Onkologie_aktuell

33. Deutscher Krebskongress (DKK)

Umfassendes molekulares Tumorprofiling kann bei der Entscheidung hinsichtlich einer zielgerichteten Therapie unterstützen

Berlin (22. Februar 2018) - Die Nutzung molekularer Informationen zur Unterstützung der Therapiewahl wird in der Onkologie aktuell intensiv erforscht. Speziell bei seltenen oder weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen können sie basierend auf dem jeweiligen Tumorprofil relevante Informationen zu möglichen zielgerichteten Therapien liefern. Der Service FoundationOne® sequenziert mehr als 300 aktuell bekannte krebsassoziierte Gene mit dem Ziel, die Therapieentscheidung von Ärzten zu unterstützen. Im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Deutschen Krebskongress (DKK) sprechen Experten aus Klinik und Praxis über den Stellenwert umfassender Tumorprofilings – unter anderem am Beispiel des CUP-Syndroms (Krebs mit unbekanntem Primärtumor).

DKK 2018: App „ONKO-Leitfaden" ‑ Erleichterung für den klinischen Alltag

Neue App für Ärzte bündelt praxisrelevante Informationen zu verschiedenen Tumoren

Berlin (21. Februar 2018) ‑ Die neue App „ONKO‑Leitfaden" für onkologisch tätige Ärzte und medizinisches Fachpersonal bietet bei Fragen, die sich im klinischen Alltag stellen, schnelle und gezielte Unterstützung. Sie enthält neben möglichen Therapiealgorithmen einen Überblick über aktuelle Aspekte des Therapieprozesses, Kurzdarstellungen der verfügbaren Wirkstoffe, Informationen zum Nebenwirkungsmanagement und zur Nachsorge. Die Anwendung wurde im Rahmen des 33. Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin vom I-Med Institute vorgestellt.

Erste Ergebnisse zu MRT-gesteuerter Kryotherapie

Eiszeit für Tumore

Marburg (7. Februar 2018) - Schneller und noch präziser als zuvor ist die neue Gerätegeneration für die Behandlung von Tumoren mittels Kryotherapie am Universitätsklinikum Marburg. Das Verfahren der Vereisung von Tumoren kann für beinahe jede Körperregion angewendet werden. Erste Ergebnisse der Behandlung des fokalen Prostatakarzinoms präsentiert das Team von Prof. Dr. Andreas H. Mahnken, Direktor der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, auf dem European Congress of Radiology (ECR) in Wien vom 28.02. bis zum 04.03.2018.

NZW-Kongress 2018

Antikörper-Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms – von der Entwicklung bis zur therapeutischen Anwendung

Hamburg (26. Januar 2018) - Therapeutische Antikörper sind hochkomplexe Moleküle, die unter anderem in der Behandlung onkologischer Erkrankungen entscheidende Fortschritte erzielt haben. Ein Beispiel dafür ist Herceptin® (Trastuzumab) zur Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms. Dessen Wirksamkeit ist in zahlreichen Studien umfassend belegt. Zulassungen biosimilarer Antikörper, nicht-identische Nachahmerprodukte der Referenz-Arzneimittel, führen zu Fragen bei der Verschreibung von Biologika. Konsequenzen für Ärzte und Apotheker im klinischen Alltag diskutierten Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Dr. Tilman Schöning (beide Heidelberg) und Dr. Thomas Link, Penzberg, unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Irene Krämer, Mainz, im Rahmen eines Symposiums von Roche auf dem NZW-Kongress.

