Historische Werbung für die Spalt-Tablette.Spalt wird 75 Jahre

Spalt-Tablette: Diese Kerbe kennt fast jeder

 

Münster (22. März 2007)  – „Sagense mal Meester, könn’se en Loch in ne Tablette machen, oder ne Kerbe oder sonst wat, det man im Dunkeln fühlen kann, wat es is“, fragte Maximilian Baginski seinen Tablettenmeister. Das war 1932 – vor 75 Jahren. Das Ergebnis kennen in Deutschland neun von zehn Erwachsenen: Die Spalt-Tablette war geboren. Viele verknüpfen mit Spalt nicht nur Hilfe bei Schmerzen, gute Wirksam- und Verträglichkeit, sondern auch Tradition, Vertrauen und Qualität. Baginski ist der Gründer der „Prof. Dr. Much’sche Präparate AG. Chem. Pharmazeut. Erzeug­nisse“, die neben Spalt auch andere Präparate produzierte. Die Much AG wurde 1972 in das Unternehmen Whitehall International Inc. eingegliedert. Heute repräsentiert Whitehall-Much, Münster, die Consumersparte des internationalen Pharmaunternehmens Wyeth in Deutschland. Whitehall-Much setzt nicht nur auf Tradition. Denn der Name Spalt ist nach wie vor der Klassiker unter den Schmerzmitteln. Auch Innovationen spielen eine große Rolle. So wurde mit den Spalt Flüssig­kapseln die Tradition von Spalt in eine neue Darreichungsform mit einen modernen Wirkstoff übersetzt. Die Flüssigkapsel von Spalt ist die einzige, die Ibuprofen vollständig gelöst enthält.

 

„Du bist doch der Spalt“, wurde Baginski anfang der 50er angesprochen. „Nein, der bin ich nicht“, antwortete er. „Aber natürlich, du hast doch die Spalt-Tabletten gemacht“, ließ der Fragende nicht locker. Darauf Baginski: „Ja, das habe ich, aber ich bin doch nicht der Spalt.“ Vor 75 Jahren, genau am 21. Juni 1932, hatte der Berliner Kaufmann das Produkt, das sein erfolgreichstes werden sollte, auf den Markt gebracht. Kurz zuvor gründete er 1932 die Much-AG. Namensgeber war Professor Hans Much, Direktor des Instituts für Serologie und experimentelle Therapie am Eppendorfer Krankenhaus in Hamburg, bekannt für seine Tuberkuloseforschung und für seine Dichtkunst.

 

Der Spalt diente nicht nur dazu, die Tablette nachts besser greifen zu können. Indem Baginski der Tablette durch den Spalt eine charakteristische Form gab, symbolisierte er das Spalten oder Zerlegen des Schmerzes durch zwei Wirkstoffe. Spalt wurde schnell zu einem der bekanntesten Schmerzmittel. In den 1950er Jahren wurden die weißen Tabletten im damaligen Metallröhrchen mit der Aufschrift „nur echt mit diesem Spalt“ zur meist gebrauchten Schmerztablette Deutschlands. Ein „Schwindler“ aus Gelsenkirchen wollte 1949 am Ruhm teilhaben und stellte ebenfalls „Spalt-Tabletten“ aus einem wertlosen Gemisch her. Er ließ mittels einer kleinen Feile den Spalt in Handarbeit einfeilen. Doch die Polizei legte ihm das Handwerk, er wurde entsprechend bestraft.

Historische Packungen der Spalt-Tablette. 

Von der Spalt-Tablette zur Spalt-Familie

Spalt hat die Innovationskraft der Anfangszeit bewahrt. Eine Reihe von Entwicklungen hat aus der Spalt-Tablette die Spalt-Familie werden lassen. Von Spalt gibt es exklusiv in Apotheken Tabletten in verschiedenen Kombinationen, Flüssigkapseln mit Ibuprofen und ein Gel zum Einreiben. Die traditionelle Kerbe ist nach wie vor in den klassischen Schmerztabletten vorhanden. In den Flüssigkapseln von Spalt ist der Wirkstoff Ibuprofen bereits vollständig gelöst. „Es gelang uns, den Wirkstoff in einer Kapsel, die nur ein kleines Volumen hat, vollständig zu lösen“, sagt Dr. Thomas Schettler, Medizinischer Direktor von Whitehall-Much. Aufgrund der speziellen Galenik wirkt Ibuprofen nicht nur lange und stark, sondern auch schnell. Klinische Studien zeigen zudem, dass der Wirkstoff sicher und gut verträglich ist. Spalt Flüssigkapseln gibt es für Migräne- und Arthrosepatienten, für Zahn- und Menstruationsschmerzen sowie generell für Schmerzen. Eine weitere Innovation ist Felbinac. Der Wirkstoff befindet sich im Spalt Schmerzgel, das speziell für die topische Anwendung entwickelt wurde. Es hilft bei Muskel- und Gelenk-Schmerzen. Die Zeitschrift Ökotest bewertete das Gel im März 2005 als „sehr gut“.

 

Quelle

Geheimrat L.M. Baginski und sein Werk. Nach privaten Aufzeich­nungen und Dokumenten von Rudolf Nolting. Hrsg.: Arbeitskreis für Bad Sodener Geschichte mit Unterstützung des Magistrats Bad Soden a. Ts. 1993


Quelle: Presseinformation der Firma Whitehall-Much GmbH vom 22. März 2007 (Dorothea Küsters Life Science Communications).

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