MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Primäre antihypertensive Kombitherapie bei hohem kardiovaskulärem Risiko

 

Lübeck (20. November 2009) – Eine sich als modern verstehende antihypertensive Therapie zielt nicht allein auf die Kontrolle der Blutdruckwerte ab. Prognostisch entscheidend ist vielmehr die Senkung des kardiovaskulären Gesamtrisikos. Wenn es, wie bei Typ-2-Diabetikern oder Niereninsuffizienten, sehr hoch liegt, ist nach der Neubewertung der Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH) eine rasche Blutdruckkontrolle anzustreben. Und das gelingt am besten mit einer primären Kombinationstherapie. Wer dabei auf Fixkombinationen setzt, vereinfacht nicht nur die Therapie, sondern steigert auch die Compliance.

An der Renaissance der primären Kombinationsbehandlung haben vor allem die Sartane dank ihrer guten Verträglichkeit einen großen Anteil. Bei Candesartan (z. B. Blopress®) fällt die Halbwertszeit ins Gewicht, die auch noch nach 36 Stunden für einen ausreichenden antihypertensiven Effekt sorgt, betonte Professor Thomas Unger, Berlin. Dass sich die Blutdrucksenkung bezahlt macht, zeigt erneut eine Metaanalyse, in der Candesartan das Risiko der Herzinsuffizienz um 52 %, des Schlaganfalls um 32 % und des kardialen Todes um 21 % reduzierte. Laut Unger sind Sartane die Antihypertensiva der ersten Wahl mit zusätzlichen organprotektiven Eigenschaften.

Nach wie vor haben mehr als 50 % der Todesfälle hierzulande kardiovaskuläre Ursachen, was nicht zuletzt mit der unzureichenden Blutdruckkontrolle zu erklären ist. Gerade bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten kommt es darauf an, rasch die Zielwerte von 130/80 mmHg zu realisieren. Dazu zählen Hypertoniker mit Typ-2-Diabetes, KHK und Zustand nach apoplektischem Insult. Diese Hochrisikopatienten benötigen die Hochdosistherapie mit Fixkombinationen, so Professor Peter Trenkwalder, Starnberg. Sie ist indiziert bei Werten von 160/100 mmHg und darüber.

Speziell kardiale Risikopatienten, die trotz intensiver Vorbehandlung die Zielwerte verfehlt haben, profitieren von der Hochdosiskombination von Candesartan mit Hydrochlorothiazid (z. B. Blopress® PLUS 32/12,5 mg und Blopress® PLUS 32/25 mg). Über diese Fixkombination liegen noch keine Endpunktstudien vor. Gesichert ist aber, dass die Kombination eines Sartans mit einem Diuretikum die linksventrikuläre Hypertrophie signifikant besser zur Regression bringt als die Kombination eines Betablockers mit Hydrochlorothiazid.

 


 

Quelle: Wissenschaftliches Satelliten-Symposium der Firma Takeda Pharma zum Thema „Blopress®: Effektive Hochdrucktherapie bei kardialen Risikopatienten“ anlässlich des 33. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga, Lübeck, 20.11.2009 (HillandKnowlton) (tB).

MEDICAL NEWS

After old age, intellectual disability is greatest risk factor for…
New Corona test developed
Smoking cessation drug may treat Parkinson’s in women
Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human…
Using face masks in the community: first update – Effectiveness…

SCHMERZ PAINCARE

Projekt PAIN2020: Wir nehmen Schmerzen frühzeitig ernst. Jetzt für alle…
Wechselwirkung zwischen psychischen Störungen und Schmerzerkrankungen besser verstehen
Lisa Olstein: Weh – Über den Schmerz und das Leben
Wie ein Schmerz den anderen unterdrückt
Opioidtherapien im palliativen Praxisalltag: Retardierte Analgetika zeigen Vorteile

DIABETES

Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Diabetes: Neue Entdeckung könnte die Behandlung künftig verändern
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Fixkombination aus Basalinsulin und GLP-1-Analogon

ERNÄHRUNG

Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland

ONKOLOGIE

Krebsüberleben hängt von der Adresse ab
Vitamin D-Supplementierung: möglicher Gewinn an Lebensjahren bei gleichzeitiger Kostenersparnis
Konferenzbericht: Aktuelle Daten aus der Hämatologie vom ASH 2020
Anzeige: Aktuelle Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie des…

MULTIPLE SKLEROSE

Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei aktiver…

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…