Rote-Hand-Brief zu Avastin® (Bevacizumab)

Fälle von nekrotisierender Fasziitis

 

Berlin (15. Mai 2013) – Avastin® (Bevacizumab) wird in Kombination mit einer Chemotherapie angewendet bei fortgeschrittenen bzw. metastasierten Formen des Kolon- oder Rektumkarzinoms, des Mammakarzinoms, des nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms (außer bei vorwiegender Plattenepithel-Histologie), des epithelialen Ovarialkarzinoms, des Eileiterkarzinoms und des primären Peritonealkarzinoms. In Kombination mit Interferon alfa-2a ist es darüber hinaus indiziert zur Behandlung des fortgeschrittenen oder metastasierten Nierenzellkarzinoms.

 

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Fälle von nekrotisierender Fasziitis, auch mit Todesfolge, die bei mit Bevacizumab behandelten Patienten in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet worden sind. Die Fälle traten bei Patienten mit verschiedenen Krebsarten auf. In der Mehrzahl der Fälle ist der nekrotisierenden Fasziitis eine Magen-Darm-Perforation, Fistelbildung oder Wundheilungskomplikation vorangegangen.

 

Nach der Diagnose einer nekrotisierenden Fasziitis sollte die Behandlung mit Bevacizumab abgebrochen und umgehend eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Die Fachinformation wird um entsprechende Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen ergänzt.

 

 


 

Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Drug Safety Mail 2013-27, 15.05.2013 (tB).

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