Shire initiiert Informationskampagne

Trotz ADHS Zukunftsträume verwirklichen

 

Berlin (5. April 2011) – Heute stellte Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a. D. und Schirmherrin, in Berlin die Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ vor. Im Zentrum der von der Shire Deutschland GmbH initiierten Kampagne stehen die Zukunftsträume von Kindern und Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie ihre schulischen und beruflichen Perspektiven. Bedingt durch die ADHS-Symptome haben die Betroffenen schlechtere Startbedingungen in Schule und Ausbildung als nichterkrankte Gleichaltrige – sie benötigen Unterstützung. „Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Stärken und Begabungen und sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie haben ein Anrecht darauf, unterstützt und gefördert zu werden, damit sie ihre Zukunftsträume verwirklichen können“, betonte Schmidt im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.

 

Über ADHS wird viel diskutiert – oft jedoch polarisierend und nicht zum Vorteil der Betroffenen. Die Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ will helfen, die Diskussion zu versachlichen und ein besseres Bewusstsein für die Stärken und das Potenzial von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen mit ADHS zu schaffen. „Es geht uns darum, endlich einen positiven Blick auf die Betroffenen zu entwickeln. Wir wollen ihre Wünsche und Fähigkeiten sichtbar machen und sie ermutigen, ihre Zukunftsträume in echte Zukunftsräume zu verwandeln“, so die Schirmherrin, Bundesfamilienministerin a. D. Renate Schmidt.

 

 

Unterstützung in Schule und Ausbildung

 

Eine ADHS wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Die Schulzeit ist für viele Betroffene besonders schwierig. „Zahlreiche ADHS-Patienten wiederholen eine Klasse, verlassen die Schule mit einem Abschluss unter ihrem Niveau oder ganz ohne Abschluss. Schwierigkeiten beim Einstieg ins Berufsleben sind so vorprogrammiert“, erklärte Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrerund Lehrerinnenverbands. Deshalb will die Kampagne zeigen, welche Fördermöglichkeiten in Schule und Ausbildung zur Verfügung stehen und wie Lehrkräfte erfolgreich mit der Herausforderung ADHS umgehen können. „Lehrerinnen und Lehrer können viel Positives für Schüler mit ADHS tun. Doch sie müssen dabei unterstützt werden – mit fundiertem Wissen und durch Psychologen und Therapeuten direkt an den Schulen“, so Wenzel.

 

 

Nicht den Mut verlieren

 

Ohne Unterstützung ist der Weg mühsam. Konflikte in der Familie, mit Gleichaltrigen und Lehrern prägen den Alltag vieler junger ADHS-Patienten. Ablehnung und Misserfolge belasten ihr Selbstbewusstsein. „Die Betroffenen benötigen viel Zuspruch, damit sie nicht die Zuversicht verlieren. Ist ihr Selbstvertrauen jedoch stark, dann können sie Erstaunliches leisten und sehr inspirierend sein“, betonte Dr. Myriam Menter, Vorsitzende des Selbsthilfeverbands ADHS Deutschland e. V. „Mehr Verständnis und ein positiveres Bild der Erkrankung in der Öffentlichkeit sind daher dringend erforderlich.“

 

 

Eine gute Diagnostik ist entscheidend

 

„Wir wollen deutlich machen, dass ADHS eine behandlungsbedürftige Erkrankung ist und aufzeigen, warum sich die Patienten in bestimmten Situationen scheinbar ungewöhnlich verhalten“, so Professor Dr. Dr. Martin Holtmann, Ärztlicher Direktor der LWL-Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Hamm. Der ADHS-Experte betonte, wie wichtig eine gute Diagnostik ist. „Eine frühzeitige und umfassende Diagnostik durch einen spezialisierten Arzt gemäß den medizinischen Leitlinien ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Es darf zum Beispiel nicht sein, dass die Diagnose ADHS aufgrund eines einzigen Fragebogentests gestellt wird. Wie die Therapie, so muss auch die Diagnostik aus verschiedenen Bausteinen bestehen. Hier gibt es in Deutschland noch Verbesserungsbedarf“, so Holtmann.

 

 

Für einen positiven Blick auf ADHS – das Riesentraumbild

 

Die Schirmherrin und der wissenschaftliche Beirat der Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ rufen Kinder und Jugendliche mit ADHS im Alter von sechs bis 18 Jahren auf, ihren Zukunftstraum zu malen, zu zeichnen oder zu fotografieren und die Bilder einzusenden. Bis Ende Juli 2011 werden sie in einer Online-Galerie auf der Website www.adhs-zukunftstraeume.de gesammelt und anschließend zu einem Riesentraumbild zusammengefügt. „Wenn jeder seinen persönlichen Zukunftstraum gestaltet, können Kinder und Jugendliche mit ADHS gemeinsam dazu beitragen, ein neues, positives Bild von ADHS zu schaffen. Hierzu laden wir herzlich ein“, so Leonhard Terp, Geschäftsführer der Shire Deutschland GmbH. Weitere Informationen zur Kampagne gibt die Website www.adhs-zukunftstraeume.de.

 

 

Abbildungen

 

Graphik: Shire Deutschland 

 

 

 

 


Quelle: Pressekonferenz der Firma Shire zur Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ am 05.04.2011 in Berlin (Isgro Gesundheitskommunikation) (tB).

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