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PAH: Actelion führt Opsumit in Deutschland ein. Actelion Ltd (SIX: ATLN) gab heute bekannt, dass nach Erteilung der Zulassung durch die EU-Kommission Opsumit® ab 1. Februar 2014 verschreibenden Ärzten in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Opsumit (Macitentan) erhielt am 20. Dezember 2013 die Marktzulassung der Europäischen Kommission für die Langzeitbehandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) in der EU. Opsumit ist für die Langzeitbehandlung von PAH bei erwachsenen Patienten in WHO-Funktionsklasse II bis III sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit anderen Medikamenten zugelassen. Photo: ActeilonPAH

Actelion führt Opsumit in Deutschland ein

 

Allschwil/Basel, Schweiz (31. Januar 2014) – Actelion Ltd (SIX: ATLN) gab heute bekannt, dass nach Erteilung der Zulassung durch die EU-Kommission Opsumit® ab 1. Februar 2014 verschreibenden Ärzten in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Opsumit (Macitentan) erhielt am 20. Dezember 2013 die Marktzulassung der Europäischen Kommission für die Langzeitbehandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) in der EU. Opsumit ist für die Langzeitbehandlung von PAH bei erwachsenen Patienten in WHO-Funktionsklasse II bis III sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit anderen Medikamenten zugelassen.

 

Die Wirksamkeit wurde in einer PAH-Population nachgewiesen, die Patienten mit idiopathischer oder erblich bedingter PAH, PAH infolge von Bindegewebserkrankungen sowie PAH aufgrund angeborener, korrigierter einfacher Herzfehler umfasste.

 

Prof. Dr. med. Ardeshir Ghofrani, Universitätsklinikum Giessen, kommentierte: "In der Langzeit-Phase-III-Studie zu PAH, SERAPHIIN, verringerte Macitentan das Risiko für den kombinierten Morbiditäts-/Mortalitätsendpunkt im Vergleich zu Plazebo sowohl bei neu diagnostizierten Patienten als auch bei Patienten, die bereits eine PAH-spezifische Grundmedikation erhielten."

 

In der SERAPHIN-Studie senkte die Behandlung mit Macitentan 10 mg das Risiko des kombinierten Morbiditäts-/Mortalitätsendpunkts gegenüber Plazebo um 45% (Hazard-Ratio [HR] 0,55; 97,5% Konfidenzintervall: 0,39 bis 0,76; Logrank p < 0,0001). Bei Patienten, die bereits mit einer PAH-spezifischen Grundmedikation behandelt wurden, verringerte die Therapie mit Macitentan 10 mg das Risiko für den kombinierten Morbiditäts-/Mortalitätsendpunkt im Vergleich zu Plazebo um 38% (Hazard-Ratio [HR] 0,62; 95% Konfidenzintervall: 0,43 bis 0,89; Logrank p=0,0094).

 

Es konnte auch aufgezeigt werden, dass Macitentan 10 mg das Risiko von Tod oder Spitaleinweisung aufgrund von PAH bis zum Studienende um 50% reduzierte (Hazard-Ratio 0,50; 97,5% Konfidenzintervall: 0,34 bis 0,75; Logrank p<0,0001). Macitentan 10 mg verbesserte zudem die mittels SF-36-Fragebogen erfasste Lebensqualität.

 

Otto Schwarz, Chief Operating Officer von Actelion, kommentierte: "Nach der sehr positiven Einführung von Opsumit in USA bin ich sehr erfreut bekanntzugeben, dass Opsumit nun den Patienten in Deutschland, dem grössten europäischen Markt, zur Verfügung stehen wird."

 

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Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Opsumit waren Nasopharyngitis (Entzündungen des Nasenraums) (14,0%), Kopfschmerzen (13,6%) und Anämie (13,2%). Die Mehrheit der Nebenwirkungen war schwach bis mässig ausgeprägt.

 

 

 

 

ÜBER OPSUMIT® (MACITENTAN)

 

Opsumit (Macitentan) ist ein neuartiger dualer Endothelin-Rezeptor-Antagonist (ERA), der aus einem zielgerichteten Entdeckungsprozess mit dem Ziel hervorgegangen ist, einen auf Wirksamkeit und Sicherheit ausgerichteten ERA zu entwickeln.[2,3]  

 

 

ÜBER DIE SERAPHIN-STUDIE

 

SERAPHIN (Study with an Endothelin Receptor Antagonist in Pulmonary arterial Hypertension to Improve cliNical outcome – Studie mit einem Endothelin-Rezeptor-Antagonisten bei pulmonaler arterieller Hypertonie zur Verbesserung der klinischen Ergebnisse) war die bisher grösste randomisierte, kontrollierte Langzeitstudie bei PAH-Patienten mit einem klar definierten primären Morbiditäts-/Mortalitätsendpunkt.[2] Die zulassungsentscheidende Phase-III-Studie war darauf ausgelegt, die Wirksamkeits- und Anwendungssicherheit von Macitentan (Opsumit®), einem neuartigen, aus einem zielgerichteten Forschungsprozess hervorgegangenen, dualen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, zu evaluieren. Als primärer Endpunkt wurde die Zeit bis zum Eintreten des ersten Ereignisses hinsichtlich Morbidität und Gesamtmortalität bei Patienten mit symptomatischer PAH festgelegt.

