Systemtherapeutisches Arbeiten in der Psychiatrie vermindert die Burnout-Belastung

 

Heidelberg (17. September 2008) – Dr. Julika Zwack, Universität Heidelberg, ist in diesem Jahr Preisträgerin des mit 3.000 Euro dotierten Forschungspreises der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF). Ausgezeichnet wurde ihre Promotionsarbeit "Systemische Akutpsychiatrie als multiprofessionelle Praxis". Die Preisträgerin hat in drei großen psychiatrischen Kliniken des SYMPA-Projektes (Systemtherapeutische Methoden in der psychiatrischen Akutversorgung) untersucht, wie sich die Arbeitssituation auf den Stationen verändert, wenn ein systemtherapeutisches Behandlungskonzept mit gemeinsamer Weiterbildung ganzer Stationsteams eingeführt wird.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Burnout-Belastung der Klinikmitarbeiter sinkt, dass sich das Teamklima auf mehreren Skalen verbessert und dass sich die Pflege als eigenständige, auch therapeutisch tätige Berufsgruppe emanzipiert. Julika Zwacks Bestandsaufnahme der veränderten Arbeitsweisen nach Abschluss der systemischen Weiterbildung macht anschaulich: Eine familien- und systemorientierte Behandlungsweise ist in psychiatrischen Kliniken der Regelversorgung gut realisierbar. Sie erleichtert und verbessert die Zusammenarbeit der psychiatrischen Fachleute mit ihren Patienten und deren Angehörigen.

Julika Zwack hat Teile ihrer Ergebnisse in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht, unter anderem in der Zeitschrift "Psychiatrische Praxis", in "Familiendynamik" und im britischen "Journal of Family Therapy". Die Preisträgerin ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg.


 

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie vom 17.09.2008.

 

 

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