Runder Tisch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gesundheitswesen

Erste konkrete Erfolge liegen vor

 

Berlin (12. Oktober 2011) – Auf Einladung der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Ge­sundheit Annette Widmann-Mauz (MdB) sind gestern zum dritten Mal Vertreterin­nen und Vertreter der Krankenhäuser, der Ärzteschaft einschließlich des Ärztinnen­bundes, der Pflegenden und der Pflegeeinrichtungen, der medizinischen Fachberufe, der Gewerkschaften, der Länder und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkas­sen zum Runden Tisch „Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gesundheitswesen“ zusammengekommen. Ziel des Runden Tisches ist es, Vorschläge zu einer besse­ren Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gesundheitswesen zu erarbeiten.

 

Dazu erklärt Annette Widmann-Mauz: „Ich freue mich, dass ein Großteil der ge­meinsam erarbeiteten Maßnahmen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf innerhalb nur eines Jahres umgesetzt werden konnte. So wurden beispiels­weise im Frühjahr dieses Jahres zwei Internetplattformen freigeschaltet, die Informa­tionen über gute Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Krankenhaus und der Arztpraxis bieten. Besonders schätze ich, dass Interessierte im persönlichen Kontakt mit Ansprechpartnern vor Ort treten können und diese Möglichkeiten intensiv genutzt werden.“

 

Im Dezember 2010 wurden erste gemeinsame Empfehlungen zur besseren Verein­barkeit von Beruf und Familie im Gesundheitswesen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Run­den Tisches formuliert: Dazu gehören die Beseitigung von Hemm­nissen in der Aus- und Weiterbildung von Berufen, die Bereitstellung gezielter Infor­mationen über gute Mo­delle im Krankenhaus und in der Arztpraxis sowie erste Maß­nahmen zur Perso­nalge­winnung in Alten- und Pflegeeinrichtungen. In der gestrigen Sitzung wurde der aktu­elle Stand der Umsetzung dieser Empfehlungen vorgestellt.

 

Annette Widmann-Mauz weiter: „Ein weiterer Teil der empfohlenen Maßnahmen be­findet sich in der Umsetzungsphase. So wurden im Versorgungsstruk­turgesetz wich­tige Vorschläge aus den Gesprächen beim Runden Tisch aufgegriffen: Der Vertre­tungszeitraum für niedergelassene Ärztinnen im Zusammenhang mit der Ge­burt wird beispielsweise von 6 auf 12 Monate verlängert. Darüber hinaus wird die Möglichkeit zur Beschäftigung eines Entlastungsassistenten oder einer Entlastungsassistentin für die Erziehung von Kindern für bis zu 36 Monate sowie für die Pflege von Angehörigen für bis zu 6 Monate eröffnet. Die Kassenärztlichen Vereinigungen erhalten zudem die Möglichkeit, die jeweiligen Zeiträume zu verlängern. Diese Regelungen treten nach Beschluss durch Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2012 in Kraft.“

 

Auch in der im Mai 2011 gestarteten „Ausbildungs- und Qualifizie­rungs­offensive Al­ten­pflege“, die gemeinsam von Bund, Ländern und Verbänden ge­tragen wird, ist ein Handlungs­feld „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ vorgesehen. Hier soll es insbe­sondere um gute betriebli­che Konzepte zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den Wie­dereinstieg von Berufs­rück­kehrerinnen und besondere Rahmenbedin­gungen für Teil­zeit- und Schicht­beschäftigte gehen.

 

Die Arbeit des Runden Tisches wird fortgesetzt, denn im Gesundheitswesen tätige Menschen brauchen vielfältige und flexible Möglichkei­ten, um die Berufsausübung je nach ihren individuellen fami­liären Bedürfnissen und Erfordernissen zu gestalten. So steht in Kürze die Änderung der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte mit entsprechenden Verbesserungen an.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

 


 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), 12.10.2011 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung