Sucht

Deutscher Suchtkongress 2011 gut besucht

 

Frankfurt am Main (26. Oktober 2011) – Mehr als 600 Teilnehmer besuchten den Deutschen Suchtkongress 2011 in Frankfurt. Bereits zum vierten Mal diskutierten Experten aus Suchttherapie, -forschung und Abhängigenversorgung gemeinsam. Neben der Vorbeugung und Behandlung verschiedener Süchte ging es in einem Themenschwerpunkt um Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Außerdem stellten die Frankfurter Kongresspräsidenten die gelungene kommunale Zusammenarbeit in der Drogenproblematik vor. Um Drogensucht und -kriminalität wirksam begegnen zu können, fordern sie eine Tolerierung geringer Mengen illegaler Drogen. Der vierte Deutsche Suchtkongress fand vom 28. September bis 1. Oktober 2011 in Frankfurt am Main statt.

 

Wie Rauschtrinken das Gehirn verändert

Neue Ausgabe des BZgA-Newsletters zur Alkoholprävention widmet sich den schädlichen Folgen riskanten Alkoholkonsums

 

Köln (12. Oktober 2011) - Rauschtrinken ist ein verbreitetes Phänomen bei Jugendlichen in Deutschland. Eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt, dass sich knapp jeder fünfte 16- bis 17-jährige junge Mann mindestens einmal wöchentlich einen Rausch antrinkt. Dieses riskante Trinkverhalten kann massive Auswirkungen auf die Gesundheit junger Menschen haben. Vor allem die Entwicklung des Gehirns wird durch hohen Alkoholkonsum beeinträchtigt. Welche Schäden Rauschtrinken im jugendlichen Gehirn anrichten kann, ist Thema der heute erschienenen neuen Ausgabe des "Alkoholspiegel", dem Newsletter der BZgA zur Alkoholprävention.

 

Raucher sind wenig empfänglich für Schockbilder

 

Bonn (12. Juli 2011) - Ein Wissenschaftler-Team unter Leitung der Universität Bonn hat bei Rauchern deutliche Veränderungen in der Emotionsverarbeitung festgestellt. Nach einer zwölfstündigen Abstinenz war bei den Süchtigen das Furchtzentrum im Gehirn weitgehend außer Kraft gesetzt. Die Forscher vermuten, dass Abschreckungskampagnen mit Bildern von Raucherlungen auf Zigarettenpackungen – wie sie derzeit die USA und die EU planen – bei dieser Zielgruppe kaum wirken.

 

Alkoholspiegel

 

Neue Ausgabe des Newsletters zur Alkoholprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erschienen

 

Berlin (30. Mai 2011) - Zum 16. Deutschen Präventionstag am 30. und 31. Mai 2011 in Oldenburg veröffentlicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die neue Ausgabe ihres Newsletters zur Alkoholprävention. Der "Alkoholspiegel" fasst die Ergebnisse der aktuellen BZgA-Studie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland zusammen. Danach ist der regelmäßige Alkoholkonsum insgesamt rückläufig. Das bedeutet aber keine Entwarnung. So trinken nach wie vor Jugendliche unter 16 Jahren Alkohol, obwohl sie dadurch besonders gefährdet sind. Auch gefährliche Trinkmuster wie das Rauschtrinken, also der Konsum von mindestens fünf alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit, sind weiterhin ein großes Problem, insbesondere bei männlichen Jugendlichen ab 16 Jahren.

 

Neues Rahmenhandbuch der Diakonie zum Qualitätsmanagement in der ambulanten Suchthilfe

 

Berlin (5. Mai 2011) - Das Diakonische Institut für Qualitätsentwicklung im Diakonischen Werk der EKD und der Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe haben einen Qualitätsleitfaden für diakonische Einrichtungen der ambulanten Suchthilfe entwickelt. Das Bundesrahmenhandbuch "Diakonie-Siegel Fachstelle Sucht" bietet den Einrichtungen eine Grundlage, ein Qualitätsmanagementsystem nach diakoniespezifischen Anforderungen einzuführen und zertifizieren zu lassen.

 

Cannabiskonsum weiter rückläufig

 

Köln (5. Mai 2011) - Der Konsum von Cannabis ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland weiter rückläufig. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), in der die Konsumgewohnheiten in der Altersgruppe der 12- bis 25-Jährigen untersucht wurden. Etwa ein Viertel (24 Prozent) der Befragten geben demnach an, in ihrem Leben schon einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2004 war es noch fast jeder Dritte (31 Prozent).