40. Münchener Fachpresse-Workshop

Onkologie 2018 -
Neues zur Therapie des Mammakarzinoms und zum Einsatz von Biosimilars

München (18. Januar 2018) - Ein Schwerpunkt des 40. Münchener Fachpresse-Workshops waren neue Erkenntnisse zur Therapie des Mammakarzinoms vom 40. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) im vergangenen Dezember. Solche Neuigkeiten aus der Forschung finden auch in den jährlich aktualisierten Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) schnell Eingang in die Praxis, so der Moderator der Veranstaltung Prof. Michael Untch, Berlin, der auch die Praxisrelevanz neuer Daten zur Therapie des frühen Mammakarzinoms bewertete. Eines der Highlights vom SABCS waren hier erste Daten zu Rezidiven und Metastasen aus der neoadjuvanten GeparSepto-Studie, die zeigten, dass wöchentlich verabreichtes nab-Paclitaxel (Abraxane®) gefolgt von einer Anthrazyklin/Cyclophosphamid-Kombination zu einem signifikant längeren krankheitsfreien Überleben führt als neoadjuvant verabreichtes konventionelles Paclitaxel im gleichen Regime. Prof. Nadia Harbeck, München, beschäftigte sich mit aktuellen Daten beim metastasierten Mammakarzinom.

40. Münchener Fachpresse-Workshop

Highlights vom ASH 2017 zu hämatologischen Neoplasien und Update Neutropenieprophylaxe

München (18. Januar 2018) – In der Nachmittagssitzung des 40. Münchener Fachpresse-Workshops lag das Hauptaugenmerk auf therapierelevanten Neuigkeiten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2017. Wie Prof. Clemens-Martin Wendtner, München, berichtete, stehen bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) neue Kombinationstherapien im Mittelpunkt, die die konventionelle Chemotherapie Schritt für Schritt ablösen sollen.

ASH-Update zur Lymphomtherapie & Hämophilie A

Roche-Antikörper bestätigen aktuellen Stellenwert und zukünftiges Potenzial

Frankfurt am Main (10. Januar 2018) - Beim 59. Jahreskongress der American Society of Hematology (ASH) vorgestellte Studienresultate zeigten große Fortschritte für Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen und Hämophilie A. Beim follikulären Lymphom (FL) ist Gazyvaro®▼ (Obinutuzumab) als stärkster Antikörper in Induktion und Erhaltung sowie Backbone moderner Therapien bestätigt worden.1,2 Das Anti-CD79b-Antikörperkonjugat Polatuzumab zeigte in Studien sowohl bei nicht vorbehandelten wie bei vorbehandelten Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hohes klinisches Potenzial.3,4 Zur Behandlung von Menschen mit Hämophilie A wurden aktualisierte Ergebnisse zum Prüfmedikament Emicizumab vorgestellt: Die jährliche Blutungsrate verringerte sich signifikant bei betroffenen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern mit Inhibitoren gegen den Gerinnungsfaktor VIII (FVIII) gegenüber einer Behandlung mit Bypass-Medikamenten.5,6

14. Herbstkongress der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO)

Molekulares Tumorprofiling als Grundlage für eine zielgerichtete Therapie beim CUP-Syndrom

Berlin (17. November 2017) - Molekulare Informationen gewinnen in der Onkologie zunehmend an Bedeutung. Dies gilt insbesondere für das CUP-Syndrom (Cancer of Unknown Primary), bei dem die Lokalisation des Primärtumors unbekannt ist. In einer geplanten Studie wird deshalb umfassendes Tumorprofiling durch FoundationOne® als Basis für eine zielgerichtete Therapiewahl untersucht. Details hierzu wurden im Symposium „Perspektiven in der Onkologie“ der Roche Pharma AG auf dem 14. AIO-Herbstkongress in Berlin vorgestellt.

