Onkologie_aktuell

Sunitinib: Neue Chance für Patienten mit Nieren- oder Magen-Darm-Krebs

Weitere Krebsarten in der klinischen Prüfung

 

Hamburg / Karlsruhe (19. September 2006) ‑ Für Patienten, die an fortgeschrittenem, metastasierendem Nierenzell-Krebs oder seltenen, bösartigen Weichteil-Tumoren des Magen-Darm-Trakts (GIST ‑ gastrointestinale Stroma-Tumoren) leiden, gibt es jetzt eine neue Behandlungsoption: Sunitinib.

Das Medikament von Pfizer leitet eine neue Ära in der Krebsbehandlung ein. Der Wirkstoff blockiert gleich mehrere Schaltmoleküle, die das Wachstum und die Vermehrung von Krebszellen steuern. Unter der neuen Therapie wächst der Tumor langsamer und kann nur noch schwer Anschluss an das Blutgefäßnetz finden, über das er sich normalerweise ausbreitet und mit Nahrung versorgen lässt. Als Folge der unterbrochenen Verbindungen wird der Tumor isoliert und ausgehungert.

Glivec® erhält Zulassungserweiterung für die aggressive Leukämieart

Ph+ ALL und einen schwer zu behandelnden soliden Tumor

 

  • Bei 96 % der Patienten mit Philadelphia-Chromosom positiver Akuter Lymphatischer Leukämie (Ph+ ALL) erreicht Glivec in Kombination mit Chemotherapie eine Normalisierung des Blutbildes
  • Dermatofibrosarcoma protuberans (DFSP) ist bereits der zweite solide Tumor, für den Glivec nun zugelassen ist
  • Die Zulassungen bieten neue Therapien für Patienten, die nur wenige oder gar keine Behandlungsmöglichkeiten haben. Das belegt erneut das Engagement von Novartis für Patienten mit seltenen Krankheiten

 

Nürnberg (25. September 2006) – Novartis hat die Zulassungserweiterung für Glivec® (Imatinib) zur Behandlung der schnell fortschreitenden Leukämie Ph+ ALL sowie eines schwer therapierbaren, soliden Tumors erhalten. Bei beiden Krebsarten handelt es sich um seltene und oft lebensbedrohliche Erkrankungen, für die es keine oder nur wenige zugelassene Therapiemöglichkeiten gibt, welche zudem nur zu unzureichenden Langzeitergebnissen führen.

Tumorlyse-Syndrom Decision Model:

Erstellung eines innovativen, validierten Diagnoseinstrumentes zur bestätigenden Identifikation der Risiko-Patienten-Population für TLS und deren optimaler Behandlung

 

Von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze,
Otto-Heubner-Centrum für Kinder- und Jugendmedizin, Klinik für Pädiatrie m. S. Onkologie/Hämatologie, Charite, Universitätsmedizin Berlin, CVK

 

Das Tumorlyse-Syndrom (TLS) ist eine metabolische Entgleisung, die bei Erwachsenen und Kindern mit malignen Erkrankungen, insbesondere bei akuten Leukämien und hoch malignen Lymphomen, seltener bei anderen Krebserkrankungen auftreten kann. Durch das massive Absterben von Tumorzellen ‑ induziert durch die Chemooder Antikörpertherapie, manchmal aber auch bereits vor dem Beginn der Behandlung infolge spontaner Apoptose kommt es zu einer Freisetzung von Kalium und Phosphat aus den Tumorzellen und zur Anflutung von Harnsäure aus dem Purinstoffwechsel, Substanzen, die über die Niere eliminiert werden müssen. Die hohe Harnsäurekonzentration kann zu einer Uratnephropathie mit nachfolgendem Nierenversagen führen; in dessen Folge entstehen eine Hyperkaliämie, Hyperphosphatämie und Hypokalzämie, und diese Elektrolytentgleisungen verursachen Herzrhythmusstörungen, die innerhalb weniger Stunden den Tod des Patienten zur Folge haben können.

Roche Pharma: Fortschritte in der Krebstherapie –

Highlights des ASCO-Meetings 2006

 

Köln (29. Juni 2006) – Nahezu 30.000 Onkologen diskutierten im Rahmen der 42. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vom 2. bis 6. Juni 2006 in Atlanta/Georgia, USA, aktuelle Fortschritte in der Behandlung von Krebserkrankungen. Auch dieses Jahr trug das onkologische Produktportfolio der Roche Pharma AG zu den wichtigsten Neuerungen und innovativen Therapiekonzepten bei.

