„44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes‑Gesellschaft" in Leipzig

Symposien der Abbott Diabetes Akademie

 

Symposium . Photo Abbott Diabetes CareLeipzig (20./21. Mai 2009) – Die Nationale Verzehr Studie II lieferte alarmierende Ergebnisse über den Gewichtsstatus und die Essgewohnheiten der Deutschen: 66 % der Männer und 51 % der Frauen sind übergewichtig und haben einen BMI über 25 kg /m2. 30 bis 40 % der Übergewichtigen entwickeln im Laufe ihres Lebens einen Diabetes. Für Betroffene ist neben der regelmäßigen Selbstkontrolle der Blutzuckerwerte mit einem passenden Messsystem von Abbott Diabetes Care (FreeStyle Lite®, FreeStyle FREEDOM Lite oder Precision Xceed) die Gewichtsreduktion ein weiterer wichtiger Schritt in der Therapie. Dies muss bei jeder Diabetesschulung berücksichtigt werden. Auf der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes‑Gesellschaft in Leipzig referierten Fachexperten zu den therapierelevanten Schwerpunktthemen im Rahmen der Abbott Diabetes Akademie Symposien „Diabetes und Adipositas" und „Adipositas. Diabetesmanagement. Compliance." am 20. und 21. Mai. In diesen beiden Veranstaltungen berichteten hochkarätige Experten über neue Forschungsergebnisse. Darüber hinaus stellten sie den anwesenden diabetologisch tätigen Ärzten und DiabetesberaterInnen praxisrelevante Therapiekonzepte vor, die im Alltag sofort eingesetzt werden können.

 

 

Symposium „Diabetes und Adipositas": Effektive Therapieoptionen zur Gewichtsreduktion

 

Symposium. Photo Abbott Diabetes Care„Bei adipösen Patienten mit Typ‑2 Diabetes gehört eine Gewichtsreduktion von 5 bis 10 % zu den prioritären Therapiezielen", erklärte der Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Hans Hauner, München. Im Rahmen seines Vortrags erläuterte er mehrere praktische Ernährungskonzepte für übergewichtige Typ‑2 Diabetiker und unterstrich die Bedeutung von Gewichtskontrolle und ausgewogener Ernährung in der Diabetestherapie.

 

In einem zweiten Vortrag berichtete die Oecotrophologin Prof. Dr. troph. Ursel Wahrburg, Münster, über das Energiedichtekonzept zur Sättigungsregulation und Erleichterung der Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Diabetespatienten. Danach wird die Energiedichte eines Lebensmittels definiert als Energiegehalt pro Gramm (kcal/g). „Eine Kost mit niedriger Energiedichte kann über verschiedene Wirkmechanismen dazu beitragen, bei gleicher Sättigung und damit einhergehender guter Compliance der Patienten die Kalorienaufnahme wirkungsvoll zu verringern", so Wahrburg.

 

Wertvolle Informationen über diagnostische Tools zur Auswahl der Therapiestrategie für die Gewichtsreduktion und Hintergrundwissen zu zentralnervösen Veränderungen des Energiestoffwechsels bei adipösen Diabetespatienten lieferten die beiden Ernährungsmediziner Dr. med. Susanne Wiesner, Winterthur, und Prof. Dr. med. Bernd Schultes, St. Gallen.

 

 

Symposium „Adipositas. Diabetesmanagement. Compliance.": Besseres Verständnis von Regulations‑ und Motivationsmechanismen bringt neue Therapieoptionen auf den Weg

 

Symposium. Photo Abbott Diabetes CareIm Rahmen dieses Symposiums wurden diabetologisch tätige Ärzte über neue Regulations‑ und Motivationsmechanismen informiert, da eine adäquate Gewichtsreduktion und normale Blutzuckerparameter bei adipösen Diabetespatienten mit konservativen Interventionen häufig schwer erreichbar sind.

 

So berichtete der Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Alfred Wirth, Bad Rothenfelde, dass schwer adipöse Diabetespatienten bei einer Gewichtsreduktion von mehr als 10% nicht nur eine bessere Stoffwechselkontrolle aufweisen, sondern sogar die Möglichkeit besteht, dass eine Remission eintritt. Weiterhin erläuterte Wirth adäquate Ernährungs‑ und Bewegungstherapieoptionen zur Gewichtsreduktion bei dieser Patientenklientel.

 

Der Diplom‑Psychologe Dr. Manfred Hallschmid, Lübeck, referierte über die Möglichkeiten einer Körpergewichtsregulation durch zentralnervöses Insulin. Der Experte erklärte: „Die intranasale Gabe von Insulin über acht Wochen führte zu einer Reduktion des Körperfettanteils und des Hüftumfangs bei männlichen Probanden." Zudem könnte die Gabe von intranasalem Insulin diesen Patienten nach erfolgter Gewichtsreduktion helfen, ihr Körpergewicht konstant auf einem niedrigeren Niveau zu halten.