39. Münchener Fachpresse-Workshop

Neue Aspekte im Management gastrointestinaler Tumoren mit Daten vom ESMO 2017

München (17. Oktober 2017) - Beim 39. Fachpresse-Workshop beschäftigten sich die Vorträge der Vormittagssitzung mit aktuellen Therapietrends beim metastasierten kolorektalen Karzinom, metastasierten Pankreaskarzinom und bei neuroendokrinen Tumoren. Beim Management des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) stehen laut PD Dr. med. Dominik P. Modest, München, derzeit die Aspekte Interdisziplinarität, Sequenztherapie und personalisierte Therapie im Mittelpunkt des Interesses. In diesem Kontext thematisierte der Experte unter anderem die Bedeutung der Metastasenchirurgie bzw.-ablation in Verbindung mit der systemischen Therapie und den wachsenden Stellenwert von Therapieoptionen jenseits der Zweitlinie. Beim metastasierten Pankreaskarzinom ist die medikamentöse Therapie nun so weit fortgeschritten, dass ein sequenzieller Einsatz der verfügbaren Behandlungsoptionen möglich ist, berichtete Prof. Dr. med. Helmut Oettle, Friedrichshafen. In seinem Vortrag präsentierte er einen auf aktuellen Studiendaten beruhenden Algorithmus für die Sequenztherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms. Für die neuroendokrinen Tumoren stellte Dr. med. Alexander König, Göttingen, die in Kooperation mit Novartis Oncology entwickelte neue Webanwendung net-Xpert vor, die Ärzten die Möglichkeit gibt, anhand verschiedener, realer Patientenfälle im praxisnahen Training ihr Wissen über die Diagnose und Therapie dieser seltenen Tumoren zu vertiefen.

39. Münchener Fachpresse-Workshop

Onkologie 2017: Integration von Biosimilars, Supportiv- und Komplementärmedizin,

Neue zielgerichtete Therapieoptionen beim Melanom

München (17. Oktober 2017) - Biosimilars tragen in der Onkologie zur Finanzierbarkeit moderner onkologischer Therapien bei. Truxima® (CT-P10) wurde von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als erstes Rituximab-Biosimilar zugelassen. Seine vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit hat der biosimilare Antikörper in einem wissenschaftlich fundierten Zulassungsverfahren bewiesen, die Indikationsgebiete entsprächen deshalb denen des Originalpräparates, erklärte Dr. Tilman Schöning, Heidelberg. Verschiedene internationale Fachgesellschaften haben in der letzten Zeit ihre Leitlinien zu Antiemese bei Tumortherapie aktualisiert. Mit Rolapitant (Varuby®) steht ein neuer NK1-Rezeptorantagonist zur Verfügung, bei dem keine Dosisanpassungen von Dexamethason notwendig sind. Das mit einer Halbwertszeit von ca. 180 h sehr lang wirksame Rolapitant bietet die Möglichkeit einer unkomplizierten und leitliniengerechten Antiemese, so Prof. Karin Jordan, Heidelberg. Eine wichtige Maßnahme in der komplementären Therapie von Tumorpatienten stellt die Selensubstitution mit anorganischen Natriumselenit wie Cysel® dar. Die Supplementation soll nur bei nachgewiesenem Selenmangel der Patienten erfolgen und kann das Nebenwirkungsmanagement bei Chemo- und Strahlentherapie unterstützen, betonte Dr. Daniele Paepke, München. Eine Änderung der Standardtherapie zeichnet sich in der adjuvanten Therapie des malignen Melanoms ab. Patienten mit hohem Rezidivrisiko profitieren in hohem Maße von der Immuntherapie und vor allem von der kombinierten Therapie aus BRAF- und MEK-Inhibitor wie die Ergebnisse von beim ESMO 2017 vorgestellten Studien zeigen. Eine Zulassung für die adjuvante Therapie mit der Kombination aus Dabrafenib und Trametinib wird im nächsten Jahr erwartet, berichtete Prof. Carola Berking, München.

Erster PD-L1-Inhibitor beim fortgeschrittenen NSCLC und Urothelkarzinom

Zulassung für Tecentriq: Die nächste Generation der Krebsimmuntherapie

Frankfurt am Main (4. Oktober 2017) - Seit Ende September 2017 ist der PD-L1-Inhibitor Tecentriq® (Atezolizumab) in der Europäischen Union (EU) zur Therapie von Patienten mit vorbehandeltem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) sowie zur Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom (mUC) zugelassen.1 Der erste PD-L1-Inhibitor in beiden Indikationen bietet den betroffenen Patienten eine hohe Wirksamkeit – und dies bei guter Verträglichkeit und unabhängig vom PD-L1-Status.2,3,4,5 Anlässlich der Zulassung von Tecentriq erläuterten Experten aus Praxis und Forschung im Rahmen einer Veranstaltung der Roche Pharma AG die aktuellen Studiendaten und den Stellenwert der Zulassung für die Patienten.

