Pflege

ZDD.U.T-Report

Neuer Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2020 vorgestellt

Berlin (23. Januar 2020) – „2020 ist der Beginn eines neuen Jahrzehnts, ein Jahrzehnt, in dem die Digitalisierung in allen Lebensbereichen eine immer stärkere Rolle einnehmen wird“, heißt es im Vorwort zum neuen Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2020 (D.U.T). Was das für die Diabetologie bedeutet und was die aktuellen Entwicklungen und Trends der fortschreitenden Digitalisierung und neuer Technologien sind, darüber gibt der D.U.T-Report 2020 Auskunft. Auch in der zweiten Ausgabe des D.U.T-Reports, der von der BERLIN-CHEMIE AG unterstützt wird und im Verlag Kirchheim erscheint, liefern die Autoren mit neuen Zahlen, Meinungen und Fakten jede Menge Stoff für die aktuelle Diskussion. Vorgestellt wurde der D.U.T-Report 2020 jetzt anlässlich des DiaTecKongresses in Berlin, online abrufbar ist er ab sofort unter www.dut-report.de.

Roboter RealitiJetzt! Schnell! Luft!

Roboter REALITI findet automatisch den richtigen Weg in die Luftröhre

Zürich, Schweiz (23. Januar 2020) -- Die schnelle Intubation kann das Leben eines Patienten retten. Für Ungeübte ist sie jedoch schwierig und zudem nur mit entsprechender Ausbildung erlaubt. Peter Biro, Anästhesiearzt im Universitätsspital Zürich, und Ingenieure des Multi-Scale Robotics Lab der ETH Zürich haben nun ein roboterassistiertes System zur Intubation entwickelt, das weniger erfahrene Ärzte und Retter unterstützt. REALITI findet mit Bilderkennung den Weg in die Luftröhre auch von allein.

csm 20200122 Johanniter Pflegecoach 7f69576bb0Unterstützung von pflegenden Angehörigen

Neues Angebot: der Johanniter-Pflegecoach

Berlin (22. Januar 2020) -- Die Johanniter bieten ab sofort einen weiteren Baustein zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen: kostenlose Online-Pflegekurse durch den Johanniter Pflegecoach. Gemeinsam mit der Töchter & Söhne Gesellschaft für digitale Helfer mbH hat die Johanniter-Unfall-Hilfe dieses Online-Angebot entwickelt, um pflegende Angehörigen und an Pflege Interessierte digital bei der Vorbereitung und Durchführung der Pflege zu Hause zu helfen. Die Johanniter runden damit ihr großes Portfolio zur Unterstützung pflegender Angehöriger durch ein zeitgemäßes digitales Angebot ab, das jederzeit und ortsunabhängig kostenfrei genutzt werden kann.

Die langfristige Dimension

Kognitive Defizite nach Intensivbehandlung

Jena (22. Januar 2020) -- Wer selbst schon einmal intensivmedizinisch behandelt wurde oder wessen Angehörige auf der Intensivstation behandelt wurden, weiß, wie schwer dies ist, aber im besten Falle auch lebensrettend. Doch was kommt danach? Laut medizinischen Studien leiden bis zu 78% aller Patienten nach der Entlassung von einer Intensivstation an Einschränkungen der kognitiven Leistungsfähigkeit – häufig über viele Jahre. Das hat Einfluss auf die Alltagskompetenz und die Lebensqualität der Betroffenen. Was sind die Gründe dafür und lässt sich dem entgegenwirken? Dies ist ein Thema, zu dem Experten auf der ANIM - Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 in Karlsruhe diskutieren werden.

Biomimetisches Hydrogel mit photodynamischer antimikrobieller Wirkung

Licht an für keimfreie Wundauflagen

Frankfurt am Main (17. Januar 2020) -- Nach einer Operation, bei der Behandlung von Wunden oder bei der Gewebezucht sind Infektionen eine gefürchtete Bedrohung, die lebensgefährlich werden kann. Biomimetische Hydrogele mit „eingebauten“ antimikrobiellen Eigenschaften können diese Gefahr deutlich mindern. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellen Wissenschaftler jetzt ein Gel vor, das bei Bestrahlung mit rotem Licht reaktive Sauerstoffspezies erzeugt, die Bakterien und Pilze effektiv abtöten.