 

Zahlreiche Ergebnisse klinischer Studien zur kontinuierlichen Blutzuckermessung (CGM; z.B. mit dem FreeStyle Navigator®) und der Bedeutung einer optimalen Einstellung für die Therapie des Typ‑1 und Typ‑2 Diabetes präsentierte der Diabetes-Experte Dr. med. Christof Kazda, Bad Homburg. „Seit 2007 wurden mehrere randomisierte, kontrollierte klinische Studien publiziert, welche die positiven Effekte der CGM in der Therapie des Typ‑1, des Typ‑2 sowie des Gestationsdiabetes belegen“, berichtete Kazda. „Durch die Verwendung der CGM bei Typ‑1 Diabetikern über 25 Jahren konnte eine signifikante Verbesserung der Stoffwechsellage erreicht werden.“ (1)

 

Im letzten Vortrag referierte die Diplom‑Psychologin Prof. Dr. Karin Lange, Hannover, zum Thema „Adhärenz und Compliance in der Diabetologie ‑ Mythen und Fakten". Dabei stellte sie Ansatzpunkte zur Therapieberatung und zum Selbstmanagement von Diabetespatienten vor. Denn: „Ohne ein selbstverantwortliches und konsequentes Handeln der Patienten ‑ Adhärenz ‑ ist eine moderne Diabetestherapie nicht realisierbar", fasste die Expertin zusammen.

 

 

Abbott Diabetes Care ‑ ein starker Partner bei Diabetes

 

Für einen optimalen Therapieverlauf ist neben einer Gewichtsreduktion die regelmäßige Blutzuckerkontrolle für Diabetespatienten unerlässlich. Diabetiker haben aufgrund verschiedener Therapieformen und Lebensstile unterschiedliche Ansprüche an Blutzucker‑Messsysteme. Für den aktiven Insulinpatienten, der in jeder Situation messen will, ist das praktische, weltweit kleinste Messgerät FreeStyle Lite® ideal. Display und Teststreifenöffnung können beleuchtet werden, so dass auch ein Messen bei schlechteren Lichtverhältnissen möglich ist. Das FreeStyle FREEDOM Lite mit nur zwei großen Tasten und extra großen Ziffern kann vom gelassenen Insulinpatienten ganz einfach bedient und sehr leicht abgelesen werden. Für mehr Gewissheit sorgt das Messsystem Precision Xceed, das zusätzlich die Blutketone misst. Alle Geräte benötigen für die Blutzuckermessung die weltweit geringste Blutmenge von nur 0,3 mL.

FreeStyle Lite®. Photo Abbott Diabetes Care 

Das umfassende Messsystem FreeStyle Navigator© zur kontinuierlichen Glukosemessung ermöglicht einFreestyle Navigator. Photo Abbott Diabetes Care engmaschiges Blutzuckermonitoring über 24 Stunden mit 1.440 Messungen pro Tag. Besonders bei Patienten mit häufigen Blutzuckerschwankungen, nächtlichen Hypoglykämien oder unregelmäßigem Therapieverlauf trägt FreeStyle Navigator°dadurch wesentlich zur Optimierung der Therapie bei.

 

Ergänzt wird das hochkarätige Produktportfolio durch vielfältige Serviceangebote für Patienten und Fachkreise, z.B. Informationen zum Leben mit Diabetes im Rahmen des Abbott Diabetes Patientenservice oder das umfangreiche Fortbildungsprogramm der Abbott Diabetes Akademie. All dies macht Abbott Diabetes Care zu einem starken Partner im Bereich Diabetes.

 

 

Literatur

 

(1) The JDRF CGM Study Group; N Engl J Med 2008; 359

 


 

Quelle: Symposien der Firma Abbott anlässlich der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig am 20./21.05.2009 (MWO).

MEDICAL NEWS

After old age, intellectual disability is greatest risk factor for…
New Corona test developed
Smoking cessation drug may treat Parkinson’s in women
Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human…
Using face masks in the community: first update – Effectiveness…

SCHMERZ PAINCARE

Projekt PAIN2020: Wir nehmen Schmerzen frühzeitig ernst. Jetzt für alle…
Wechselwirkung zwischen psychischen Störungen und Schmerzerkrankungen besser verstehen
Lisa Olstein: Weh – Über den Schmerz und das Leben
Wie ein Schmerz den anderen unterdrückt
Opioidtherapien im palliativen Praxisalltag: Retardierte Analgetika zeigen Vorteile

DIABETES

Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Diabetes: Neue Entdeckung könnte die Behandlung künftig verändern
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Fixkombination aus Basalinsulin und GLP-1-Analogon

ERNÄHRUNG

Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland

ONKOLOGIE

Krebsüberleben hängt von der Adresse ab
Vitamin D-Supplementierung: möglicher Gewinn an Lebensjahren bei gleichzeitiger Kostenersparnis
Konferenzbericht: Aktuelle Daten aus der Hämatologie vom ASH 2020
Anzeige: Aktuelle Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie des…

MULTIPLE SKLEROSE

Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei aktiver…

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…