Gut verträgliches Nebenwirkungsmanagement in der Schmerztherapie

Relistor® nimmt Palliativpatienten die OIC-bedingte Belastung

 

Entlastung auch für Pflegende

 

Frankfurt am Main (27. März 2009) – Relistor® (Methylnaltrexonium Bromid) zeichnet sich neben einer schnellen und planbaren Lösung der Opioid-induzierten Obstipation (OIC) durch gute Verträglichkeit aus. Patienten in der palliativen Pflege bietet der ausschließlich peripher wirkende ì-Opioid-Rezeptor-Antagonist somit einen befreienden Effekt bei auf Placeboniveau liegenden unerwünschten Wirkungen. Während des Symposiums „Neues Therapieprinzip für ein altbekanntes Problem: die Opioid-induzierte Obstipation“ im Rahmen des 20. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses in Frankfurt am Main diskutierten Experten den Einfluss der OIC auf die Lebensqualität der ohnehin belasteten Patienten sowie den Stellenwert von Relistor® bei deren Therapie. Die therapeutische Relevanz und das innovative Wirkprinzip von Relistor® wurden kürzlich durch die Bewertung neuer Arzneimittel 2008 von Prof. Dr. Uwe Fricke vom Institut für Pharmakologie des Universitätsklinikums Köln mit der „Klassifikation A“ bestätigt.

 

„Die Opioid-induzierte Obstipation ist eine Nebenwirkung, die uns vor allem in der palliativen Situation häufig Grenzen in der Schmerztherapie setzt“, erläuterte Dr. med. Thomas Nolte, Facharzt für Anästhesiologie aus Wiesbaden. „Sie stellt für die Patienten einen zusätzlichen Belastungsfaktor dar. Die Auswirkungen auf die Lebensqualität können dabei so weit gehen, dass die Patienten lieber die Schmerzen ertragen, als weiterhin Opioide zu nehmen und darunter unter Obstipation zu leiden“, so Nolte während seines Vortrags „Opioidtherapie mit Nebenwirkungen“ weiter. „Besonders in der Palliation, wo sich die Patienten im letzten Lebensabschnitt befinden, ist ein wichtiger Aspekt jeder Therapie, den Patienten so weit wie möglich zu entlasten“, ergänzte Dr. med. Gerhard Müller-Schwefe vom Schmerz- und Palliativzentrum Göppingen in seinem Vortrag „Systemische und kausale Behandlung der Opioidinduzierten Obstipation“. „Relistor® zeigt eine hohe Effektivität in der Behandlung der OIC, selbst wenn die Patienten schon mehrfach mit Laxantien vortherapiert waren – und das bei einem exzellenten Verträglichkeitsprofil“, so Müller-Schwefe weiter. Zwei doppelblinde, randomisierte Phase-III-Studien untersuchten die Wirksamkeit von Relistor® in der Behandlung der Opioid-induzierten Obstipation. Die eingeschlossenen Patienten hatten im Median bereits zwei Therapien mit Laxantien erhalten, auf die sie nicht oder nur unzureichend angesprochen hatten. Relistor® (1,5 mg/kg) zeigte eine schnelle Lösung der Opioid-induzierten Obstipation mit planbarem Wirkeintritt: Bis zu 62 Prozent der Studienteilnehmer sprachen bereits innerhalb von vier Stunden an, bei der Hälfte dieser Patienten erfolgte die Defäkation innerhalb der ersten 30 Minuten nach Subkutaninjektion von Relistor®. Beide Studien belegen die Sicherheit und gute Verträglichkeit des Opioid-Rezeptor-Antagonisten, wobei die Nebenwirkungen in Häufigkeit und Schwere denen unter Placebo entsprachen.

 

Entlastung auch für Pflegende

„Durch die periphere Wirkung von Relistor® bleibt der gewünschte analgetische Effekt der Opioide erhalten“, erläuterte Müller-Schwefe weiter. „Die Obstipation wird schnell gelöst, der Wirkeintritt ist gut planbar – und hat somit einen entlastenden Effekt. Für die Patienten bedeutet dies die Steigerung ihrer Lebensqualität und Selbstbestimmung, für deren Pflegende generell eine Vereinfachung ihres Alltags.“

 

„Ein wichtiger Aspekt bei der Behandlung der OIC ist der Austausch zwischen Patienten, Pflegenden und Ärzten“, ergänzte Professor Dr. Jürgen Osterbrink vom Institut für Pflegewissenschaft, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg (Österreich). „Vielen Patienten ist es unangenehm, über Verstopfung zu sprechen. Deshalb ist es wichtig, das Thema endlich zu enttabuisieren. Auch sollten bestehende Diagnose-Schemata der Obstipation routinemäßig angewendet werden. Das alles erleichtert es uns, Nebenwirkungen schnellstmöglich und effektiv zu behandeln“, so Osterbrink in seinem Vortrag „Nebenwirkungen interprofessionell managen“ weiter.

 

Über Relistor®

Relistor® (Methylnaltrexon) ist seit Juli 2008 bei Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien, die eine palliative Behandlung erhalten, zur Therapie der Opioidinduzierten Obstipation zugelassen, wenn das Ansprechen auf übliche Laxantien unzureichend ist. Relistor® ist ein peripherer ì-Opioid-Rezeptor-Antagonist, der nur eingeschränkt liquorgängig ist und aus diesem Grund selektiv ausschließlich peripher (im Darm) wirkt. Es ist damit der erste in Europa zugelassene Vertreter eines neuen Wirkprinzips zur kausalen Therapie der Opioid-induzierten Obstipation. Auch in der Behandlung Opioid-induzierter Obstipation bei Patienten mit chronischen, nicht krebsbedingten Schmerzen erreichte Relistor® in einer Phase-III-Studie statistisch signifikante Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo.

 

 

 

Download

 

Unerwünschte Nebenwirkungen von Opioiden: Nebenwirkungen.pdf Nebenwirkungen.pdf (1.07 MB)

 

Therapieansätze zur Behandlung der OIC – Möglichkeiten und Grenzen: Therapieansatz.pdf Therapieansatz.pdf (809.73 KB)

 

Relistor® – erster kausaler Therapieansatz zur schnellen und planbaren Lösung der Opioid-induzierten Obstipation: Relistor(R).pdf Relistor(R).pdf (829.19 KB)

 

Wussten Sie schon … Wissen.pdf Wissen.pdf (1.10 MB)

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Wyeth zum Thema „Neues Therapieprinzip für ein altbekanntes Problem: die Opioid-induzierte Obstipation“ am 27.03.2009 in Frankfurt am Main (IntraMedic).

MEDICAL NEWS

Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…
Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…