Amgen: Der Patient im Mittelpunkt

Innovationen und Optionen für eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung

München / Stuttgart (29. September 2017) – Innovative Arzneimittel zum Wohle des Patienten bereit zu stellen – das ist für Amgen ein zentrales Anliegen. Als Pionier in der Biotechnologie erforscht und entwickelt das Unternehmen seit mehr als 35 Jahren innovative Therapieansätze, die das Leben und Überleben von zahlreichen Patienten nachhaltig verbessert haben. Für die Zukunft ist Amgen gut gerüstet, wie Dr. Achim Rieth, Medical Development Director Therapeutic Area Hematology/Oncology bei Amgen, im Rahmen eines Pressegesprächs deutlich machte. Man werde nicht nur das bestehende innovative Portfolio ausbauen, sondern sich auch weiterhin mit der Erforschung und Entwicklung neuer (immun)-onkologischer Ansätze befassen, um die bei vielen Erkrankungen nach wie vor bestehenden Herausforderungen zu adressieren. Zudem engagiert sich Amgen bei der Entwicklung von Biosimilars, für die ein hoher medizinischer Bedarf besteht, um noch mehr Patienten Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

ESMO 2017:

Amgen und Allergan präsentieren Phase-III-Daten zu Biosimilar ABP 980, einem Biosimilar-Kandidaten für Trastuzumab

  • Äquivalenzstudie zwischen ABP 980 und Trastuzumab bei Patienten mit HER2-positivem frühem Brustkrebs erhöht die Evidenz der Biosimilarität

MÜNCHEN (21. September 2017) – Amgen und Allergan plc gaben Daten aus einer Phase-III-Studie bekannt, die die Wirksamkeit und Sicherheit von ABP 980, einem Biosimilar-Kandidaten für Herceptin® (Trastuzumab), mit dem Referenzprodukt bei Patienten mit HER2-positivem (human epidermal growth factor receptor 2) frühem Brustkrebs verglich. Die Ergebnisse aus der neoadjuvanten Phase der Studie, in der die Wirksamkeit einschließlich der pathologischen Komplettremissionen untersucht worden waren, wurden am 9. September 2017 im Rahmen einer Poster-Diskussion beim diesjährigen Kongress der ESMO (European Society for Medical Oncology) präsentiert. Die Daten waren sowohl durch lokale Pathologie-Gutachter in den teilnehmenden Zentren als auch durch ein zentrales, unabhängiges Pathologie-Gutachterteam bewertet worden. Die Daten zeigen die Biosimilariät zwischen ABP 980 und Herceptin ® und ergänzen die Evidenzlage, die derzeit durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und die U.S. Food and Drug Administration (FDA) überprüft wird.

Aktuelles vom Amerikanischen Krebskongress 2017

Roche präsentiert neue Daten zur personalisierten Medizin und Krebsimmuntherapie

Düsseldorf (14. Juni 2017) - Fast 200 Abstracts zu 20 unterschiedlichen Substanzen gegen Krebs – das war der Beitrag von Roche auf der 53. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die vom 2. bis 6. Juni 2017 in Chicago, USA, stattfand. Im Fokus standen neue Erkenntnisse zur personalisierten Medizin: So zeigen die ersten Resultate der Studie APHINITY, dass die adjuvante Behandlung mit Perjeta®▼ und Herceptin® plus Chemotherapie das Rezidivrisiko von Frauen mit HER2-positivem Mammakarzinom gegenüber dem aktuellen Standard nach 3 Jahren signifikant reduziert.1 Einen Fortschritt gegenüber einem zugelassenen Standard stellt auch Alecensa®▼ beim ALK-positiven nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) in Aussicht: Die First-Line-Therapie mit Alecensa reduzierte in der ALEX-Studie das Progressionsrisiko gegenüber Crizotinib um mehr als die Hälfte.2 Ein weiterer Schwerpunkt für Roche auf dem ASCO 2017 war die Krebsimmuntherapie: Hier wurden unter anderem neue Daten aus der Studie OAK zum Einsatz von Atezolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC vorgestellt.3 Im Rahmen einer Pressekonferenz von Roche diskutierten Experten aus Forschung und Praxis die aktuellen Studiendaten und deren Stellenwert für die künftige klinische Praxis.

