Telefonseelsorge erhielt 2010 über zwei Millionen Anrufe

 

Berlin (27. Juli 2011) – Über zwei Millionen Anrufe nahm die Telefonseelsorge im vergangenen Jahr entgegen. Außerdem beantworteten die über 8.350 freiwillig Engagierten und 188 hauptamtlich Mitarbeitenden 17.600 Mails und 4.400 Anfragen per Chat. 46.000 Mal suchten Menschen den Kontakt zu einer "Offenen Tür" für ein persönliches Gespräch. Diese Bilanz veröffentlichte die Telefonseelsorge für das Jahr 2010.

 

"Es sind bei Weitem nicht nur Suizidgedanken, die Ratsuchende die bundeseinheitliche Nummer der Telefonseelsorge anrufen lassen: Probleme mit der Partnerin oder dem Partner, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust, Sucht, Krankheit, Einsamkeit oder Sinn- und spirituelle Krisen. Solche Ereignisse und Verletzungen bringen die Menschen oft an ihre Grenzen", sagt Bernd Blömeke, Referent für Telefonseelsorge im Diakonie Bundesverband.

"Seit 55 Jahren bietet die Telefonseelsorge Rat und Unterstützung. Mit ihrem freiwilligen Engagement leisten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge einen unverzichtbaren Beitrag in der Gesellschaft", erklärt Blömeke. "Die steigende Zahl der Hilfesuchenden und die Vielzahl von schwerwiegenden Themen, mit denen sich Menschen an die Telefonseelsorge wenden, zeigen, wie wichtig dieses Beratungs- und Seelsorgeangebot ist", so Blömeke. "Die Anonymität eines Telefonats, die Möglichkeit, per Mail oder Chat schwierige Themen und Erlebnisse schriftlich aufzuarbeiten, eröffnen vielen Menschen einen besonderen Raum der Hilfe und Seelsorge."

Die Evangelische Kirche und ihre Diakonie sind mit der Katholischen Kirche gemeinsam Träger der Telefonseelsorge.

Der Jahresbericht der Telefonseelsorge steht im Internet zum Download zur Verfügung: http://www.telefonseelsorge.de/?q=node/16

 


 

Quelle: Diakonisches Werk der EKD e.V. 27.07.2011 (tB).

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