 

Die globale Patientenrekrutierung war im Dezember 2009 mit insgesamt 742 Patienten abgeschlossen worden. Die Patienten erhielten randomisiert in einem Verhältnis von 1:1:1 entweder zwei verschiedene Dosierungen Macitentan (3mg, bzw. 10mg einmal täglich) oder Plazebo. Die Verabreichung einer PAH-spezifischen Grundmedikation in Form eines PDE-5-Inhibitors oder oraler/inhalierter Prostanoide während der Studie war gestattet. Die ereignisgetriebene (event-driven) Studie wurde in 151 Prüfzentren in fast 40 Ländern in Nord- und Lateinamerika, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Afrika durchgeführt und im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen. Bei 287 Patienten trat ein der Erkrankung zuzuordnendes klinisches Ereignis auf. 

 

 

ÜBER DIE SERAPHIN-STUDIENDATEN

 

Die Patienten wurden in drei Gruppen randomisiert: Plazebo (n=250), Macitentan 3mg (n=250) oder Macitentan 10mg (n=242). Der primäre Endpunkt wurde bei 46,4%, 38,0% und 31,4% der Patienten in der entsprechenden Gruppe erreicht. Das Hazard-Ratio für Macitentan 3mg gegenüber Plazebo lag bei 0,70 (97,5% Konfidenzintervall 0,52 bis 0,96; p=0,0108), das Hazard-Ratio für Macitentan 10mg gegenüber Plazebo lag bei 0,55 (97,5% Konfidenzintervall 0,39 bis 0,76; p<0,0001). Eine Verschlechterung der pulmonalen arteriellen Hypertonie war das beim primären Endpunkt am häufigsten auftretende Ereignis. Die Wirkung von Macitentan auf diesen Endpunkt wurde unabhängig davon beobachtet, ob eine Grundtherapie der pulmonalen arteriellen Hypertonie erfolgte.[3] 

 

 

ÜBER DAS SICHERHEITS- UND VERTRÄGLICHKEITSPROFIL

 

Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Opsumit waren Nasopharyngitis (Entzündungen des Nasenraums) (14,0%), Kopfschmerzen (13,6%) und Anämie (13,2%). Die Mehrheit der Nebenwirkungen war schwach bis mässig ausgeprägt.

 

 

ÜBER DIE ZULASSUNGSANTRÄGE FÜR OPSUMIT (MACITENTAN) BEI DEN GESUNDHEITSBEHÖRDEN

 

Der positive Entscheid der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA über den eingereichten Zulassungsantrag (New Drug Application) für Opsumit (Macitentan) erfolgte am 18. Oktober  2013 für die Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH, WHO-Gruppe I) zur Verzögerung der Krankheitsprogression. Zur Krankheitsprogression zählen: Tod, Beginn einer Behandlung mit intravenös (IV) oder subkutan verabreichten Prostanoiden, Verschlechterung der klinischen Befunde der PAH (Verminderung der Wegstrecke beim 6-Minuten-Gehtest, Verschlechterung der Symptome der PAH sowie Notwendigkeit zusätzlicher Therapie der PAH). Darüber hinaus waren weniger Spitaleinweisungen infolge PAH erforderlich.

 

Die kanadische Gesundheitsbehörde Health Canada erteilte im November 2013 die Zulassung für Opsumit zur Langzeitbehandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH, WHO-Gruppe I) zur Verringerung der Morbidität bei Patienten mit idiopathischer oder erblich bedingter PAH oder PAH infolge Bindegewebserkrankungen oder angeborener Herzkrankheit.

 

Behördliche Prüfungen der Zulassungsanträge laufen in der Schweiz, Australien, Taiwan, Mexiko, Korea und Israel. 

 

 

ÜBER PULMONALE ARTERIELLE HYPERTONIE[4, 5, 6]

 

Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch abnorm hohen Blutdruck in den Arterien zwischen Herz und Lunge der betroffenen Patienten gekennzeichnet ist. Die Symptome von PAH sind unspezifisch und reichen von leichter Atemlosigkeit und Müdigkeit beim Verrichten normaler täglicher Aktivitäten bis hin zu Rechtsherzversagen und schwerwiegender Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit, und schliesslich einer verkürzten Lebensdauer.

