PREFER in AF

Gesamteuropäisches Register für die Optimierung der Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern

 

München (2. April 2012) – Das vor Kurzem initiierte multinationale nicht-interventionelle Patientenregister PREFER in AF (PREvention oF thromboembolic events – European Registry in Atrial Fibrillation, Prävention thromboembolischer Ereignisse – europäisches Register bei Vorhofflimmern), das von Daiichi Sankyo Europe GmbH unterstützt wird, bietet einen neuen Ansatz, mit dem Daten über die gesamte Bandbreite der Erkrankung Vorhofflimmern (VHF), einschließlich valvulärer und nicht valvulärer Formen, erhoben werden.1 Mit diesem Register wird auch die Wirkung neuer gerinnungshemmender Therapien zur Schlaganfallprävention untersucht.1 Zudem soll es Erkenntnisse über die Zufriedenheit der VHF-Patienten mit ihrer Behandlung, die Auswirkungen von Erkrankung und Therapie auf die Lebensqualität der Patienten1 sowie die gesundheitsökonomische Belastung durch Vorhofflimmern in Europa liefern.1 Am 6. Januar 2012 wurde in Deutschland der erste Patient in einem Berliner Zentrum in das PREFER in AF-Register eingeschlossen.

 

Die World Heart Federation unterstrich im Jahr 2010 den Bedarf für neue multinationale Register, um Wissenslücken bezüglich Behandlung und Folgen bei Vorhofflimmern zu füllen.3 Mit dem Einschluss von 5.000 Patienten aus sieben europäischen Ländern wird PREFER in AF diesem Bedarf Rechnung tragen, indem solide Daten zu Patientenverhalten und therapeutischen Ansätzen über ein breites Spektrum von Schweregraden des VHF erhoben werden.1 Da sich die Behandlungsstrategien bei VHF weiterhin rasch ändern, werden diese Daten auch helfen festzustellen, ob derzeitige Therapieentwicklungen in der Praxis zu einer optimalen Gerinnungshemmung führen, um den Patienten die besten Chancen für ein normales Leben zu ermöglichen.

 

VHF kann in jeder Altersstufe auftreten. Das Risiko, an VHF zu erkranken, steigt jedoch mit zunehmendem Alter.4 Aufgrund der steigenden Lebenserwartung wird daher die Anzahl der VHF-Patienten stetig zunehmen. Mit dem Patientenregister PREFER in AF sollen wertvolle Erkenntnisse über die gegenwärtige VHF-Diagnostik und -Therapie sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Erkrankung auf die Gesundheitssysteme gewonnen werden. Zusätzlich soll es Informationen darüber liefern, wie die optimale Behandlung dieser Patienten in der Zukunft aussehen kann.

 

Die Registerdaten werden in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz erhoben. Aufgrund des Umfangs von PREFER in AF erhält man national repräsentative Daten zu Strategien der Schlaganfallprävention, zur Patientenzufriedenheit mit ihrer Therapie und dem Management bei der Gerinnungshemmung sowie zur Lebensqualität. Zudem werden gesundheitsökonomische Daten zur Arzneimitteltherapie sowie zu krankheits- und therapiebedingten Komplikationen einschließlich Hospitalisierungen gesammelt, um die tatsächlichen Kosten von VHF für die europäischen Gesundheitssysteme abschätzen zu können. Ärzte, die Interesse an der Teilnahme an diesem Register haben, können sich für weitere Informationen zu PREFER in AF an Dr. Christine Schubert oder Dr. Christoph Grünewald (Kontaktadressen siehe unten) wenden.

 

Der Kardiologe Prof. Harald Darius, Direktor der I. Medizinischen Klinik des Vivantes Klinikums Neukölln in Berlin und Mitglied des Steering Committees, kommentierte das Register folgendermaßen: „Dieses Patientenregister ist von wesentlicher Bedeutung, da es sich auf die Lebensqualität und die Therapiezufriedenheit von Patienten konzentriert – wichtige Faktoren für Überlegungen hinsichtlich der optimalen Patientenversorgung. Vorhofflimmern ist eine Erkrankung, die mit einer hohen Morbidität und Mortalität einhergeht, und wenn Patienten mit ihrer Therapie zufrieden sind, bleiben sie dabei.“

 

Vorhofflimmern ist die Hauptursache für Hospitalisierungen bei Herzerkrankungen und die in der klinischen Praxis am häufigsten anzutreffende kardiale Arrhythmie.5 Etwa 1–2 % der Allgemeinbevölkerung sind davon betroffen.2 VHF ist auch eine der häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall.2

 

Mit VHF in Zusammenhang stehende Schlaganfälle sind schwerwiegender und haben eine ungünstigere Prognose als nicht mit VHF assoziierte Schlaganfälle.6

 

Daiichi Sankyo, eine im Bereich kardiovaskuläre Medizin weltweit führende Pharmafirma, ist der Sponsor dieser Registerstudie. Reinhard Bauer, CEO der Daiichi Sankyo Europe GmbH, kommentiert den Start der Studie: „Daiichi Sankyo ist stolz darauf, ein derart nützliches gesamteuropäisches Patientenregister zu unterstützen, und wir freuen uns sehr, dass die ersten Patienten in diese wichtige Beobachtungsstudie eingeschlossen wurden. PREFER in AF ist ein Beispiel für unser fortlaufendes Engagement im Bereich der kardiovaskulären Medizin, mit dem wir die Therapie von Patienten mit Vorhofflimmern und den Kenntnisstand über die tatsächlichen Auswirkungen von Vorhofflimmern auf Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem weiter verbessern möchten.“

