Pflege

Valerius Preis DIVIDIVI

Valerius-Preis würdigt herausragenden Fachartikel über Kinder als Besucher auf Erwachsenen-Intensivstationen

Hamburg/Berlin (5. Dezember 2019) -- Der mit 1.500 Euro dotierte Valerius-Preis der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) geht im Jahr 2019 an Maria Brauchle (Foto) aus Feldkirch in Österreich. Die Diplom-Gesundheits- und Krankenpflegerin mit zahlreichen Weiterbildungstiteln hat den besten Fachbeitrag aus nicht-ärztlichen Berufsgruppen veröffentlicht.

MDS

Menschen mit Demenz verstehen und gemeinsam begleiten

Berlin/Essen (5. Dezember 2019) -- Demenz ist eine der häufigsten Gesundheitsprobleme im Alter und eine der Hauptursachen für Pflegebedürftigkeit. Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Tendenz steigend. Die pflegerische und medizinische Begleitung und Versorgung muss sich auf diese Herausforderung ausrichten. Den Menschen mit Demenz verstehen zu wollen, sollte dabei das Leitbild des Handelns sein. Zudem ist es notwendig, die sektorenübergreifende Vernetzung auszubauen und nicht-medikamentöse Verfahren breiter einzusetzen. Dies sind die Kernpunkte der Grundsatzstellungnahme Demenz, die heute von den Medizinischen Diensten vorgestellt wurde.

Aktualisierungsbedarf bei fast allen Versorgungsaspekten

DMP Diabetes mellitus Typ 2:
IQWiG legt abschließende Ergebnisse aus Leitlinien-Recherche vor

Köln (5. Dezember 2019) -- In Deutschland waren 2015/2016 circa 7,5 Millionen Menschen von Diabetes mellitus (zu 95% Diabetes mellitus Typ 2) betroffen – Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des G-BA aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 untersucht, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus diesen ein Aktualisierungsbedarf der DMP-Anforderungsrichtlinie (DMP A-RL) des Disease-Management-Programms (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 ergibt. Zuletzt hatte das IQWiG im Jahr 2012 geprüft, ob ein Aktualisierungsbedarf an der DMP A-RL vorliegt.

„LONTS“ - Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen

Dt. Schmerzgesellschaft aktualisiert S3-Leitlinie:
„Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen"

Berlin (5. Dezember 2019) -- Unter Federführung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. wurde die S3-Leitlinie „LONTS“ - Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen - unter Beteiligung von 40 Expertinnen und Experten aus 22 Fachgesellschaften sowie unter Mitwirkung von Patientenvertretern überarbeitet. Die konsentierten Arbeitsergebnisse stehen ab heute zur öffentlichen Konsultation auf der Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (www.lonts.de) bereit.

Multiple Sklerose

Schwangerschaft und Stillzeit:
Mit Rebif schnell wirksame MS-Therapie möglich

  • Durch Zulassungsänderung können Schwangere, wenn klinisch indiziert, und Stillende jetzt mit Interferon beta behandelt werden
  • Über 20 Jahre Erfahrung mit Rebif®: früher Wirkeintritt, starke Wirksamkeit und gut charakterisiertes Sicherheitsprofil

Darmstadt/Hamburg (4. Dezember 2019) – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bei der Pressekonferenz „Familienplanung, Schwangerschaft und Stillzeit bei MS: Zulassungsänderung für Interferon beta“ die aktuelle Datenlage vorgestellt. Kinderwunsch ist für viele Frauen mit Multipler Sklerose (MS) ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen eine Therapie. Nach der Zulassungsänderung für Interferone können seit Oktober schwangere und stillende MS-Patientinnen mit Interferon beta behandelt werden, wenn dies klinisch indiziert ist.(1) * Dies ist die erste und bisher einzige zugelassene Therapieoption für diese Patientengruppen.