Projekt VAFES

Expertenteam entwickelt Diagnosesystem für Parkinson-Patienten

  • Einen „Virtuellen Arm- und Handtest mithilfe von maschinellem Lernen bei neurologischen Bewegungsstörungen“ entwickelt die Hochschule Ruhr West (HRW) und ihre Partner im Forschungsprojekt „VAFES“. Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft und Digitalisierung des Landes NRW, übergab kürzlich den Förderbescheid.


Bottrop (15. Januar 2020) -- Innerhalb des Forschungsprojektes „VAFES“ entwickeln die Hochschule Ruhr West und ihre Partner einen „Virtuellen Arm- und Handtest mithilfe von maschinellem Lernen bei neurologischen Bewegungsstörungen“. Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft und Digitalisierung des Landes NRW, übergab kürzlich den Förderbescheid. Am heutigen Mittwoch fand das Kick-off-Meeting der Projektpartner am HRW Campus statt.

Care Klima Index 2019

Noch kein Silberstreif am Horizont

Berlin (14. Januar 2020) -- Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) bewertet die in Berlin vorgestellten Ergebnisse des neuen Care Klima-Index als durchaus realistisches Stimmungsbild aus der Pflegeszene. „Die von der Politik in Gang gebrachten Veränderungen, um die Arbeitssituation beruflich Pflegender zu verbessern, waren zum Zeitpunkt der Befragung im Herbst 2019 bei den Beschäftigten vor Ort jedenfalls noch nicht angekommen“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

RKI SurveillanceRobert Koch-Institut

Wie Surveillance zum Schutz der Bevölkerungsgesundheit beiträgt

Berlin (13. Januar 2020) -- Seit 2015 wird am Robert-Koch-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine Diabetes-Surveillance für Deutschland aufgebaut. Ein neuer Erklärfilm stellt dar, wie Surveillance zum Schutz der Bevölkerungsgesundheit beiträgt und wie im Forschungsprojekt wesentliche Informationen über das Diabetesgeschehen in Deutschland zusammengeführt und für Gesundheitspolitik, Forschung und Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen aufbereitet werden. Die Diabetes-Surveillance liefert damit eine wichtige Entscheidungshilfe für Maßnahmen, um die Bevölkerung vor Diabetes zu schützen und Menschen mit Diabetes gut zu versorgen.

Sanofi LogoFixkombination aus Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid  zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes

Suliqua® – seit 1. Januar in Deutschland verfügbar

Frankfurt am Main (10. Januar 2020) -- Am 1. Januar 2020 hat Sanofi sein Diabetesportfolio erweitert: Suliqua® – die in Deutschland bisher einzige Fixkombination aus einem Basalinsulin (Insulin glargin 100 Einheiten [E]/Milliliter [ml]) und einem GLP-1-Rezeptoragonisten (Lixisenatid 33 Mikrogramm [µg]/ml).1 Die Fixkombination kann in Kombination mit Metformin bei Menschen mit Typ-2-Diabetes eingesetzt werden, die mit einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) keine zufriedenstellende Blutzuckerkontrolle mehr erreichen.1 

Dysphagie Screening Tool Geriatrie (DSTG) vorgestellt

Zwei Teelöffel Wasser können Leben retten

München (26. Dezember 2019) -- Zwei Teelöffel Wasser und ein Wasserglas – mehr braucht es nicht, um bei hochbetagten Menschen ein erhöhtes Risiko für Schluckstörungen zu erkennen. Diese Erkenntnis hat die Arbeitsgemeinschaft Dysphagie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) just veröffentlicht und ihr Dysphagie Screening Tool Geriatrie (DSTG) vorgestellt. „Wir haben mit einem einseitigen Durchführungsbogen einen sehr praktikablen Schluckstörungstest, gut einsetzbar für geschultes Personal wie z. B. Arzthelferinnen, Pflegekräfte oder Ärzte, entwickelt“, erklärt Dr. Martin Jäger, Leiter der AG Dysphagie und ärztlicher Direktor Geriatrie am Hüttenhospital Dortmund.

