Polihexanid in der Wundbehandlung

Praxisempfehlung setzt Therapiestandard

 

Rengsdorf (24. April 2009) – Eine interdisziplinäre Expertengruppe hat erstmals die derzeit verfügbare Evidenz zu Polihexanid in der Behandlung kritisch kolonisierter oder lokal infizierter Wunden zusam­mengefasst. Hintergrund: Bislang existierten keine allgemeingültigen Regeln für die Anwendung des Antiseptikums. Diese Lücke schließt nun die praxisorientierte Expertenempfehlung1. Dass dies geradezu überfällig war, zeigt die umgehende Befürwortung der Praxisempfehlung durch die deutschen und österreichischen Fachgesellschaften im Bereich der Wundversorgung: Austrian Wound Association (AWA), Deutsche Gesellschaft für Wundheilung (DGfW) und Initiative Chronische Wunden (ICW). Die Originalarbeit ist soeben in „Wundmanagement“2 und der „Zeitschrift für Wundheilung“3 veröffentlicht worden. Unterstützt wurde die Expertengruppe von Lohmann & Rauscher (L&R). Die praxisorientierte Empfehlung ist zu finden unter www.lohmann-rauscher.de

 

Die Praxisempfehlung gibt allen, die direkt oder indirekt in den Wundheilungsprozess eingebunden sind, Orientie­rung. Der rationale Einsatz von Polihexanid soll das Wundmanagement verbessern und einen Therapie­standard definieren helfen“, so Dr. Thomas Eberlein, Dermatologe aus Nürnberg und Koordinator der Expertenempfehlung, zur Motivation und Zielsetzung  der Expertengruppe. Mit Polihexanid steht eine in hohem Maße geeignete antimikrobielle Substanz zum Einsatz bei kritisch kolonisierten oder lokal infizierten akuten und chronischen Wunden zur Verfügung. Die praxisorientierte Empfehlung hebt neben der therapeutischen Breite, die gute Zell- und Gewebe­verträglichkeit sowie die wundheilungsfördernde Wirkung hervor. Klarer Vorteil gegenüber Silber: Bislang ist es beim Einsatz von Polihexanid nicht zu Resistenzentwicklungen bei Erregern gekommen.

 

Polihexanid kann lokal als Spülung, Spül-Drainage oder als feuchter Wundverband eingesetzt werden. Neben der therapeutischen Anwendung ist auch ein präventiver Einsatz bei Infekt gefährdeten Wunden möglich. Aus dieser Situation heraus kann sich eine kritische Kolonisation entwickeln, die rasch in eine lokale Infektion mit bekanntem Komplikationsrisiko übergeht. Neben allgemeinen Therapieempfehlungen geben die Experten in der Praxisempfehlung konkrete Anwendungshinweise für alle derzeit verfügbaren Produkte mit Polihexanid. Diese werden in zahlreichen Tabellen veranschaulicht.

 

Einziger Zelluloseverband mit Polihexanid

Suprasorb® X + PHMB von Lohmann & Rauscher (L&R) ist der einzige polihexanidhaltige Biozelluloseverband in der feuchten Wundbehandlung. Er beseitigt ein breites Erregerspektrum und überführt selbst hartnäckig MRSA-kontaminierte Wunden in MRSA-freie. Außerdem zeichnet sich der Wundverband durch eine hohe Verträglichkeit aus und verfügt über ein überdurchschnittliches Exsudatma­nagement: Wo nötig, gibt er Feuchtigkeit ab und nimmt gleichzeitig an anderer Stelle überschüssiges Exsudat auf. Das HydroBalance-System reduziert den Schmerz und fördert die Wundheilung. Suprasorb® X + PHMB ist für kritisch kolonisierte und lokal infizierte, schwach bis mittel exsudierende Wunden indiziert – insbesondere für die Behandlung chronischer Wunden. Durch das weiche und anschmiegsame Material passt sich der Verband jeder Wunde an.

 

Lohmann & Rauscher

Lohmann & Rauscher ist ein international tätiges Unter­nehmen mit breitem Produkt-Portfolio. L&R produziert zukunftsorientierte Medizin- und Hygieneprodukte, vom einfachen Verbandstoff bis zu modernen Therapie- und Pflegesystemen. Die Produkte zeichnen sich durch hohe Qualität sowie außergewöhnliche Eigenschaften aus.

 

 

Quellen

  1. J. Dissemond, V. Gerber, A. Kramer, G. Riepe, R. Strohal, A. Vasel-Biergans, T. Eberlein (2009) Praxisorientierte Expertenempfehlung zur Behandlung kritisch kolonisierter und lokal infizierter Wunden mit Polihexanid.
  2. Wundmanagement 3(2): 62-68
  3. Zeitschrift für Wundheilung 14(1): 20-26

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Firma Lohmann & Rauscher vom 24.04.2009 (Dorothea Küsters Life Science Communications)

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