Geplante Gesetzesänderung zur Organspende

Intensivmediziner stellen neue Richtlinie zur Spendererkennung vor

Berlin (4. Dezember 2019) -- Wegen zu niedriger Spenderzahlen soll die Entnahme von Organen und Gewebe in Deutschland nach Willen der Politik neu geregelt werden. Eine Mehrheit der Intensiv- und Notfallmediziner spricht sich für eine Widerspruchslösung bei der Organspende aus. Die Fachgesellschaft hat 2.433 Mitglieder erreicht und befragt, darunter mehrheitlich Ärzte, Pfleger, Therapeuten und auch Seelsorger.

DBfK unterstützt Forderungen der Arbeits- und Sozialministerkonferenz nach Weiterentwicklung von SGB XI

Berlin (3. Dezember 2019) -- Die 96. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) hat einstimmig die Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und die Begrenzung der Eigenanteile der Pflegebedürftigen gefordert. Diese Forderungen werden vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt und unterstützt.

DBfK

ICN-Position zu Berufsmobilität und ethischer Anwerbung in die Pflege

Berlin (3. Dezember 2019) -- Der weltweite Mangel an Pflegefachpersonen spitzt sich zu. Weil reiche Länder auch Deutschland gleich auf mehreren Kontinenten versuchen, professionell Pflegende abzuwerben, bluten die Gesundheitssysteme etlicher ärmerer Länder buchstäblich aus.

Junge-Pflege-Kongress in Erding: Rechte, Pflichten und Aufgaben der Auszubildenden im Fokus

Praxisschock in der Pflegeausbildung -
"Gute Einarbeitung ist entscheidend"

München (2. Dezember 2019) -- Jung im Beruf, engagiert und voller Ideale und schon kommt der Praxisschock: Angehende Pflegefachpersonen ersetzen aufgrund des Personalmangels in Krankenhäuser und stationären Pflegeeinrichtungen oftmals Fachkräfte, obwohl sie weder richtig eingearbeitet sind noch über Berufserfahrung verfügen. Auszubildende sind dann in vielen Fällen überfordert, überdurchschnittlich oft brechen sie ihre Ausbildung ab. „Darf ich das überhaupt schon und welche Rechte habe ich als Auszubildende/r?“ – Darüber können sich angehende Pflegefachpersonen beim Junge-Pflege-Kongress am Dienstag, 3. Dezember in der Stadthalle Erding informieren. Rund 800 Auszubildende aus ganz Bayern kommen an diesem Tag zusammen.

Ozanimod

Neues zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS)

Berlin (22. November 2019) – MS verläuft in ca. 80% der Fälle schubförmig. Nach über zehn Jahren kann sie aber allmählich in eine chronisch-fortschreitende Form mit kontinuierlich zunehmender Behinderung übergehen, die nicht mehr so gut zu behandeln ist wie die schubförmige Verlaufsform. Verlaufsmodifizierende (immunmodulierende) Dauertherapien können die Krankheitsaktivität reduzieren und die Schubrate erfolgreich senken. Der Übergang in die sekundär progrediente Verlaufsform kann hinausgezögert werden. Mit Ozanimod, einer Weiterentwicklung von Fingolimod, könnte hier künftig ein neues, wirksames, relativ gut verträgliches Präparat zur Verfügung stehen. Zwei Phase-III-Studien wurden erfolgreich abgeschlossen [1, 2].

Deutsches Rotes Kreuz

Viele Pflegekräfte vermissen die gesellschaftliche Anerkennung

Berlin (21. November 2019) -- Knapp 40 Prozent aller Pflegekräfte sind der Ansicht, dass ihre Arbeit von der Gesellschaft nicht ausreichend anerkannt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Roten Kreuzes. „Diese hohe Zahl ist alarmierend. Wir dürfen den Pflegeberuf nicht schlecht reden. Er hat auch sehr schöne Seiten. Wir müssen alles tun, damit die Arbeitsbedingungen besser werden,“ sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Dazu gehöre auch eine bessere Bezahlung. „Aber Geld ist nicht alles. Die Verengung der Debatte um den Fachkräftemangel auf die Tariffrage versperrt den Blick darauf, dass die Arbeitszufriedenheit auch von zahlreichen anderen Faktoren abhängt. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass der Pflegeberuf insgesamt aufgewertet wird“, sagt Hasselfeldt.