Sanofi LogoDiabetes-Highlights 2019

Aktuelle Daten zu den Insulinen Toujeo® und Apidra®
sowie zur Neueinführung von Suliqua® 

Frankfurt am Main (17. Dezember 2019) -- Im Jahr 2019 publizierte Daten untermauern erneut die Evidenz für das Diabetes-Portfolio von Sanofi – unter anderem für das Basalinsulin Toujeo® (Insulin glargin 300 Einheiten/Milliliter [E/ml]) sowie das Mahlzeiteninsulin Apidra® (Insulinglulisin).1-4 Beispielsweise waren die Ergebnisse der Studie EDITION JUNIOR4 die Basis für die am 28. November 2019 von der Europäischen Kommission erteilte Zulassungserweiterung für Insulin glargin 300 E/ml, das jetzt bei Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden kann. Neu eingeführt wurde 2019 der Toujeo® DoubleStar™, ein Fertigpen, der doppelt so viele Insulineinheiten enthält wie der Toujeo® SoloStar®. Gleich zu Jahresbeginn 2020 wird Sanofi außerdem Suliqua® auf den Markt bringen – eine Fixkombination aus dem Basalinsulin Insulin glargin 100 E/ml und dem GLP-1-Rezeptoragonisten Lixisenatid.

Valerius Preis DIVIDIVI

Valerius-Preis würdigt herausragenden Fachartikel über Kinder als Besucher auf Erwachsenen-Intensivstationen

Hamburg/Berlin (5. Dezember 2019) -- Der mit 1.500 Euro dotierte Valerius-Preis der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) geht im Jahr 2019 an Maria Brauchle (Foto) aus Feldkirch in Österreich. Die Diplom-Gesundheits- und Krankenpflegerin mit zahlreichen Weiterbildungstiteln hat den besten Fachbeitrag aus nicht-ärztlichen Berufsgruppen veröffentlicht.

MDS

Menschen mit Demenz verstehen und gemeinsam begleiten

Berlin/Essen (5. Dezember 2019) -- Demenz ist eine der häufigsten Gesundheitsprobleme im Alter und eine der Hauptursachen für Pflegebedürftigkeit. Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Tendenz steigend. Die pflegerische und medizinische Begleitung und Versorgung muss sich auf diese Herausforderung ausrichten. Den Menschen mit Demenz verstehen zu wollen, sollte dabei das Leitbild des Handelns sein. Zudem ist es notwendig, die sektorenübergreifende Vernetzung auszubauen und nicht-medikamentöse Verfahren breiter einzusetzen. Dies sind die Kernpunkte der Grundsatzstellungnahme Demenz, die heute von den Medizinischen Diensten vorgestellt wurde.

Aktualisierungsbedarf bei fast allen Versorgungsaspekten

DMP Diabetes mellitus Typ 2:
IQWiG legt abschließende Ergebnisse aus Leitlinien-Recherche vor

Köln (5. Dezember 2019) -- In Deutschland waren 2015/2016 circa 7,5 Millionen Menschen von Diabetes mellitus (zu 95% Diabetes mellitus Typ 2) betroffen – Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des G-BA aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 untersucht, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus diesen ein Aktualisierungsbedarf der DMP-Anforderungsrichtlinie (DMP A-RL) des Disease-Management-Programms (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 ergibt. Zuletzt hatte das IQWiG im Jahr 2012 geprüft, ob ein Aktualisierungsbedarf an der DMP A-RL vorliegt.

„LONTS“ - Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen

Dt. Schmerzgesellschaft aktualisiert S3-Leitlinie:
„Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen"

Berlin (5. Dezember 2019) -- Unter Federführung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. wurde die S3-Leitlinie „LONTS“ - Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen - unter Beteiligung von 40 Expertinnen und Experten aus 22 Fachgesellschaften sowie unter Mitwirkung von Patientenvertretern überarbeitet. Die konsentierten Arbeitsergebnisse stehen ab heute zur öffentlichen Konsultation auf der Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (www.lonts.de) bereit.

Multiple Sklerose

Schwangerschaft und Stillzeit:
Mit Rebif schnell wirksame MS-Therapie möglich

  • Durch Zulassungsänderung können Schwangere, wenn klinisch indiziert, und Stillende jetzt mit Interferon beta behandelt werden
  • Über 20 Jahre Erfahrung mit Rebif®: früher Wirkeintritt, starke Wirksamkeit und gut charakterisiertes Sicherheitsprofil

Darmstadt/Hamburg (4. Dezember 2019) – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bei der Pressekonferenz „Familienplanung, Schwangerschaft und Stillzeit bei MS: Zulassungsänderung für Interferon beta“ die aktuelle Datenlage vorgestellt. Kinderwunsch ist für viele Frauen mit Multipler Sklerose (MS) ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen eine Therapie. Nach der Zulassungsänderung für Interferone können seit Oktober schwangere und stillende MS-Patientinnen mit Interferon beta behandelt werden, wenn dies klinisch indiziert ist.(1) * Dies ist die erste und bisher einzige zugelassene Therapieoption für diese Patientengruppen.