 

 

Informationen über PREFER in AF

 

Das Register PREFER in AF ist ein multizentrisches, prospektives, beobachtendes Erkrankungsregister mit einer einjährigen Nachbeobachtungsphase. Das Beobachtungskollektiv wird alle Patientengruppen mit Vorhofflimmern umfassen, ohne Ausschlusskriterien und unabhängig davon, ob sie eine antithrombotische Therapie erhalten oder nicht.

 

Weitere Informationen zur Teilnahme an diesem Register erhalten Sie von:

 

Dr. Christine Schubert und Dr. Christoph Grünewald

International Projekt Manager Clinical Research Associate

SSS International Clinical Research GmbH SSS International Clinical Research GmbH

Tel. 0049-(0)89-80 06 50-40 Tel. 0049-(0)89-80 06 50-0

eMail: Christine.Schubert@cro-sss.de, eMail: Christoph.Gruenewald@cro-sss.de

 

 

Informationen über Vorhofflimmern

 

Vorhofflimmern ist eine spezielle Herzrhythmusstörung.7 Das Herz hat vier Hohlräume – zwei Vorhöfe (Atrien) und zwei Kammern (Ventrikel).4 Die Vorhöfe pumpen Blut in die Ventrikel und diese wiederum treiben das Blut in den Körper; Vorhöfe und Kammern müssen in der richtigen rhythmischen Reihenfolge zusammenarbeiten, um das Blut möglichst effektiv mit jedem Herzschlag durch den Körper zu leiten.4

 

Ein gesundes Herz pumpt Blut in einem regelmäßigen Rhythmus – es kann schnell oder langsam schlagen, aber das Intervall zwischen den Schlägen ist immer das gleiche.4 Leidet ein Patient unter Vorhofflimmern, feuern die Herzmuskelzellen eine Vielzahl elektrischer Impulse an die Vorhöfe ab und setzen so den normalen, kontrollierenden „Timer” im Herz außer Kraft.4 Wenn dies passiert, ziehen sich die Vorhöfe sehr schnell – jedoch nur partiell – zusammen, und die Effektivität der Pumpleistung sinkt.4

 

Wird zu wenig Blut aus den Vorhöfen heraustransportiert, stagniert der Blutfluss und es kann zu Blutgerinnseln kommen. Diese Gerinnsel können sich lösen und über den Blutstrom ins Gehirn gelangen, wo sie dann möglichweise einen Schlaganfall verusachen.4

 

 

Über Daiichi Sankyo

 

Daiichi Sankyo entwickelt und produziert innovative Arzneimittel, um wirksame Therapien für bislang unzureichend behandelte Krankheitsbilder anbieten zu können. Das gilt für Patienten in Industriestaaten ebenso wie für Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Konzern ist 2005 aus der Fusion der beiden japanischen Traditionsunternehmen Daiichi und Sankyo entstanden und gehört heute mit einem Jahresumsatz von fast 8,5 Milliarden Euro zu den 20 führenden Pharmakonzernen der Welt. Das Unternehmen vermarktet Arzneimittel gegen Hypertonie, Hyperlipidämie und bakterielle Infektionen. In seiner Forschung und Entwicklung konzentriert sich Daiichi Sankyo auf neuartige Therapien in den Bereichen thrombotische Erkrankungen, Onkologie, Herz/Kreislauf und Stoffwechselerkrankungen. Mit dem „Hybridmodell“ hat Daiichi Sankyo eine Konzernstrategie entwickelt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten in den verschiedenen Arzneimittelmärkten gerecht werden und Wachstumsmöglichkeiten nutzen soll.

 

Der Hauptsitz des Unternehmens ist Tokio. Seine Europazentrale befindet sich in München. Daiichi Sankyo Europe besitzt Niederlassungen in zwölf europäischen Ländern sowie eine globale Fertigungsstätte in Pfaffenhofen, Deutschland.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.daiichi-sankyo.de

 

 

Referenzen 

  1. PREFER in AF Observational Plan – Daiichi Sankyo data on file. August 2011
  2. Fuster V et al. J Am Coll Cardiol 2006; 48(4): e149–246
  3. AF Aware, Atrial Fibrillation in Europe: How Aware Are You? World Heart Federation and Stroke Alliance for Europe, November 2010
  4. Patient.co.uk. http://www.patient.co.uk/pdf/pilsL10.pdf,  (Zugriff Dezember 2011)
  5. Go AS et al. JAMA 2001; 285(18): 2370–75
  6. Lamassa M et al. Stroke; 2001; 32: 392–8
  7. NHS Clinical Knowledge Summaries.
    http://www.cks.nhs.uk/atrial_fibrillation/view_whole_topic, (Zugriff August 2011)

 


 

Quelle: Daiichi Sankyo Deutschland, 02.04.2012 (tB).

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