 

PAH ist eine Untergruppe der pulmonalen Hypertonie (PH). Hierzu zählen die idiopathische PAH, die erblich bedingte PAH und PAH infolge Bindegewebserkrankungen, HIV-Infektion und angeborener Herzkrankheit.

 

In den letzten zehn Jahren wurden bedeutende Fortschritte im Verständnis der Pathophysiologie der PAH gemacht, die mit der Entwicklung von Behandlungsrichtlinien und neuen Therapien einhergingen. Zu den Arzneimitteln, die auf die drei in die Pathogenese involvierten Signalwege (Pathways) ausgerichtete sind, zählen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERAs), Prostazykline und Phosphodiesterase-5-Inhibitoren. Dank verfügbarer PAH-Therapeutika hat sich die Prognose für PAH-Patienten von einer symptomatischen Verbesserung der Belastungstoleranz vor zehn Jahren hin zu einer verzögerten Krankheitsprogression heute verändert. Ein verbessertes Verständnis der Krankheit und evidenzbasierte Richtlinien, die anhand der Erkenntnisse aus randomisierten klinischen Studien entwickelt wurden, legen eine frühzeitige therapeutische Intervention, eine zielgerichtete Behandlung und eine Kombinationstherapie nahe.

Die Überlebensraten bei PAH sind viel zu niedrig, und die Krankheit ist nach wie vor nicht heilbar.

 

 

Literaturhinweise  

  1. Pulido T et al. Macitentan and Morbidity and Mortality in Pulmonary Arterial Hypertension. N Engl J Med 2013;369:809-18.
  2. Bolli MH et al. The Discovery of N-[5-(4-Bromophenyl)-6-[2-[(5-bromo-2-pyrimidinyl)oxy]ethoxy]-4-pyrimidinyl]-N’-propylsulfamide (Macitentan), an Orally Active, Potent Dual Endothelin Receptor Antagonist. J Med Chem. 2012; 55:7849-61.
  3. Iglarz M. et al. Pharmacology of macitentan, an orally active tissue targeting dual endothelin receptor antagonist. J Pharmacol Exp Ther. 2008;327(3):736-745.
  4. Proceedings of the 4th world symposium on pulmonary hypertension. J Am CollCardiol 2009;54(1 Suppl).
  5. Galiè N, Hoeper MM, Humbert M, et al; ESC Committee for Practice Guidelines (CPG). Guidelines for the diagnosis and treatment of pulmonary hypertension: the Task Force for the Diagnosis and Treatment of Pulmonary Hypertension of the European Society of Cardiology (ESC) and the European Respiratory Society (ERS), endorsed by the International Society of Heart and Lung Transplantation (ISHLT). Eur Heart J 2009;30:2493-537.
  6. Benza RL, Miller DP, Barst RJ, Badesch DB, Frost AE, McGoon MD. An evaluation of long-term survival from time of diagnosis in pulmonary arterial hypertension from REVEAL. Chest 2012;142:448-56.

 

Actelion Ltd.

 

Actelion Ltd. ist ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Medikamente für Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf konzentriert.

 

Actelion ist wegweisend auf dem Gebiet der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH). Unser PAH-Portfolio deckt das Krankheitsspektrum der WHO-Funktionsklassen II  bis IV ab und umfasst Medikamente zur oralen, inhalierbaren und intravenösen Therapie. Actelion verfügt zudem über behördlich zugelassene, jedoch nicht in allen Ländern erhältliche Therapien für eine Reihe von Krankheiten, die durch Spezialisten behandelt werden. Hierzu zählen Typ-1-Gaucher-Krankheit, Niemann-Pick-Krankheit Typ C, digitale Ulzerationen bei Patienten mit systemischer Sklerose sowie Mycosis fungoides bei Patienten mit kutanem T-Zell-Lymphom. 

 

Das Unternehmen wurde Ende 1997 gegründet und beschäftigt inzwischen über 2.400 engagierte Fachkräfte. Actelion ist in allen wichtigen Märkten der Welt präsent, darunter den Vereinigten Staaten, Japan, China, Russland und Mexiko. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Allschwil / Basel, Schweiz. 

 

Actelion Aktien werden an SIX Swiss Exchange als Titel des Blue-CHip-Index SMI (Swiss Market Index SMI®) gehandelt (Symbol: ATLN). Alle Markennamen sind rechtlich geschützt.

 


 

Quelle: Actelion Ltd., 31.01.2014 (tB).

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