Praxistipps bei Nebenwirkungen der Interferontherapie

 

Grippeähnliche Beschwerden (flu-like symptoms)

Grippeähnliche Nebenwirkungen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen können vor allem zu Beginn der Interferon-Behandlung auf­treten. Nach wenigen Wochen klingen diese jedoch meist wieder ab. Vermei­den bzw. lindern lassen sich diese Symptome folgendermaßen:   

 

Der „richtige“ Zeitpunkt der Injektion kann bereits zu einer besseren Verträglichkeit beitragen. Durch eine Injektion abends vor dem zu Bett gehen werden Nebenwirkungen in der Regel einfach „verschlafen“.

 

Ebenso wie bei infektiös-bedingten Grippesymptomen können fiebersenkende Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol mögliche Beschwerden lindern (z.B. eine halbe Stunde vor der Injektion eingenommen).

 

 

Hautreaktionen

Bei der subkutanen Injektion können Hautreaktionen (z.B. leichtes Brennen oder Rötungen) an der Einstichstelle auftreten. Abhilfe können die Betroffenen durch eine verbesserte Spritztechnik oder einfache Maßnahmen schaffen.

 

 

Die richtige Spritztechnik:

 

  • Die Kanüle sollte trocken sein.
  • Die Injektionslösung ausreichend tief (10 mm) und senkrecht (im 90°-Winkel) in die Unterhaut applizieren
  • Die Substanz vor der Injektion auf Zimmertemperatur erwärmen
  • Regelmäßig die Injektionsstelle wechseln
  • Mit der Injektionshilfe Rebiject IITM werden die meisten Fehler beim Spritzen und somit auch viele Nebenwirkungen vermieden.

 

 

Maßnahmen bei Hautreaktionen:

 

  • Kühlen der Injektionsstelle
  • Antihistaminikahaltige Externa
  • Cortisonhaltige Creme
  • Harnstoffhaltige Creme
  • Gerbstoffhaltige Lotion oder Creme
  • Hautpflegepräparate (z.B. wasserhaltige Creme)
  • Umschläge aus Schwarztee
  • Heparin nach Rücksprache mit dem Arzt

 


Quelle: Fachpresseeinladung der Firma Merck Serono „Fortbildungsveranstaltung für MS-Betreuerinnen – Ansprache, Vertrauen und Betreuung: Die zentrale Rolle einer MS-Schwester“ am 4./5. Juli 2008 in Darmstadt (the messengers) (tB).

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