MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

RoACTEMRA – Wirksamkeit neu definiert!

 

Von PD Dr. med. Andrea Rubbert-Roth

 

Abb. oben: T-Zelle.Köln (11. Februar 2009) – Die Rheumatoide Arthritis (RA) zählt zu den häufigsten Autoimmunerkrankung in den westlichen Entwicklungsländern. Man schätzt, dass weltweit ca. 0,5 % bis 1 % der Bevölkerung betroffen sind, das sind in Deutschland derzeit zirka 800.000 Betroffene. Frauen sind rund dreimal häufiger betroffen als Männer.

Die RA ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenkinnenhaut, die, insbesondere wenn sie spät erkannt und nicht ausreichend behandelt wird, durch die fortschreitende Gelenkzerstörung zu Behinderung und Erwerbsunfähigkeit führen kann. Die RA hat somit weitreichende Folgen, nicht nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Gesellschaft.

 

Trotz der deutlich besseren Behandlungsmöglichkeiten der letzten Jahre, besteht weiter eine Notwendigkeit zur Entwicklung neuer Substanzen, weil ein großer Teil der Patienten nicht ausreichend auf die zugelassenen Therapien anspricht oder diese nicht verträgt.

 

Mit der Zulassung von Tocilizumab (RoActemra®) in Deutschland seit Januar 2009 steht nun ein neuer, innovativer Behandlungsansatz zur Verfügung.

 

Die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von RoActemra® wurde in dem bisher umfassendsten klinischen Zulassungsprogramm mit fünf Phase-III-Studien und mehr als 4.200 Patienten aus 41 Ländern, darunter die USA sowie verschiedene Länder Europas inklusive Deutschland untersucht.

 

RoActemra® ist in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung Erwachsener mit aktiver RA, die unzureichend auf eine vorausgegangene Behandlung mit einem oder mehreren Rheuma-Basismedikamenten (= krankheitsmodifi-zierende Antirheumatika, DMARDs) oder Therapien mit Anti-Tumornekrosefaktor (TNF)-Präparaten angesprochen oder diese nicht vertragen haben zugelassen.

 

Bei beiden Gruppen von Patienten zeigte RoActemra® eine signifikante Überlegenheit gegenüber der Kontrollgruppe in Kombination mit MTX bzw. anderen DMARDs. Die Überlegenheit zeigte sich im Ansprechen nach ACR-, EULAR- und DAS28-Kriterien. Bei rund einem Drittel der Patienten wurde, unabhängig der Vortherapie und Krankheitsdauer, eine vollständige Krankheitsremission (DAS28 <2,6) erzielt.

 

Besonders erwähnenswert ist es, dass RoActemra® auch als Monotherapie verabreicht werden kann, da die Substanz in den Studien einer MTX-Monotherapie deutlich überlegen war.

 

Neben den klinischen Zeichen der RA wie Schwellung und Schmerzen der Gelenke, vermag RoActemra® auch Begleitsymptome, wie Fatigue und Anämie zu bessern. Erste Daten aus Studien belegen auch die Wirksamkeit von RoActemra® auf die radiologische Progression bei der RA. Insgesamt war die Substanz in den Studien gut verträglich, es traten keine gehäuften oder unerwarteten Nebenwirkungen gegenüber der Standardtherapie mit DMARDs auf.

 

 

Download

 

Folien zum vortrag_rubbert-roth.pdf vortrag_rubbert-roth.pdf (621.17 KB)

 

Abb. oben: T-Zelle.

 


 

Quelle: Einführungspressekonferenz der Firmen Roche Pharma und Chugai Pharma zum Thema „Intelligente Therapie der Rheumatoiden Arthritis. RoACTEMRA® – ein innovatives First-Line-Biologikum“ am 11.02.2009 in Köln (medical relations).

MEDICAL NEWS

Perinatal patients, nurses explain how hospital pandemic policies failed them
Johns Hopkins Medicine expert creates comprehensive guide to new diabetes…
An amyloid link between Parkinson’s disease and melanoma
Ultrasensitive, rapid diagnostic detects Ebola earlier than gold standard test
Paranoia therapy app SlowMo helps people ‘slow down’ and manage…

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…
Typ-2-Diabetes: Vorteil mit Toujeo® in der Einstellphase – Geringeres Hypoglykämierisiko…
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie
Wie neuartige Erreger die Entstehung von Darmkrebs verursachen können
Onkologische Pflegekräfte entwickeln Hörspiel für Kinder: Abenteuer mit Alfons
Krebsüberleben hängt von der Adresse ab

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung
Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…