Schmerzkongress 2012

Effiziente Schmerztherapie – der Chronifizierung entgegen wirken

 

Mannheim (19. Oktober 2012) – Schmerzen des Halte- und Bewegungsapparates gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern der ärztlichen Praxis. Ein Großteil der Schmerzen ist muskulär bedingt. „Ziel einer suffizienten Schmerztherapie ist es, den Schmerz zu reduzieren, damit Chronifizierungsvorgänge unterbunden werden und eine Mobilisierung des Patienten erreicht wird“, erklärte Dr. Cordelia Schott, Fachärztin für Orthopädie und Präsidentin der IGOST. Mit Flupirtin retard (Katadolon® S long) steht ein effektives Analgetikum zur Verfügung, das aufgrund seines Wirkmechanismus SNEPCO (selektiver neuronaler Kaliumkanalöffner) diesem Anspruch gerecht wird. Aktuelle Studiendaten wie SUPREME, die im Rahmen des Schmerzkongresses vorgestellt wurden, zeigen, dass mit Flupirtin retard eine effiziente Schmerzreduktion bei einem gleichzeitig guten Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil erreicht wird.

 

Muskuläre Schmerzen werden durch Tonusveränderungen und Überlastung, Verspannungen, Verkürzungen oder Dehnungen der Muskulatur ausgelöst. Dauernde Fehlbelastungen und -haltungen, meist in Kombination mit insuffizienter, untrainierter Muskulatur können u.a. zu rezidivierenden Schmerzereignissen und/oder Dauerschmerz führen. Therapeutisch stehen hierfür neben einem breiten Spektrum an nicht medikamentösen Maßnahmen verschiedene medikamentöse Optionen zur Verfügung. In der Pharmakotherapie muskulär bedingter Kreuz-/Rücken-/Schulter-/Nackenschmerzen überwiegen in Deutschland traditionell immer noch die nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). „Die Anwendung von NSAR geht aber mit einem erhöhten Risiko kardiovaskulärer/thromboembolischer Komplikationen einher, weshalb ihr Einsatz kritisch überdacht und Nutzen-Risiko-Verhältnis in jedem Einzelfall individuell abgewogen und rational nachvollziehbar begründet werden sollten“, erläuterte Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS). NSAR sollten – bei aller Relevanz für entzündlich bedingte Gelenkerkrankungen und ihrer vergleichsweise geringen Kosten – angesichts ihres gerade bei älteren Patienten kritischen Sicherheitsprofils und der fehlenden Wirkkomponente bei  Tonusstörungen, bei muskulären Schmerzsyndromen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

 

Flupirtin – ein Nicht-Opioid-Analgetikum, das in retardierter Form nur einmal täglich eingenommen werden muss – ist dagegen analgetisch wirksam mit zusätzlich verspannungslösendem Effekt, ohne jedoch ein Abhängigkeitspotenzial oder das für NSAR typische gastrointestinale, kardiale und renale Nebenwirkungspotenzial zu besitzen. Durch den einzigartigen Wirkmechanismus SNEPCO können mit Flupirtin retard auch chronische Schmerzen effektiv gelindert  werden.

 

 

Behandlung von Rückenschmerzen – aktuelle Studiendaten überzeugen

 

Die Ergebnisse der jetzt, zum Deutschen Schmerzkongress als peer-reviewed Originalarbeit publizierten SUPREME-Studie(1) belegen höchste Evidenz für retardiertes Flupirtin in der Therapie muskulär bedingter Rückenschmerzen. In der doppelblind randomisierten aktiv- und placebo-kontrollierten Studie wurden insgesamt 326 Patienten mit Kreuzschmerzen mittlerer bis starker Intensität über vier Wochen mit Placebo (n=110), retardiertem Flupirtin (Katadolon® S long, 400 mg 1x täglich, n=109) oder retardiertem Tramadol (T-long®, 200 mg 1x täglich, n=107) behandelt. „Die SUPREME-Studie konnte für Flupirtin retard (Katadolon® S long) bei Patienten mit langanhaltenden, chronischen Kreuzschmerzen eine Placebo signifikant überlegene analgetische Wirkung bei vergleichbarer Sicherheit/Verträglichkeit nachweisen. Im Vergleich zu Tramadol war retardiertes Flupirtin gleich stark wirksam und signifikant besser verträglich“, fasste Privatdozent Dr. Michael Überall, Vizepräsident der DGS und Präsident der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL), die Ergebnisse der SUPREME-Studie zusammen. In Puncto Sicherheit und Verträglichkeit schnitt Flupirtin in der Studie gut ab. Auch die Werte der Lebertransaminasen bewegten sich auf Placebo-Niveau.

 

 

Breite Wirksamkeit bei muskulären Schmerzen von Flupirtin retard

 

Klinische Studien belegen die Wirksamkeit von  Flupirtin auch in der Therapie von Spannungskopfschmerzen und führten zur Zulassung des Wirkstoffes bei dieser häufigsten Kopfschmerzform. Daten einer nicht-interventionellen Studie (NIS) zeigen, dass eine vierwöchige Therapie mit Flupirtin Rücken- und Spannungskopfschmerzen lindert. Dabei war der analgetische Effekt auf den Spannungskopfschmerz sogar stärker. Bis zu 95 % der Patienten bewerteten auch die Verträglichkeit der Flupirtin-Therapie mit gut bis sehr gut.(2)

 

Eine aktuelle nicht-interventionelle Studie belegt die außerordentlich gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von retardiertem Flupirtin (Katadolon® S long) bei verspannungsbedingten Schmerzen des Schulter-Nacken- und  Kopfbereiches.(3) 666 Patienten (Alter Ø 55 Jahre, 63 % Frauen) wurden mit retardiertem Flupirtin über zwölf Wochen behandelt. 78,2 % der Patienten hatten bereits eine erfolglose Vortherapie mit NSAR, Metamizol oder anderen Analgetika erhalten. „Über den gesamten Therapieverlauf kam es unter retardiertem Flupirtin zum starken und kontinuierlichen Rückgang der Anzahl der Schmerztage, der Schmerzintensität und der schmerzbedingten Beeinträchtigungen. Besonders bedeutsam sind die erheblichen Verbesserungen der Lebensqualität und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der Patienten“, erläuterte Prof. Dr. Hartmut Göbel, Kopfschmerzexperte und Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, die Ergebnisse der Studie. Alle Daten zeigen, dass Flupirtin ein effektives Analgetikum für den breiten Einsatz bei muskulär bedingten Schmerzen im Bewegungssystem in der Praxis ist.

 

 

Literatur

  1. Überall MA et al. Curr Med Res Opin 28 (10), 1-18, 2012
  2. Müller-Schwefe GHH et al. Poster Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2009, Frankfurt/M
  3. Göbel H. et al. Poster Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2012, Frankfurt/Main

 

Teva

 

Teva Deutschland mit Sitz in Ulm ist mit innovativen Arzneimitteln, Markenprodukten, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund 3.000 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm, Blaubeuren/Weiler, Berlin und Mörfelden/Walldorf. Mit innovativen patentgeschützten Arzneimitteln ist das Unternehmen vor allem in den Indikationen Neurologie, Schmerz und Onkologie erfolgreich vertreten. Das Originalprodukt Copaxoneâ aus der eigenen Forschung der Teva ist  in Deutschland Markführer im MS-Markt. Zu Teva Deutschland gehört mit  ratiopharm die meistverwendete und bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands. Als Firmenverbund sind Teva und ratiopharm die Nummer eins am europäischen Generikamarkt.

 

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. mit Firmensitz in Israel gehört zu den 15 größten pharmazeutischen Konzernen und ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Generika und patentgeschützten Medikamenten sowie Wirkstoffen spezialisiert. Teva Pharmaceutical Industries Ltd. ist Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen. Der Konzern beschäftigt weltweit über 46 000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von 18,3 Milliarden US-Dollar.

 


 

Quelle: TEVA GmbH, 19.10.2012 (hB).

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