Studienupdate zu InsuPad®

 

  • Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner, Diabeteszentrum und Praxis, Mainz

 

Berlin (30. Mai 2014) – InsuPad® erhöht die Verfügbarkeit von Insulin nach der Injektion durch Erhöhung der subkutanen Mikrozirkulation. Gleichzeitig wird mit InsuPad® bei jeder Injektion ein stabiler, lokaler anatomischer Hautzustand hergestellt, der die Aufnahme und damit auch die Steuerung der Insulintherapie vereinfacht. In der vergleichenden BARMER-Studie konnte gezeigt werden, dass das Erreichen des HbA1c-Ziel Wertes von < 6.5 % mit InsuPad® daher mit deutlich niedrigerem Insulinbedarf und mit einer deutlich niedrigeren Prävalenz von Hypoglykämien möglich ist.


In einer monozentrischen Sub-Studie der BARMER-Studie konnte mit Hilfe von standardisierten Mahlzeitentoleranztests belegt werden, dass die von den Patienten berichtete Reduktion der prandialen Insulindosen mit InsuPad® auch einer wissenschaftlichen Überprüfung standhält. Das Insulin flutet mit InsuPad® messbar schneller an und auch eine um 20 % niedrigere Dosis erzielt eine vergleichbare metabolische Kontrolle, was sich durch Messung von Glukose, Triglyzeriden, intaktem Proinsulin und anderen Stoffwechselparametern zeigen lässt. In einer randomisierten Cross-over Studie am Diabeteszentrum Bad Mergentheim wurde darüber hinaus mit 20 Patienten bestätigt, dass der Einsatz von InsuPad® in der täglichen Routine zu einer Reduktion der postprandialen Blutzuckerspitzen führt.

 

In weiteren Ad-Hoc Analysen der BARMER-Studie wurden weitere klinisch interessante Aspekte untersucht. Die Lebensqualität der Patienten (gemessen mit validierten und standardisierten Instrumenten) wird durch den zusätzlichen Aufwand der InsuPad®-Therapie nicht beeinträchtigt und ca. ein Drittel der Patienten berichtete über weniger Schmerzen an der Injektionsstelle, wenn InsuPad® zum Einsatz kommt. Eine Sub-Analyse der Patienten mit Typ 1 Diabetes zeigte, dass diese insbesondere durch eine Glättung der Blutzuckertagesprofile vom InsuPad®-Einsatz profitieren. Sie hatten dadurch 75 % weniger Unterzuckerungen als die Typ 1 Patienten im Kontrollarm der Studie. Das Erreichen von zwei Therapiezielen (HbA1c < 6,5 % und Gewichtsabnahme um mehr als 1 kg) gelang in der BARMER-Studie bei 31 % der Patienten im InsuPad®-Arm und bei 22 % der Patienten mit Kontrollarm ohne InsuPad®. Die InsuPad® Patienten erreichten beide Therapieziele jedoch mit einem um 40 % niedrigeren prandialen Insulinbedarf und hatten dabei 69 % weniger Hypoglykämien als die Patienten ohne InsuPad®. Gerade die Patienten, die motiviert sind unter einer intensivierten Insulintherapie auch noch eine Gewichtsabnahme anzustreben, scheinen somit von InsuPad® besonders zu profitieren.

 

 

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Quelle: Insuline medical, 30.05.2014 (tB).

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