Onkologie_aktuell

ESMO 2017:

Amgen und Allergan präsentieren Phase-III-Daten zu Biosimilar ABP 980, einem Biosimilar-Kandidaten für Trastuzumab

  • Äquivalenzstudie zwischen ABP 980 und Trastuzumab bei Patienten mit HER2-positivem frühem Brustkrebs erhöht die Evidenz der Biosimilarität

MÜNCHEN (21. September 2017) – Amgen und Allergan plc gaben Daten aus einer Phase-III-Studie bekannt, die die Wirksamkeit und Sicherheit von ABP 980, einem Biosimilar-Kandidaten für Herceptin® (Trastuzumab), mit dem Referenzprodukt bei Patienten mit HER2-positivem (human epidermal growth factor receptor 2) frühem Brustkrebs verglich. Die Ergebnisse aus der neoadjuvanten Phase der Studie, in der die Wirksamkeit einschließlich der pathologischen Komplettremissionen untersucht worden waren, wurden am 9. September 2017 im Rahmen einer Poster-Diskussion beim diesjährigen Kongress der ESMO (European Society for Medical Oncology) präsentiert. Die Daten waren sowohl durch lokale Pathologie-Gutachter in den teilnehmenden Zentren als auch durch ein zentrales, unabhängiges Pathologie-Gutachterteam bewertet worden. Die Daten zeigen die Biosimilariät zwischen ABP 980 und Herceptin ® und ergänzen die Evidenzlage, die derzeit durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und die U.S. Food and Drug Administration (FDA) überprüft wird.

Aktuelles vom Amerikanischen Krebskongress 2017

Roche präsentiert neue Daten zur personalisierten Medizin und Krebsimmuntherapie

Düsseldorf (14. Juni 2017) - Fast 200 Abstracts zu 20 unterschiedlichen Substanzen gegen Krebs – das war der Beitrag von Roche auf der 53. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die vom 2. bis 6. Juni 2017 in Chicago, USA, stattfand. Im Fokus standen neue Erkenntnisse zur personalisierten Medizin: So zeigen die ersten Resultate der Studie APHINITY, dass die adjuvante Behandlung mit Perjeta®▼ und Herceptin® plus Chemotherapie das Rezidivrisiko von Frauen mit HER2-positivem Mammakarzinom gegenüber dem aktuellen Standard nach 3 Jahren signifikant reduziert.1 Einen Fortschritt gegenüber einem zugelassenen Standard stellt auch Alecensa®▼ beim ALK-positiven nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) in Aussicht: Die First-Line-Therapie mit Alecensa reduzierte in der ALEX-Studie das Progressionsrisiko gegenüber Crizotinib um mehr als die Hälfte.2 Ein weiterer Schwerpunkt für Roche auf dem ASCO 2017 war die Krebsimmuntherapie: Hier wurden unter anderem neue Daten aus der Studie OAK zum Einsatz von Atezolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC vorgestellt.3 Im Rahmen einer Pressekonferenz von Roche diskutierten Experten aus Forschung und Praxis die aktuellen Studiendaten und deren Stellenwert für die künftige klinische Praxis.

Forscher beobachten Tumorbildung, bei der die auslösenden Signale aus angrenzendem Gewebe kommen

Krebs aus der Nachbarschaft

Freiburg (2. Juni 2017) - Der gängigen Lehrmeinung nach entsteht Krebs dadurch, dass einzelne Zellen durch Defekte in ihrer Erbsubstanz entarten, dadurch zusätzliche Fehler entstehen und letztlich die betroffenen Zellen beginnen, unkontrolliert zu wachsen. Diese Primärtumoren können streuen und an anderen Stellen im Körper Metastasen, so genannte Sekundärtumoren, bilden. Aber der Ursprung für Tumorbildung muss nicht notwendigerweise in den betroffenen Zellen selbst liegen, wie eine Studie der Universität Freiburg jetzt zeigt. Signale zur Entartung können auch von außen kommen – und besonders teilungsaktive, aber eigentlich intakte Stammzellen umprogrammieren.

Testung als Voraussetzung für personalisierte Therapie

Metastasiertes Kolorektales Karzinom: RAS-Status bekannt?

