Pflege aktuell

WHO Poster Pflegende Hebammen 2019 klDBfK

WHO-Poster zu Rolle und Potenzial von Pflegenden und Hebammen

Berlin (12. September 2019) -- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Pflege und die weltweite Situation in den Pflegeberufen vorrangig auf ihre Agenda genommen. Ihr Ziel ist es, alles daran zu setzen, dass professionell Pflegende in den jeweiligen Settings ihrer Tätigkeit gestärkt und unterstützt werden, weil sie eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung spielen. Hintergrund dieser WHO-Strategie ist das Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ für die Region Europa der WHO.

AWO zum Aktionstag Pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige endlich spürbar entlasten!

Berlin (6. September 2019) -- Wer Angehörige pflegt, bringt in der Regel viele Opfer. Dass es so ist, liegt auch an der unzureichenden Entlastung pflegender Angehöriger. Fast fünf Millionen Menschen in Deutschland sorgen für pflegebedürftige Angehörige. Davon sind zwei Drittel Frauen, die üblicherweise sowieso schon stärker durch Vereinbarkeitsfragen belastet sind als Männer. Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Pflegende Angehörige“ am 9. September fordert die AWO deshalb deutlich mehr Unterstützung und angemessene Entlastungsleistungen.

Pflegetag Niedersachsen

Krankenhäuser müssen Magneten für beruflich Pflegende werden

Hannover (20. August 2019) -- „Magnet Hospitals“ könnten zum Gelingen einer zukunftsfähigen Patientenversorgung beitragen Die Krankenhausversorgung in Deutschland befindet sich in einem kritischen Zustand. Stationsschließungen und die Gefährdung einer sicheren und flächendeckenden Versorgung sind bereits eingetreten oder stehen kurz bevor. Zur Lösung des Problems könnte die Etablierung von „Magnet Hospitals“ beitragen, welche die Rolle beruflich Pflegender im Krankenhaus gezielt fördern. DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner präsentierte das Konzept am 20.08.2019 auf dem Pflegetag Niedersachsen 2019.

Innovationsfonds

Innovationsausschuss des G-BA entscheidet über Förderung von 59 weiteren Projekten zur Versorgungsforschung

Berlin (16. August 2019) – Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag die Förderung weiterer Projekte zur Versorgungsforschung beschlossen. Auf die fünf Förderbekanntmachungen vom Herbst 2018 sind insgesamt 197 Projektanträge eingegangen. Den Antragstellern werden nun die Begutachtungs-​ und Bewertungsergebnisse des Expertenbeirats und des Innovationsausschusses mitgeteilt. Die Förderbescheide werden nach dem Ablauf der verbindlichen Rückmeldefrist erstellt und versendet.

Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur

Ausländische Pflegefachpersonen in deutschen Einrichtungen begrüßen

Frankfurt am Main (15. August 2019) – Hessisches Institut für Pflegeforschung erarbeitet Qualifizierungskonzept und Empfehlungskatalog zur Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur, die auf die Gestaltung eines wechselseitigen Integrationsprozesses setzt. „Um den Pflegenotstand in Deutschland einzudämmen, erweist sich die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte als ein wichtiges Instrument. Dabei wird deren Integration in das vorhandene Team entscheidend sein“, fasst Prof. Dr. Ulrike Schulze, Professorin für Pflegewissenschaft/Klinische Pflege an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Geschäftsführerin des Hessischen Instituts für Pflegeforschung (HessIP), zusammen. Deshalb führt das HessIP mit Sitz an der Frankfurt UAS seit 2015 das Forschungsprojekt TransCareKult im Hessischen Landesnetzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ durch.

G-BA: Veranlasste Leistungen

Häusliche Krankenpflege: Versorgungsangebot für Wundbehandlung wird gestärkt

Berlin (15. August 2019) – Patientinnen und Patienten mit chronischen und schwer heilenden Wunden wird zukünftig ein bedarfsgerechteres Leistungsangebot der häuslichen Krankenpflege zur Verfügung stehen. Die derzeitigen Leistungen zur Wundversorgung wurden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst, neu strukturiert und um klarstellende Angaben zur Dauer und Häufigkeit der Maßnahmen ergänzt. Neben den verbesserten Leistungsansprüchen hat der G-BA am Donnerstag in Berlin auch die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen beschlossen. Insbesondere mit folgenden Änderungen der Häusliche Krankenpflege-​Richtlinie (HKP-​RL) wird den Besonderheiten der Versorgung von chronischen und schwer heilenden Wunden Rechnung getragen:

dgatp logoPositionspapier der Deutschen Fachgesellschaft Aktivierend-therapeutische Pflege e.V. (DGATP)

