Trelegy Ellipta

Erste einmal tägliche Triple-Therapie bei moderater bis schwerer COPD zugelassen*

  • Signifikante Verbesserung von Lungenfunktion und gesundheitsbezogener Lebensqualität unter FF/UMEC/VI (Trelegy Ellipta) im Vergleich zu ICS/LABA (Symbicort Turbohaler)
  • Reduktion der Rate moderater bis schwerer Exazerbationen
  • Einfach in der Anwendung: Nur ein Hub pro Tag mit der Kombination dreier Wirkstoffe in einem Inhalator

München (15. März 2018) – Trelegy Ellipta steht seit 1. März 2018 die erste einmal tägliche Triple-Therapie in einem Inhalator für die Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zur Ver-fügung. Die Dreifachfixkombination aus dem inhalativen Kortikosteroid (ICS) Fluticasonfu-roat (FF), dem langwirksamen Muscarinantagonisten (LAMA) Umeclidinium (UMEC) und dem langwirksamem Beta-2-Agonisten (LABA) Vilanterol (VI) ist zugelassen als Erhaltungs-therapie bei erwachsenen Patienten mit moderater bis schwerer COPD, die mit einer Kombi-nation aus ICS/LABA nicht ausreichend behandelt werden können.

Die Zulassung stützt sich auf die Daten der FULFIL (Lung FUnction and Quality of LiFe Assessment in COPD with Closed TrIpLe Therapy)-Studie, die im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine publiziert wurde.1 Die FULFIL-Ergebnisse zeigen deutlich, dass die einmal tägliche Triple-Therapie sowohl die Lungenfunktion als auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität signifikant stärker verbessert als die zweimal tägliche Inhalation der ICS/LABA-Kombination Budesonid/Formoterol (BUD/FOR; Symbicort Turbohaler) und gleichzeitig das Exazerbationsrisiko signifikant verringert.
 
Die FULFIL-Studie ist eine randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenuntersuchung, die bei Patienten mit COPD die Dreifachfixkombination FF/UMEC/VI (n=911) mit der Zweifach-kombination BUD/FOR (n=899) vergleicht. Co-primäre Endpunkte waren die Verbesserung des FEV1-Talwerts und des SGRQ-Gesamtscores ab Baseline zu Woche 24. Beide Endpunkte wurden erreicht. Unter FF/UMEC/VI kam es im Vergleich zu BUD/FOR zu einer statistisch signifikanten Änderung des FEV1-Talwerts um +171 ml (+142 ml vs. -29 ml; p<0,001) und damit zu einer erheblichen Verbesserung der Lungenfunktion. Bezogen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten zeigte die Auswertung des SGRQ-Fragebogens für die Fixkombination mit FF/UMEC/VI eine absolute Verbesserung des SGRQ-Scores um -6,6 Punkte gegenüber -4,3 Punkten unter BUD/FOR (p<0,001). Das relative Risiko für eine Exazerbation, d.h. für eine akute Verschlechterung der COPD, definiert als sekundärer Endpunkt, wurde unter der Dreifachfixkombination um 35 % reduziert.
 
Hinweise auf Langzeitwirksamkeit und Langzeitverträglichkeit über die Erhebung nach 24 Wochen hinaus wurden auf der Basis von 430 Patienten erhoben, die über 52 Wochen auf ihrem verblindeten Therapieregime blieben. Die nach 24 Wochen erreichte Lungenfunktion blieb unter der Dreifachfixkombination nicht nur stabil, sondern zeigte die Tendenz zu einer weiteren Verbesserung (Änderung des FEV1-Talwerts um +179 ml). Auch der Vorteil hinsichtlich der Lebensqualität blieb erhalten (-4,6 vs. -1,9) und Exazerbationen traten signifikant seltener (44 % vs. 33 %; p=0,006) auf.
 
Professor Dr. Joachim Lorenz, globaler medizinischer Experte bei GSK und früherer Direktor der Klinik für Pneumologie am Klinikum Lüdenscheid, betonte, dass die belastenden Symptome von COPD-Patienten nicht übersehen werden dürfen. „Noch viel zu häufig wird die Dyspnoe bei COPD-Patienten unter einer Therapie nicht adäquat behandelt. 87 % aller Patienten unter ICS/LABA leiden trotz Therapie unter Atemnot.2 Mit der neuen Triple-Therapie steht Patienten, die unter ICS/LABA weiterhin Symptome erleiden, nun eine moderne und wirksame Behandlung zur Verfügung, die ihnen helfen kann.“
 
Neben den Daten der Zulassungsstudie sind auch die bislang bekannten Daten der IMPACT (InforMing the PAthway of COPD Treatment)-Studie vielversprechend.3 Die in ihrem Design bisher in der COPD einzigartige Studie vergleicht an mehr als 10.000 symptomatischen COPD-Patienten drei verschiedene Therapieschemata im gleichen Inhalationssystem: die Dreifachfixkombination ICS/LAMA/LABA (FF/UMEC/VI, 92/55/22 μg; Trelegy Ellipta) mit den dualen Fixkombinationen ICS/LABA (FF/VI, 92/22 μg; Relvar Ellipta) und LAMA/LABA (UMEC/VI, 55/22 μg; Anoro Ellipta). Erste Ergebnisse zeigen bei instabilen COPD-Patienten eine signifikante Reduktion der Exazerbationsrate durch die Triple-Therapie von 15 % gegenüber ICS/LABA sowie von 25 % gegenüber LAMA/LABA.
 
