Praxiserfahrungen mit dem Coxib vom Schmerzexperten Grünenthal

EXINEF® bringt Bewegung in die Gelenkschmerztherapie*

 

Köln (4. September 2013) – Viele Menschen wünschen sich heute einen bewegten Ruhestand. Doch mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr verschlissener oder entzündeter Gelenke an. „In der Praxis wird der Gelenkschmerzpatient immer häufiger. Hier gilt es, patientenindividuell die richtige Therapie zu finden. Mit EXINEF® und dem Wirkstoff Etoricoxib steht uns Hausärzten eine wirkungsvolle Alternative in der Behandlung degenerativer und insbesondere entzündlicher Gelenkerkrankungen zur Verfügung“, so Professor Klaus Wahle, Allgemeinmediziner aus Münster, der bei dem Pressegespräch von Grünenthal über seine Praxiserfahrungen sprach.

 

Der demographische Wandel und der Wunsch der Patienten, aktive und bewegliche späte Jahre zu verbringen, machen degenerative Gelenkerkrankungen immer häufiger zum Konsultationsgrund in der Praxis, berichtete Wahle. Eine individualisierte, mechanismen-orientierte Therapie kommt aber noch zu wenigen Schmerzpatienten zugute: Hier gilt es, patientenindividuell die richtige Therapie zu finden. Bei der Therapieentscheidung spielen für den Hausarzt neben dem Alter des Patienten auch seine weiteren Lebensziele und die Abwägung invasiver Maßnahmen eine Rolle.

 

 

Gegen den Arthroseschmerz – für ein Mehr an Bewegung

 

„Bei einem 72-jährigen, antikoagulierten, polymedizierten Arthrosepatienten spielt auch das Erwartungsmanagement eine Rolle. Große Bergtouren mit übermäßigem Einsatz an Medikamenten zu erkaufen, halte ich nicht für sinnvoll“, sagt Wahle. „Wenn möglich möchte ich Patienten nicht unter Schmerzmittel-Dauertherapie setzen, sondern intermittierend therapieren, wenn der Schmerz es fordert.“ Eine deutliche Verringerung der Arthroseschmerzen gegenüber Placebo (WOMAC-Schmerz-Subskala) und mehr Mobilität (WOMAC-Subskala körperliche Funktion) zeigten die Patienten unter Etoricoxib in einer doppelblinden Studie von Bingham et al.1. „Die Wirksamkeit von Etoricoxib ist mit tNSAR vergleichbar jedoch ohne thrombozyten-aggregationshemmende Wirkung und mit einer in der Regel besseren Verträglichkeit für den oberen Gastrointestinaltrakt. Beide Faktoren, sind besonders für die Therapieentscheidung bei meinen älteren Patienten relevant“, führte Wahle aus.

 

 

Gelenkschmerzen effektiv behandeln

 

„Wir können den Patienten den Schmerz nicht hundertprozentig nehmen, aber wir können versuchen, den Patienten so einzustellen, dass er mit möglichst wenig Nebenwirkungen ein Maximum an Lebensqualität erreichen kann“, erklärt Dr. Klaus Längler, Schmerzspezialist aus Wegberg. Insbesondere bei polymedizierten Patienten, die bereits mehrere Medikamente einnehmen müssten und womöglich die Gelenkschmerzen zusätzlich noch durch Selbstmedikation linderten, sei es Aufgabe des Schmerzspezialisten, eine Lösung zu finden, so Längler. Gerade in solchen Fällen sehe er in der Praxis, „je seltener wir ein Medikament geben müssen, desto höher die Compliance.“ Etoricoxib ist bei einmal täglicher Gabe über 24 Stunden wirksam und zeigte im Allgemeinen eine gute gastrointestinale Verträglichkeit.2

 

 

Individuelle Therapie schützt den GI-Trakt

 

