Prostata

Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms

Leitlinienprogramm Onkologie aktualisiert Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms

Berlin (23. Dezember 2016) - Das Leitlinienprogramm Onkologie hat im Dezember 2016 eine Aktualisierung der S3-Leitlinie zur „Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ vorgelegt. Die neue Version entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie; die Evidenzaufbereitung wurde durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) durchgeführt. Beim Update wurden unter anderem Neuerungen in der Primär- und Rezidivdiagnostik sowie aktuelle Erkenntnisse in der Strahlentherapie und der medikamentösen Behandlung des Prostatakarzinoms berücksichtigt.

Prostatakrebs

Deutlich kürzere Behandlung durch hochpräzise Bestrahlung

  • Erste klinische Studie in Deutschland zur hypofraktionierten Strahlenchirurgie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom

Lübeck (20. Januar 2016) - Bei Frühfällen von Prostatakrebs kommen oft mehrere Therapiemöglichkeiten in Frage: Bestrahlung, Operation oder auch zunächst nur „aktive Überwachung“. Diese Methoden werden derzeit in Deutschlands größter klinischer Studie, der PREFERE Studie, gegeneinander geprüft. Jedoch ist diese Studie nur für Patienten unter 70 Jahren geeignet.

Kastrationsresistentes Prostatakarzinom mit symptomatischen Knochenmetastasen

Alphastrahler verlängert das Überleben und erhält die Lebensqualität

 

  • Radium-223 - der erste Vertreter in der Klasse der Alphastrahler zur Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms mit symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen
  • Radium-223 verlängert das Überleben bei Erhalt der Lebensqualität
  • Urologe oder Onkologe und der Nuklearmediziner behandeln den Patienten im Team

 

Leverkusen (7. August 2015) - Der Knochen ist der häufigste Ort der Metastasierung des Prostatakarzinoms bei Patienten, bei denen die klassische Hormontherapie nicht mehr wirkt (kastrationsresistentes Prostatakarzinom).(1) Der Urologe Professor Dr. med. Jürgen E. Gschwend und der Nuklearmediziner Professor Dr. med. Klemens Scheidhauer stellten im Rahmen eines Klinikworkshops im Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München neuere Behandlungs- und Diagnoseoptionen und aktuelle Studiendaten für dieses Krankheitsstadium vor und lieferten praxisnahe Einblicke in die Zusammenarbeit der beiden Fachrichtungen.*

Männer mit metastasiertem Prostatakrebs leben länger und Symptome treten später auf als bei abwartendem Vorgehen

Enzalutamid: Hinweis auf erheblichen Zusatznutzen für über 75jährige

 

Köln (1. April 2015) - Enzalutamid (Handelsname Xtandi) ist seit Dezember 2014 für Männer mit metastasiertem, durch eine Hormonblockade nicht beeinflussbaren Prostatakrebs zugelassen, die noch keine oder nur leichte Beschwerden haben und bei denen noch keine Chemotherapie angezeigt ist. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.

Sipuleucel-T bei Prostatakrebs

Zusatznutzen ist nicht belegt

  • Daten zur Sterblichkeit sind nicht sinnvoll interpretierbar
  • Bestimmte Nebenwirkungen treten häufiger auf

Köln (2. Januar 2015) - Sipuleucel-T (Handelsname Provenge) ist seit September 2014 für Männer mit metastasierendem Prostatakrebs zugelassen, die keine oder nur wenig Beschwerden haben und noch keine Chemotherapie benötigen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob der Wirkstoff den Patienten einen Zusatznutzen gegenüber einer der zweckmäßigen Vergleichstherapien bietet. Demnach ist ein Zusatznutzen nicht belegt: Die Daten zur Sterblichkeit sind nicht verwertbar, da Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen auf den Umständen der Folgetherapien basieren könnten. Zugleich treten bestimmte Nebenwirkungen wie etwa Fieber häufiger auf.