Beziehungsarbeit in Bezug zu den Pflegepersonaluntergrenzen

Berlin (15. August 2019) -- Die Aktivierend-therapeutische Pflege (ATP) ist ein ressourcenorientierter pflegerischer Ansatz mit den Handlungsschwerpunkten: Aspekte der Beziehungsarbeit, Bewegung und daraus folgend die Selbstversorgung. Aus Anlass der Diskussion um die Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) möchte die Deutsche Fachgesellschaft Aktivierend-therapeutische Pflege e.V. aus ihrer Perspektive Position zum zentralen Handlungsschwerpunkt der Beziehungsarbeit einnehmen. Zum einen spart die aktuelle Diskussion die Beziehungsarbeit durch Pflegende aus, obwohl sie ein Schlüsselelement der pflegerischen Unterstützung ist. Zum anderen wurde zur Ermittlung der PPUG ausschließlich auf quantitative Daten wie z.B. Abrechnungsdaten aus den Krankenhäusern verwiesen ohne zu berücksichtigen welche qualitativ hochwertigen Interventionen im Bereich Beziehungsarbeit erbracht werden.

DZHIDischarge Heart Failure Nurse

„Entlass-Schwester“ koordiniert die Nachsorge

Würzburg (7. August 2019) -- Mit fast 400.000 Fällen pro Jahr ist die Herzinsuffizienz die häufigste Diagnose, die hierzulande zu Krankenhauseinweisungen führt. Das Risiko erneut hospitalisiert zu werden ist trotz therapeutischer Fortschritte extrem hoch. Um dem entgegen zu wirken und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, startet am Uniklinikum Würzburg jetzt ein Pilotprojekt namens Discharge Heart Failure Nurse. Eine speziell ausgebildete Herzinsuffizienz-Pflegekraft schult die Patienten und managt sowohl die Entlassung als auch die Zuweisung zum Haus- und Facharzt für die poststationäre Weiterversorgung. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke gefördert.

BMG

Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne für neue Pflegeausbildung veröffentlicht

  • Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildungen erhalten konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der neuen Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz

Berlin (1. August 2019) -- Ein wichtiger nächster Schritt zur neuen Ausbildung: Für die Anfang 2020 beginnenden neuen Pflegeausbildungen stehen die Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne ab sofort zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Rahmenpläne heute veröffentlicht. Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildungen erhalten damit konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der neuen Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz.

Empfehlung des BfArM

Nicht ausreichende Kennzeichnung von Sprechventilen

Bonn (31. Juli 2019) -- Im Rahmen der Mitwirkung in Ausschüssen im Deutschen Institut für Normung e.V (DIN) wurde dem BfArM bekannt, dass Zubehör für tracheostomierte Patientinnen und Patienten normativ zurzeit unzureichend beschrieben ist. Der deutsche Normungsausschuss für Medizinprodukte für das Atemwegssystem bemüht sich aktuell um eine Normerstellung auf internationaler Ebene bezüglich des Tracheostomiezubehörs. Insbesondere die hinweisende Sicherheit zu sogenannten Sprechventilen finde durch fehlende, normative Regulation zurzeit wenig Anwendung.

Cover c6302e85ab21cc9g6b38c37dac28f0e5Neu vom Primary Nursing -Netzwerk

"Primary Nursing – Muster des Gelingens"

Berlin (16. Juli 2019) – Eine Arbeitsgruppe des Netzwerks hat erfolgreiche Strategien für die Umsetzung und Verstetigung des Pflege-Organisationskonzepts Primary Nursing zusammengetragen und bewertet. In dem Impulspapier werden praxistaugliche Empfehlungen und Tipps für alle Settings der Pflege gegeben. Was hat sich bewährt? Welche Vorgehensweisen sind zu empfehlen? Welche Missverständnisse können auftreten und wie lassen sie sich vermeiden? Die Expertinnen und Experten des Deutschen Netzwerks Primary Nursing bieten kollegiale Beratung.

DBfK

ICN-Positionspapier ‚Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte‘ jetzt in deutscher Übersetzung

Berlin (10. Juli 2019) -- Gefährliche Implantate, instabile Endoprothesen, verunreinigte Arzneimittel, gestreckte Wirkstoffbeimengungen, bedrohliche Lieferengpässe – die Liste der Probleme mit Medizinprodukten wird auch im deutschen Gesundheitssystem allmählich immer länger. Aus diesem Grund hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) jetzt ein kürzlich erschienenes Positionspapier des International Council of Nurses (ICN) mit dem Titel „Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte“ ins Deutsche übersetzt und stellt es als Download bereit.

DBfK Nightingale ChallengeDBfK

Aufruf an Arbeitgeber:
Machen Sie mit bei der ‚Nightingale Challenge‘!

