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Ehrenamtliche Hospizarbeit vielfältiger und offener gestalten

Berlin (11. Oktober 2019) -- Diakonie-Präsident Ulrich Lilie fordert dazu auf, ehrenamtliches Engagement in der Hospizarbeit so zu gestalten, dass sich noch mehr unterschiedliche Menschen auf vielfältige Weise engagieren - und damit noch mehr unterschiedliche Menschen ansprechen.


"Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger und bunter. Dies muss sich auch in unserem Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen widerspiegeln", sagt Lilie. Anlass ist der Welthospiztag am 12. Oktober, der dieses Jahr unter dem Motto "Buntes Ehrenamt Hospiz" steht. Denn: Hospizarbeit wird auch heute noch maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen. Allerdings, so Ergebnisse einer durch den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. geförderten Studie, ist die ehrenamtliche Hospizarbeit sehr homogen: Die ehrenamtlich Engagierten in der Hospizarbeit sind vorwiegend weiblich, aus der Mittelschicht und in der späten Erwerbs- oder Nacherwerbsphase. Auch die Menschen, die im Sterben begleitet werden, kommen überwiegend aus der gesellschaftlichen Mitte.

"Hospizarbeit als Unterstützungsangebot sollte jedem Menschen offenstehen. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass jeder Mensch in seiner letzten Lebensphase die Unterstützung bekommt, die er benötigt und sich wünscht. Dazu müssen wir die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Menschen mit unterschiedlichem sozialen Status, ethnischer Herkunft, Erwerbsstatus und Bildungsgrad ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagieren können - und das auf ganz vielfältige Weise", sagt Diakonie-Präsident Lilie. Dazu gehörten, neben den in der Sterbebegleitung ehrenamtlich Engagierten, auch Menschen, die die Hospizarbeit dadurch unterstützen, dass sie in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv sind, sich in den Vorständen von Hospizvereinen betätigen oder den Hauswirtschafts- oder Verwaltungsbereich stationärer Hospize unterstützen, so Lilie.

"Hospizarbeit ist ohne das große Engagement der vielen ehrenamtlich engagierten Menschen nicht denkbar. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass schwerstkranke und sterbende Menschen an ihrem Lebensende das bekommen, was sie am meisten brauchen: Das Gefühl, dass jemand für sie sorgt und ihnen beisteht, dass jemand einfach ´da` ist", sagt Lilie. "Ehrenamtlich Engagierte bringen nicht nur Würde und Alltäglichkeit in eine durch Krankheit bestimmte Lebenswelt der Betroffenen - sie bauen auch Brücken zurück in die Gesellschaft."



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Quelle: Diakonie Deutschland, 11.10.2019 (tB).