Das Risikoprofil des einzelnen Patienten ergibt sich laut Dr. Klaus Längler, Schmerzspezialist aus Wegberg aus der fundierten Anamnese. In der Schmerztherapie sei aufgrund der Nebenwirkungen besonders auf mögliche GI-Komplikationen zu achten. Grundsätzlich gibt es bisher noch keine durchgängigen Kontrollempfehlungen im Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen der traditionellen nichtsteroidalen Antirheumatika. „Dies wird wohl einerseits an den eher seltenen gravierenden Nebenwirkungen, andererseits aber auch daran liegen, dass auch durch viele Kontrollen kein vollständiger Schutz erreicht werden kann“, vermutet Längler. Er appelliert daher an seine ärztlichen Kollegen, Patienten unter wiederholter tNSAR-Medikation bei jedem Praxisbesuch aktiv in diese Richtung zu befragen, auffälligen Symptomen nachzugehen und im Zweifel auch abklärende Maßnahmen z.B. beim Gastroenterologen zu veranlassen. In einer Untersuchung bei Patienten mit Arthroseschmerzen hatten mindestens vier von fünf Betroffenen (87%) Risikofaktoren, die gastrointestinale Komplikationen begünstigen können.3 Wie sich in einer randomisierten doppel-blinden Studie mit 680 Teilnehmern über 12 Wochen zeigte: Patienten unter Etoricoxib 120 mg entwickelten deutlich weniger endoskopisch sichtbare gastroduodenale Ulzerationen als unter Ibuprofen 2400mg. Gegenüber Naproxen, Ibuprofen und Diclofenac fanden die Forscher zudem in einer kombinierten Analyse aus 10 Phase II/III-Studienmit Etoricoxib (60, 90 oder 120 mg) ca. 50 % weniger unerwünschte Ereignisse im oberen Gastrointestinaltrakt.4

 

 

  • EXINEF 30 mg: 28 Filmtabletten
  • EXINEF 60 mg: 7, 20, 50, 100 Filmtabletten
  • EXINEF 90 mg: 7, 20, 50, 100 Filmtabletten
  • EXINEF 120 mg: 7, 20, 28

 

 

Anmerkung

 

  • * Zur Behandlung von Symptomen bei Reizzuständen degenerativer und entzündlicher Gelenkserkrankungen (Arthrose und rheumatoide Arthritis), Spondylitis ankylosans und Schmerzen und Entzündungszeichen bei akuter Gichtarthritis sowie Kurzzeitbehandlung mäßig starker Schmerzen nach Zahnoperationen.

 

  • Die empfohlenen Maximaldosen pro Tag von 60 mg Etoricoxib bei Arthrose, 90 mg bei rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis und mäßig starken Schmerzen nach Zahnoperation (hier begrenzt auf eine maximale Behandlungsdauer von 3 Tagen, bei einigen Patienten kann eine zusätzliche postoperative Analgesie notwendig sein), 120 mg bei akuter Gichtarthritis (hier begrenzt auf eine maximale Behandlungsdauer von 8 Tagen, Einnahme nur während der akuten symptomatischen Phase der Gichtarthritis) sollten nicht überschritten werden.

 

  • Bei der Entscheidung einen selektiven COX-2-Hemmer zu verschreiben, muss das individuelle Gesamtrisiko des Patienten berücksichtigt werden. Da das kardiovaskuläre Risiko unter der Therapie mit Etoricoxib mit Dosis und Behandlungsdauer ansteigen kann, sollte Etoricoxib in der niedrigsten wirksamen Dosis über einen möglichst kurzen Zeitraum verabreicht werden. Die Therapienotwendigkeit sowie das Ansprechen auf die Therapie sollten regelmäßig überprüft werden, insbesondere bei Patienten mit Arthrose.

 

Bitte beachten Sie die Fachinformation vor der Verordnung von EXINEF®.

 

 

Referenzen  

  1. Bingham CO et al. Rheumatology 2007;46:496
  2. Fachinformation EXINEF® (Stand 03/ 2013)
  3. Lanas A et al. Ann Rheum Dis 2010;69:1453-8
  4. Hunt RH et al. Am J Gastroenterol 2003;98: 1725-33

 

Über Grünenthal

 

Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen im Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Aufbauend auf ihrer einmaligen Kompetenz in der Schmerzbehandlung ist es das Ziel, das patientenzentrierteste Unternehmen und damit führend in Therapie-Innovation zu werden. Als eines der letzten fünf forschenden Pharmaunternehmen mit Konzernzentrale in Deutschland investiert Grünenthal nachhaltig in die Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2012 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen circa 26 Prozent des Umsatzes. Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie Grünenthals konzentriert sich auf ausgesuchte Therapiegebiete und modernste Technologien. Den Schwerpunkt bildet die intensive Suche nach neuen Wegen, um Schmerzen besser, nachhaltiger und mit weniger Nebenwirkungen zu lindern. Die Grünenthal Gruppe ist in 26 Ländern weltweit mit Gesellschaften vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich und. Heute arbeiten circa 4.400 Mitarbeiter weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der Umsatz 2012 betrug 973 Mio €.

 

Weitere Informationen unter: www.grunenthal.de

 


 

Quelle: Grünenthal, 04.09.2013 (tB).

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