Pflegekräfte aus Osteuropa

Hilfe am Rande der Legalität

 

Berlin (26. Juni 2008) –  Ohne die Unterstützung durch ausländische Frauen könnten viele Familien ihre pflegebedürftigen Angehörigen nicht versorgen. Doch sie bewegen sich gerade im Pflegebereich damit oft auch am Rande der Legalität. Denn die Rechtslage ist kompliziert und häufig unklar. Darauf weist die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest hin.
Die 24-Stunden-Betreuung durch eine Osteuropäerin gibt es für rund 2000 Euro im Monat. Ein ähnlicher Service durch inländische Pflegedienste oder -kräfte ist schwer zu finden und um ein Vielfaches teurer. Fest anstellen dürfen Familien die osteuropäischen Pflegekräfte jedoch nicht – bis voraussichtlich 2011 ist der deutsche Arbeitsmarkt für sie versperrt. Davon ausgenommen sind reine Haushaltshilfen, die direkt von der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit vermittelt werden.

Doch Haushaltshilfen dürfen eben nicht pflegen: Hausarbeiten wie Putzen, Wäschewaschen und Kochen sind erlaubt. Verboten sind jedoch Arbeiten, die medizinische Kenntnisse erfordern, zum Beispiel Wundversorgung und Medikamentengabe. Beim Füttern, Windeln und Waschen der Patienten ist die Abgrenzung unscharf.

Als Alternative können Familien Pflegekräfte über eine osteuropäische Agentur bekommen, die ihre Mitarbeiterinnen nach Deutschland schickt. Dafür benötigen sie eine „Entsendebescheinigung“, die von den Behörden im Heimatland ausgestellt wird. Doch selbst wenn diese Bescheinigung vorliegt, kann es unter Umständen Probleme wegen Schwarzarbeit geben.

Der ausführliche Artikel findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de  

 


Quelle: Presseinformation der Stiftung Warentest vom 26.06.2008.

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS
NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…