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Nierenzellkarzinom 2009

Herausforderungen in der Therapie des mRCC

 

Prof. Dr. Markus Kuczyk

 

Dresden (17. September 2009) – Durch Einführung der zielgerichteten Substanzen in die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) haben sich Behandlungsziel und Prognose für mRCC-Patienten erheblich verändert: weg von der alleinigen Palliation und hin zur Progressionsverzögerung mit Erhöhung der Langzeit-Lebenserwartung bei gleichzeitig verbesserter Lebensqualität:

 

  • ·        Das mRCC hat sich als weitgehend resistent gegenüber allen heute verfügbaren Chemotherapien gezeigt.(1,2)Und auch die Strahlentherapie erweist sich als wenig effektiv.

  • ·        Bis zur Einführung der zielgerichteten Medikamente in die Therapie des mRCC war die Immuntherapie die Standardbehandlung. Bei diesen Therapien mit Interferon-alpha (IFN-a) und Interleukin-2 lagen die Ansprechraten unter 10 bis 20 %, daneben ist der Einsatz der Immunmodulatoren mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.(3-5)

  • ·        Mittlerweile gelten Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) oder monoklonale Antikörper als die mRCC-Therapie der Wahl. So wurde unter dem TKI Sunitinib (Sutent®), einem Referenzstandard bei mRCC, eine Vervierfachung der Ansprechrate im Vergleich zu IFN-a erreicht (47% vs. 12%, p<0,001) (6).

 

  • ·        Neben dem Multi-Kinase-Hemmer Sunitinib sind in Deutschland noch vier weitere Targeted Therapies zur Erstlinien- oder Zweitlinien-Therapie des mRCC zugelassen. Andere Substanzen befinden sich derzeit zum Teil schon in fortgeschrittenen Stadien der klinischen Erprobung, so dass künftig weitere Therapieoptionen bei dieser Tumorart zur Verfügung stehen könnten.

 

Die zielgerichteten Therapiemöglichkeiten haben das Behandlungsspektrum beim mRCC deutlich verbessert und erweitert. Gleichzeitig regen sie – mit Blick auf die optimale Ausschöpfung des therapeutischen Potenzials in der breiten klinischen Praxis – nach wie vor den wissenschaftlichen Diskurs an. Fragen, um die es dabei im Zusammenhang mit mRCC aktuell geht, sind zum Beispiel die nach dem Therapiebeginn und -kontinuum, nach dem sequentiellen Einsatz der TKIs, nach dem Einsatz der neuen Substanzen in besonderen Therapiesituationen wie der (Neo-)Adjuvanz oder die nach dem geeigneten Therapiemanagement zur Sicherung des Behandlungserfolges.

 

 

Referenzen

 

  1. Amato RJ. Semin Oncol 2000;27(2):177-186.
  2. Bennouna J et al. Oncology 2003;64:25-27.
  3. Fyfe G et al. J Clin Oncol 1995;13:688-696.
  4. Negrier S et al. N Engl J Med 1998;338:1272-1278.
  5. Huland E et al. Curr Opin Urol 2004;14:239-244.
  6. Motzer RJ et al. J Clin Oncol. June 1, 2009.

 

 

Autor

 

Prof. Dr. Markus Kuczyk , Direktor der Klinik für Urologie und Urologische Onkologie der medizinischen Hochschule Hannover, Hannover.

 

 

Download

 

Prof. Dr. Markus Kuczyk zum Thema „Herausforderungen in der Therapie des mRCC“

Folien: kuczyk.pdf kuczyk.pdf (767.71 KB)

 


 

Quelle: Satellitensymposium der Firma Pfizer zum Thema „Nierenzellkarzinom 2009 – Was ist gesichert?“ anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Dresden am 17.09.2009 (V3-Agentur).

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