Pflegedokumentation

MDS unterstützt Entbürokratisierung in der Pflege

 

Essen (18. Mai 2015) – Eine effiziente und schlanke Dokumentation in Pflegeheimen und ambulanten Diensten ist das Ziel des Strukturmodells zur Effizienzsteigerung in der Pflege, das sogenannte Beikirch-Projekt. Zur Umsetzung des Projektes hat der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, zu Jahresanfang ein Projekt-Büro (www.ein-step.de) eingerichtet. Das Projektbüro begleitet einen Implementierungsprozess, in dem das neue Strukturmodell in 25 Prozent aller ambulanten Pflegedienste und Pflegeheimen umgesetzt werden soll. Um den Erfolg des Projektes zu unterstützen, wurden jetzt vom MDS in drei Seminaren 120 Multiplikatoren der MDK, des PKV-Prüfdienstes und der Heimaufsichtsbehörden der Bundesländer geschult.

Die Seminare wurden vom MDS gemeinsam mit dem Projektbüro und den MDK konzipiert. In den zweitägigen Seminaren vermittelte Elisabeth Beikirch, ehemals Ombudsfrau für die Entbürokratisierung in der Pflege und inzwischen zuständige Expertin des Projektbüros, das neue Strukturmodell. Darüber hinaus wurde die Strukturierte Informationssammlung (SIS) vorgestellt. Vertreter der MDK-Gemeinschaft vermittelten den Multiplikatoren, wie in Einrichtungen, in denen das neue Dokumentationsverfahren angewendet wird, die Prüfkriterien für die MDK-Prüfungen bewertet werden können. Die Bewertung der Prüfkriterien bei der Anwendung des neuen Modells wurde im Anschluss in Workshops geübt. Die Teilnehmer zogen ein positives Fazit – denn bei korrekter Anwendung des neuen Modells können die Prüfkriterien der Qualitäts-Prüfrichtlinien gut bewertet werden. Bedenken der Einrichtungen, es könne bei Qualitätsprüfungen der MDK zu negativen Bewertungen aufgrund der Umstellung auf das neue System kommen, sind damit unbegründet.


Die Multiplikatoren von MDK und PKV-Prüfdienst werden in den nächsten Wochen mit einheitlichen Schulungsmaterialien alle Prüfer schulen, so dass MDK und PKV-Prüfdienst gut gerüstet sind, wenn sie bei ihren Qualitätsprüfungen auf Einrichtungen treffen, die das neue Strukturmodell umsetzen. In einigen Bundesländern kooperieren bei diesen Schulungen MDK und Heimaufsichtsbehörden.

 

 

  • Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) berät den GKV-Spitzenverband in medizinischen und pflegerischen Fragen. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK.
  • Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) begutachten Antragsteller auf Leistungen der Pflegeversicherung im Auftrag der Pflegekassen.

 


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Quelle: Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS), 18.05.2015 (tB).

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