Geplante Gesetzesänderung zur Organspende

Intensivmediziner stellen neue Richtlinie zur Spendererkennung vor

Berlin (4. Dezember 2019) -- Wegen zu niedriger Spenderzahlen soll die Entnahme von Organen und Gewebe in Deutschland nach Willen der Politik neu geregelt werden. Eine Mehrheit der Intensiv- und Notfallmediziner spricht sich für eine Widerspruchslösung bei der Organspende aus. Die Fachgesellschaft hat 2.433 Mitglieder erreicht und befragt, darunter mehrheitlich Ärzte, Pfleger, Therapeuten und auch Seelsorger.

DBfK unterstützt Forderungen der Arbeits- und Sozialministerkonferenz nach Weiterentwicklung von SGB XI

Berlin (3. Dezember 2019) -- Die 96. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) hat einstimmig die Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und die Begrenzung der Eigenanteile der Pflegebedürftigen gefordert. Diese Forderungen werden vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt und unterstützt.

DBfK

ICN-Position zu Berufsmobilität und ethischer Anwerbung in die Pflege

Berlin (3. Dezember 2019) -- Der weltweite Mangel an Pflegefachpersonen spitzt sich zu. Weil reiche Länder auch Deutschland gleich auf mehreren Kontinenten versuchen, professionell Pflegende abzuwerben, bluten die Gesundheitssysteme etlicher ärmerer Länder buchstäblich aus.

Junge-Pflege-Kongress in Erding: Rechte, Pflichten und Aufgaben der Auszubildenden im Fokus

Praxisschock in der Pflegeausbildung -
"Gute Einarbeitung ist entscheidend"

München (2. Dezember 2019) -- Jung im Beruf, engagiert und voller Ideale und schon kommt der Praxisschock: Angehende Pflegefachpersonen ersetzen aufgrund des Personalmangels in Krankenhäuser und stationären Pflegeeinrichtungen oftmals Fachkräfte, obwohl sie weder richtig eingearbeitet sind noch über Berufserfahrung verfügen. Auszubildende sind dann in vielen Fällen überfordert, überdurchschnittlich oft brechen sie ihre Ausbildung ab. „Darf ich das überhaupt schon und welche Rechte habe ich als Auszubildende/r?“ – Darüber können sich angehende Pflegefachpersonen beim Junge-Pflege-Kongress am Dienstag, 3. Dezember in der Stadthalle Erding informieren. Rund 800 Auszubildende aus ganz Bayern kommen an diesem Tag zusammen.

Ozanimod

Neues zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS)

Berlin (22. November 2019) – MS verläuft in ca. 80% der Fälle schubförmig. Nach über zehn Jahren kann sie aber allmählich in eine chronisch-fortschreitende Form mit kontinuierlich zunehmender Behinderung übergehen, die nicht mehr so gut zu behandeln ist wie die schubförmige Verlaufsform. Verlaufsmodifizierende (immunmodulierende) Dauertherapien können die Krankheitsaktivität reduzieren und die Schubrate erfolgreich senken. Der Übergang in die sekundär progrediente Verlaufsform kann hinausgezögert werden. Mit Ozanimod, einer Weiterentwicklung von Fingolimod, könnte hier künftig ein neues, wirksames, relativ gut verträgliches Präparat zur Verfügung stehen. Zwei Phase-III-Studien wurden erfolgreich abgeschlossen [1, 2].

Deutsches Rotes Kreuz

Viele Pflegekräfte vermissen die gesellschaftliche Anerkennung

Berlin (21. November 2019) -- Knapp 40 Prozent aller Pflegekräfte sind der Ansicht, dass ihre Arbeit von der Gesellschaft nicht ausreichend anerkannt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Roten Kreuzes. „Diese hohe Zahl ist alarmierend. Wir dürfen den Pflegeberuf nicht schlecht reden. Er hat auch sehr schöne Seiten. Wir müssen alles tun, damit die Arbeitsbedingungen besser werden,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Dazu gehöre auch eine bessere Bezahlung. „Aber Geld ist nicht alles. Die Verengung der Debatte um den Fachkräftemangel auf die Tariffrage versperrt den Blick darauf, dass die Arbeitszufriedenheit auch von zahlreichen anderen Faktoren abhängt. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass der Pflegeberuf insgesamt aufgewertet wird“, sagt Hasselfeldt.

