Abb. 1: Lungenschonend beatmen bereits während der OP: Das Assistenzsystem Smart Ventilation Control kann auf Knopfdruck den Patienten zur Spontanatmung bringen. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA) Smart Ventilation Control unterstützt lungenprotektives Beatmen

Neue Beatmungssteuerung assistiert im OP

Lübeck (14. Mai 2016) – Erstmals stellt Dräger ein Assistenzsystem für die Beatmung während des gesamten OP-Verlaufs vor: Installiert auf einem Dräger-Anästhesiearbeitsplatz Zeus Infinity Empowered, kann das Assistenz-system Smart Ventilation Control die Beatmungssteuerung nach Vorgaben des Anästhesisten selbständig anpassen. Anstelle der Auswahl einzelner Beatmungsmodi und unterschiedlicher Parameter muss der Anwender lediglich das gewünschte Beatmungsziel, zum Beispiel „Spontanatmung anregen“, eingeben. Das Assistenzsystem führt den Patienten anschließend automatisiert zur eigenständigen Atmung.

Für einen ganzheitlichen OP-Erfolg kann auch die Beatmung entscheidend sein. Beispielsweise können zu hoch eingestellte Tidalvolumina (VT) auch bei lungengesunden Patienten das Atmungsorgang perioperativ schädigen(1,2). Probleme mit der Atmung sind nach Wundinfektionen mittlerweile sogar die zweithäufigsten Begleiterscheinungen einer OP(3).

Das Steuern der Beatmung erfordert einen hohen Aufwand beim Einstellen und wiederholten Anpassen der Beatmungsparameter. Smart Ventilation Control kann diese Arbeit übernehmen. Beispielsweise schlägt das Assistenzsystem individuell an den Patienten angepasste Zielbereiche für VT und endtidales CO2 zu Beginn der Beatmung vor. Das System analysiert die Messwerte in der Folge laufend und passt die Einflussgrößen wie Atemfrequenz oder Beatmungsdruck soweit erforderlich automatisch an. So hilft es eine protektive Beatmung sicherzustellen.

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Spontanisierung so früh und so viel wie möglich

Die aktuelle Studienlage unterstützt ausgehend von der Intensivmedizin zunehmend die Vorteile von Spontanatmung auch während der Operation. Soll die Beatmung geändert werden, zum Beispiel von kontrollierter Beatmung hin zur Förderung der Spontanatmung, genügt ein Tastendruck. Smart Ventilation Control führt dann die Beatmung diesem Ziel kontinuierlich näher. Darüber hinaus kann es nach Vorgabe „Extubation vorbereiten“ die Ausleitung des Patienten bis zur eigenständigen Atmung begleiten.

Hersteller des Assistenzsystems Smart Ventilation Control ist die Drägerwerk AG & Co. KGaA.


Abbildungen

Abb. 1: Lungenschonend beatmen bereits während der OP: Das Assistenzsystem Smart Ventilation Control kann auf Knopfdruck den Patienten zur Spontanatmung bringen. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)

Abb. 1: Lungenschonend beatmen bereits während der OP: Das Assistenzsystem Smart Ventilation Control kann auf Knopfdruck den Patienten zur Spontanatmung bringen. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)

Abb. 2: Smart Ventilation Control überwacht unter anderem die Zielbereiche für Tidalvolumen (VT-Wert) und endtidales CO2 und passt Einflussgrößen wie Beatmungsfrequenz und –druck laufend an. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)

Abb. 2: Smart Ventilation Control überwacht unter anderem die Zielbereiche für Tidalvolumen (VT-Wert) und endtidales CO2 und passt Einflussgrößen wie Beatmungsfrequenz und –druck laufend an. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)


Dräger. Technik für das Leben®

Dräger ist ein international führendes Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Unsere Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte Dräger 2015 weltweit einen Umsatz von rund 2,6 Mrd. Euro. Das Lübecker Unternehmen ist in mehr als 190 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit mehr als 13.000 Mitarbeiter.


Hinweis: Das in dieser Presseinformation erwähnte Produkt wird anfangs nicht in allen Ländern verfügbar sein. Um weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Produkten in Ländern außerhalb Deutschlands zu erhalten, besuchen Sie bitte die jeweilige Länder-Webseite oder wenden Sie sich an die lokale Dräger-Vertriebsorganisation.


Literaturverweise

  1. Park S-H.: Perioperative lung-protective ventilation strategy reduces postoperative pulmonary complications in patients undergoing thoracic and major abdominal surgery, in Korean J Anesthesiol 2016 February 69(1): 3-7 http://dx.doi.org/10.4097/kjae.2016.69.1.3
  2. Kilpatrick B., Slinger P.: Lung protective strategies in anaesthesia, in British Journal of Anaesthesia 105 (S1): i108–i116 (2010) doi:10.1093/bja/aeq299, p.i108
  3. Ladha K. et al.: Intraoperative protective mechanical ventilation and risk of, p.1


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Quelle: Dägerwerk, 14.04.2016 (tB) .

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