Bessere Überlebenschancen und weniger Komplikationen bei volumenorientiert beatmeten (volume-targeted ventilated) Frühchen. © Drägerwerk AG & Co. KGaAReferenz-Beatmungsgeräte: Babylog VN500 und Babylog 8000 plus

Neonatologen empfehlen volumenorientierte Beatmung bei Frühchen

   

Lübeck (13. September 2012) – Volumenorientiert* beatmete Frühchen überleben häufiger und erleiden seltener beatmungsassoziierte Lungenschäden – so eine Studienauswertung internationaler Neonatologen.(1/2) In einem Fachbeitrag demonstrierten die Experten die Vorteile dieser Beatmungsform anhand der Volumengarantie (VG) von Dräger.(3) Integriert in Frühchenbeatmungsgeräte wie das neue Babylog VN500 verhindert die VG, dass die Lunge des Babys überdehnt wird.

 

„Die aktuellen Forschungsergebnisse belegen die Vorteile der Volumengarantie als lungenschonende Beatmungsstrategie. Dies ermutigt uns, unsere Kunden noch stärker darauf hinzuweisen“, so Sara Corcoran, Senior Produktmanagerin im Bereich Frühchenbeatmung bei Dräger. Auch die Autoren des Fachbeitrags unterstützen mit ihrer anwendungsorientierten Darstellung der VG den Einsatz des Modus(4). Darüber hinaus empfiehlt die europäische Frühchen-Organisation European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) im aktuellen White Paper “Caring for Tomorrow” ebenfalls die Volumengarantie als primären Beatmungsmodus.(5) Neben dem Babylog VN500 bietet auch das Babylog 8000 plus, das nach Angaben der Fachautoren meist verwendete Frühchenbeatmungsgerät Europas(6), den Modus an.

 

 

Automatisch angepasstes Atemzugvolumen

 

Intensivpflege-Teams, die Frühchen klassisch druckkontrolliert beatmen, müssen den Druck des Beatmungsgeräts laufend kontrollieren. Die Lunge des Neugeborenen kann im Verlauf der Beatmung ihre Dehnbarkeit und den Widerstand verändern, wodurch der Beatmungsdruck wiederholt manuell anzupassen ist – eine Herausforderung im arbeitsreichen klinischen Alltag. Demgegenüber sorgt die von Dräger entwickelte Volumengarantie automatisch dafür, dass das Gerät nur das benötigte Atemzugvolumen abgibt. Der benötigte Beatmungsdruck ist auf ein Mindestmaß reduziert und beugt somit der Gefahr des Überdehnens der Lunge vor.

 

 

Verringerte Beatmungsdauer und Kostenvorteile

 

Laut einer Studienübersicht der Cochrane Collaboration 2011 hat die volumenorientierte Beatmung im Vergleich zu einer druckkontrollierten Beatmung sowohl die Sterberate als auch chronische Lungenerkrankungen bei Kindern (weniger als 28 Tage korrigiertes Alter) reduziert.(7) Eine frühere Untersuchung hatte unter anderem ergeben, dass sich durch den Beatmungsmodus Volumengarantie auch die Beatmungsdauer um bis zu drei Tage verkürzen lässt. Nach der Studie ergibt sich für eine Klinik im Vergleich zu Beatmungsgeräten ohne Volumengarantie ein jährliches Gesamteinsparpotenzial von circa 30 Millionen Euro (Neugeborene mit einem Aufnahmegewicht von 1.000 bis unter 2.000g). Die Urheber der Studie ermittelten diesen Wert ausgehend von einer Reduktion der Beatmungszeit pro Fall um 72 Stunden.(8)

 

Hersteller der Volumengarantie (VG) ist die Dräger Medical GmbH.

 

 

Dräger. Technik für das Leben®

 

Dräger ist ein international führendes Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik Unsere Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte Dräger 2011 weltweit einen Umsatz von rund 2,26 Mrd. Euro. Das Lübecker Unternehmen ist in mehr als 190 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.draeger.com

 

 

Anmerkung

 

* (engl. VTV volume-targeted ventilation)

 

 

Abbildungen

 

Abb. 1: Bessere Überlebenschancen und weniger Komplikationen bei volumenorientiert beatmeten (volume-targeted ventilated) Frühchen. © Drägerwerk AG & Co. KGaA

 

Abb. 1: Bessere Überlebenschancen und weniger Komplikationen bei volumenorientiert beatmeten (volume-targeted ventilated) Frühchen. © Drägerwerk AG & Co. KGaA

 

 

Abb. 2: Dräger-Beatmungsgerät und Inkubator in der Frühchentherapie. © Drägerwerk AG & Co. KGaA

 

Abb. 2: Dräger-Beatmungsgerät und Inkubator in der Frühchentherapie. © Drägerwerk AG & Co. KGaA 

 

 

Quellen 

  1. Wheeler K, Klingenberg C, McCallion N, Morley CJ, Davis PG. Volume-targeted versus pressure-limited ventilation in the neonate. The Cochrane Collaboration; The Cochrane Library 2011, Issue 6 http://www.thecochranelibrary.com
  2. Wheeler K, Klingenberg C, Morley CJ, Davis PG. Volume-targeted versus pressure-limited ventilation for preterm infants: a systematic review and meta-analysis. Neonatology 2011; 100: 219-227.
  3. Klingenberg C, Wheeler K, Davis PG, Morley CJ. State-of-the-art – A practical guide to neonatal volume guarantee ventilation. Journal of Perinatology 2011; P. 1-11
  4. Klingenberg C, Wheeler K, Davis PG, Morley CJ. State-of-the-art – A practical guide to neonatal volume guarantee ventilation. Journal of Perinatology 2011; P.1
  5. EFCNI – European Foundation for the Care of Newborn Infants: Caring for Tomorrow – EFCNI White Paper on Maternal and Newborn Health and Aftercare Services, 2011, P. 113
  6. Klingenberg C, Wheeler K, Davis PG, Morley CJ. State-of-the-art – A practical guide to neonatal volume guarantee ventilation. Journal of Perinatology 2011; P.1
  7. Wheeler K, Klingenberg C, McCallion N, Morley CJ, Davis PG. Volume-targeted versus pressure-limited ventilation in the neonate. The Cochrane Collaboration; The Cochrane Library 2011, Issue 6; P.15 http://www.thecochranelibrary.com 
  8. Spectaris e.V., ZVEI e.V., TU Berlin Fachgebiet Medizintechnik, Droege & Comp. GmbH (Hrsg.). Das Einsparpotential innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen 2008; S.73-77

 


 

Quelle: Dräger, 13.09.2012 (tB).

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