Orion Pharma führt neues Basis-Sedativum dexdor® ein

Kooperative und komfortable Sedierung auf der Intensivstation

Hamburg (1. November 2011) – Mit der Einführung von dexdor® (Wirkstoff Dexmedetomidin) etabliert Orion Pharma einen neuen Standard in der Sedierungspraxis: die kooperative, kommunikative Sedierung. Aufgrund des besonderen pharmakologischen Profils des hoch-selektiven Alpha2-Antagonisten sind Patienten leicht erweckbar, orientiert und jederzeit ansprechbar. Damit erfüllt dexdor® viele der seit Jahren von Intensivmedizinern und Pflegekräften formulierten Anforderungen an eine neue Sedierungsoption auf der Intensivstation und legt die Grundlage für einen aktiven Beitrag des Patienten zum effektiven Therapiemanagement, eine frühere Extubation und kürzere Beatmung.

Anwendungsgebiet von dexdor® ist die Sedierung von erwachsenen Intensivpatienten, die eine Sedierungstiefe benötigen, die eine Erweckbarkeit durch verbale Stimulation noch erlaubt (RASS 0 bis -3). dexdor® versetzt Intensivpatienten zuverlässig, gut steuerbar (lineare Pharmakokinetik) und ohne Atemdepression in eine dem physiologischen Schlaf nahe Sedierung und hat darüber hinaus anxiolytische, hypnotische und analgetische Eigenschaften.

„Die Sedierungspraxis auf der Intensivstation ist schon seit einigen Jahren im Umbruch. Die heutige Empfehlung lautet, Patienten nur so weit zu sedieren, dass die Behandlung angst- und stressfrei möglich ist. Eine Substanz, die den Stress schnell und zuverlässig nimmt, zielgenau sediert, aber nicht atemdepressiv wirkt, wird die Steuerung auf der Intensivstation deutlich vereinfachen“, so Prof. Dr. Frank Wappler von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Witten/Herdecke-Köln.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Zulassungsbehörde EMA hatte im September die europäische Zulassung zur Vermarktung des Präparates u. a. in Deutschland und Österreich erteilt (in den USA ist das Präparat unter dem Handelsnamen Precedex® seit dem Jahr 2000 verfügbar). Grundlage der europäischen Zulassung bilden zwei randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studien, die zwischen 2007 und 2010 mit knapp 1.000 Patienten europaweit in 77 Zentren durchgeführt wurden. Darin wurde Dexmedetomidin für die leichte bis mittlere Sedierung beamteter Patienten mit Vergleichspräparaten (Midazolam bei MIDEX, Propofol bei PRODEX) verglichen. Kombinierter primärer Endpunkt war die Vergleichbarkeit von Dexmedetomidin in Bezug auf die Erhaltung einer Sedierungstiefe RASS 0 bis -3 sowie die Verkürzung der Beatmungsdauer gegenüber den entsprechenden Präparaten.

Sekundäre Endpunkte waren die Bewertung der Kommunikationsfähigkeit der Patienten durch Pflegekräfte und die Länge des Aufenthalts auf der Intensivstation. Dexmedetomidin erwies sich in beiden Studien als ebenso effektiv bei der Erhaltung der Sedierungstiefe. Außerdem verkürztees die Zeit bis zur Extubation gegenüber dem derzeitigen Sedierungsstandard (Propofol bzw. Midazolam). Mit Dexmedetomidin sedierte Patienten waren darüber hinaus deutlich kommunikativer und kooperativer. Die Länge des Intensivaufenthaltes konnte im Trend verkürzt werden.

Für Dr. Gabriele-Cornelia Fox von Orion Pharma haben PRODEX und MIDEX vor allem deutlich gemacht, dass „dexdor® die Zusammenarbeit zwischen Arzt, Pflegekraft und Patient nachhaltig vereinfacht und damit einen wesentlichen Beitrag zu einem deutlich höheren subjektiven Patientenkomfort leistet. Damit erfüllt es alle Anforderungen an ein innovatives, zeitgemäßes Basis-Sedativum“.

Dr. Ulf Günther, Oberarzt der Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Bonn, setzt Dexmedetomidin bereits seit mehreren Jahren mit großer Zufriedenheit ein. Gute Erfahrungen hat er unter anderem bei schwierig zu entwöhnenden Patienten gemacht, etwa nach einer Herz- oder Lungenoperation. Neben dem leichten Handling und der zuverlässigen Wirkung ist dexdor® für ihn insbesondere wegen seiner kommunikativen Qualitäten das Analgosedativum der Wahl bei leichter bis mittlerer Sedierungstiefe. „Bei einer Sedierung bis RASS -2 wirken die Patienten äußerlich genauso sediert wie bei Midazolam. Wenn man sie dann anspricht oder berührt, sind sie aber ganz ruhig, nie agitiert und oft völlig klar.“

 
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Über Orion

Orion ist ein innovatives europäisches Pharma- und Diagnostikunternehmen. Orion entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Human- und Tierarzneimittel, pharmazeutische Reagenzien und diagnostische Testverfahren. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt in den Bereichen Zentrales Nervensystem (Stalevo®, Comtess®), Krebs, Intensivmedizin (SIMDAX®) und Atemwege (Easyhaler®). Die Unternehmensaktivitäten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten werden von Hamburg aus gesteuert.

Der Konzernumsatz betrug im Jahr 2010 EUR 850 Mio. Das Unternehmen investierte EUR 85 Mio. in Forschung und Entwicklung. Ende 2010 waren rund 3.100 Mitarbeiter bei Orion beschäftigt, davon 2.450 in Finnland und 650 in anderen Ländern. Orion ist an der NASDAQ gelistet (Nasdaq OMX Helsinki: ORNAV und ORNBV). Weitere Informationen dazu unter www.orion.fi/en .

 


 

Quelle: Orion Pharma, 01.11.2011 (tB).

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