Orale Chemotherapie mit Capecitabin (Xeloda®):

Auch in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms viel versprechende Ergebnisse

 

San Antonio, USA, (Dezember 2008) – In der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms hat sich Capecitabin als Referenztherapie etabliert. Die Wirksamkeit dieses oralen Chemotherapeutikums ist durch zahlreiche klinische Studien belegt. Neue Studiendaten in der aduvanten Situation zur Kombination einer Standardchemotherapie mit Capecitabin (FinXX-Studie) zeigen, dass die Hinzunahme des oralen Zytostatikums Patientinnen ein längeres krankheitsfreies Überleben ermöglicht. Eine erste Datenpräsentation anlässlich des San Antonio Breast Cancer Symposium veranschaulichte, dass Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium, die Capecitabin zusätzlich zur in nordeuropäischen genutzten Standardtherapie erhielten, ein 34 Prozent geringeres Risiko hatten, ein Rezidiv zu erleiden.

 

Die Studie der „Finnish Breast Cancer Group“ ist eine zweiarmige, multizentrische Phase-III-Studie mit Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium. Es wurden 1.500 Frauen in Finnland und Schweden randomisiert. Eingeschlossen sind Patientinnen mit nicht metastasiertem Brustkrebs und einem Metastasierungsrisiko von weniger als 25 Prozent innerhalb von fünf Jahren ab Diagnosestellung. Als primärer Endpunkt der Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit eines Taxan-Antracyklin-Regimes gegenüber der Wirksamkeit eines Taxan-Antrazyklin-Capecitabin Regimes in der adjuvanten Therapie bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium verglichen. Weitere sekundäre Endpunkte umfassen die Auswertung und den Vergleich zwischen den beiden Studienarmen bezogen auf das Gesamtüberleben und das Sicherheitsprofil.

 

Die vorläufige Auswertung der Studiendaten macht deutlich, dass die Therapie mit Capecitabin das rezidivfreie Überleben signifikant verlängert und sich eine bessere Gesamtüberlebensrate abzeichnet, verglichen mit einer Behandlung ohne Capecitabin:

 

Im Standardtherapiearm [N=745] erkrankten 80 Frauen an einem Rezidiv oder verstarben (10,7 Prozent) wohingegen im Capecitabin-Arm [N=751] 54 Frauen (7,2 Prozent) den primären Endpunkt erreichten (HR=0,66, p=0,020). Dabei traten bei 42 Patientinnen (5,6 Prozent) im Capecitabin-Arm Fernmetastasen auf verglichen mit 72 Patientinnen (9,7 Prozent) im Capecitabin-freien-Arm (HR=0,64, p=0,014). Die abschließende Analyse der FinXX-Studie ist für 2010 vorgesehen. Bereits jetzt lässt sich jedoch ein Trend zugunsten des Capecitabin-Arms in Bezug auf das Gesamtüberleben erkennen (HR=0,66, p=0,089).

 

Quelle

Significant improvement in recurrence-free survival (RFS) when capecitabine (X) is integrated into docetaxel (T) 5-FU + epirubicin + cyclophosphamide (CEF) adjuvant therapy for high-risk early breast cancer (BC): interim analysis of the FinXX-trial. Presented at the San Antonio Breast Cancer Symposium, December 2008 (abstract # 82)

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Firma Roche Pharma vom 30.01.2009 (medical relations).

MEDICAL NEWS

Fitness watches generate useful information, but increase patient anxiety
A new device provides added protection against COVID-19 during endoscopic…
81 million Americans lacking space or bathrooms to follow COVID…
Front-line physicians stressed and anxious at work and home
EULAR: High-Dose Glucocorticoids and IL-6 Receptor inhibition can reduce COVID-19…

SCHMERZ PAINCARE

Wechselwirkung zwischen psychischen Störungen und Schmerzerkrankungen besser verstehen
Wie ein Schmerz den anderen unterdrückt
Opioidtherapien im palliativen Praxisalltag: Retardierte Analgetika zeigen Vorteile
Krankenhäuser und Praxen müssen sich bei der Schmerztherapie nach Operationen…
Morbus Fabry mittels Datenanalysen aus dem PraxisRegister Schmerz aufspüren

DIABETES

DDG und Verbände definieren erstmals einen Handlungsrahmen für nicht-ärztliche Assistenzberufe…
Typ-2-Diabetes: Neue Hinweise bestärken die Bedeutung von Übergewicht für Spätfolgen
Suliqua®: Eine sinnvolle Option, wenn die BOT zur Blutzuckerkontrolle nicht…
“Körperstolz”: Michael Krauser managt seinen Diabetes digital
Der richtige Sensor – von Anfang an

ERNÄHRUNG

Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland
Neue Daten zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen: Mangelernährung…
Baxter: Parenterale Ernährung von Patienten mit hohem Aminosäurenbedarf

ONKOLOGIE

Anzeige: Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie…
Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie des…
Bestmögliche Versorgungssicherheit bei der Krebstherapie mit CAR-T-Zellen
Darolutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen
Multiples Myelom: Wissenschaftler überprüfen den Stellenwert der Blutstammzelltransplantation

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei aktiver…
Neurofilamente als Diagnose- und Prognosemarker für Multiple Sklerose
Bedeutung der Langzeittherapie bei Multipler Sklerose – mehr Sicherheit und…
Bristol Myers Squibb erhält Zulassung der Europäischen Kommission für Ozanimod…
Einige MS-Medikamente könnten vor SARS-CoV-2/COVID-19 schützen

PARKINSON

Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…
Putzfimmel im Gehirn
Parkinson-Patienten in der Coronakrise: Versorgungssituation und ein neuer Ratgeber
Neuer Test: Frühzeitige Differenzialdiagose der Parkinson-Erkrankung
Gegen das Zittern: Parkinson- und essentiellen Tremor mit Ultraschall behandeln…