Pflege

Therapie gegen Schlaflosigkeit gesucht

Würzburg (20. Mai 2020) – Viele Menschen in Deutschland sind von chronischen Schlafproblemen betroffen. Über Wochen, Monate oder sogar Jahre hinweg schlafen sie schlecht ein, wachen häufig auf oder liegen in der Nacht lange wach. Sie empfinden nicht nur das Wachliegen an sich als quälend, sondern leiden auch darunter, dass sie am Tag müde sind, sich schlecht konzentrieren können und am Arbeitsplatz nicht die gewünschte Leistung bringen. Dazu kommt: Wer schlecht schläft, hat ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krankheiten, wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen. Neuere Forschung zeigt sogar, dass Schlafprobleme Auslöser psychischer Störungen – beispielsweise von Depressionen – sein können.

Studie zu den Herausforderungen, Belastungen und Bewältigungsstrategien von Pflegeeinrichtungen veröffentlicht: Bundesweite Befragung

Corona hat die Krise der Pflege noch verstärkt

Köln (13. Mai 2020) -- Leitungskräfte aus deutschen Pflegeeinrichtungen sind vom Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung der Universität zu Köln zu ihren Herausforderungen, Belastungen und Bewältigungsmaßnahmen im Zuge der der Corona-Pandemie befragt worden. Von insgesamt 4.333 per E-Mail angeschriebenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen nahmen 525 Leitungspersonen teil.

Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)

Thromboseprophylaxe und Blutverdünnung müssen stärkere Rolle in der Behandlung von COVID-19-Patienten spielen

Berlin (13. Mai 2020) – Die Ergebnisse einer aktuellen Obduktionsstudie zeigen, dass es bei COVID-19-Patienten zu einer Gerinnungsaktivierung mit einem gehäuften Auftreten von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien kommt. Bei Teilen der untersuchten Verstorbenen ist dies die Todesursache. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) weist vor diesem Hintergrund auf die hohe Bedeutung der Thromboseprophylaxe bei der Behandlung von COVID-19-Patienten hin.

Pflege nach CoronaDBfK-Aktion

#PflegeNachCorona – die Neubewertung der Pflege

Berlin (12. Mai 2020) -- Beruflich Pflegende sind „systemrelevant“ – darüber sind sich Politik und Gesellschaft seit Beginn der Covid-19-Pandemie offenbar einig. Der anfängliche Applaus im Bundestag und auf den Balkonen verklingt jedoch, der angekündigte Pandemie-Bonus wird längst nicht alle professionell Pflegenden erreichen. Von vielen Politikern in Bund und Ländern ist in diesen Wochen der Krise eine Neubewertung des Stellenwerts der Pflegeberufe und die Neujustierung des Gesundheitssystems in Aussicht gestellt worden. Allerdings steht zu befürchten, dass diese Versprechen „nach Corona“ schnell wieder in Vergessenheit geraten. Mit der heute gestarteten Kampagne #PflegeNachCorona fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) von Entscheidern aller Ebenen, dass auf Worte nun auch Taten folgen.

Krankenbett der ZukunftRobotik für die Pflege

Krankenbett der Zukunft

Bremen (30. April 2020) -- Körperliche Belastungen stellen einen der Hauptgründe für Fehlzeiten und Berufsaustritte in der Pflege dar. Um das Personal zu unterstützen und Pflegebedürftigen mehr Selbstständigkeit zu verleihen, arbeiten die zwei Bremer Forschungsbereiche des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe und den Universitäten Oldenburg und Osnabrück an Robotiksystemen und Sensor-Lösungen für Pflegebetten.

COVID-19

Auch schwere Verläufe können erfolgreich intensivmedizinisch therapiert werden

Berlin (29. April 2020) – Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) weist darauf hin, dass auch Menschen wieder vollständig genesen können, deren COVID-19-Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt. Daten des Deutschen Intensivregisters belegen, dass rund 70 Prozent der Patienten die Intensivstation auch wieder verlassen und in der Folge gesunden können. Verantwortlich dafür sind nach Ansicht der Experten die intensivmedizinischen Möglichkeiten und auch die intensive personelle Betreuung der Patienten.

