Osteoporose

IQWiG legt vorläufige Ergebnisse von Leitlinien-Recherche vor

 

  • Empfehlungen decken fast alle Versorgungsaspekte ab, nur Reha fehlt
  • Institut bittet um Stellungnahmen

 

Köln (3. November 2015) – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 2. November 2015 die vorläufigen Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Indikation Osteoporose veröffentlicht. Ziel des Berichts ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose von Bedeutung sein könnten. Bis zum 30. November können interessierte Personen und Institutionen zu diesem Vorbericht Stellungnahmen abgeben.



Schwerpunkt liegt auf Arzneimitteltherapie

In ihre Auswertung konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insgesamt elf Leitlinien einbeziehen, wovon eine aus Deutschland stammt. Mit Ausnahme der Rehabilitation sind darin alle Versorgungsaspekte abgedeckt.

Neun Leitlinien beschäftigen sich mit der Diagnose und Therapie der Osteoporose, wovon wiederum sechs zudem die Prävention thematisieren. Drei Leitlinien fokussieren auf spezifische Aspekte, wie etwa eine Leitlinie aus Großbritannien, die sich ausschließlich der Beurteilung des Frakturrisikos bei Risikopatienten widmet.

Die mit Abstand meisten Empfehlungen gibt es zur Arzneimitteltherapie. Allerdings sind einige der empfohlenen Medikamente für die Indikation Osteoporose in Deutschland nicht oder nur eingeschränkt zugelassen.


Zum Ablauf der Berichtserstellung

Den vorläufigen Berichtsplan für dieses Projekt hatte das IQWiG im Januar 2015 vorgelegt und um Stellungnahmen gebeten. Diese wurden zusammen mit einer Würdigung und dem überarbeiteten Berichtsplan im April 2015 publiziert. Stellungnahmen zu dem jetzt veröffentlichten Vorbericht werden nach Ablauf der Frist gesichtet. Sofern sie Fragen offen lassen, werden die Stellungnehmenden zu einer mündlichen Erörterung eingeladen.

 

 

Weitere Informationen

 

 

 


Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), 03.11.2015 (tB).

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