Pneumologie

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin

Warnung auch vor E-Zigaretten

Berlin (9. Oktober 2019) -- E-Zigaretten sind für Menschen, die ganz mit dem Rauchen aufhören wollen, kein geeignetes Hilfsmittel. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) hin. Wer von der herkömmlichen Tabakzigarette auf die E-Zigarette umsteige, ersetze lediglich eine Sucht durch eine andere. Einige Suchtforscher propagieren zwar, E-Zigaretten seien ein praktisches Instrument zur Rauch- und Nikotinentwöhnung. Jedoch zeigen aktuelle Erhebungen, dass sich ein langfristiger Nutzen der E-Zigaretten bei der Entwöhnung nicht belegen lässt. Dagegen bergen die elektrischen Ersatzprodukte Gesundheitsgefahren, deren Ausmaß bislang noch nicht vollständig abzuschätzen ist.

Lungenärzte begrüßen Gesetzesentwurf zur Versorgung von Beatmungspatienten

Weg vom Beatmungsgerät

Berlin (21. August 2019) – Mit dem Gesetzesentwurf zum „Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz“ will Gesundheitsminister Jens Spahn die Versorgung der Betroffenen deutlich verbessern und die Fehlentwicklungen und Fehlanreize der letzten Jahre korrigieren. Der Gesetzesentwurf folgt weitestgehend den Forderungen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP). Die DGP hatte sich für eine nachhaltige Änderung der Versorgungsstruktur von intensivpflegebedürftigen Langzeitbeatmeten sowohl im stationären und als auch im ambulanten Sektor stark gemacht, um unnötige Beatmungen zu vermeiden, die dem Patienten entscheidende Lebensqualität nimmt und das Gesundheitssystem wirtschaftlich stark belastet. Den neuen Gesetzesentwurf begrüßen die DGP sowie der Verband pneumologischer Kliniken e.V. (VPK) und fordern seine schnelle Umsetzung.

Pulmonal arterielle Hypertonie (PAH):

Frühere Diagnose und Kombinationstherapie gefordert

München (14. März 2019) – Obwohl der Verlauf der lebensbedrohlichen PAH mittlerweile medikamentös positiv beeinflussbar ist, wird die Erkrankung oft immer noch zu spät entdeckt. Dies geht mit einem Verlust an Lebenszeit und -qualität einher. „Mit dem heute möglichen Therapiemanagement könnte die Morbidität und Mortalität der PAH noch niedriger liegen“, so Prof. Dr. med. Marius M. Hoeper, MHH, Hannover anlässlich des Symposiums von Actelion beim 60. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in München. Weiterhin gelte es die Diagnose einer PAH so früh wie möglich zu stellen und bei Anfangssymptomen wie Dyspnoe und rascher Erschöpfbarkeit noch genauer hinzuschauen, wie Prof. Dr. med. Hanno Leuchte, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität München betonte. „Risikopatienten wie z.B. Patienten mit systemischer Sklerose (SSc) sollten ein regelmäßiges Screening erhalten, um eine assoziierte PAH frühzeitig zu detektieren und zu behandeln“, erläuterte PD Dr. med. Tobias Lange, Universitätsklinikum Regensburg. Experten sind sich einig, dass eine raschere Diagnose, die regelmäßige Risikoeinstratifizierung [1,2] der Patienten hinsichtlich der zu erwartenden 1-Jahres-Mortalität und der frühzeitige und konsequente Einsatz der verfügbaren Therapieoptionen Standard des PAH-Managements werden müssen, um das Outcome weiter zu verbessern. Dies schließt die Kombination von zwei oder drei Wirkstoffklassen, wie sie in den Leitlinien [2] empfohlen wird, mit ein. Infrage kommen hierfür z.B. Phosphodiesterase(PDE)5-Hemmer, Stimulatoren der löslichen Guanylatzyklase, duale orale Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA) wie Macitentan und der orale Prostacyclin-Rezeptor-Agonist Selexipag.