Universität Bremen startet bundesweite Online-Befragung von Pflegeeinrichtungen zur Corona-Pandemie

Bremen (28. April 2020) -- Ein Forschungsteam der Universität Bremen will mit einer breit angelegten Online-Befragung herausfinden, vor welchen Herausforderungen Pflegeeinrichtungen angesichts der Corona-Pandemie stehen und wie sie damit umgehen. Befragt werden mehr als die Hälfte aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Ziel sind Handlungsvorschläge für die Landes- und Bundespolitik.

Corona-Erkrankung

Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

Hohenheim (28. April 2020) -- Patienten mit Fehl- und Mangelernährung haben schlechtere Prognosen, warnen Forscher der Uni Hohenheim. Neuer Ärzte-Leitfaden bündelt Empfehlungen und rät zur Prävention.

Fastenmonat Ramadan

Alte und neue Herausforderung für chronisch Erkrankte während der Corona-Pandemie

Berlin (27. April 2020) – Für die etwa 4,7 Millionen in Deutschland lebenden Muslime hat der Ramadan begonnen. Obwohl Menschen mit chronischen Erkrankungen wie einem Diabetes mellitus von der Pflicht zu fasten befreit sind, machen trotzdem viele von dieser Ausnahme keinen Gebrauch. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) rät Menschen mit Diabetes jedoch, nur unter ärztlicher Begleitung zu fasten – Risikopatienten sollten darauf besser ganz verzichten. Zudem geht während der Corona-Pandemie ein entgleister Diabetesstoffwechsel mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einher.

Neueste Erkenntnisse zur Beatmung von COVID-19-Patienten

Göttingen (24. April 2020) -- Der aktuelle Stand zur Wirksamkeit und Auswirkung von Beatmung bei COVID-19-Patienten ist Thema eines Beitrags im „Journal of the American Medical Association“ (JAMA). JAMA zählt zu den weltweit führenden Wissenschaftsjournalen. In der neuesten JAMA-Ausgabe von Freitag, 24. April 2020, stellen Prof. Dr. Luciano Gattinoni, Universitätsmedizin Göttingen (UMG). und Prof. John J. Marini, Universität Minnesota/USA, in einem „Clinical Update“ bisher vorliegende weltweite Erfahrungen und Daten zusammen. Die Wissenschaftler gehören zu den bekanntesten Experten für Intensivtherapie, Lungenphysiologie und -pathophysiologie und mechanische Beatmung. Prof. Dr. Luciano Gattinoni leitet aktuell als Gastprofessor die Arbeitsgruppe „Akutes Lungenversagen“ an der Klinik für Anästhesiologie der UMG.

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) schlägt Alarm

Helden ohne Schutzschild

Berlin (22. April 2020) -- Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) schlägt Alarm. Intensivbetten sind genügend vorhanden, die Patienten derzeit alle medizinisch gut versorgt. Jetzt geht es um die eigenen Teams, die Pflegekräfte und Ärzte. Sie müssen mit allen Erlebnissen der vergangenen Wochen alleine fertig werden. Denn: In den meisten deutschen Krankenhäusern gibt es keine psychologischen Versorgungsstrukturen für das eigene Personal!

BfArM

Einsatz von Schutzmasken in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Bonn (2. April 2020) -- Das BfArM verweist auf das aktuelle Papier des Krisenstabs zum Einsatz von Schutzmasken in Einrichtungen des Gesundheitswesens, das unter Beteiligung von RKI, BfArM und IFA erarbeitet wurde.