DGIIN: „Wirtschaftlicher Druck darf Patientenversorgung nicht gefährden“

Intensiv- und Notfallmediziner schlagen neue Krankenhausfinanzierung vor

Berlin (20. November 2019) – Das derzeitige Abrechnungssystem nach Fallpauschalen führt nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN) zu ökonomischen Fehlanreizen in den Krankenhäusern, welche die Versorgungsqualität beinträchtigen und einer konstruktiven Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems im Wege stehen. Experten der DGIIN haben deshalb Vorschläge erarbeitet, wie das Finanzierungssystem verändert werden könnte, um Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte zu korrigieren.

Neue DDG Patientenleitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“

Was Diabetespatienten beim Autofahren beachten müssen und welche Rechte sie haben

Berlin (20. November 2019) – In Deutschland ist schätzungsweise jeder zehnte Führerscheininhaber von Diabetes betroffen. Die Sorge, die Fahrerlaubnis aufgrund der Erkrankung zu verlieren, ist bei den meisten sehr groß: Viele stoßen auf Probleme mit Behörden und Vorbehalte im privaten sowie beruflichen Umfeld. Die neue Patientenleitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt in patientenverständlicher Sprache den Stand der Wissenschaft und gibt Betroffenen eine Orientierung, wie sie mit ihrem Diabetes sicher am Straßenverkehr teilnehmen können. Denn fast alle Diabetespatienten dürfen aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – sowohl am Steuer eines Privat-PKW als auch beruflich als Taxi-, Bus- oder LKW-Fahrer.

Überflüssige Untersuchungen, unzureichende Therapie

Migränepatienten werden nicht optimal versorgt

Königstein im Taunus (18. November 2019) – Die Therapie von Migränepatienten lässt noch zu wünschen übrig, trotz frei zugänglicher evidenzbasierter Leitlinien [1] für die Behandlung dieser Kopfschmerzerkrankung. Viele Betroffene suchen wegen ihrer Beschwerden gleich mehrere Allgemeinärzte und Spezialisten auf und unterziehen sich oft unnötigen Untersuchungen wie Computertomographien oder Magnetresonanztomographien, ohne dass ihre Beschwerden ausreichend gelindert werden. Das belegen die Ergebnisse einer kürzlich in The Journal of Headache and Pain veröffentlichten Studie, die am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) durchgeführt worden war. „Diese Ergebnisse zeigen den großen Bedarf einer Verbesserung der Migräneversorgung“, so die Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), Privatdozentin Dr. med. Stefanie Förderreuther. Mit dem Ziel, dass alle Patienten, die eine professionelle Therapie benötigen, schnellstmöglich die bestmögliche und angemessene Therapie erhalten, hat die DMKG die bundesweite Initiative »Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen« (www.attacke-kopfschmerzen.de) gestartet.

DIVI, DGIIN und DGAI lehnen Pläne für eine „Nephrologische Intensivmedizin“ entschieden ab

Berlin (12. November 2019) -- Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) plant die Einführung einer Zertifizierung für eine „Nephrologische Intensivmedizin“. In einer Stellungnahme vom 5. November, unterschrieben von den Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), stellen sich die drei Fachgesellschaften diesem Vorhaben entschieden entgegen. Die Pläne der DGfN stünden diametral zur Intensivmedizin als ganzheitliches Behandlungskonzept und reduzierten den Patienten auf ein einzelnes Organ. Die Nephrologen setzen daraufhin jetzt ihre frisch eingeführte Zertifizierung aus – um jedoch im gleichen Atemzug zu erklären „verbunden mit der klaren Absicht, im intensiven Dialog und Austausch mit unseren internistischen und anästhesiologischen Kollegen die Rolle der Nephrologie in der Intensivmedizin zu präzisieren und zu stärken.“ DIVI, DGIIN und DGAI werden deshalb nicht müde zu betonen: Alle trennenden Aspekte in der Versorgung kritisch kranker Patienten sind nicht zielführend!