DEGRO 2006

10 Jahre Zoladex und Casodex - Eine Standortbestimmung

 

Dresden (26. Mai 2006) - Seit ihrer Einführung schreiben das LHRH-Analogon Zoladex (Goserelin) und das Antiandrogen Casodex (Bicalutamid) eine besondere Erfolgsstory: Zoladex ist heute das wahrscheinlich am besten untersuchte Medikament beim Prostatakarzinom und hat beim hormonsensiblen Marnmakarzinom prämenopausaler Frauen die Rolle der Ovarialsuppression definiert. Mit Casodex steht ein wirksames und dabei sehr verträgliches Antiandrogen zur Verfügung, das seinen Stellenwert in zahlreichen Studien unter Beweis gestellt hat. Die Kombinationstherapie mit Zoladex und Casodex gilt als der Standard für die maximale Androgenblockade bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom.

Behandlung mit Mistelextrakten

Mistelpräparate in der Evidenz basierten Medizin

 

Berlin (25. März 2006) - Die Behandlung mit Mistelextrakten wie Iscador ist ein fester Bestandteil der Krebstherapie. Mistelpräparate werden seit über 85 Jahren ergänzend zur onkologischen Basisbehandlung eingesetzt. Sie gehören heute zu den am meisten verordneten Krebsarzneimitteln und sind damit zu einer biologischen Standardtherapie geworden. Dennoch entstehen häufig Diskussionen, insbesondere im Hinblick auf die Studienmethodik komplementärmedizinischer Therapien. In diesem Zusammenhang werden auch immer wieder Wirksamkeit und Sicherheit von Mistelextrakten in Frage gestellt.

Um den Stellenwert der Komplementärmedizin im Rahmen der Evidenz basierten Medizin (EbM) kritisch zu beleuchten, richtete die Weleda AG im Rahmen des 27. Deutschen Krebskongresses 2006 eine Pressekonferenz aus, in der die drei Referenten – Prof. Dr. med. Gerd A. Nagel, Prof. Dr. med. Franz Porzsolt und Prof. Dr. med. Reinhard Saller – unter der Moderation der Diplom-Biologin und Medizin-Journalistin Annette Bopp ihre Statements zum Thema „Iscador in der Evidenz basierten Medizin“ abgaben.

Neue Ära in der Krebsbehandlung

Multi-Kinase-Inhibitor verbessert das progressionsfreie Überleben

 

Berlin (24. März 2006) - Das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom ist eine sehr schwer zu behandelnde Erkrankung. Doch mit innovativen gezielten Therapieansätzen beginnt jetzt eine neue, vielversprechende Ära. So konnte in einer Phase-III-Studie mit dem oralen Multi-Kinase-Inhibitor Nexavar® das progressionsfreie Überleben der Patienten deutlich verbessert werden. Dies sagte Dr. Bernhard Escudier, Institut Gustave Roussy, Villejuif, Frankreich, auf dem von Bayer HealthCare ausgerichteten Symposium „Multi-targeted Drugs vs. Multi-drug Targeting“ in Berlin.

Novartis zeigt weiterhin Engagement für die Behandlung seltener Krebserkrankungen: Erweiterte Zulassung für Glivec®

 

Glivec® (Imatinib) erhält die Zulassungserweiterung für die Behandlung von bestimmten chronischen myeloproliferativen Erkrankungen

Novartis belegt damit sein Engagement für die Sicherstellung wirksamer neuer Behandlungsoptionen seltener Erkrankungen, für die bisher nur begrenzte Therapiemöglichkeiten zur Verfügung standen

 

 

Nürnberg (4. April 2007) – Novartis hat bekannt gegeben, dass der Tyrosinkinasehemmer Glivec® (Imatinib) zur Behandlung von chronischen myeloproliferativen Erkrankungen (CMPE) mit Fusionsgenen unter Beteiligung der Rezeptor-Tyrosinkinasen PDGFRA oder PDGFRB zugelassen wurde. Diese als Folge von chromosomalen Veränderungen entstandenen Fusionsgene finden sich bei phänotypisch unterschiedlichen CMPE, wie z. B. der atypischen chronischen myeloischen Leukämie (aCML) oder der chronischen myelomonozytären Leukämie (CMML). Diese Krankheitsbilder sind sehr häufig mit einer deutlichen Eosinophilie des peripheren Bluts oder Knochenmarks assoziiert (Eosinophilie-assoziierte CMPE).

Internetportal der DKG bietet Orientierung in onkologischen Themen

  • Tendenz steigend: Das Online-Portal der Deutschen Krebsgesellschaft findet hohe Akzeptanz bei Patienten und Ärzten.
  • Anlässlich des Deutschen Krebskongresses 2010 in Berlin diskutierten Experten und Journalisten auf einer Pressekonferenz die Herausforderungen einer adäquaten Informationsgestaltung im Zeitalter des Web 2.0

Berlin (26. Februar 2010) – Die Bedeutung des Internets als Informationsquelle hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Gerade in der Onkologie besteht ein hoher Bedarf an aktueller und fundierter Information. Hier möchte die Deutsche Krebsgesellschaft mit ihrem Internetportal einen Beitrag leisten und Orientierung in der Informationsflut bieten. Die hohen Anforderungen an Qualität und Aktualität der Informationen werden durch die Experten der Deutschen Krebsgesellschaft sichergestellt.