Diakonie Deutschland

Applaus reicht nicht -
Pflegende brauchen endlich genügend Schutzkleidung

Berlin (2. April 2020) -- Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) fordert eindringlich genügend Schutzmaterial für die Altenhilfe, das Gesundheitswesen und Einrichtungen für Behinderte. Auch in der dritten Woche der Corona-Pandemie ist es nicht gelungen, ausreichend Schutzkleidung und Masken für alle Diejenigen zu beschaffen, die sich um besonders hilfebedürftige Menschen kümmern.

Kostenloses Buchpaket zur Unterstützung einer intensivmedizinischen Betreuung von Corona-Patienten

  • Springer unterstützt Intensivstationen mit deutschsprachiger Fachliteratur
  • Freier Zugang zu Büchern aus den Gebieten Intensivmedizin und Pneumologie

Heidelber (2. April 2020) -- Der Wissenschaftsverlag Springer schaltet über seine Plattform SpringerLink (link.springer.com) ein Buchpaket mit deutschsprachigen Lehr- und Fachbüchern aus den Gebieten Intensivmedizin und Pneumologie frei. Die ausgewählten Titel wenden sich an pflegerisches und medizinisches Fachpersonal. Dieses Paket ist ein kostenloses Angebot für klinische Einrichtungen in der aktuellen medizinischen Ausnahmesituation: Der Wissenschaftsverlag möchte Krankenhäuser dabei helfen, sein  Personal so fortzubilden, dass es für die kommenden Wochen ausreichend qualifiziert ist, die vermehrt erwarteten Corona-Patienten mit schwerem Verlauf kompetent zu versorgen.

Table salt large grain V1Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar

Weder der Nutzen noch die potenziellen Risiken salzarmer Kost sind wissenschaftlich gut belegt 

Berlin (31. März 2020) -- Empfehlungen zu Verhaltensänderungen gleich welcher Art sollten stets auf Basis einer wissenschaftlich validen Datenlage erfolgen. In puncto Salzverzehr ist diese bislang nicht gegeben, die vorliegenden Daten sind inkonsistent und die Studien sind mit vielen Mängeln behaftet, so das Resümee eines Gremiums amerikanischer Experten, die im Auftrag des unabhängigen „Institutes of Medicine“ (IOM) die aktuellen Studienergebnisse zusammengetragen, analysiert und bewertet haben. Für allgemeingültige Aussagen wären, so heißt es in der Stellungnahme des IOM weiter, methodisch einwandfreie Studien notwendig.

Ausdauertraining auf dem ErgometerNeues Trainingsprogramm hilft nicht nur Betroffenen

Training lindert Pflegebelastung bei Demenz

Köln (30. März 2020) -- Gezieltes Training im höheren Lebensalter, auch bei vorangeschrittener Demenzerkrankung, erweist sich zunehmend als wichtige Strategie zur Erhaltung der Selbstständigkeit im Alltag und der Förderung der Lebensqualität. Die Forschungsgruppe „Gerontopsychiatrie in Bewegung“ der Deutschen Sporthochschule Köln und der LVR-Klinik Köln entwickelt und analysiert Trainingsprogramme für die Gesundheitsversorgung Älterer mit psychiatrischen Erkrankungen. Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht nur die Patient*innen selbst davon profitieren, auch die Pflegebelastung in der klinischen Demenzversorgung reduziert sich durch ein gezieltes Trainingsprogramm.

bpa

„Gesundheitsbehörde und Gesundheitsämter sind bei Schutzausrüstung in der Pflicht“

  • Der bloße Hinweis auf RKI-Empfehlungen ist keine Antwort auf die Herausforderung