Forscher beobachten Tumorbildung, bei der die auslösenden Signale aus angrenzendem Gewebe kommen

Krebs aus der Nachbarschaft

Freiburg (2. Juni 2017) - Der gängigen Lehrmeinung nach entsteht Krebs dadurch, dass einzelne Zellen durch Defekte in ihrer Erbsubstanz entarten, dadurch zusätzliche Fehler entstehen und letztlich die betroffenen Zellen beginnen, unkontrolliert zu wachsen. Diese Primärtumoren können streuen und an anderen Stellen im Körper Metastasen, so genannte Sekundärtumoren, bilden. Aber der Ursprung für Tumorbildung muss nicht notwendigerweise in den betroffenen Zellen selbst liegen, wie eine Studie der Universität Freiburg jetzt zeigt. Signale zur Entartung können auch von außen kommen – und besonders teilungsaktive, aber eigentlich intakte Stammzellen umprogrammieren.

Testung als Voraussetzung für personalisierte Therapie

Metastasiertes Kolorektales Karzinom: RAS-Status bekannt?

  • Patienten mit RAS-Wildtyp können von Panitumumab profitieren

München/Frankfurt am Main (9. Mai 2017) – Damit Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) von den Vorteilen einer personalisierten Anti-EGFR (epidermal growth factor receptor)-Therapie wie Panitumumab (Vectibix®)* profitieren können, muss zuvor der Zulassung entsprechend ein RAS-Wildtyp (RAS-WT) nachgewiesen worden sein.1,2 Dies ist ebenfalls in den Leitlinien entsprechend verankert.3,4 Auch hinsichtlich der Therapiesequenz ist der RAS-Status relevant: Die Ergebnisse klinischer Studien ergaben bei RAS-WTPatienten einen klaren Überlebensvorteil bei Kombination aus einem EGFR-Inhibitor und Chemotherapie in der Erstlinientherapie gegenüber einer alleinigen Chemotherapie oder der Kombination von Chemotherapie und VEGF-Inhibitoren.5 Zusätzlich zeigen aktuelle Erkenntnisse zur Lokalisation des Tumors, dass Patienten mit linksseitig lokalisiertem mCRC und RAS-WT in der Erstlinientherapie offenkundig von einer Chemotherapie in Kombination mit einem Anti-EGFR-Antikörper wie Panitumumab profitieren.6,7 Die RAS-Testung ist in Deutschland fester Bestandteil der Therapieplanung geworden, wie Daten des Tumorregisters zeigen.8 Patienten profitieren von dieser guten Ausgangslage, wie Experten anlässlich eines Pressegesprächs von AMGEN betonten.

PD-L1-Inhibition beim NSCLC und mUC

Atezolizumab: Die nächste Generation der Krebsimmuntherapie

Hamburg (9. Februar 2017) - Mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Atezolizumab befindet sich ein Vertreter einer neuen Generation von Checkpoint-Inhibitoren in fortgeschrittener klinischer Entwicklung. Studiendaten belegen die Wirksamkeit der PD-L1-Inhibition mit Atezolizumab sowohl beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom als auch beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom – und dies auch bei Patienten ohne nachweisbare PD-L1-Expression.1-5 Im Rahmen eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG erläuterten Experten aus Wissenschaft und Praxis das Prinzip der PD-L1-Inhbition und die Relevanz der aktuellen Studiendaten.