Nun Hinweis bzw. Anhaltspunkt für erheblichen Zusatznutzen für Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs

Enzalutamid: IQWiG bewertet nachgereichte Herstellerdaten

Berlin (20. Februr 2014) - Enzalutamid (Handelsname Xtandi) ist seit Juni 2013 für Männer mit metastasiertem Prostatakrebs zugelassen, bei denen die übliche Hormonblockade nicht mehr wirkt und die bereits mit dem Zytostatikum Docetaxel behandelt wurden. Im November 2013 hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Rahmen einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) dem neuen Wirkstoff einen Zusatznutzen gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie attestiert.

G-BA

LDR-Brachytherapie im Krankenhaus zulasten der GKV künftig nur noch unter qualitätsgesicherten Bedingungen möglich

 

Berlin (19. Dezember 2013) – Die interstitielle Low-Dose-Rate-Brachytherapie (LDR-Brachytherapie) zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms kann im Krankenhaus künftig nur noch unter qualitätsgesicherten Bedingungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbracht werden. Entsprechende Vorgaben hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin beschlossen.

 

xofigo-logoInnovation aus der Bayer Onkologie-Entwicklung

Xofigo® – Eine neue Therapieoption für Patienten mit symptomatischen Knochenmetastasen beim CRPC

 

  • - Xofigo® ist das erste Radionuklid mit Überlebensvorteil in der zugelassenen Indikation
  • - Verzögerung skelettbezogener Ereignisse und Erhalt der Lebensqualität
  • - Zur Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischen Knochenmetastasen beim kastrationsresistenten Prostatakarzinom ohne bekannte viszerale Metastasen

 

Berlin (11. Dezember 2013) – Xofigo® (Radium-223-dichlorid) wurde am 13. November 2013 zur Behandlung von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (castration resistant prostate cancer, CRPC) und symptomatischen Knochenmetastasen ohne viszerale Metastasen in der Europäischen Union zugelassen. Damit steht ab sofort auch in Deutschland die erste und einzige auf Knochenmetastasen fokussierte Therapie mit Gesamtüberlebensvorteil zur Verfügung.1 Knochenmetastasen treten bei 90% der CRPC-Patienten mit Metastasen auf und verschlechtern die Lebensqualität und Überlebenszeit der Betroffenen. Die Metastasen am Knochen sind dabei maßgeblicher Treiber von Krankheitsprogression und verantwortlich für starke Schmerzen.

Enzalutamid bei Prostatakrebs: Anhaltpunkte für Zusatznutzen

 

  • Längeres Gesamtüberleben bei Patienten ohne viszerale Metastasen
  • Komplikationen an Knochen sowie Schmerzprogression verzögert

 

Köln (2. Dezember 2013) - Enzalutamid (Handelsname Xtandi) ist seit Juni 2013 für Männer mit metastasiertem Prostatakrebs zugelassen, bei denen die übliche Hormonblockade nicht mehr wirkt und die bereits mit dem Zytostatikum Docetaxel behandelt wurden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.

Stiftung Männergesundheit schafft neues Informationsangebot

Strategie der Aktiven Überwachung bei Prostatakrebs noch immer nicht genügend bekannt

 

Berlin (25. November 2013) - Die Diagnose Prostatakrebs ist für viele Männer ein Schock, der häufig zu einem blinden Aktionismus führt. „Möglichst schnell und radikal das Problem lösen, dabei auch Folgebeschwerden in Kauf nehmen, nur um schnell wieder als gesund zu gelten und sich nicht weiter mit der Thematik auseinandersetzen zu müssen. Das ist eine typische Reaktion auf diese Diagnose. Dazu tragen auch die vereinzelten Berichte über den Prostatakrebs-Tod Prominenter bei“, berichtet Prof. Dr. Lothar Weißbach, wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Männergesundheit.

Prostatakarzinom

Risikoadaptierte Vorsorge und individuelle medikamentöse Behandlung sind wesentlich

 

Magdeburg (21. August 2013) - Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland, betonte Dr. Wolfgang Lessel, Magdeburg, im Rahmen eines Pressegesprächs.1 Aus diesem Grund sind die risikoadaptierte Vorsorge und individuelle medikamentöse Behandlung von Patienten mit hormonsensiblem fortgeschrittenen Prostatakarzinom (PCa) wichtige Aspekte und daher Hauptbestandteile des modernen Versorgungskonzeptes.