Berlin (30. März 2020) -- Wer Versorgung sichern will, dem muss auch der Schutz der Pflegenden gelingen. Der immense zusätzliche Bedarf führt absehbar zu der Situation, dass die Gefährdung den Einsatz der Pflegekräfte ohne die notwendige Schutzausrüstung nicht mehr erlaubt. Die Hamburger Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Karin Kaiser, erklärt dazu: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, Gesundheitsbehörde und Gesundheitsämter hätten ihre Aufgabe erledigt, wenn sie die Pflegeeinrichtungen regelmäßig darüber informieren, welche insbesondere hygienischen Anforderungen zu beachten seien. Diesen Informationen fehlt meist jeder Hinweis darauf, was zu tun sei, wenn die theoretisch vorausgesetzte und zusätzliche Schutzausrüstung nur eingeschränkt zur Verfügung steht und nicht über bisherige Lieferwege zu beschaffen ist. Hier kann allzu leicht der Eindruck entstehen, zuständige Stellen würden sich absichern wollen, aber die Befassung mit den entscheidenden Fragen unterlassen.“ Die Pflege- und Krankenkassen in Hamburg sind ebenfalls vom bpa auf die dramatische Situation verwiesen worden, ihre Reaktionen stehen nach wie vor aus.

Forderungen der Gesundheits-Berufsverbände in Europa nach wirksamem Schutz für ihre Mitarbeitenden vor Ort

Berlin (29. März 2020) -- In einem gemeinsamen Appell haben sich vor zwei Tagen 12 europäische Verbände der Gesundheitsberufe gemeinsam an die Institutionen der Europäischen Union, alle Mitgliedsländer, die Gesundheitsindustrie und weitere relevante Stakeholder gewandt und gefordert, dass die Mitarbeitenden in den Gesundheitssystemen dringend besser vor Infektonen mit dem COVID-10-Virus geschützt werden müssen. Die gemeinsame Erklärung und Auszüge aus der zugehörigen Pressemeldung aus Brüssel stellt der DBfK jetzt in deutscher Sprache bereit.

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.: Hygiene-Tipp

Benutzung von Masken bei Lieferengpässen –
besser eine textile Maske aus Extraherstellung als überhaupt keine Maske

Berlin (29. März 2020) -- Aufgrund vieler Anfragen zum richtigen Einsatz von Masken und zum Umgang mit improvisierten Alternativen z. B. durch Eigenanfertigung nach Nähanleitung oder Angebote verschiedener Firmen oder Spender hatten wir vor einigen Tagen folgenden Hygienetipp zur Benutzung von Masken bei Lieferengpässen veröffentlicht:

DBfK Südwest

Schutzausrüstung wird dringend benötigt -
Besonders die stationäre und ambulante Pflege brauchen jetzt Material!

Stuttgart (27. März 2020) -- Der Mangel an persönlicher Schutzausrüstung wird immer drängender - ganz besonders in der stationären Langzeitpflege und bei ambulanten Pflegediensten. Aber auch diese Bereiche sind systemrelevant und ihre Beschäftigten und ihre Klienten haben ein Recht, wirksam und verlässlich vor Infektionen geschützt zu werden.

Alterspsychiater appellieren

Gerade jetzt alleinlebenden Älteren einmal täglich "Hallo" sagen

Wiehl (26. März 2020) -- Die Botschaft in Zeiten von Corona ist klar: Alte Menschen sind besonders gefährdet und müssen besonders geschützt werden, damit sie sich nicht anstecken. Das ist ein ganz wichtiges Ziel, das von der Mehrheit der Menschen in unserem Land unterstützt wird. Doch alte Menschen sind schon heute oft allein und einsam. Alle jetzt ausgerufenen Maßnahmen, insbesondere das Gebot, soziale Kontakte Angesicht zu Angesicht zu vermeiden - was wichtig und richtig ist! -  können die Einsamkeit verstärken. Und Einsamkeit macht krank!