DGIIN: „Wirtschaftlicher Druck darf Patientenversorgung nicht gefährden“

Intensiv- und Notfallmediziner schlagen neue Krankenhausfinanzierung vor

Berlin (20. November 2019) – Das derzeitige Abrechnungssystem nach Fallpauschalen führt nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN) zu ökonomischen Fehlanreizen in den Krankenhäusern, welche die Versorgungsqualität beinträchtigen und einer konstruktiven Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems im Wege stehen. Experten der DGIIN haben deshalb Vorschläge erarbeitet, wie das Finanzierungssystem verändert werden könnte, um Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte zu korrigieren.

Neue DDG Patientenleitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“

Was Diabetespatienten beim Autofahren beachten müssen und welche Rechte sie haben

Berlin (20. November 2019) – In Deutschland ist schätzungsweise jeder zehnte Führerscheininhaber von Diabetes betroffen. Die Sorge, die Fahrerlaubnis aufgrund der Erkrankung zu verlieren, ist bei den meisten sehr groß: Viele stoßen auf Probleme mit Behörden und Vorbehalte im privaten sowie beruflichen Umfeld. Die neue Patientenleitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt in patientenverständlicher Sprache den Stand der Wissenschaft und gibt Betroffenen eine Orientierung, wie sie mit ihrem Diabetes sicher am Straßenverkehr teilnehmen können. Denn fast alle Diabetespatienten dürfen aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – sowohl am Steuer eines Privat-PKW als auch beruflich als Taxi-, Bus- oder LKW-Fahrer.

Überflüssige Untersuchungen, unzureichende Therapie

Migränepatienten werden nicht optimal versorgt

Königstein im Taunus (18. November 2019) – Die Therapie von Migränepatienten lässt noch zu wünschen übrig, trotz frei zugänglicher evidenzbasierter Leitlinien [1] für die Behandlung dieser Kopfschmerzerkrankung. Viele Betroffene suchen wegen ihrer Beschwerden gleich mehrere Allgemeinärzte und Spezialisten auf und unterziehen sich oft unnötigen Untersuchungen wie Computertomographien oder Magnetresonanztomographien, ohne dass ihre Beschwerden ausreichend gelindert werden. Das belegen die Ergebnisse einer kürzlich in The Journal of Headache and Pain veröffentlichten Studie, die am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) durchgeführt worden war. „Diese Ergebnisse zeigen den großen Bedarf einer Verbesserung der Migräneversorgung“, so die Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), Privatdozentin Dr. med. Stefanie Förderreuther. Mit dem Ziel, dass alle Patienten, die eine professionelle Therapie benötigen, schnellstmöglich die bestmögliche und angemessene Therapie erhalten, hat die DMKG die bundesweite Initiative »Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen« (www.attacke-kopfschmerzen.de) gestartet.

DIVI, DGIIN und DGAI lehnen Pläne für eine „Nephrologische Intensivmedizin“ entschieden ab

Berlin (12. November 2019) -- Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) plant die Einführung einer Zertifizierung für eine „Nephrologische Intensivmedizin“. In einer Stellungnahme vom 5. November, unterschrieben von den Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), stellen sich die drei Fachgesellschaften diesem Vorhaben entschieden entgegen. Die Pläne der DGfN stünden diametral zur Intensivmedizin als ganzheitliches Behandlungskonzept und reduzierten den Patienten auf ein einzelnes Organ. Die Nephrologen setzen daraufhin jetzt ihre frisch eingeführte Zertifizierung aus – um jedoch im gleichen Atemzug zu erklären „verbunden mit der klaren Absicht, im intensiven Dialog und Austausch mit unseren internistischen und anästhesiologischen Kollegen die Rolle der Nephrologie in der Intensivmedizin zu präzisieren und zu stärken.“ DIVI, DGIIN und DGAI werden deshalb nicht müde zu betonen: Alle trennenden Aspekte in der Versorgung kritisch kranker Patienten sind nicht zielführend!