  • Patienten mit RAS-Wildtyp können von Panitumumab profitieren

München/Frankfurt am Main (9. Mai 2017) – Damit Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) von den Vorteilen einer personalisierten Anti-EGFR (epidermal growth factor receptor)-Therapie wie Panitumumab (Vectibix®)* profitieren können, muss zuvor der Zulassung entsprechend ein RAS-Wildtyp (RAS-WT) nachgewiesen worden sein.1,2 Dies ist ebenfalls in den Leitlinien entsprechend verankert.3,4 Auch hinsichtlich der Therapiesequenz ist der RAS-Status relevant: Die Ergebnisse klinischer Studien ergaben bei RAS-WTPatienten einen klaren Überlebensvorteil bei Kombination aus einem EGFR-Inhibitor und Chemotherapie in der Erstlinientherapie gegenüber einer alleinigen Chemotherapie oder der Kombination von Chemotherapie und VEGF-Inhibitoren.5 Zusätzlich zeigen aktuelle Erkenntnisse zur Lokalisation des Tumors, dass Patienten mit linksseitig lokalisiertem mCRC und RAS-WT in der Erstlinientherapie offenkundig von einer Chemotherapie in Kombination mit einem Anti-EGFR-Antikörper wie Panitumumab profitieren.6,7 Die RAS-Testung ist in Deutschland fester Bestandteil der Therapieplanung geworden, wie Daten des Tumorregisters zeigen.8 Patienten profitieren von dieser guten Ausgangslage, wie Experten anlässlich eines Pressegesprächs von AMGEN betonten.

PD-L1-Inhibition beim NSCLC und mUC

Atezolizumab: Die nächste Generation der Krebsimmuntherapie

Hamburg (9. Februar 2017) - Mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Atezolizumab befindet sich ein Vertreter einer neuen Generation von Checkpoint-Inhibitoren in fortgeschrittener klinischer Entwicklung. Studiendaten belegen die Wirksamkeit der PD-L1-Inhibition mit Atezolizumab sowohl beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom als auch beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom – und dies auch bei Patienten ohne nachweisbare PD-L1-Expression.1-5 Im Rahmen eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG erläuterten Experten aus Wissenschaft und Praxis das Prinzip der PD-L1-Inhbition und die Relevanz der aktuellen Studiendaten.

36. Münchener Fachpresse-Workshop

Neue Studiendaten zum frühen und metastasierten Mammakarzinom vom SABCS 2016 und zur Supportivtherapie

München (18. Januar 2017) - In der Nachmittagssitzung des 36. Münchener Fachpresse-Workshops der POMME-med stand zunächst das frühe Mammakarzinom im Mittelpunkt. Neben verschiedenen Highlights vom vergangenen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) stellte Prof. Michael Untch, Berlin, neue Erkenntnisse zur Risikostratifizierung von Patientinnen mit primärem Mammakarzinom vor, die eine bessere Abschätzung der Frage erlauben, ob vor einer endokrinen Therapie eine adjuvante Chemotherapie notwendig ist. In dem auf dem SABCS 2016 präsentierten Vergleich verschiedener Genexpressionstests aus der TransATAC-Studie ermöglichte der Genexpressionstest EndoPredict (EPclin-Score) - eine Kombination des molekularen EP-Scores mit klinisch-pathologischen Befunden - sowohl in der nodalnegativen als auch in der nodalpositiven Gruppe der Patientinnen eine sehr gute Prognosevoraussage über 10 Jahre. Frauen mit einem Metastasierungsrisiko unter 10% kann so die adjuvante Chemotherapie erspart werden.

36. Münchener Fachpresse-Workshop

Im Fokus: Therapierelevante Daten zu Lymphomen und Myeloproliferativen Neoplasien vom ASH 2016

München (18. Januar 2017) - Die Vorträge der Vormittagssitzung beim 36. Münchener Fachpresse-Workshop beschäftigten sich mit Neuigkeiten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2016, dem weltweit größten hämatologischen Fachkongress. Im Mittelpunkt standen neue Daten zu Lymphomen und myeloproliferativen Neoplasien. Wie Prof. Martin Dreyling, München, berichtete, lag beim ASH in diesem Jahr das Hauptaugenmerk auf den Lymphomen, und es gab zu diesem Themenkreis einige Daten, die den klinischen Therapiestandard schon bald ändern könnten. Zu den Highlights zählte Dreyling etwa die Ergebnisse der Phase-III-Studie GALLIUM, die beim follikulären Lymphom nun die Kombinationstherapie mit Obinutuzumab als neuen Standard definieren und die Daten der französischen LyMa-Studie, die bei jüngeren Patienten mit Mantelzelllymphom einen signifikanten Überlebensvorteil durch Erweiterung der Standardmedikation um eine dreijährige Erhaltungstherapie mit Rituximab aufgezeigt haben.

