Sandoz eröffnet Erweiterungsbau der Produktionsstätte Aeropharm in Rudolstadt/Thüringen

 

  • Unternehmen investierte weitere 47 Millionen Euro in den Standort
  • Ministerpräsident Dieter Althaus würdigt Bedeutung des Life Science Clusters Thüringen
  • Zahl der Arbeitsplätze seit 2003 vervierfacht

 

Sandoz Rudolstadt Aeropharm. Photo: Hexal AGRudolstadt (28. Juli 2009) – Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus und Sandoz CEO Jeff George haben heute den Neubau eines Produktions- und Laborgebäudes der Aeropharm GmbH in Rudolstadt eröffnet. Die Aeropharm ist Sandoz Center of Excellence für Entwicklung und Produktion von Inhalationspräparaten und damit eine wichtige Säule im globalen Produktionsnetzwerk von Sandoz. “Wir werden mit den neuen Investitionen in Rudolstadt unsere Vorreiterrolle im strategisch wichtigen Bereich der Atemwegsmedikamente weiter ausbauen“, sagte Jeff George. „Dass ein weltweit tätiges Unternehmen langfristig auf Thüringen setzt, ist ein klarer Beweis für unsere erfolgreiche Standortpolitik“, betonte Ministerpräsident Althaus bei der Eröffnung.

 

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit steht der Aeropharm jetzt ein zusätzliches mehrteiliges Gebäude zur Verfügung. Sandoz, weltweit zweitgrößtes Generikaunternehmen, hat in die mehr als 10.000 m2 umfassenden Neubauten insgesamt 47 Millionen Euro investiert. In den Gebäuden werden vorerst vier High-Tech-Anlagen für pharmazeutische Aerosole, insbesondere Inhalationspräparate, installiert. Damit werden die notwendigen Produktionskapazitäten für die in Rudolstadt entwickelten Medikamente geschaffen. Die in modernsten pharmazeutischen Reinräumen installierten Neuan­lagen werden ab Herbst 2009 in Betrieb genommen.

 

65 neue Arbeitsplätze sind allein durch diesen jüngsten Ausbau geschaffen worden. Seit dem Jahr 2003 hat sich damit die Zahl der Arbeitsplätze mehr als vervierfacht – von 45 auf heute 192. Ministerpräsident Althaus begrüßte das Engagement von Sandoz: „Diese Investition ist ein Beweis für die Zukunftsfähigkeit des traditionellen Pharma-Standorts Rudolstadt und eine Bestätigung unseres starken Einsatzes für das Life Science Cluster Thüringen.“

 

In der Sandoz-Unternehmensstrategie spielt der Bereich Atemwegsmedikamente eine wichtige Rolle. Allein in Deutschland beläuft sich der „Asthmamarkt“ auf rund 1 Milliarde Euro mit einem Generikaanteil von lediglich rund 15 % (1). Im Gesamtmarkt ist die Generikaquote etwa doppelt so hoch (2). Dank der strategischen Ausrichtung kann Sandoz den Gesundheitssystemen qualitativ hochwertige Präparate zur Verfügung stellen, die preisgünstiger sind als ihre Vorläuferprodukte. Aerosole und Pulverinhalatoren gelten als schwierig herstellbare Produkte („difficult to make“ products) und erfordern ein hohes Maß an Know-how und Erfahrung in Entwicklung und Produktion. Sandoz erhielt kürzlich als erstes Generika­unter­nehmen gemäß den neuen hohen regulatorischen Anforderungen die europaweite Zulassung für ein Asthmaspray aus der eigenen Entwicklung.

 

Die Sandoz-Gruppe ist in Deutschland mit den Marken Sandoz, Hexal und 1 A Pharma vertreten. Hexal ist seit Beginn des Jahres Marktführer im gesamten Pharmamarkt (3) in Deutschland. Für Sandoz, Hexal, 1 A Pharma sowie für das internationale Headquarter arbeiten in Deutschland ca. 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an neun Standorten, davon 1.700 an vier Produktionsstätten in den neuen Bundesländern, darunter Rudolstadt.

 

Anmerkungen

 

  1. IMS MAT  6/09, Sell-out
  2. Pro Generika 2008
  3. IMS MAT 12/08, Pharmagesamtmarkt

 

 

Erweiterungsbau der Firma Aeropharm in Rudolstadt. Photo: Hexal AG

 

Abb.: Erweiterungsbau der Firma Aeropharm in Rudolstadt. Photo: Hexal AG 

 

 

 

 

Abb.: Blick in die neuen Produktionsanlagen. Photo: Hexal AG

 

Abb.: Blick in die neuen Produktionsanlagen. Photo: Hexal AG

 

 

 

Über Aeropharm

Die Aeropharm GmbH ist aus dem 1876 gegründeten Ankerwerk hervorgegangen. Bereits seit Ende der 60er Jahre wurden im damaligen VEB Ankerwerk pharma­zeutische Aerosole und Augentropfen entwickelt und produziert. Im Jahr 2002 erfolgte die Übernahme durch die Hexal AG. Gemeinsam mit der Muttergesellschaft Hexal AG wurde die Aeropharm GmbH im Februar 2005 an den Schweizer Pharmakonzern Novartis verkauft und in dessen Generika-Sparte Sandoz integriert. Innerhalb des weltweiten Sandoz-Netzwerks konnte die Aeropharm schnell ihren Platz als globales Entwicklungs- und Produktionszentrum für Inhalationspräparate und Augentropfen finden und sowohl Umsatz als auch Zahl der Beschäftigten deutlich ausbauen.

 

 

Über Sandoz

Sandoz ist ein weltweit führendes Generikaunternehmen, das eine breite Palette an qualitativ hochwertigen und kosteneffizienten pharmazeutischen Produkten anbietet. Derzeit bietet Sandoz weltweit mehr als 950 Wirkstoffe an. Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nerven­systems, Magen-Darm-Medikamente, Herz-Kreislauf-Therapien sowie Hormonbehandlungen. Sandoz entwickelt, produziert und vermarktet diese Arzneimittel neben pharmazeutischen und biotechnologischen Wirkstoffen und Anti-Infektiva. Ergänzend zum starken organischen Wachstum akquirierte Sandoz in den letzten Jahren eine Reihe anderer Firmen, darunter Lek (Slowenien), Sabex (Kanada), Hexal (Deutschland) und EonLabs (USA). Sandoz ist mit seinen Produkten in 130 Ländern auf dem Markt. Im Jahr 2008 beschäftigte Sandoz rund 23.000 Mitarbeiter weltweit und verzeichnete einen Umsatz von 7,6 Milliarden US-Dollar.

 


 

Quelle: Eröffnungsveranstaltung der Firma Hexal zur Einweihung des Erweiterungsbaus der Firma Aeropharm am 28.07.2009.

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