RKI

Erster Bericht der Nationalen Diabetes-Surveillance

Berlin (12. November 2019) -- Diabetes gehört in Deutschland und in vielen anderen Ländern zu den wichtigsten nichtübertragbaren Krankheiten. Das RKI hat anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November den ersten Bericht der Nationalen Diabetes-Surveillance vorgelegt. Ein Rückgang von Risikofaktoren des Typ-2-Diabetes wie Rauchen und Bewegungsmangel und Verbesserungen in der Versorgungsqualität, hingegen ein Anstieg beim Schwangerschaftsdiabetes – dies sind Beispiele für aktuelle Entwicklungen beim Thema Diabetes.

Herbsttagung der DDG

Fokus „Time in Range“:
Paradigmenwechsel in der Diabetestherapie?

Leipzig (9. November 2019) -- Möglichst optimal eingestellte Glukosewerte stehen in der Regel im Zentrum der Diabetestherapie und im Austausch mit dem Patienten. Durch jüngste Diskussionen und aktuelle Studienergebnisse rückt nun in der Betrachtung von Glukosewerten, neben dem Goldstandard HbA1c, die Time in Range (TiR, dt.: Zeit im Zielbereich) als weiterer Parameter für die Behandlung stärker in das Bewusstsein von Arzt und Patient, denn diese ermöglicht erweiterte Rückschlüsse zur Therapiequalität. Wird damit allmählich ein Paradigmenwechsel in der Diabetestherapie eingeläutet?

Typ-2-Diabetes

Frühzeitige Therapie mit Sitagliptin parallel zur Dosiserhöhung von Metformin

Berlin (8. November 2019) -- In der CompoSIT-M-Studie (Comparison of sitagliptin vs. placebo during metformin uptitration) wurde gezeigt, dass Patienten mit Typ-2-Diabetes von einer frühzeitigen Einleitung der Behandlung mit Sitagliptin (z.B. Xelevia®) bei gleichzeitiger Erhöhung der Metformindosis bis zur maximal tolerierten Dosis (max. 2000 mg täglich) profitieren [1]. Beobachtungen über einen Zeitraum von 20 Wochen zeigten, dass dieser frühzeitig kombinierte Therapieansatz die Erreichung des HbA1c-Zielwertes von < 7% – im Vergleich zur Dosiseskalation von Metformin ohne den Zusatz des DPP-4-Hemmers Sitagliptin – signifikant verbesserte [1]. Die gleichzeitige Gabe von Sitagliptin hatte keine klinischen Auswirkungen auf die Verträglichkeit, d.h., es kam zu keiner signifikanten Zunahme unerwünschter Ereignisse wie Hypoglykämien oder einer Erhöhung des Körpergewichts [1].

Patientenbedürfnisse im Blick

Für eine erfolgreiche Diabetestherapie ist der Weg das Ziel

Leipzig (8. November 2019) -- Die Diagnose Diabetes mellitus kann für die betroffenen Patienten eine komplette Neuordnung ihres Alltags bedeuten. Beginnend mit einer Lebensstilintervention mit mehr Bewegung, Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme bis  hin zu einer lebenslangen Notwendigkeit von einer medikamentösen Therapie. Die Erkrankung stellt hohe Anforderungen an die Betroffenen. Das Symposium „Patient Journey – Diabetes kompakt“ der BERLIN-CHEMIE AG, das im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2019 stattfindet, widmet sich diesen Herausforderungen. Die Experten zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Patienten mit Diabetes erfolgreich auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. 

„Digitaler Engel“

Assistenzsystem für leichtere Pflegearbeit

Dortmund (6. November 2019) -- Angespannte Patientinnen und Patienten, bedrückende Schicksale, hoher Zeitdruck – Pflegearbeit ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und emotional besonders anstrengend. In Kooperation mit vier Projektpartnern wird das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) nun den Nutzen digitaler Assistenzsysteme im Pflegealltag erforschen. Der sogenannte „Digitale Engel“ soll die Arbeitskräfte unterstützen, um psychische Fehlbeanspruchung zu vermeiden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Pflegebrille 1Erste Projektphase abgeschlossen

Pflegebrille: Expertenwissen immer im Blick

Hamburg (4. November 2019) -- Im BMBF-geförderten Verbundprojekt Pflegebrille – Pflege mit Durchblick wird untersucht, wie der Einsatz einer Datenbrille mit Augmented-Reality-Technologie die Zusammenarbeit von professionell und informell Pflegenden verbessern kann. Die erste Projektphase ist nun abgeschlossen.

Medizinisches Cannabis

Evidenzbasierte Schmerztherapie mit Sativex®

Reinbek (4. November 2019) – Medizinisches Cannabis kann dazu beitragen, die Situation von Patienten mit schwer zu behandelnden neuropathischen Schmerzen deutlich zu verbessern. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen cannabinoidbasierten Therapeutika hinsichtlich Evidenz, Wirkstoffgehalt und Wirtschaftlichkeit. Dies stellt den Arzt vor die Frage, welches Cannabinoid am besten geeignet ist. Warum Sativex® (Nabiximols)1 als Cannabisarzneimittel der ersten Wahl angeboten wird, erklärte PD Dr. med. Michael Überall, Nürnberg, bei einem Pressegespräch im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2019 in Mannheim.

IND logo2020 EN 02020

Nursing the World to Health

Berlin (30. Oktober 2019) -- Das Motto des nächsten Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai 2020 wird lauten: Nursing the World to Health. Damit fokussiert der International Council of Nurses (ICN) die große Bedeutung der professionellen Pflege für alle Menschen dieser Welt.

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Ausweitung der Meldepflicht für invasive Methicillin resistente Staphylococcus aureus (MRSA)-Infektionen auf alle invasiven Staphylococcus aureus Infektionen –  unabhängig von der Resistenz des Erregers

Berlin (28. Oktober 2019) -- Der Vorstand der DGKH prüft in regelmäßigen Abständen die Situation der Krankenhaushygiene in Deutschland und erstellt in Abhängigkeit der Risikosituation grundsätzliche Forderungen, die der Verbesserung der Krankenhaushygiene und der Risikoregulierung dienen:

ZQP logoZentrum für Qualität in der Pflege:

Infektionen vermeiden:
Tipps zur richtigen Händehygiene für Pflegende

Berlin (25. Oktober 2019) – Für pflegebedürftige Menschen stellen Infekte, wie Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen, ein besonderes gesundheitliches Risiko dar. Gute Händehygiene hilft, sie vor solchen Krankheitserregern zu schützen. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gibt dazu die wichtigsten Tipps.

17521 bvmed bilderwelt intensivstation 7Krankenhaushygiene

BVMed fordert vollumfängliche Vergütung der Hygienekosten
in Praxen und Kliniken

Berlin (24. Oktober 2019) -- Der BVMed-Fachbereich "Nosokomiale Infektionen" (FBNI) setzt sich dafür ein, die im Rahmen von Behandlungen anfallenden Hygienekosten zur Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes in Arztpraxen und Kliniken vollumfänglich durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu erstatten. Diese Kosten sind bisher nicht in vollem Umfang Bestandteil der ärztlichen Vergütung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll weist in diesem Zusammenhang auf das Recht von Patienten und Mitarbeitern hin, in allen medizinischen Einrichtungen durch konsequente und adäquate Hygienemaßnahmen vor Infektionen geschützt zu werden. Für Ärzte und Kliniken sind diese Maßnahmen ein elementarer Bestandteil, der bislang jedoch nicht umfassend vergütet wird.