Mundipharma: BREMISTAL® - neuer Mistelextrakt für die begleitende onkologische Therapie. Mundipharma Deutschland gab heute die Markteinführung von BREMISTAL® bekannt, einem Mistelextrakt, der begleitend zur onkologischen Therapie eingesetzt wird. BREMISTAL® unterstützt die Lebensqualität von Patienten, die unter einer antitumoralen Therapie stehen und wirkt effektiv gegen Fatigue.1 2 3 Die Therapie wird vor allem bei Patienten mit Mamma- und Prostatakarzinom empfohlen.4 Mit BREMISTAL® erweitert Mundipharma Deutschland sein Portfolio im Bereich der onkologischen und supportiven Therapie um ein weiteres Präparat. Packshot. Photo: MundipharmaMundipharma

BREMISTAL® - neuer Mistelextrakt für die begleitende onkologische Therapie

Limburg (16. Januar 2017) - Mundipharma Deutschland gab heute die Markteinführung von BREMISTAL® bekannt, einem Mistelextrakt, der begleitend zur onkologischen Therapie eingesetzt wird. BREMISTAL® unterstützt die Lebensqualität von Patienten, die unter einer antitumoralen Therapie stehen und wirkt effektiv gegen Fatigue.1 2 3 Die Therapie wird vor allem bei Patienten mit Mamma- und Prostatakarzinom empfohlen.4 Mit BREMISTAL® erweitert Mundipharma Deutschland sein Portfolio im Bereich der onkologischen und supportiven Therapie um ein weiteres Präparat.

ASH 2016

Gazyvaro beim FL und CLL:
Aktuelle Studiendaten bestätigen hohes klinisches Potenzial

Frankfurt am Main (11. Januar 2017) - Der glykomodifizierte Typ-II-Anti-CD20-Antikörper Gazyvaro® ▼ (Obinutuzumab) ist zentraler Baustein in der Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und beim follikulären Lymphom (FL). Das untermauern aktuelle Studiendaten, die kürzlich auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorgestellt wurden. So bestätigt eine aktuelle Analyse der GADOLIN-Studie, dass vorbehandelte FL-Patienten mit Gazyvaro einen signifikanten Überlebensvorteil haben im Vergleich zu Patienten unter einer Bendamustin-Monotherapie.1 Erste Resultate der GALLIUM-Studie belegen zudem, dass Gazyvaro das Rezidivrisiko von therapienaiven FL-Patienten gegenüber dem bisherigen Therapiestandard signifikant reduziert.2 Darüber hinaus wurden Daten zu verschiedenen Gazyvaro-Kombinationen vorgestellt, die CLL-Patienten hoch wirksame Chemotherapie-freie Regime in Aussicht stellen.3-5

Abb.: Illustration der Anti-Krebs-Wirkung der Arzneimittelkombination, Evi Bieler, NanoImaging Lab, Universität BaselKrebsbekämpfung mit Diabetes- und Bluthochdruckmedikamenten

Basel, Schweiz (27. Dezember 2016) - Mit einer Kombination aus einem Diabetesmedikament und einem Blutdrucksenker können Krebszellen effektiv bekämpft werden. Wie das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Michael Hall vom Biozentrum der Universität Basel im Fachjournal «Science Advances» zudem berichtet, sprechen spezifisch Krebszellen auf diese Wirkstoffkombination an.

Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)

Ehemalige Krebspatienten sollten ungesunde Lebensmittel meiden

Potsdam-Rehbrücke (16. Dezember 2016) - Wie eine systematische Auswertung und Analyse von 117 Beobachtungsstudien mit Daten von insgesamt 209.597 Menschen zeigen, haben ehemalige Krebspatienten ein um etwa 50 Prozent erhöhtes Risiko vorzeitig zu sterben, wenn sie sich ungesund ernähren. Das Wissenschaftlerteam unter Führung von Lukas Schwingshackl, Carolina Schwedhelm und Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) veröffentlichte seine Daten kürzlich in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews (Schwedhelm et al., 2016, doi:10.1093/nutrit/nuw045; http://nutritionreviews.oxfordjournals.org/content/74/12/737.long ).

Abb.v.l.n.r: Lothar Wiehler (Präsident RKI), Hermann Gröhe (Bundesminister für Gesundheit), Andreas Stang (Vorsitzender des Beirates des Zentrums für Krebsregisterdaten). Photo und Copyright: BMG/SchinkelRKI

Krebsgeschehen in Deutschland

Berlin (29. November 2016) - Der „Bericht zum Krebs­ge­schehen in Deutsch­land“ gibt erst­mals eine Über­sicht zu allen wich­ti­gen Aspekten des Krank­heits­ge­schehens in Deutsch­land, den Fort­schritten bei der Be­kämp­fung und den Pers­pek­tiven. Der Be­richt be­leuch­tet wich­tige Aspekte: Zah­len und Fakten zur Häufig­keit von Krebs­er­kran­kungen, zu Pa­tien­ten­ver­sor­gung, Prä­ven­tion, Früh­er­ken­nung und For­schungs­be­darf. Die Ver­öf­fent­li­chung hat Bundes­ge­sund­heits­minister Hermann Gröhe ge­mein­sam mit Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Insti­tuts, und Andreas Stang, Vor­sit­zen­der des Bei­rats des Zentrums für Krebs­register­daten, am 29.11.2016 in Berlin vor­ge­stellt. Der vom Robert Koch-Institut er­stellte Be­richt wird ent­sprechend einer Vor­gabe im Bundes­krebs­register­daten­gesetz zukünftig alle fünf Jahre erscheinen.