Initiative der Bertelsmann-Stiftung

„Pflege-Reservisten“ gesucht

Gütersloh (26. März 2020) -- Durch die Covid-19-Pandemie kann es kurzfristig zu deutlichen Engpässen in der Gesundheitsversorgung und Pflege in Deutschland kommen. Fehlen wird es aller Voraussicht nach vor allem beim Personal. #pflegereserve möchte dazu beitragen, die Engpässe zu reduzieren. Dazu suchen wir examinierte Fachkräfte, die aktuell nicht im Pflegeberuf tätig sind, aber bereit wären und die Möglichkeit hätten, vorrübergehend einzuspringen. Diese „Pflege-Reservisten“ bringen wir mit Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zusammen, bei denen aufgrund der Pandemie besondere Personalknappheit herrscht. Die Pflegekräfte sollen abhängig von ihrer Erfahrung und ihren aktuellen Möglichkeiten eingesetzt werden – und so vor allem ihren Kollegen in der Praxis in der schwierigen Situation den Rücken freihalten.

COVID-19

Intensiv- und Notfallmediziner legen klinisch-ethische Entscheidungs-Empfehlungen vor

Berlin (26. März 2020) -- Deutschlands Intensivmediziner bereiten sich auf die schwerste aller Entscheidungen vor: Welchen Patienten im Fall der Fälle intensivmedizinisch behandeln und welchen palliativmedizinisch versorgen, wenn die Intensivbetten knapp werden? Noch ist es nicht so weit. „Aber sollten wir in die schwierige Situation kommen, zwischen Patienten entscheiden zu müssen, dann wollen wir gewappnet sein“, sagt Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Chefarzt am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. „Wir wollen am Ende dieses schwierigen, schmerzlichen Prozesses sagen können: Es war eine fundierte, gerechte Entscheidung.“

Marburger Forscher entwickeln einfaches Beatmungsgerät

Marburg (25. März 2020) -- Weltweit gibt es zu wenige hochleistungsfähige Beatmungsgeräte, um gleichzeitig viele schwere COVID-19-Fälle zu versorgen. Auch wenn die Kliniken in Deutschland gut vorbereitet sind, könnte sich ein Engpass ergeben, wenn die jetzt getroffenen Maßnahmen des Bundes und der Länder nicht greifen und es zu einer hohen Zahl von schweren Krankheitsfällen kommt. Das in Marburg entwickelte Gerät kann zur Kompensation fehlender Beatmungsplätze in der Corona-Pandemie eingesetzt werden.

Multiple Sklerose

Drei neuroprotektive Substanzen enttäuschen in einer Phase-IIb-Studie bei sekundär progredienter MS

Berlin (24. März 2020) – Die Multiple Sklerose (MS) kann schubförmig oder chronisch fortschreitend (progredient) verlaufen. Während die schubförmige Verlaufsform medikamentös relativ gut angegangen werden kann, ist die Behandlung der progredienten MS schwieriger – wirksame Medikamente werden hier dringend benötigt. Manchmal gibt es klinische Hinweise, dass bereits bekannte Substanzen, die gegen andere Erkrankungen eingesetzt werden, sich auch günstig auf den Verlauf einer MS auswirken könnten. Solchen vielversprechenden Therapieoptionen ging man in einer jüngst publizierten Studie [1] nach; die Hoffnungen haben sich aber leider so nicht bestätigt.

Hilferuf von Diakonie-Präsident Ulrich Lilie

Reserven von Atemschutzmasken und
standardisierter Schutzkleidung werden gebraucht

Berlin (23. März 2020) -- Trotz der Zusagen von Bund und Ländern zur Verbesserung der Versorgung mit Schutzkleidung gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus bestehen noch erhebliche Mängel.

DBfK Nordwest

Wir lassen Pflegende mit Fragen zu Corona nicht allein

Hannover (20. März 2020) -- Der DBfK Nordwest organisiert ein Webinar mit dem Düsseldorfer Virologen Prof. Adams - ein offenes Informationsforum für beruflich Pflegende, die keinen Ansprechpartner in ihrer Einrichtung haben. In diesen Zeiten der Unsicherheit und Ungewissheit stehen Pflegefachpersonen nicht nur an vorderster Front, sondern auch oft mit ihren Fragen allein da. Längst nicht in allen Krankenhäusern, ambulanten Diensten und Langzeiteinrichtungen gibt es qualifizierte Ansprechpartner für Pflegende in Sachen Corona. Deshalb bietet der DBfK Nordwest ein Webinar an am Mittwoch, dem 25. März 2020 um 17:00 Uhr.

