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„Moderne Ausbildung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten – Verbesserte Versorgung für psychisch kranke Menschen“

Bundestag entscheidet über Reform der Psychotherapeutenausbildung

Berlin (26. September 2019) -- Wer Psychotherapeutin oder Psychotherapeut werden möchte, dem wird künftig an den Universitäten ein „Direktstudium“ zur Verfügung stehen. Denn in Zukunft wird die Approbation zum Psychotherapeuten im Anschluss an ein 5-jähriges Universitätsstudium erteilt werden. Über die Neuordnung der Psychotherapeutenausbildung entscheidet heute der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung. Das Gesetz enthält über die Regelungen zur Reform der Psychotherapeutenausbildung hinaus auch Regelungen zur unmittelbaren Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung.


„Wir sorgen für eine moderne und attraktive Psychotherapeutenausbildung. Das ist gut – für Therapeuten und Patienten gleichermaßen. Zudem schaffen wir ein maßgeschneidertes Behandlungsangebot für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Sie werden künftig schneller und besser versorgt. Und wir setzen Anreize, damit mehr Psychotherapeuten als heute neue Patienten aufnehmen. Psychisch kranke Menschen dürfen keine Schwierigkeiten haben, Hilfe zu finden.“ (Bundesgesundheitsminister Jens Spahn)


Wesentliche Regelungen zur neuen Psychotherapeutenausbildung:

 
Verbesserungen der psychotherapeutischen Versorgung:

Zudem werden die Krankenversicherungen (GKV und PKV) verpflichtet, einen Beitrag zur Finanzierung der ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen zu leisten. 

Das Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung bedarf der Zustimmung des Bundesrates. Die Regelungen zur neuen Psychotherapeutenausbildung, einschließlich der begleitenden Regelungen im SGB V, sollen am 1. September 2020 in Kraft treten. Weitere Vorschriften, wie zum Beispiel die Ermächtigungsgrundlage für die noch zu entwickelnde Approbationsordnung, treten teilweise vorzeitig am Tag nach Verkündung oder zum 1. Januar 2020 in Kraft.
 
 
Weitere Informationen





Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, 26.09.2019 (tB).