Vorsichtiger Optimismus

Neue Entwicklung beim Alzheimer-Wirkstoff Aducanumab

Düsseldorf (24. Oktober 2019) -- Der Biotechkonzern Biogen plant, für den Alzheimer-Wirkstoff Aducanumab 2020 einen Zulassungsantrag bei der US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) zu stellen. Das wäre der erste Schritt, um den Wirkstoff als Medikament auf den Markt zu bringen. Im März hatte der Konzern zwei Phase-3-Studien mit dem Antikörper gestoppt, weil es keine Hinweise auf eine klinische Wirksamkeit gegeben hatte. Damit galt die Entwicklung des Wirkstoffes zunächst als gescheitert.

Obstruktive Schlafapnoe

Anhaltspunkt für einen Nutzen der Unterkieferprotrusionsschiene

  • Unterkieferprotrusionsschiene kann Tagesschläfrigkeit ähnlich gut lindern wie die Atemwegsüberdruck-Therapie mit Schlafmaske

Köln (22. Oktober 2019) -- Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersucht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit, ob das Tragen einer Unterkieferprotrusionsschiene (UPS) bei obstruktiver Schlafapnoe nützt. Nach vorläufiger Auswertung der Studienlage sieht das Institut für den patientenrelevanten Endpunkt „Tagesschläfrigkeit“, das Leitsymptom der obstruktiven Schlafapnoe, einen Anhaltspunkt für einen Nutzen der UPS im Vergleich zu keiner Behandlung. Verglichen mit der Atemwegsüberdruck-Therapie per Schlafmaske (kurz:PAP-Therapie, PAP = Positive Airway Pressure) leiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Tagesschläfrigkeit einen Anhaltspunkt für eine Nichtunterlegenheit der UPS ab. Nachteile der UPS gegenüber der PAP-Therapie zeigten sich nicht.

Gesetzentwurf zur Organspende

Intensivmediziner sprechen sich mehrheitlich für Widerspruchslösung aus

Berlin (21. Oktober 2019) -- Zwei konkurrierende Gesetzesentwürfe zur Neuregelung der Organ- und Gewebespende werden derzeit im Bundestag diskutiert – bisher ohne Intensivmediziner anzuhören. „Hier müssen aber unbedingt Experten zu Wort kommen dürfen, die sowohl bei der Spendererkennung, aber vor allem in sämtliche Prozesse zur Realisierung einer Organspende verantwortlich eingebunden sind!“, befindet Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler.

DBfK

Tipps zur Beurteilung von Arbeitsverträgen, Tarifen und Zusatzleistungen

Berlin (17. Oktober 2019) -- Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) veröffentlicht eine Handreichung mit praktischen Tipps für die Bewertung von Elementen des Arbeitsvertrags.

NarkosebildHeute ist Welttag der Anästhesiologie - Täglich weit über 45.000 Narkosen in Deutschland

„Die richtige Narkose trägt auch zur schnellen Heilung bei“

Nürnberg (16. Oktober 2019) -- Ob bei ambulanten oder stationären Eingriffen, ob im Rettungswagen draußen nach einem Unfall oder bei einer geplanten Operation im Krankenhaus: Ohne Narkose wäre ein Großteil der Medizin heutzutage undenkbar. Aber nicht nur das: „Durch moderne Verfahren und Techniken trägt die Anästhesie heute auch entscheidend zum Heilungsverlauf bei“, macht Professor Dr. Götz Geldner, Präsident des „Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten“ (BDA), deutlich. Ein Beispiel sind schonende und maßgeschneiderte Narkosen, die es dem Patienten ermöglichen, nach einer Operation besonders schnell wieder auf die Beine zu kommen. Geldner sieht die Anästhesie als die Abteilung im Krankenhaus, die sich besonders stark um die Sicherheit eines Patienten rund um einen Eingriff kümmert, angefangen von der Voruntersuchung zur Narkose über die lückenlose Überwachung während der Operation bis hin zur Betreuung später im Aufwachraum.