BETAPLUS und die Rolle der Nurse

 

Tatjana Gruner

 

München (16. Dezember 2009) – Die Diagnose einer Multiplen Sklerose stellt für die Patienten eine enorme Belastung dar, und verständlicherweise gibt es deswegen häufig umfassenden Betreuungsbedarf. Auch wenn es den Patienten nach einem Krankheitsschub wieder gut geht, brauchen viele von ihnen Unterstützung und Motivation, um die Behandlung konsequent fortzuführen. Diese Unterstützung können Anwender, die mit Betaferon® behandelt werden, über das BETAPLUS®‑Programm erhalten.


 

 

Individuelle Betreuung durch die MS‑Schwester

 

Herzstück des Programms ist dabei die Betreuung durch eine BETAPLUS®‑Schwester. Diese hilft den Patienten zusätzlich zu der Betreuung durch den Arzt bei der Krankheitsbewältigung und steht ihnen zur Seite, wenn Fragen rund um die Erkrankung auftreten. Die Schwester führt außerdem die Injektionsschulungen durch, gibt den Patienten in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt Tipps zur Reduzierung von Nebenwirkungen und begleitet die Patienten kontinuierlich während der Therapie.

 

Als BETAPLUS®‑Schwester ist man dabei automatisch Ansprechpartner für viele Probleme, die die Patienten belasten. Das reicht von Blasenstörungen über Partnerschaftskonflikte bis hin zu Fragen der weiteren Berufsausbildung und sozialrechtlichen Problemen. Ein wichtiges Thema sind außerdem die „nicht sichtbaren Symptome" der Erkrankung wie beispielsweise die Fatigue, die viele Patienten als außerordentlich belastend erleben.

 

Daher gleicht kein Patientengespräch dem Anderen und die immer wieder neuen Situationen zwingen zum Umdenken und zur Anpassung an die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen. Eine weitere Herausforderung besteht in der Einbindung der Angehörigen in das Betreuungskonzept. Der Umgang mit MS‑Kranken erfordert daher neben der fachlichen Kompetenz viel Praxiserfahrung und ein hohes Maß an Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Zeit, Flexibilität und Kontinuität. Die Rolle der BETAPLUS®‑Schwester erfordert es, im Gespräch auf den Patienten einzugehen, ihn über die Erkrankung zu informieren und falsche Erwartungen an die MS ‑ Behandlung zu korrigieren. So können ein besseres Verständnis der Erkrankung und realistische Einschätzungen zur Therapie zu mehr Selbstsicherheit im Umgang mit der MS führen.

 

 

Umfassendes Informationsangebot

 

Ziel der Unterstützung durch das BETAPLUS®‑Programm ist eine kompetente Begleitung der Patienten, wobei die MS‑Nurse aber nur einen Baustein des Programms darstellt. Auch das Service‑Team in Göttingen steht den Patienten mit Rat und Tat zur Seite. Sie werden von dort regelmäßig angerufen und können jederzeit über eine Hotline Kontakt mit dem BETAPLUS®‑‑Team aufnehmen und Fragen stellen. Dabei haben die Patienten seit diesem Jahr bei der Hotline einen persönlichen Ansprechpartner.

 

Die Patienten erhalten im Rahmen von BETAPLUS® darüber hinaus umfassendes Informationsmaterial einschließlich der beliebten Zeitschrift „lidwina" und können sich jederzeit auch über die Webseite www.ms­gateway.de über MS informieren. Eine besondere Unterstützung stellt der seit diesem Jahr etablierte Service BETATEXT dar, bei dem die Patienten via SMS auf eigenen Wunsch an die Injektionen erinnert werden. Dieser Dienst wird sehr gut, vor allem von den jüngeren Betaferon‑Anwendern angenommen.

 

 

Modernste, patientenfreundliche Injektionshilfen

 

Die Patienten können je nach ihren Bedürfnissen zwischen dem BETAJECT Comfort und BETAJECT Lite wählen wobei beide Injektomaten eine sanfte und langsame Injektion gewährleisten. Der BETAJECT® Comfort arbeitet dabei mit einer einzigartigen automatisierten Drei‑Phaseninjektionstechnik.

 

Die Handhabung ist einfach und hat infolge der verborgenen Nadel einen wichtigen Sicherheitsaspekt. Denn die Schutzkappe der Kanüle übrigens die dünnste Kanüle für Injektomaten ‑ wird erst nach Bestückung des Injektomaten abgenommen. Dieser wird ganz leicht auf die Haut aufgesetzt und die Injektion erfolgt auf Knopfdruck, wobei das Ende durch ein optisches oder ein akustisches Signal angezeigt wird. Das erleichtert die Injektion erheblich, da die Einstichstellen regelmäßig gewechselt werden müssen und die Verabreichung so ohne Verbiegungen und Verrenkungen auch an den rückseitigen Körperpartien möglich ist.

 

 

Download

 

Folien zu Referat von Tatjana Gruner – Folien_Gruner.pdf Folien_Gruner.pdf (2.34 MB)

 


 

Quelle: Pressegespräch der Firma Bayer HealthCare zum Thema „Mastering MS: Leben mit der Diagnose Multiple Sklerose“ am 16.12.2009 in München (tB).

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