Professor Dr. Paul Jones, globaler medizinischer Experte bei GSK und Professor am St. George’s Hospital der University London erläuterte die aktuelle Datenlage wie folgt: „Für Patienten mit moderater und schwerer COPD, die weiterhin symptomatisch sind, ist die neue Triple-Therapie mit nur einem Hub pro Tag aus dem einfach anzuwendenden Ellipta4 eine neue Therapieoption. Dabei ist vor allem die Senkung der Exazerbationsrate ein wichtiger Behandlungseffekt von Trelegy Ellipta, da jede Exazerbation die Erkrankung fortschreiten lässt. Denn jede Exazerbation ist eine zu viel.“
 
 
Hintergrundinformationen zur FULFIL-Studie
 
FULFIL (Lung FUnction and Quality of LiFe Assessment in COPD with Closed TrIpLe Therapy) ist eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Parallelgruppenuntersuchung im Double-Dummy- Verfahren. Sie vergleicht Wirksamkeit und Sicherheit der fixen Dreifachkombination aus Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol (92/55/22 μg) mit der Zweifachkombination Budesonid/Formoterol (320/9 μg) bei Patienten mit moderater bis schwerer COPD. Die Dreifachkombination wird einmal täglich mit ELLIPTA appliziert, die Zweifachkombination zweimal täglich mit dem Turbohaler.
 
In die weltweit durchgeführte Studie wurden insgesamt 1.810 Patienten in 162 Studienzentren eingeschlossen. Einschlusskriterien waren entweder ein FEV1<50 % + CAT ≥10 oder ein FEV1>50 % bis <80 %+≥2 moderate Exazerbationen im vergangenen Jahr oder ≥ 1 schwere Exazerbation im vergangenen Jahr + CAT≥10.
 
911 Patienten erhielten die Dreifachkombination, 899 Patienten die Zweifachkombination. Die Mehrzahl der Patienten wurde nach einer einwöchigen Run-in-Phase über 24 Wochen behandelt und eine Woche nachbeobachtet. 430 Patienten wurden im Rahmen der Blindstudie über insgesamt 52 Wo-chen behandelt.
 
Co-primäre Endpunkte sind die Veränderung des FEV1-Talwerts und des SGRQ (St. George‘s Respiratory Questionnaire)-Gesamtscores im Vergleich zum Ausgangswert nach 24 Wochen. Der FEV1- Talwert ist ein aussagefähiger Parameter zur Bestimmung der Lungenfunktion, der SGRQ-Gesamt-score zur Bestimmung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.
 
Nach 24 und 52 Wochen wurde zudem die jährliche Exazerbationsrate, definiert als sekundärer Endpunkt, erfasst.

Zudem wurden zu beiden Zeitpunkten Daten zur (Langzeit-)Sicherheit erhoben. Im Fokus steht hier das Risiko für Pneumonien und kardiovaskuläre Ereignisse.
 
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Über COPD
 
Die Prävalenz der COPD steigt stetig. Sie ist inzwischen die vierthäufigste Todesursache weltweit. Im Jahr 2012 starben etwa 3,1 Millionen Menschen an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit.5

Bei der COPD handelt es sich um eine Multikomponentenkrankheit mit einer Entzündung der Atem-wege, die begleitet wird von mukoziliärer Dysfunktion, strukturellen Veränderungen und einer Limitierung des Atemflusses, die zu einer belastenden Dyspnoe führt.
 
Der Schweregrad der Erkrankung wird durch den FEV1-Wert definiert. Die medikamentöse Behandlung orientiert sich am pharmakologischen Therapiealgorithmus der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD). Die Wahl der Therapie richtet sich nach der Symptomatik, gemessen anhand des mMRC oder des CAT-Scores, sowie dem Exazerbationsrisiko. Im Vordergrund steht eine bronchodilatierende Erhaltungstherapie. Häufig kommen auch ICS/LABA-Kombinationen zum Einsatz. Diese Strategie ist aber oft nicht zufriedenstellend: 87 % sind unter einer ICS/LABA-Kombination weiterhin anhaltend kurzatmig.2 62 % der Patienten mit schwerer COPD erleiden innerhalb von zwei Jahren unter ICS/LABA eine Exazerbation, die einen therapeutischen Eingriff erfordert.6 Für Patienten, die trotz einer dualen Therapie symptomatisch sind oder bei denen vermehrt Exazerbationen auf-treten, kann eine Dreifachtherapie mit einer ICS/LAMA/LABA-Kombination zielführend sein.
 