RKI

Erster Bericht der Nationalen Diabetes-Surveillance

Berlin (12. November 2019) -- Diabetes gehört in Deutschland und in vielen anderen Ländern zu den wichtigsten nichtübertragbaren Krankheiten. Das RKI hat anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November den ersten Bericht der Nationalen Diabetes-Surveillance vorgelegt. Ein Rückgang von Risikofaktoren des Typ-2-Diabetes wie Rauchen und Bewegungsmangel und Verbesserungen in der Versorgungsqualität, hingegen ein Anstieg beim Schwangerschaftsdiabetes – dies sind Beispiele für aktuelle Entwicklungen beim Thema Diabetes.

Herbsttagung der DDG

Fokus „Time in Range“:
Paradigmenwechsel in der Diabetestherapie?

Leipzig (9. November 2019) -- Möglichst optimal eingestellte Glukosewerte stehen in der Regel im Zentrum der Diabetestherapie und im Austausch mit dem Patienten. Durch jüngste Diskussionen und aktuelle Studienergebnisse rückt nun in der Betrachtung von Glukosewerten, neben dem Goldstandard HbA1c, die Time in Range (TiR, dt.: Zeit im Zielbereich) als weiterer Parameter für die Behandlung stärker in das Bewusstsein von Arzt und Patient, denn diese ermöglicht erweiterte Rückschlüsse zur Therapiequalität. Wird damit allmählich ein Paradigmenwechsel in der Diabetestherapie eingeläutet?

Typ-2-Diabetes

Frühzeitige Therapie mit Sitagliptin parallel zur Dosiserhöhung von Metformin

Berlin (8. November 2019) -- In der CompoSIT-M-Studie (Comparison of sitagliptin vs. placebo during metformin uptitration) wurde gezeigt, dass Patienten mit Typ-2-Diabetes von einer frühzeitigen Einleitung der Behandlung mit Sitagliptin (z.B. Xelevia®) bei gleichzeitiger Erhöhung der Metformindosis bis zur maximal tolerierten Dosis (max. 2000 mg täglich) profitieren [1]. Beobachtungen über einen Zeitraum von 20 Wochen zeigten, dass dieser frühzeitig kombinierte Therapieansatz die Erreichung des HbA1c-Zielwertes von < 7% – im Vergleich zur Dosiseskalation von Metformin ohne den Zusatz des DPP-4-Hemmers Sitagliptin – signifikant verbesserte [1]. Die gleichzeitige Gabe von Sitagliptin hatte keine klinischen Auswirkungen auf die Verträglichkeit, d.h., es kam zu keiner signifikanten Zunahme unerwünschter Ereignisse wie Hypoglykämien oder einer Erhöhung des Körpergewichts [1].

Patientenbedürfnisse im Blick

Für eine erfolgreiche Diabetestherapie ist der Weg das Ziel

Leipzig (8. November 2019) -- Die Diagnose Diabetes mellitus kann für die betroffenen Patienten eine komplette Neuordnung ihres Alltags bedeuten. Beginnend mit einer Lebensstilintervention mit mehr Bewegung, Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme bis  hin zu einer lebenslangen Notwendigkeit von einer medikamentösen Therapie. Die Erkrankung stellt hohe Anforderungen an die Betroffenen. Das Symposium „Patient Journey – Diabetes kompakt“ der BERLIN-CHEMIE AG, das im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2019 stattfindet, widmet sich diesen Herausforderungen. Die Experten zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Patienten mit Diabetes erfolgreich auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. 

CHMP empfiehlt Zulassungserweiterung von Insulin glargin 300 E/ml für Kinder und Jugendliche (im Alter von sechs bis 17 Jahren) mit Diabetes

Phase-III-Studie mit Toujeo® bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes zeigt positive Ergebnisse

Frankfurt am Main (6. November 2019) -- Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren mit Typ-1Diabetes erreichten unter Toujeo® (Insulin glargin 300 Einheiten [E]/ml) und unter Insulin glargin 100 E/ml eine vergleichbare Senkung ihres HbA1c-Wertes bei vergleichbarem Hypoglykämierisiko. Dies zeigen Ergebnisse, die im Rahmen der 45. Jahrestagung der International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes (ISPAD) in Boston, Massachusetts, USA, präsentiert wurden.(1)