aurora logo deutschlandAktuelle Aspekte der Anwendung von Cannabinoiden in Schmerz- und Palliativmedizin

Medizinal-Cannabis als Bestandteil der modernen Schmerztherapie

Berlin (20. März 2020) - Seit drei Jahren ist Medizinal-Cannabis in Deutschland ein verschreibungs- und erstattungsfähiges Arzneimittel. Die Anwendung von Cannabinoiden in verschiedenen Zubereitungen erweitert die therapeutische Bandbreite z.B. bei chronischen Schmerzen und anderen (potenziellen) Indikationen. Im Rahmen eines Presseworkshops im Livestream-Format berichteten und diskutierten Experten aus Arzt- und Apothekersicht über die Einsatzmöglichkeiten von medizinischem Cannabis in der Schmerz- und Palliativmedizin.

Pflegeselbstverwaltung stärkt Pflegebranche den Rücken

Umfangreiche Sofortmaßnahmen für die stationäre und ambulante Pflege beschlossen

Berlin (19. März 2020) --  Die Gesundheit und eine qualifizierte Versorgung der rund vier Millionen Pflegebedürftigen stehen während der Corona-Pandemie mit an erster Stelle. Eine besondere Herausforderung für die gesamte Pflegebranche mit 11.700 vollstationären Pflegeheimen und über 15.000 ambulanten Pflegediensten. Um diese mitsamt ihren Pflegerinnen und Pflegern unkompliziert und vor allem schnell zu entlasten, wurden heute umfangreiche temporäre Sofortmaßnahmen für die stationäre und ambulante Langzeitpflege vereinbart. Der GKV-Spitzenverband und Vertreter der Pflegeeinrichtungen und –dienste wie der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) sowie der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) werden dabei durch das Bundesgesundheitsministerium unterstützt.

Mainzer Sportmediziner warnt vor Panikmache und schlägt ein relativ robustes Verfahren zur Ermittlung des Bedarfs an Intensivbetten vor

Alternative Bedarfsvorhersage für COVID-19-Intensivbetten vorgelegt

Mainz (19. März 2020) -- Der Mainzer Sportmediziner Prof. Dr. Dr. Perikles Simon warnt vor überzogenen Prognosen der Fall- und Todeszahlen infolge der aktuellen Corona-Pandemie. Die Exponentialrechnungen, die den Vorhersagen zugrunde liegen, seien mit einem gewaltigen Manko behaftet. „Es liegt in der Natur der Exponentialrechnungen, dass diese Rechnungen mit exponentiellen Fehlern behaftet sind“, so Simon. „Wenn man sich bei den Eingangsbedingungen, mit denen die Formeln gespeist werden, ein bisschen irrt, enthält die Rechnung einen sich exponentiell fortpflanzenden Fehler.“ Simon reagiert mit dieser Stellungnahme auf die jüngsten Veröffentlichungen von Epidemiologen des Imperial College London zur COVID-19-Pandemie. Demnach würden in Großbritannien und den USA die Gesundheitssysteme zusammenbrechen und in den USA über 2 Millionen Menschen sterben, wenn nichts unternommen wird und sich das Virus unkontrolliert ausbreitet.

MDK

Körperliche Untersuchungen durch Medizinischen Dienst ausgesetzt

Essen (18. März 2020) -- Schutz der Versicherten hat Vorrang: Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sind massiv ausgeweitet worden, um Infektionsketten zu unterbrechen, das Fortschreiten der Pandemie zu verlangsamen und so eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern. Auch die Medizinischen Dienste wirken an dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe mit. Um besonders verletzliche Personengruppen wie zum Beispiel pflegebedürftige Menschen zu schützen, setzen die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) jedwede Form der körperlichen Untersuchung aus.