonisten aus den Bereichen Onkologie, Dermatologie und Nuklearmedizin (GESKIMO-Gruppe) intensiv gearbeitet hat, ist eine multizentrische Studie an Brustkrebspatientinnen in Deutschland, die den Beweis bringt, dass die Lebensqualität der behandelten Patientinnen nachhaltig verbessert werden kann, wenn Lipikar Baume AP von La Roche-Posay in der supportiven Pflege bereits vorbeugend sowie therapiebegleitend angewendet wird.

 

Europäischer Krebskongress (ECC) 2013

Roche präsentiert neue Daten aus der Onkologie

 

Grenzach-Wyhlen (26. September 2013) - Auf dem diesjährigen European Cancer Congress (ECC) in Amsterdam vom 27. September bis zum 1. Oktober wird Roche im Rahmen von mehr als 138 wissen-schaftlichen Vorträgen neue Studiendaten zu insgesamt 18 Krebsmedikamenten vorstellen. Präsentiert werden aktuelle Forschungsergebnisse zu den etablierten Präparaten Avastin, Herceptin und Zelboraf sowie dem Wirkstoff T-DM1 (Trastuzumab Emtansin), dessen Zulassung in der Europäischen Union noch Ende dieses Jahres erwartet wird. Weiterer Fokus sind neue Daten zu den sich noch in der klinischen Prüfung befindlichen Wirkstoffen. Dazu zählen ein Anti-PD-L1-Antikörper und der MEK-Hemmer Cobimetinib sowie der ALK-Hemmer Alectinib, der von der Food and Drug Administration (FDA) den Status eines Therapiedurchbruchs („breakthrough therapy designation“) erhalten hat.

 

Bayer erhält Empfehlung für die Zulassung von Radium-223-dichlorid zur Behandlung von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom und Knochenmetastasen in der Europäischen Union

 

Berlin (20. September 2013) - Bayer HealthCare hat vom Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) in Europa die Empfehlung zur Zulassung für das neue Medikament Radium-223-dichlorid (Radium-223) für die Behandlung von Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom, symptomatischen Knochenmetastasen und keinen bekannten viszeralen Metastasen erhalten. Die Entscheidung der Europäischen Kommission zur Zulassung wird im 4. Quartal 2013 erwartet. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat Radium-223 bereits im Mai dieses Jahres unter dem Handelsnamen "Xofigo® (radium Ra 223 dichloride) Injection" zugelassen.

Anhaltspunkt für geringen Zusatznutzen bei unter 65-Jährigen -Größerer Schaden bei über 65-Jährigen

Vandetanib: IQWiG bewertet nachgereichte Hersteller-Daten

Köln (5. September 2013) - Vandetanib (Caprelsa®) ist seit Februar 2012 in Deutschland zugelassen zur Behandlung von erwachsenen Patientinnen und Patienten, die an einer bestimmten Form von aggressivem Schilddrüsenkrebs erkrankt sind. Unter Einbezug zusätzlicher Studiendaten, die der Hersteller im Stellungnahmeverfahren nachgereicht hat, kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem Addendum zu einem veränderten Ergebnis: Demnach gibt es bei unter 65-Jährigen einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen, bei älteren Patienten jedoch einen Anhaltspunkt für einen größeren Schaden (geringeren Nutzen) im Vergleich zur Standardtherapie („best supportive care“).

Relikte aus grauer Vorzeit als Angriffspunkt für Impfung gegen Krebs

 

Langen (2. September 2013) - Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts ist es gelungen, eine Besonderheit von Krebszellen für einen gezielten immunologischen Angriff zu nutzen: Während endogene Retroviren bei gesunden Zellen inaktiv sind, produzieren Krebszellen Proteine dieser Viren. Mit einem Impfstoff, der gegen diese endogenen Retroviren gerichtet ist, gelang es, bei Mäusen das Fortschreiten des Tumorwachstums deutlich zu bremsen. Durch prophylaktische Impfung ließ sich sogar die Entstehung des Tumors verhindern. Über die Forschungsergebnisse berichtet PLoS ONE in seiner Online-Ausgabe vom 30. August (23:00 CET). doi:10.1371/journal.pone.0072756

 

Forschung

Ursachen für Hautnebenwirkungen zielgerichteter Tumormedikamente

 

Düsseldorf (26.August 2013) – Zielgerichtete Medikamente sind heute fester Bestandteil der modernen Tumortherapie und sollen in erster Linie das Wachstum von Tumoren in den Zellen unterbinden. So blockiert eine große Gruppe dieser „Targeted cancer drugs“ den epidermalen Wachstumsfaktor Rezeptor (EGFR), ein die Tumorentwicklung förderndes Protein in der Zellmembran. Bei über 70 Prozent der behandelten Patienten treten jedoch als belastende Begleiterscheinungen Hautveränderungen auf wie entzündliche akneartige Ausschläge, Infektionen oder Hauttrockenheit.

 

DGHO

AMNOG: Mehr Mitspracherechte für Experten und Patienten

 

Berlin (21. August 2013) – Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. fordert eine weitreichende und frühzeitige Einbindung der medizinischen Fachgesellschaften und Patienten in den Prozess der Nutzenbewertung von Arzneimitteln (AMNOG-Verfahren). In ihrem aktuellen Positionspapier macht die DGHO jetzt vier konkrete Verbesserungsvorschläge. Sie legt außerdem ein Manual vor, das Fachgesellschaften und andere Akteure bei der Bewertung der von den Herstellern zu erstellenden Nutzendossiers unterstützt.

Vergleichende Studien zum Nutzen fehlen / Daten zur diagnostischen und prognostischen Güte nicht aussagekräftig

Nutzen von PET oder PET/CT bei Speiseröhrenkrebs ist nicht belegt

 

Köln (20. August 2013) - Der patientenrelevante Nutzen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) bei einem Ösophaguskarzinom ist mangels Studien nicht belegt. Auch in Hinblick auf ihre diagnostische und prognostische Güte bleibt unklar, ob diese Verfahren die Ausbreitung von Tumoren besser erfassen können, als dies mit herkömmlicher Diagnostik möglich ist. Zu diesem Ergebnis kommt der am 20. August 2013 publizierte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

 

Klinische Krebsregister

Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes gestartet

 

Berlin/Regensburg (18. Juli 2013) - Unter dem Titel „Von der Praxis für die Praxis – erfolgreiche Etablierung klinischer Krebsregister“ findet heute in Regensburg die Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Deutschen Krebshilfe, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) durchgeführt und mit finanziellen Mitteln des BMG unterstützt.

Kontinuierliche Temperaturkontrolle im Tumorgewebe

Hyperthermie verbessert Heilungserfolge bei Kindern mit bösartigen Keimzelltumoren

 

Düsseldorf (10. Juli 2013) – In der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ haben PD Dr. Rüdiger Wessalowski, Klinik für Kinder-Onkologie, - Hämatologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, und Ko-Autoren aktuell eine Studie zur Wirksamkeit von Hyperthermie, einer gezielten Überwärmung von Tumorgewebe, bei bösartigen Keimzelltumoren von Kindern veröffentlicht. Untersucht wurden ausschließlich Patienten, die schlecht auf die Erstbehandlung durch Chemotherapie ansprechen oder Rückfälle ihrer Erkrankung erlitten hatten. Für diese Gruppe von Patienten erweist sich die zusätzliche Hyperthermie als Behandlungsoption, das konnten die Mediziner nun nachweisen, die die Heilungschancen dieser Patienten erheblich verbessert.