Krebsimmuntherapie – Roche startet das weltweite Forschungsnetzwerk imCORE™

 

Grenzach-Wyhlen (18. November 2016) - Mitte November 2016 hat Roche das globale Forschungsnetzwerk imCORE™ ins Leben gerufen. Das Netzwerk führt 21 weltweit führende Wissenschaftszentren im Bereich der Krebsimmuntherapie zusammen. Ziel ist es, Technologien, Daten und Expertise breiter zugänglich zu machen sowie den wissenschaftlichen Austausch zu fördern, um so den Fortschritt in der Krebsimmuntherapie voranzutreiben. Im Rahmen von imCORE™ investiert Roche bis zu 100 Millionen Schweizer Franken in Grundlagen- und klinische Forschung.

Aktualisierung der S3-Leitlinie zum Ovarialkarzinom

Berlin (2. November 2016) - Das Leitlinienprogramm Onkologie hat im Oktober 2016 eine Aktualisierung der 2013 erschienenen S3-Leitlinie zur „Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“ veröffentlich. Die neue Version, die unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe entstand, ist der erste Schritt hin zu einem „Living-Guideline-Konzept“, das eine jährliche Leitlinien-Aktualisierung vorsieht. Die Überarbeitung der S3-Leitlinie war insbesondere durch die Einführung neuer Medikamente beim Ovarialkarzinom und eine neue pathologische Klassifikation dieser Tumorart notwendig geworden. Berücksichtigt wurden außerdem neue Studien zur Früherkennung und zur Therapie von Patientinnen, die nach einem Rückfall nicht auf eine platinhaltige Chemotherapie ansprechen.

Radioonkologen empfehlen unter anderem Sport und Entspannungstechniken

Krebsassoziierte Fatigue: Chronische Erschöpfung kann behandelt werden

Berlin (26. Oktober 2016) – Sport, aber auch Yoga, Tai Chi, Qigong und Entspannungsübungen können Krebspatienten helfen, die Strapazen einer Strahlentherapie besser zu überstehen. Damit können Patienten einer Fatigue vorbeugen. Unter dieser quälenden Müdigkeit und Erschöpfung leiden viele Krebskranke während und nach der Krebsbehandlung – auch nach einer Strahlentherapie. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) rät den Patienten, bereits zu Beginn der Strahlentherapie körperlich und mental aktiv zu werden.

Onkologische Therapie, Supportiv- und Komplementärmedizin

Neue Studiendaten und Therapieansätze in der gynäkologischen Onkologie und Update Antiemese

München (20. Oktober 2016) - In der Therapie des metastasierten Hormonrezeptor(HR)-positiven Mammakarzinoms zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Auf dem ESMO-Kongress 2016 präsentierte Daten der MONALEESA-2-Studie zeigten eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) durch die Kombination der antihormonellen Therapie mit Letrozol mit dem CDK4/6-Inhibitor Ribociclib (p=0,00000329). Damit wurde der primäre Endpunkt der Studie vorzeitig erreicht. Das mediane PFS unter Ribociclib/Letrozol sowie Daten zum medianen Gesamtüberleben stehen noch aus. Im Bereich der Antiemese sind erstmal valide Daten zur Prophylaxe bei Radiochemotherapie verfügbar. Die Dreifachantiemese mit dem NK1-Rezeptorantagonist (NK1-RA) Fosaprepitant (IVEMEND®) verbesserte die Kontrolle der Emesis über die gesamte Therapiedauer von 5 Wochen signifikant (p=0,008). Auch der Vorteil durch die Dreifachantiemese mit Aprepitant (EMEND®) für Patienten unter Carboplatin-haltiger Chemotherapie wurde durch auf dem ESMO publizierte Daten erneut bestätigt. Seit Oktober steht Aprepitant außerdem als Pulver zur Herstellung einer Suspension für Babys ab 6 Monaten, Kleinkinder und Kinder bis 12 Jahren zur Verfügung.

68. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU)

Aktuelle Studiendaten zu Atezolizumab beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom

Leipzig (30. September 2016) - Der medizinische Bedarf in der Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinoms (mUC) ist groß: Seit fast 30 Jahren wurde für diese Patienten kein wesentlicher therapeutischer Fortschritt mehr erzielt. Die Krebsimmuntherapie könnte dies ändern – dafür sprechen die Ergebnisse zu dem Anti-PD-L1-Antikörper Atezolizumab aus der Phase-II-Studie IMvigor 210. Im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem 68. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Leipzig erläuterten Prof. Dr. Axel Merseburger, Lübeck, und PD Dr. Günter Niegisch, Düsseldorf, die aktuellen Studiendaten.