Kongress der DGP 2019

Mit neuen Therapiekonzepten NSCLC-Patienten individuell behandeln

Grenzach-Wyhlen (14. März 2019) – Ganz im Zeichen personalisierter Medizin beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) stand das Symposium der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) in München. Bereits heute kann mit Tecentriq® ▼(Atezolizumab) und Alecensa® ▼(Alectinib) die First-Line-Therapie des NSCLC deutlich individualisiert werden. So führt die Hinzunahme von Tecentriq zu Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie bei NSCLC-Patienten mit nicht-plattenepithelialer Histologie zu einem signifikanten und klinisch bedeutsamen Überlebensvorteil.1 Besonders deutlich profitieren Patienten mit Lebermetastasen und Patienten mit EGFR-Mutation, letztere nach Versagen entsprechender zielgerichteter Therapien.2,3 Die Kombinationstherapie ist nun in der EU für die First-Line-Therapie zugelassen.4 Beim ALK-positiven NSCLC hat sich Alecensa innerhalb kürzester Zeit als neuer Standard für die First-Line etabliert: Hier verlängert Alecensa das progressionsfreie Überleben (PFS) der Patienten auf fast drei Jahre.5-7 Eine vielversprechende personalisierte Therapie stellt zudem die in fortgeschrittener Entwicklung befindliche Prüfsubstanz Entrectinib für Patienten mit NTRK- und ROS1-positivem NSCLC in Aussicht.

Grifols LogoAlpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM)

Ausgesprochen viel bewirkt: 30 Jahre Prolastin®

Frankfurt am Main (21. November 2018) - Seit mittlerweile 30 Jahren bekommen Patienten mit der vererbten Lungenerkrankung Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) das aus Spenderblut aufgereinigte Protein Alpha-1-Antitrypsin wöchentlich per Infusion zugeführt. In Studien verringerte Prolastin® im Vergleich zu Placebo die Häufigkeit und den Schweregrad von Infektionen der Lunge und verlangsamte den Verlust der Lungendichte, der bei den Patienten zu fortschreitenden Symptomen einer COPD führt.1,2 Die Ergebnisse kontrollierter Beobachtungsstudien mit Prolastin® weisen auf die klinische Wirksamkeit3,4 hin – und das nun bereits seit 30 Jahren.5

Asthma

Spiriva® Respimat® erhält Indikationserweiterung für Kinder ab 6 Jahren*

  • Europäische Zulassungsbehörde erkennt den Nutzen von Spiriva® Respimat® in der Dauertherapie bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen mit Asthma an.1,2
  • Fast jeder zweite Asthma-Patient leidet trotz Behandlung weiter unter Symptomen,3,4,5 was das Risiko für potenziell lebensbedrohliche Asthma-Anfälle erhöht6.
  • Asthma ist eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter7 mit bisher wenigen Behandlungsmöglichkeiten; daher werden neue Optionen wie beispielsweise Spiriva® Respimat® benötigt.

Ingelheim (6. Juni 2018) – Die europäische Zulassungsbehörde hat eine Erweiterung der Asthma-Indikation von Spiriva® (Tiotropium) Respimat® für Kinder und Jugendliche akzeptiert.* Das BfArM hat diese am 9. Mai 2018 bestätigt. Danach ist Spiriva® Respimat® nun in Deutschland als zusätzlicher dauerhaft einzusetzender Bronchodilatator bei Patienten ab 6 Jahren mit schwerem Asthma zugelassen, die im Vorjahr mindestens eine schwere Asthma-Exazerbation erfahren haben*.

Aktuelle und zukünftige Behandlungsmöglichkeiten mit Tecentriq beim fortgeschrittenen NSCLC

Signifikante Überlebensvorteile für Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom

Dresden (16. März 2018) - Überzeugend wirksam und gut verträglich bei jedem PD-L1-Status1 – diese Vorteile bietet der Checkpoint-Inhibitor Tecentriq®▼ (Atezolizumab) vorbehandelten Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC).2 Wie Prof. Dr. Stefan Krüger, Düsseldorf, im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) betonte, eröffnet der PD-L1-Inhibitor damit Patienten die Chance auf ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben.1 Darüber hinaus belegen aktuelle Studiendaten das Potenzial von Tecentriq, das Therapiespektrum in dieser Indikation noch einmal entscheidend zu erweitern – als Kombinationspartner von Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie. „Die ersten Ergebnisse stimmen uns sehr zuversichtlich, dass bald noch mehr Patienten von Tecentriq profitieren können“, so PD Dr. David Heigener, Grosshansdorf, auf dem Symposium.

Trelegy Ellipta

Erste einmal tägliche Triple-Therapie bei moderater bis schwerer COPD zugelassen*

  • Signifikante Verbesserung von Lungenfunktion und gesundheitsbezogener Lebensqualität unter FF/UMEC/VI (Trelegy Ellipta) im Vergleich zu ICS/LABA (Symbicort Turbohaler)
  • Reduktion der Rate moderater bis schwerer Exazerbationen
  • Einfach in der Anwendung: Nur ein Hub pro Tag mit der Kombination dreier Wirkstoffe in einem Inhalator

München (15. März 2018) – Trelegy Ellipta steht seit 1. März 2018 die erste einmal tägliche Triple-Therapie in einem Inhalator für die Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zur Ver-fügung. Die Dreifachfixkombination aus dem inhalativen Kortikosteroid (ICS) Fluticasonfu-roat (FF), dem langwirksamen Muscarinantagonisten (LAMA) Umeclidinium (UMEC) und dem langwirksamem Beta-2-Agonisten (LABA) Vilanterol (VI) ist zugelassen als Erhaltungs-therapie bei erwachsenen Patienten mit moderater bis schwerer COPD, die mit einer Kombi-nation aus ICS/LABA nicht ausreichend behandelt werden können.