 

Psychotherapie unterstützt Suchtkranke beim Entzug

 

Berlin (2. Mai 2011) - Alkohol-, drogen- und medikamentenabhängige Patienten können zukünftig nicht nur psychotherapeutische Behandlungen beginnen, um abstinent zu bleiben, sondern auch um abstinent zu werden. Möglich macht dies eine Änderung der Psychotherapie-Richtlinie. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) begrüßt die Änderung und sieht darin eine erhebliche Verbesserung der Versorgungssituation von Suchtkranken.

 

Studie befasst sich mit riskantem Alkoholkonsum bei weiblichen Führungskräften

 

Hannover (16. Februar 2011) - Bundesministerium für Gesundheit fördert Projekt am Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft Das Glas Wein nach der Arbeit, das Bier abends auf dem Balkon oder der Sekt in der Firma: Für viele Menschen gehört Alkohol zur Entspannung und Belohnung nach einem stressigen Arbeitstag dazu. Immer häufiger sind es Frauen, die regelmäßig Alkohol konsumieren. Jetzt befasst sich eine Studie am Institut für Arbeitswissenschaft erstmals mit dem Thema „Riskanter Alkoholkonsum bei weiblichen Fach- und Führungskräften“. Ziel ist es, ein Konzept sowie geeignete Instrumente zur betrieblichen Suchtprävention zu entwickeln. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das sechsmonatige Vorhaben mit 30.000 Euro. Die Studie soll Ende Februar abgeschlossen sein.

 

„Ich glaubte, ich wäre schuld an der Sucht meiner Mutter“

Kinder aus Suchtfamilien tragen eine Bürde aus Schuld und Scham

 

Hessische Landesstelle für Suchtfragen und Techniker Krankenkasse veröffentlichen Fotostorys für Kinder suchtkranker Eltern

 

Frankfurt am Main (14. Februar 2011) - „Sie haben sich gestritten, Sachen sind durch die Gegend geflogen, es war laut. Das ging meist bis spät in die Nacht hinein, so dass ich kaum schlafen konnte.“ Marie spricht ruhig, fast ausdruckslos, wenn sie über ihre Kindheit berichtet. Ihre Mutter ist alkoholkrank. Die 16-Jährige versucht jegliche Emotion hinter einer Maske von Coolness zu verstecken. Doch als sie weiterspricht, hört man die Trauer in ihrer Stimme. „Manchmal haben sie mich für irgendwas angegriffen, für das ich gar nicht verantwortlich war. Mit der Zeit habe ich mich in mir selber verkrochen und war immer sehr ruhig. Und immer hatte ich das Gefühl, dass ich daran schuld bin, dass meine Eltern trinken.“

 

Glücksspielsucht ist auch ein Problem für viele türkische Familien

 

Türkische Telefonberatung für Glücksspielsüchtige startet am 17.2.2011

 

München (9. Februar 2011) – In Bayern gibt es ca. 44.000 Glücksspielsüchtige. Auch viele Menschen mit türkischem Migrationshintergrund sind davon betroffen. Für sie bietet die Landesstelle Glücksspielsucht ab dem 17. Februar eine kostenlose und anonyme Telefonberatung auf Türkisch (Tel.: 0800-3264762).

Glücksspielsucht geht häufig einher mit einem hohen Schuldenberg, dem Verlust des sozialen Umfelds, Depressionen und sogar Selbstmordgedanken. Glücksspieler brauchen daher eine umfassende Beratung, die die psychischen und sozialen Folgen der Krankheit berücksichtigt. Wenn dabei jedoch sprachliche Hindernisse im Weg stehen, kann der Berater auf die Bedürfnisse des Betroffenen nicht richtig eingehen.

 

Wer gut beraten will, muss umfassend informiert sein

 

Befragung im Auftrag der Gesundheitsbehörde ermittelt Fortbildungsbedarf von Fachkräften in der Hamburger Alten- und Suchthilfe

 

Hamburg (7. Februar 2011)- Besser zwischen alters- und suchtbedingten Symptomatiken unterscheiden können und fachliche Kompetenz über ein Themenfeld hinaus zur gezielten Beratung von älteren Menschen mit Suchtproblemen aufbauen, das sind zwei der Punkte die sich Fachkräfte in der Hamburger Alten- und Suchthilfe von ihren Fortbildungen wünschen. Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. hat im Auftrag der Gesundheitsbehörde eine entsprechende Befragung durchgeführt.