Berlin (9. Juli 2019) -- Die Weltgesundheitsorganisation hat 2020 als „Jahr der Pflegenden und Hebammen“ ausgerufen, äußerer Anlass ist der 200. Geburtstag von Florence Nightingale. Und deshalb trägt die Kampagne, die am 28. Juni 2019 beim ICN-Kongress in Singapur gestartet wurde und von Januar bis Dezember 2020 weltweit laufen soll, ihren Namen: THE NIGHTINGALE CHALLENGE. Ihr Ziel ist, eine Generation junger Pflegefachpersonen und Hebammen als Führungskräfte, Praktiker und einflussreiche Interessenvertreter im Gesundheitswesen zu befähigen und zu fördern. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen ausdrücklich dazu auf, diese Gelegenheit zu nutzen und sich an der Initiative aktiv zu beteiligen. Träger der Kampagne sind u.a. die NURSING NOW Initiative und der International Council of Nurses (ICN).

Patientensicherheit

GQMG fordert hohe Sprachkompetenz in der Pflege

Köln (1. Juli 2019) -- Forderungen an die Politik und die Arbeitgeber im Gesundheitswesen stellt die AG „Pflege und Qualität“ der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG) in einem Positionspapier zur Sprachkompetenz in der Pflege. Kommunikation sei entscheidend im Umgang mit Patienten und für die Patientensicherheit. Zunehmend werden Pflegefachpersonen aus dem Ausland angeworben und leisten Unterstützung gegen den Fachkräftemangel. Ihre Sprachkompetenz sollte in einem bundesweit einheitlichen Verfahren geprüft werden, beispielsweise in Verantwortung der neu eingerichteten Pflegekammern. Die deutsche Sprache einschließlich der fachsprachlichen Anforderungen muss durch zertifizierte Schulen unterrichtet und auf anspruchsvollem Niveau geprüft werden. Kranke und pflegebedürftige Menschen haben ein Anrecht auf eine qualitativ hochwertige und sichere Versorgung.

Forschungsprojekt zum Gesundheitswesen der alternden Gesellschaft präsentiert erste Ergebnisse

Pflegegeld für Angehörige findet in Befragung große Zustimmung

Köln (19. Juni 2019) -- Ein „Pflegegeld“ als Lohnersatz für Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, findet große Zustimmung in der Bevölkerung. Ähnlich wie Eltern beim Elterngeld würden berufstätige pflegende Angehörige einen Anspruch auf ein Pflegegeld erhalten. 89 Prozent von etwa 1700 gesellschaftlichen Stakeholdern in verschiedenen Bereichen mit Bezug zum Gesundheitswesen befürworten eine solche Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige. Dies geht aus einer Online-Befragung des Forschungsverbundes „Normen im demographischen Wandel“ hervor, der von der Kölner Ethikerin Professorin Dr. Christiane Woopen geleitet wird.

Konzertierte Aktion Pflege (KAP)

Endlich Hoffnung für die Pflege? KAP bleibt Konkretes vorerst schuldig

Berlin (4. Juni 2019) – Große Erwartungen, insbesondere bei den Angehörigen der Pflegeberufe,  haben die drei Bundesminister Giffey, Heil und Spahn geweckt, als sie vor einem Jahr vor die Hauptstadtpresse traten und den Start der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) verkündeten. Gemeinsam mit Vertretern aus den Ländern, großen Playern, Verbänden und Organisationen der Pflege wolle man für deutliche Verbesserungen der Arbeitssituation von beruflich Pflegenden kümmern. Heute – ein Jahr später – wurden in Berlin die Ergebnisse vorgestellt. „Von einer solch großen Runde mit derart heterogenen Interessen mehr als den kleinsten gemeinsamen Nenner zu erwarten, wäre eine Verkennung politischer Realitäten. Trotzdem liegt gerade in dieser Zusammensetzung der KAP-Arbeitsgruppen eine große Chance, neue Ideen zuzulassen,  innovative Maßnahmen zu entwickeln und frische Denkanstöße zu geben. Ob das gelungen ist, bleibt abzuwarten, erst die Umsetzung und zeitnah spürbare Effekte werden es zeigen können“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

DBfK startet neue Online-Umfrage „Teilzeitarbeit in der Pflege"

Berlin (3. Juni 2019) - Seit 1. Juni ist die neue Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) zu „Teilzeitarbeit in der Pflege“ online. Zum Mitmachen laden wir alle Pflegefachpersonen ein, die in der direkten Pflege tätig sind und entweder in regulärer Teilzeit oder mit einem „Arbeit auf Abruf Vertragsmodell“ arbeiten.