59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)

FoundationOne: Wie moderne Analyseverfahren die Therapieentscheidung beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom unterstützen können

Dresden (15. März 2018) - Durch den Einsatz moderner Informationstechnologien und Analyseverfahren vollzieht sich ein Wandel in der personalisierten Krebsmedizin. Die Wahl der bestmöglichen zielgerichteten Behandlung ist von der Kenntnis relevanter genetischer Veränderungen abhängig. Bei Erkrankungen wie dem fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), bei dem Mutationen unterschiedlicher Signalwege die Wirksamkeit des Therapieregimes bestimmen können, ist dies besonders relevant.1-3 Services wie FoundationOne können Behandlern eine wertvolle Hilfestellung bei der Therapiewahl geben: Die umfassenden Tumorprofile bieten Informationen zu mehr als 300 krebsassoziierten Genen. Auf einem Symposium der Roche Pharma AG beim Jahrestreffen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) sprachen Experten über die Bedeutung umfassender Tumorprofilings sowie den Stellenwert von FoundationOne bei der Therapiewahl für Patienten mit NSCLC.

Neue Ära bei ALK-positivem NSCLC:
First-Line-Therapie mit Alecensa überzeugt

Grenzach-Wyhlen (15. März 2018) - „Mit der First-Line-Zulassung von Alecensa® ▼ (Alectinib) können Patienten mit ALK-positivem Lungenkarzinom nun in der ersten Behandlungslinie von der effektiven und verträglichen Therapie mit Alecensa profitieren. Dabei ist eine frühzeitige molekulare Testung die wichtigste Voraussetzung für den Therapieerfolg“, betonte Dr. Claas Wesseler, Hamburg, beim diesjährigen DGP-Kongress in Dresden. Im Rahmen eines Roche-Symposiums ging er auf die Daten der zulassungsrelevanten ALEX-Studie ein und zeigte auf, welche neuen Perspektiven sich daraus für Patienten mit fortgeschrittenem, ALK-positivem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) ergeben. Die Ergebnisse der Head-to-Head-Studie (Alecensa vs. Crizotinib) belegen, dass Alecensa signifikant überlegen wirksam ist: Unabhängig von ZNS-Metastasen wurde unter Alecensa das progressionsfreie Überleben (PFS) mehr als verdoppelt.1 Zudem schützt Alecensa überlegen vor der Entstehung neuer Hirnmetastasen. Darüber hinaus wurde eine deutlich bessere Wirksamkeit bei bestehenden ZNS-Metastasen beobachtet.2 Dabei war Alecensa – trotz längerer Therapiedauer – verträglicher als Crizotinib.1,2

Pohl Boskamp

Bewegung und physikalische Therapie bei Atemwegserkrankungen:
Atemtherapiegerät GeloMuc® zur effektiven Mukosekretolyse

Bad Reichenhall (25. Juli 2017) – Bewegungstraining und physikalische Therapie sind wichtige Säulen der pneumologischen Rehabilitation und können bei Patienten mit Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zu mehr Lebensqualität führen, so das Fazit der Experten beim Bad Reichenhaller Kolloquium am 23. Juni 2017 in Bad Reichenhall.* Die nicht-medikamentöse Therapie von Atemwegserkrankungen besteht aus drei Säulen: Patientenschulung, Bewegungs- und Trainingstherapie sowie der physikalischen Therapie mit dem Erlernen von Selbsthilfetechniken. „Bewegung verbessert die Prognose und steigert die Lebensqualität“, betonte Professor Wolfgang Petro, Bad Reichenhall. Neben dem Bewegungstraining sei auch die physikalische Therapie wichtig. Die richtige Hustentechnik hilft unter anderem bei der Bronchialreinigung. Zur Lösung des festsitzenden Bronchialschleims (Mukosekretolyse) kommen auch Atemtherapiegeräte wie beispielsweise GeloMuc® zum Einsatz. GeloMuc® stärkt die Lungenfunktion, öffnet die Atemwege und erweitert die Bronchien.