 
Über Trelegy Ellipta
 
Trelegy Ellipta ist eine Kombination aus dem inhalativen Kortikosteroid (ICS) Fluticasonfuroat und den beiden Bronchidilatatoren Umeclidinium, einem langwirksamen Muscarinantagonisten (LAMA), und Vilanterol, einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA). Das Pulver wird mit dem Inhalator Ellipta appliziert. Eine vollständige Auflistung der Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sowie Hinweise zu möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden sich in der Fachinformation zu Trelegy Ellipta.
 
Trelegy und Ellipta sind Marken der GlaxoSmithKline-Unternehmensgruppe. Symbicort und Turbohaler sind Marken der AstraZeneca GmbH.
 
Trelegy wurde in Zusammenarbeit mit Innoviva entwickelt.
 
 
Über Ellipta
 
GSK bietet für die Behandlung der COPD mit Incruse, Anoro, Relvar und Trelegy ein breites Portfolio an. Alle Präparate werden mit dem Inhalator Ellipta inhaliert, sodass sich die Inhalationstechnik auch bei einer Therapieeskalation nicht ändert. Für den Ellipta konnte bereits gezeigt werden, dass COPD-Patienten weniger kritische Anwendungsfehler machen als mit anderen Inhalatoren. 98 % der COPD-Patienten konnten den Ellipta nach einer Einweisung gleich beim ersten Mal korrekt anwenden.4

GSK – eines der weltweit führenden forschenden Gesundheitsunternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. In Deutschland gehört GSK zu den wichtigsten Anbietern medizinischer Produkte und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen sozialen Projekten: So unterstützen wir „wellcome – für das Abenteuer Familie“ und den „Förderverein Bildung für kranke Kinder und Jugendliche München e.V.“. Zudem stellt GSK seine MitarbeiterInnen einen Tag im Jahr am so genannten „OrangeDay“ frei, um in sozialen Einrichtungen mitzuhelfen. Seit 2013 besteht eine einzigartige weltweite Partnerschaft mit der Nichtregierungsorganisation „Save the Children“, die das Ziel hat, einer Million Kindern in Ent-wicklungsländern das Leben zu retten.

Die Markenzeichen sind Eigentum der GSK-Unternehmensgruppe.
 
Innoviva

Innoviva konzentriert sich darauf, den Patienten überzeugende neue Arzneimittel in Berei-chen mit nicht gedecktem Bedarf anzubieten und setzt dabei seine relevanten Fachkenntnisse bei der Entwicklung, Vermarktung und dem Finanzmanagement von Biopharmazeutika wirksam ein. Das Portfolio der Firma Innoviva beruht auf Vermögenswerten aus dem Bereich der Therapie von Atem-wegserkrankungen, bei denen sie mit der Glaxo Group Limited (GSK) zusammenarbeitet, dazu gehö-ren RELVAR/BREO ELLIPTA und ANORO ELLIPTA, die von Innoviva und GSK gemeinsam entwi-ckelt wurden. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung mit GSK ist Innoviva berechtigt, verbundene Li-zenzeinkünfte von RELVAR/BREO ELLIPTA und ANORO ELLIPTA zu erhalten. Außerdem behält In-noviva einen Anteil von 15 Prozent der zukünftigen Zahlungen von GSK für in früheren Stadien be-findliche Programme ein, die in Zusammenarbeit mit Theravance Biopharma Inc. entwickelt wurden, dazu gehört auch Trelegy Ellipta zur Behandlung der COPD.

  • Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von Innoviva unter www.inva.com 


 
 Anmerkung

* Trelegy Ellipta ist angezeigt fur die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit moderater bis schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mit einer Kombination aus einem inhalativen Kortikosteroid und einem langwirksamen Beta-2-Agonisten nicht ausreichend eingestellt sind.


Literaturverweise

  1. Lipson DA et al. Am J Respir Crit Care Med 2017; 196:438-446
  2. Mullerova H et al. PLoS One 2014; 9:e85540
  3. Pascoe SJ et al. A phase III randomised controlled trial of single-dose triple therapy in COPD: the IMPACT protocol. Eur Resp J 2016; 48: 320-330
  4. Riley JH et al. Int J of COPD 2016; 11: 1873-1880
  5. Weltgesundheitsorganisation (WHO). The top 10 causes of death: Factsheet [online] Januar 2017. Abrufbar unter: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs310/en/ [letzter Zugriff: April 2017]
  6. Wedzicha JA et al. Am J Respir Crit Care Med 2008; 177:19–26

 


Quelle GlaxoSmithKline, 15.03.2018 (tB).